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News: Menschenleben in Gefahr

Xerox Scan-Kopierer unter Fälschungsverdacht

Michael Nickles / 26 Antworten / Baumansicht Nickles

Bei einem Fotokopierer wird eigentlich angenommen, dass er Dinge dupliziert. Kopien sind vielleicht nicht so gut lesbar wie Originale, aber generell sollte das, was inhaltlich lesbar ist, auch mit dem vom Original übereinstimmen. Gleichermaßen ist es bei "Scan-Kopieren", die Papiervorlagen in PDF-Dokumenten speichern. Auch hier geht man davon aus, dass der Inhalt solcher "PDF-Kopien" den Papieroriginalen entspricht.

Und das soll ein fataler Irrtum sein. Aus einem Bericht des Informatikers David Kriesel aus Bonn geht hervor, dass bei professionellen Scan-/Kopierern des bekannten Herstellers Xerox "falsche" Dokumente entstehen können, weil die Geräte Ziffern eventuell verfälschen.

Laut seinen Untersuchungen kann es zu falschen Ziffern, vertauschten Zahlenreihen oder Bildfragmenten kommen. Falsche Abrechnungen oder Baupläne mit falschen Quadratmeterangaben sind dann vielleicht noch das geringere Übel. Fataler wird es, bei verfälschten Architektur-Konstruktionsplänen oder Angaben zu Arzneimitteldosierungen.

Laut Kriesel tritt das Fehlverhalten bei weit verbreiteten Scanner-/Kopierer-Geräten des Weltherstellers Xerox auf und auch die neueste Softwareversion beseitigt es nicht. Als Beispiele werden Geräte der Xerox-WorkCentre-Modellreihe (WorkCentre 7535 und 7556) genannt.

In seinem Bericht nennt der Informatiker mehrere Fallbeispiele, wie der Fehler entdeckt wurde. Unter anderem wurde vor einigen Tagen in einem Bauplan entdeckt, dass ein eingezeichneter Raum der nur mit 14 Quadratmetern angegeben war, deutlich größer war, als ein danebenliegender mit 22 Quadratmetern. Beim Xeroc WorkCentre 7535 war der Fehler reproduzierbar, es machte immer den gleichen Kopierfehler. Das WorkCentre 7556 produzierte bei jedem Durchlauf andere Fehler.

(Foto: David Kriesel)
Bei weiteren Experimenten stellt der Informatiker fest, dass die betroffenen Geräte wohl auch mit eigentlich deutlich lesbaren 6ern und 8ern Probleme haben. Kriesel erklärt zu diesem Bild, dass klar erkennbar ist, dass es sich nicht einfach um Pixelfehler handelt. Die charakteristische Eindellung eines echten 8ers ist auch beim falschen 8er deutlich erkennbar.

Wichtig zu wissen: es handelt sich hier nicht um ein OCR-Texterkennungsproblem, die OCR-Funktion der Geräte wurde extra ausgeschaltet. Bei Einsatz der Xerox-Geräte als OCR-Scanner, gab es keine Probleme. Auch dann nicht, wenn Vorlagen gescannt und als TIFF-Datei gespeichert werden. Das Problem tritt nur beim Einscannen und Speichern als PDF-Dokumente (ohne OCR) auf.

Kriesel vermutet, dass es sich um ein Kompressionsproblem handelt. In den Geräten wird wohl die JBIG-Kompression verwendet, die Bilddaten in PDF-Dokumenten komprimiert. JBIG analysiert wohl ähnliche Blöcke in Bildern und speichert sie dann in einer "Tabelle" um sie mehrfach zu verwenden. Kriesel befüchtet, dass Xerox den Kompressionsfaktor bei JBIG zu "radikal" eingestellt hat.

Michael Nickles meint:

Das Problem tritt wohlgemerkt nur dann auf, wenn Dokumente von Papier ins PDF-Dokument übertragen werden - wohlgemerkt ohne OCR-Texterkennung. In vielen Büros ist es heute gängige Praxis, Dokumente auf diese Art zu archivieren.

Das Schlimme am jetzt entdeckten Problem ist, dass unabschätzbar ist, wie viele und wie wichtige Dokumente falsch archiviert wurden. Und: welche bislang unentdeckten Folgen das bereits hatte oder noch haben will. Die Geschichte dürfte in den kommenden Tagen gewiss für viel Wirbel sorgen. Denn im Fall von Xerox handelt es schließlich um ein Schwergewicht im professionellen Scan-/Kopierer-/Drucker-Bereich.

Auch wird es - so das Problem offiziell bestätigt wird - eine brauchbare Lösung zu finden. Was sollen Unternehmen tun, die Papierzeugs als PDF archiviert und die Papieroriginale nicht mehr haben? Die einzige Chance festzustellen, ob ein PDF richtig ist, besteht darin, sie mit dem Original zu vergleichen - dieser Aufwand ist selbsterklärend verdammt müheselig.

Blöd dran sind auch Unternehmen, die wichtige PDF-Dokumente von anderen Unternehmen/Abteilungen gekriegt haben und gar nicht wissen, ob sie mit einem problematischen Scanner erfasst wurden. Auf jeden Fall ist PDF-Dokumenten - insbesondere dann, wenn sie "Zahlenmaterial" enthalten - dringend zu misstrauen. Es sollte geprüft werden, ob sie von einem der potentiell betroffenen Xerox-Scanner stammen.

Wie das gemacht wird und wie man auch große Mengen an PDF-Dokumenten automatisiert prüft, wird hier erklärt:

TIPP: Vertrauenswürdigkeit von PDF-Dokumenten überprüfen

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Prosseco Michael Nickles

„Xerox Scan-Kopierer unter Fälschungsverdacht“

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Hallo Michael,

sagt dir was Zbot ist?

Sicherlich nicht. Nur ein Wurm, denn kannste den Kopf abhacken.
Aber es bleiben immer noch reste.Lachend

Ach die immer gleiche, alte und erneuerte GESCHICHTE.

Saludos
Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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Borlander Prosseco

„Hallo Michael, sagt dir was Zbot ist Sicherlich nicht. Nur ...“

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Was haben Würmer/Malware mit der PDF-Generierung von Digitalkopierern und Netzwerkscannern zu tun?

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aldebuedel Prosseco

„Hallo Michael, sagt dir was Zbot ist Sicherlich nicht. Nur ...“

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sagt dir was Zbot ist?
https://en.wikipedia.org/wiki/Zeus_%28Trojan_horse%29
Ach die immer gleiche, alte und erneuerte GESCHICHTE.
Bitte präzisiere das.
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Wiesner Prosseco

„Hallo Michael, sagt dir was Zbot ist Sicherlich nicht. Nur ...“

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Olaf19 Wiesner

„Krasse Lösung von Xerox: ...“

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Ehrlich gesagt, ich finde den Vorschlag gar nicht so abwegig. Solange es kein Software-Update gibt, das bei der Kompression nachbessert, muss man den Algorithmus eben abschalten, zur Not über die Wiederherstellung der Werkseinstellungen. Solange es noch keine durchgreifende Lösung gibt, ist das besser, als sich weiter mit dem Problem herumzuärgern.

CU
Olaf

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Wiesner Olaf19

„Ehrlich gesagt, ich finde den Vorschlag gar nicht so ...“

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Mir gefällt am meisten die Überschrift.
Fabrikeinstellung anstatt Werkseinstellungen.

Eine Fabrikeinstellung ist bei uns im Landläufigen Begriff eine Insolvenz.

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Olaf19 Wiesner

„Mir gefällt am meisten die Überschrift. Fabrikeinstellung ...“

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Eine Fabrikeinstellung ist bei uns im Landläufigen Begriff eine Insolvenz.

Aaaah... jetzt verstehe ich :-) Das ist dann wahrscheinlich der österreichische Fachbegriff dafür - in DE würde man eher "Werksschließung" dazu sagen.

Allerdings ist "Fabrikeinstellung" so oder so kein gut klingender Begriff. Ich bin mir 99% sicher, da hat jemand einfach den Begriff "Factory Reset" mehr oder weniger wörtlich ins Deutsche übersetzt. Viel gängiger ist "Werks(vor)einstellungen".

Greetz
Olaf
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Olaf19 Michael Nickles

„Xerox Scan-Kopierer unter Fälschungsverdacht“

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Danke Mike, für den Hinweis. Ich bin mir zu 90% sicher, dass wir in der Firma ein Minolta-Gerät zu stehen haben, schaue sicherheitshalber aber lieber noch einmal nach.

Übrigens erhalten wir jede Menge gescannte PDF-Dokumente von unseren Geschäftspartnern - keine Ahnung, welche Fabrikate die benutzen :-/

Was ich nicht verstehe, wie ist denn so etwas technisch überhaupt möglich? Wenn nicht gerade OCR im Spiel ist, werden doch lediglich Pixel ausgelesen und reproduziert?

Wenn ich ein Eichenblatt einscanne, kann dann auch ein Ahorn dabei herauskommen? Doch wohl nicht?! Woher will der Scanner denn diese fehlerhaften Bildinformationen herhaben?

Ich stehe hier vor einem ziemlichen Rätsel.

CU
Olaf

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BastetFurry Olaf19

„Danke Mike, für den Hinweis. Ich bin mir zu 90 sicher, dass ...“

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Das Problem ist das da einer schlau sein und der Kompression unter die Arme greifen wollte und somit nach ähnlich aussehenden Dingen sucht und diese angleicht.
Wenn das ein Programmierer unter mir wäre hätte der den Anschiss seines Lebens bekommen dafür. Das gehört als Option mit dickem Warnschild und nicht als Default.

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Borlander Olaf19

„Danke Mike, für den Hinweis. Ich bin mir zu 90 sicher, dass ...“

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Was ich nicht verstehe, wie ist denn so etwas technisch überhaupt möglich? Wenn nicht gerade OCR im Spiel ist, werden doch lediglich Pixel ausgelesen und reproduziert?

Bei dem JBIG-Kompressionsverfahren werden scheinbar "identische" Bildbereiche gesucht und nur einmal gespeichert. Wenn man nun die Grenze für identisch und unterschiedlich zu schwach wählt dann werden auch schon ähnliche Bildbereiche als vermeintlich "identisch" erkannt. Dadurch wird die Datei zwar kleiner, aber die Verfälschung ist in diesem Fall doch sehr fatal. Dieser unerwünschte Nebeneffekt ist nur vielleicht nicht so ganz offensichtlich…

Wenn ich ein Eichenblatt einscanne, kann dann auch ein Ahorn dabei herauskommen? Doch wohl nicht?! Woher will der Scanner denn diese fehlerhaften Bildinformationen herhaben?

Nein. Aber wenn Du ein Eichenblatt und ein Ahornblatt einscannst dann bekommst Du als Ergebnis dann vielleicht zwei identische Eichenblätter oder zwei identische Ahornblätter.

Gruß
bor

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Olaf19 Borlander

„Bei dem JBIG-Kompressionsverfahren werden scheinbar ...“

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Bei dem JBIG-Kompressionsverfahren werden scheinbar "identische" Bildbereiche gesucht und nur einmal gespeichert.

Danke Borl - ich hatte den letzten Absatz vor "Michael Nickles meint" etwas zu hastig gelesen. Da wurde das sinngemäß auch schon erklärt.

Mich würde einmal interessieren, wie viele zusätzliche(!) % Dateigröße gegenüber einem gewöhnlichen Kompressionsverfahren eingespart werden - und ob das wirklich die Wurst vom Teller zieht. Wahrscheinlich nicht - in jedem Fall ist der Preis dafür sehr sehr hoch. Bin gespannt, wann die ersten Schadenersatzforderungen an XEROX herangetragen werden...

Aber wenn Du ein Eichenblatt und ein Ahornblatt einscannst dann bekommst Du als Ergebnis dann vielleicht zwei identische Eichenblätter oder zwei identische Ahornblätter.

Das wäre ganz schön gruselig... aber ich glaube, die sind in Form und Größe zu verschieden.

THX
Olaf
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Borlander Olaf19

„Danke Borl - ich hatte den letzten Absatz vor Michael ...“

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wie viele zusätzliche(!) % Dateigröße gegenüber einem gewöhnlichen Kompressionsverfahren eingespart werden

Das ist vor allem die Frage nach der Parameter-/Schwellwertauswahl. Ich stelle mir auch die Frage ob  es nicht sogar unter extrem ungünstigen Bedingungen passieren könnte, dass mit JPEG-Kompression Zahlen verfälscht werden könnten. Ist auf jeden Fall ein starkes Argument für den Einsatz von verlustfreien Kompressionsverfahren zur Erfassung von Dokumenten. Sofern man ohne Graustufen auskommen gibt es da sehr gute Verfahren.

aber ich glaube, die sind in Form und Größe zu verschieden.

Alles relativ. Wenn die Parameter entsprechend tolerant eingestellt sind, dann sind die nicht mehr verschieden.

Gruß
bor

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Olaf19 Borlander

„Das ist vor allem die Frage nach der ...“

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Wenn die Parameter entsprechend tolerant eingestellt sind, dann sind die nicht mehr verschieden.

Ich fürchte, dann kommen aber keine zwei Blätter mehr heraus, sondern nur noch grünliche Klötze :-)

Das ist vor allem die Frage nach der Parameter-/Schwellwertauswahl.

Das schon, ich wollte aber noch auf etwas anderes hinaus, sozusagen auf den Kosten-Nutzen-Faktor. Was bringt es mir, ob eine Datei nun 1 MB oder 1,1 MB groß ist, wenn ich mit dieser Ersparnis gleichzeitig meine Ergebnisse gefährde - was bei Xerox natürlich niemand vorausgesehen hat. Bei JPG konnte ich noch nie mit bloßem Auge irgendeine Abweichung vom Original feststellen. Allenfalls dann, wenn man ständig zwischen verschiedenen Formaten, insbesondere komprimiert und unkomprimiert hin und her konvertiert, entstehen irgendwann Artefakte.

CU
Olaf
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Borlander Olaf19

„Ich fürchte, dann kommen aber keine zwei Blätter mehr ...“

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Ich fürchte, dann kommen aber keine zwei Blätter mehr heraus, sondern nur noch grünliche Klötze :-)

Das hängt vom Kompressionsverfahren ab.

Das schon, ich wollte aber noch auf etwas anderes hinaus, sozusagen auf den Kosten-Nutzen-Faktor.

Also ein Kompressionsverfahren, dass identische Bildbereiche nur einmalig speichert ist schon interessant. Dann muss man den Briefkopf mit Logo im Optimalfall nur noch einmalig speichern und nicht mehr für jede Seite.

Bei JPG konnte ich noch nie mit bloßem Auge irgendeine Abweichung vom Original feststellen.

Also ich schon. Vor allem bei Text und Strichzeichnungen mit niedriger Auflösung und hoher Kompression.

Gruß
bor

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Olaf19 Borlander

„Das hängt vom Kompressionsverfahren ab. Also ein ...“

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Vor allem bei Text und Strichzeichnungen mit niedriger Auflösung und hoher Kompression.

Gut, bei extremen Einstellungen schon - ich meinte eher den Fall, dass man ein Bild in GIMP bearbeitet, das JPEG-Format wählt und einfach die Standardeinstellung mit 85% belässt. Die Bilder sehen schon sehr sauber aus, solange man sie nicht im Anschluss noch mehrfach hin- und herkonvertiert.

Dann muss man den Briefkopf mit Logo im Optimalfall nur noch einmalig speichern und nicht mehr für jede Seite.

Stimmt :-) Nun ist ein Briefkopf aber auch nicht so "klein und filigran" wie eine Ziffer. Den Unterschied sollten die Kompressionsalgorithmen schon machen.

CU
Olaf
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Borlander Olaf19

„Gut, bei extremen Einstellungen schon - ich meinte eher den ...“

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Standardeinstellung mit 85% belässt. Die Bilder sehen schon sehr sauber aus, solange man sie nicht im Anschluss noch mehrfach hin- und herkonvertiert.
Schau Dir mal eine diagonale rote Linie (1px breite) mit den Standardeinstellungen an. Da siehst Du sehr deutliche Artefakte…
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Olaf19 Borlander

„Schau Dir mal eine diagonale rote Linie 1px breite mit den ...“

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Du hast recht...! Das ist wirklich verblüffend:



Links im Bild GIMP-Standardformat = .xcf, rechts komprimiert als JPG, Qualitätsstufe 85%. Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man rechts so merkwürdige blass-bläuliche Klötzchen um die Linie herum. Sieht ein wenig aus wie ein Flussbett.

Hätte ich wirklich nicht gedacht, dass eine derart primitive Bildinformation wie eine simple rote Linie auf Schlichtweiß bei der Komprimierung schon Artefakte hervorrufen kann.

THX
Olaf

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dalai Olaf19

„Du hast recht... Das ist wirklich verblüffend: Links im ...“

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Hätte ich wirklich nicht gedacht, dass eine derart primitive Bildinformation wie eine simple rote Linie auf Schlichtweiß bei der Komprimierung schon Artefakte hervorrufen kann.
Tja, aber genau so arbeitet JPEG. Deshalb komprimiert es ja auch so gut. Deswegen muss (oder sollte) man sich immer Gedanken machen, welches Bildformat (und damit einhergehend welches Komprimierungsverfahren) man für welche Bildinhalte einsetzt. JPG hat seine Berechtigung, aber für bestimmte Dinge sind PNG oder GIF eben deutlich besser geeignet. Screenshots vom Desktop oder Schwarz-Weiß-Dokumente (Schrift oder Zeichnungen) z.B. speichert man als PNG und nicht als JPG, weil sie besser aussehen bei kleinerer Dateigröße.

MfG Dalai
Echte Hilfe kann´s nur bei Rückmeldungen geben.
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Borlander Olaf19

„Du hast recht... Das ist wirklich verblüffend: Links im ...“

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Hätte ich wirklich nicht gedacht, dass eine derart primitive Bildinformation wie eine simple rote Linie auf Schlichtweiß bei der Komprimierung schon Artefakte hervorrufen kann.
Die JPEG-Kompression ist darauf ausgelegt, dass innerhalb eines Blocks nur ein geringer Kontrast auftritt (ein Szenario, dass man bei Photos als typisch annehmen kann). Bei hohen Kontrasten (wie sie insbesondere auch in Textdokumenten auftreten) führt das selbst bei hoher Qualität zu den sichtbaren Artefakten…
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Olaf19 Borlander

„Die JPEG-Kompression ist darauf ausgelegt, dass innerhalb ...“

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Ja, für eine simple Strichzeichnung würde man normalerweise eben .gif oder - in den letzten Jahren zunehmend beliebter - .png nehmen (siehe auch Dalai).

Übrigens, Vorführeffekt - von diesem "Flussbett" ist rechts im Bild kaum noch etwas zu sehen, vielmehr sehen jetzt beide Teile mehr oder weniger gleich gut oder schlecht aus. Dies nachdem ich, um es hier einzustellen, die Bilder noch einmal als Screenshot.png gespeichert hatte.

Ich versichere aber, im Original sind diese merkwürdigen Eiswürfelchen rund um die rote Linie ziemlich deutlich zu erkennen. Hier noch einmal das JPG allein im Original.

CU
Olaf

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BastetFurry Borlander

„Das ist vor allem die Frage nach der ...“

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Ist auf jeden Fall ein starkes Argument für den Einsatz von verlustfreien Kompressionsverfahren zur Erfassung von Dokumenten. Sofern man ohne Graustufen auskommen gibt es da sehr gute Verfahren.
Vorallem wenn man sich mal überlegt, selbst 16 GByte USB-Sticks bekommt man Heute für ~10€ ins Kreuz geschmissen wenn man die Tür nicht schnell genug zu macht.
Ist es da nicht Scheißegal ob ein eingescanntes Dokument jetzt 150 kByte oder 2 MByte groß ist?
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Maybe BastetFurry

„Vorallem wenn man sich mal überlegt, selbst 16 GByte ...“

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Ist es da nicht Scheißegal ob ein eingescanntes Dokument jetzt 150 kByte oder 2 MByte groß ist?

Moin,

es ist nicht egal, da die Menge den Speicherverbrauch ausmacht. Viele Firmen nutzen aus diesem Grund auch Filter, die die Größe von Dateianhängen beschränken. Voll bekommt man jeden Speicherplatz, egal wie groß er dimensioniert ist. Und Speicherplatz, genauso wie Bandbreite bei der Übertragung, kosten eben Geld.

Gruß
Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
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dalai BastetFurry

„Vorallem wenn man sich mal überlegt, selbst 16 GByte ...“

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Ist es da nicht Scheißegal ob ein eingescanntes Dokument jetzt 150 kByte oder 2 MByte groß ist?
Ich kann dir versichern, dass das keinesfalls egal ist. Bei uns in der Firma liegen Tausende PDFs, ja richtig gelesen: Tausende! Oft sind das mehrere für einen einzigen Auftrag - eine oder mehrere Zeichnungen, Rechnungen, Ergänzungen, Änderungen usw. Die Dinger müssen irgendwo gespeichert werden und gerade Serverplatten (SAS) werden schnell teuer, wenn man Kapazität braucht. Dazu kommt, dass die Dateien auch archiviert und/oder gesichert werden müssen. Also geht es nicht nur um einfache Haltung der Daten selbst sondern doppelte oder gar mehrfache Datenhaltung.

Und spätestens wenn die Dinger als Mailanhang über die Leitung gehen, fängst du an, mal genau darüber nachzudenken, wie du den Kram klein bekommst; kundige Leute wissen, dass jegliche Datei als Mailanhang um ~30 Prozent zulegt. Und wenn du dir jetzt noch überlegst, dass solche PDFs nicht einzeln sondern in Massen über die Leitung geschickt werden, sowohl eingehend als auch ausgehend, weißt du, dass das Achten auf die Dateigröße schon seine Richtigkeit hat, ja eine Notwendigkeit ist.

Ich will damit natürlich auf keinen Fall rechtfertigen, was Xerox da treibt, denn das war/ist zuviel des Guten, aber Kompression oder andere Verkleinerungsmöglichkeiten sind notwendig.

MfG Dalai
Echte Hilfe kann´s nur bei Rückmeldungen geben.
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Borlander BastetFurry

„Vorallem wenn man sich mal überlegt, selbst 16 GByte ...“

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Ist es da nicht Scheißegal ob ein eingescanntes Dokument jetzt 150 kByte oder 2 MByte groß ist?

Nein. Zumal es bei einem 20-seitigen Dokument schon einen Unterschied ausmacht ob es 3MB (mit 4MB beim Mailversand schon nicht mehr so ganz leichtgewichtig) oder 40MB (als Mail mit >50MB nicht mehr praktikabel) groß wird.

Ansonsten siehe die anderen Kommentare.

Gruß
Borlander

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Olaf19 BastetFurry

„Vorallem wenn man sich mal überlegt, selbst 16 GByte ...“

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Ist es da nicht Scheißegal ob ein eingescanntes Dokument jetzt 150 kByte oder 2 MByte groß ist?

Es geht ja nicht um die Differenz von 1898 kByte, sondern um die Verhältnismäßigkeit. Wenn sämtliche Bilder und PDFs 13,65 x so viel Speicher belegen würden - so wie in diesem Beispiel - hätte das sehr wohl Auswirkungen.

IT-Dienstleister werden u.a. nach benötigtem Speicherplatz auf den Firmenservern bezahlt. Wohl gemerkt, ich spreche hier nicht explizit von externen Dienstleistern, es gibt ja auch interne Kostenverrechnungen.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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reader Michael Nickles

„Xerox Scan-Kopierer unter Fälschungsverdacht“

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In verbindung mit so mancher NSA-affäre, kann es sein dass die drone schon mal falsche hausnummer zerbombte. oder eine IP wurde verfälscht - und hops! ist man ein großkrimineller.

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