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News: Geräuschlos und sparsam

Live TV und persönlicher Videorekorder mit Raspberry Pi

Michael Nickles / 0 Antworten / Baumansicht Nickles

Geräuschlos und sparsam

Mit der DVBLink-Lösung von DVBLogic lassen sich TV-Programme unterschiedlicher Quellen im Heimnetzwerk live übertragen oder zentral speichern. Die DVB-Link-Software ist für die gängigen Betriebssysteme und auch diverse NAS-Lösungen erhältlich.

Jetzt wurde die Produktpalette um einen Player erweitert, der beliebige Fernseher mit der DVB-Link-Plattform verbindet. Clou beim Player: er basiert ganz einfach auf dem beliebten Raspberry Pi Miniaturkomplettrechner.

DVBLink TV Player. (Foto: DVBLogic)

Im kompakten schwarzen Gehäuse ist ein übertaktetes Rasberry Pi Model B+ untergebracht, also die aktuelle, erst seit Juli 2014 verfügbare Version des Miniaturrechners.

Im Pi steckt eine 8 GByte SD-Karte mit komplett vorinstallierter Software, die generell aus dem Openelec Mediacenter besteht.

Zur Steuerung wird die Fernbedienung des Fernsehers genutzt der dafür das HDMI-CEC-Protokoll unterstützen muss (unter anderem je nach Hersteller bezeichnet als AnyNet+, EasyLink, VIERA Link, SimpLink, CE-Link, BRAVIA Link und dergleichen).

Die Verbindung des Pi zum TV erfolgt über das mitgelieferte HDMI-Kabel, für die Stromversorgung liegt ein USB-Kabel bei. Bietet der TV keine USB-Buchse zur Stromversorgung des Pi, wird noch ein USB-Netzteil benötigt. Der DVBLink TV Payer ist ab sofort für rund 70 Euro erhältlich.

Michael Nickles meint:

Ich gestehe, dass sich mir der Sinn und Zweck des DVB-Links-Systems nicht vollständig erschließt. Konkret ist dieses Ding ganz einfach eine DNLA-Lösung, die unterschiedliche "Hardware" eben zu DNLA-Servern und Clients macht.

Diese DNLA-Funktionalität haben eigentlich alle modernen Geräte - Fernseher, Smartphones, Spielkonsolen - von Haus aus sowieso dabei. Prinzipiell kann jedes DNLA-Gerät Medieninhalte im Netzwerk bereitstellen oder sie abspielen.

Das Problem besteht dabei aber wohl darin, dass man Aufzeichnungen beispielsweise von jedem Gerät aus anweisen möchte und sie dabei an einer zentralen Stelle speichern will. Genau da scheint DVB-Link unter anderem einzuspringen. Auch dient das System wohl dazu mehrere (beliebige) TV-Empfangsquellen unter einen Hut zu bringen.

Cool an der Player-Lösung von DVB-Link ist natürlich, dass sie auf Raspberry Pi Standard-Hardware basiert, also sehr nachhaltig ist. Alleine die gelieferte Hardware (Pi Model B+, Gehäuse, 8 GByte-SD-Karte, Kabel) ist gut 40 bis 45 Euro wert und sollte man den DVBLink TV Player irgendwann nicht mehr brauchen oder haben wollen, ist immer noch ein universell verwendbarer Raspberry Pi übrig.

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