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News: Überraschender Käufer

Kodak Foto-Patente für 525 Millionen Dollar verkauft

Michael Nickles / 1 Antworten / Baumansicht Nickles

Die analoge Fotografie ist bereits vor Jahren gestorben. Kodak, ein Unternehmen, das damit groß geworden ist, hat den Trend zum Digitalen rechtzeitig erkannt. Bereits 1991 hat Kodak die digitale Kamera erfunden und das Modell DCS-100 für 25.000 Mark in den Handel gebracht.

Am 19. Januar 2012 hat Kodak Konkurs wegen Insolvenz angemeldet, die Produktion von digitalen Kameras und auch Bilderrahmen wurde eingestellt. Seit dem versucht Kodak sich gesund zu schrumpfen, wird sich unter anderem auf die Produktion von Druckern konzentrieren.


Aktuelle Kodak Webpräsenz. Die Produktpalette ist bereits gewaltig geschrumpft: All in One Drucker, Filme, Einwegkameras und "Fotodruckdienste" wie das hier beworbene Fotobuch.

Um dringend benötigtes Geld beizuschaffen, musste sich Kodak entschließen, ein fettes Patentpaket zu verkaufen. Dabei ging es soweit bekannt um über 1.000 Patente aus dem Bereich Digitalfotografie. Dass diese Patente einen gewaltigen Sprengstoff darstellen, hat Kodak bereits kurz vor seiner Insolvenz demonstriert.

Im Januar 2012 hat Kodak quasi alle Smartphone-Hersteller wegen Patenverletzungen verklagt.  Unter anderem die Welt bezeichnete diese Klagewelle als Überlebenskampf um Geld in die leeren Kassen zu spülen.

Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde das heikle Patentpaket zum Kauf angeboten. Und es wurde selbsterklärend mit enormer Spannung erwartet, wer sich dieses Paket unter den Nagel reißt. Im Hinblick auf die bereits jetzt tobenden Patentschlachten der IT-Giganten bei Smartphones und Tablets, kann man sich leicht vorstellen, welches Gewicht das Kodak-Patentpaket hat.

Jetzt wurde das Patentpaket für 525 Millionen Dollar gekauft. Und zwar nicht von einem Interessenten sondern von einer großen Interessengemeinschaft: Apple, Google, Samsung, Microsoft, Amazon, Facebook, HTC, Huawei und viele weitere Schwergewichte der IT-Industrie sind dabei.

Die von Kodak eingeleiteten Klageverfahren sind mit dem Verkauf der Patente erloschen.

Michael Nickles meint:

Das ist doch mal eine schöne Lösung. Im Digitalfoto-Patentpool von Kodak sind gewiss auch viele "Trivialpatente" dabei. Es ist kaum vorstellbar, was passiert wäre, wenn dieses Paket in die falschen Hände geraten wäre.

Aber ist es jetzt in den richtigen Händen? Die Frage erübrigt sich. Denn: die gigantischen Unternehmen dieser Welt, ersaufen schon lange im Besitz von Trivialpatenten. Eigentlich hat heute keine "kleine Firma" mehr eine Chance etwas Neues zu erfinden, ohne nicht zu riskieren, in Grund und Boden verklagt zu werden. Die über 1.000 "Fotopatente" von Kodak sind da nur ein kleiner Tropfen.

Das oben erwähnte Fotobuch ist übrigens eine coole Idee. Laut einer Pressemitteilung ist es auch für Lastminute-Geschenke ideal. Selbst an Heiligabend kann man noch von zuhause aus ein Fotobuch zusammenstellen und es beim nächsten Kodak Picture Kiosk klarmachen.

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schuerhaken Michael Nickles

„Kodak Foto-Patente für 525 Millionen Dollar verkauft“

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Werde ich am Samstag mal probieren.
66.328 KB Setup-Software. Dürfte also etwas darstellen.

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