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News: Erneut Rekordergebnis

Kann Intel seine Marktmacht 2011 halten?

Michael Nickles / 7 Antworten / Baumansicht Nickles

Intel feiert schon wieder ein Rekordergebnis. Im ersten Quartal 2011 betrug der Umsatz 12,9 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einer Steigerung um 2,6 Milliarden Dollar beziehungsweise 25 Prozent.

Unter anderem der Design-Fehler beim Sandy Bridge Chipsatz schien bei Intel also spurlos vorbeigegangen zu sein. Ebenfalls überraschend: bei den boomenden Tablet-PCs und Smartphones steckt kaum (keine) Intel-Technik drinnen, doch auch das scheint an Intels Zahlen nicht zu rütteln.

Michael Nickles meint: Erstaunliche Zahlen. Kann überhaupt jemand Intel bremsen? Bei "Intel-Konkurrenz" denken viele ja erstmal an AMD. Tatsache ist allerdings, dass AMDs Marktanteil bei Prozessoren vergleichsweise witzlos ist. Intel brachte es laut Bericht von Isuppli Quartal 2010 auf 81 Prozent, AMD gerade mal auf 11,4 Prozent.

Schlichtweg bizarr: Isuppli berichtet, dass 2010 rund 17 Millionen Tablet-PCs verkauft wurden, die auf nicht-Intel-Technik basierten. Und solange Microsoft kein brauchbares Tablet-PC-Betriebsystem rauslassen wird (vermutlich erst mit "Windows 8") wird sich daran auch kaum was ändern.

Eher noch schlimmer für Intel: im Januar 2011 gab Microsoft bekannt, dass Windows 8 das erste Microsoft Betriebssystem sein wird, das nicht nur X86-Architektur (also "Intel und AMD" Prozessoren), sondern auch ARM-Plattformen unterstützen wird (siehe Windows 8 unterstützt auch ARM-Architektur).

Unter anderem "Tablet-PC"-Hersteller die "Windows" draufmachen wollen, brauchen dann keine Intel-Technik mehr verbauen. Sie packen dann beispielsweise einfach ARM-Technik rein und machen auf die gleiche Hardware wahlweise "Android" oder "Windows" drauf.

Hinzu kommt, dass seit Ende März bekannt ist, dass Microsoft inzwischen gar eng mit ARM zusammenarbeitet um gemeinsam "Prozessoren" zu entwickeln. Und übrigens unterstützt ja auch Microsofts aktuelles Handy-Betriebssystem "Phone 7" auch die ARM-Architektur.

Und: im Oktober 2010 hat Intel-Chef Paul Otellini ja klar eingeräumt, dass Intel den mobilen Markt arg verpennt hat, der Konkurrenz um "Jahre" hinterherhinkt (siehe Intel-Chef: Smartphone-Markt verpennt).

Zählt man das alles zusammen, verwundert es immer mehr, dass Intel schon wieder ein Rekordergebnis hingelegt hat. Und wie geht es weiter mit Intels Zahlen? Dazu gilt zu wissen, dass das große Geschäft ja nicht nur mit CPUs sondern auch mit sonstigen "Chips" gemacht wird. Aus Sicht von Isuppli hat Intel im Halbleitermarkt inzwischen einen "ganz" anderen Konkurrenten im Nacken: Samsung.

Mit einem Marktanteil von 13,3 ist Intel hier zwar noch die Nummer 1, Samsung hat sich aber bereits 9,2 Prozent erkämpft. Erst auf Platz 3 folgt Toshiba mit 4,3 Prozent. Interessant dabei ist der 10-Jahres-Rückblick. 2001 war Intels Marktanteil noch drei Mal so hoch wie der von Samsung (14,9 Prozent gegenüber 3,9 Prozent).

Es wird also spannend, ob Intel seine Rekordergebnisse in den kommenden Quartalen fortsetzen kann.

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Conqueror Michael Nickles

„Kann Intel seine Marktmacht 2011 halten?“

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Dies Rekordergebniss, hat sich doch Intel hingerechnet, so lange keine Quelle genannt wird ist diese Info nicht die Tinte wert.......
Intel und noch mehr Nokia haben den mobilen Merkt (Nokia Smartphones) verpennt. Irgendwann kommt die Quittung.

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Prosseco Conqueror

„Dies Rekordergebniss, hat sich doch Intel hingerechnet, so lange keine Quelle...“

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Na mal gucken. Intel grabt gerade wieder sein Larrabe aus, dazu auch noch das er ein Patent zu gesprochen bekommen hat mit die 2 Nummern Multiplikation.

http://www.tomshardware.com/news/intel-patent-uspto-cryptography,12614.html

Gruss
Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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reader Michael Nickles

„Kann Intel seine Marktmacht 2011 halten?“

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vor einigen jahren ging penitumII mir ID nciht durch - aus datenschutzgründen.
heute wird es als tolles Vorteil verkauft - man muss nun kein password mehr merken, alles ist hardwaregebunden.
mir kommt kein intel mehr in die kiste- war nie und bleibt so.

wo kommen all die deppen her, die sich sowas gefallen lassen? heute ginge wohl sogar palladium durch

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Olaf19 reader

„vor einigen jahren ging penitumII mir ID nciht durch - aus datenschutzgründen....“

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vor einigen jahren ging penitumII mir ID nciht durch - aus datenschutzgründen.

Verstehe ich nicht. Um welches Passwort geht es da, was man sich nicht merken muss? An und für sich ist das doch nicht Sache des verbauten Prozessors, ob man Daten verschlüsseln oder durch Passwörter schützen will.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Synthetic_codes Olaf19

„ Verstehe ich nicht. Um welches Passwort geht es da, was man sich nicht merken...“

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er meint wohl die Prozessorseriennummer, die bei jedem PentiumIII per spezialregister abgefragt werden konnte, wodurch ein PC eindeutig identifizierbar wurde.

Und wegen Passwort - damit ist ein bezug auf Intels Trusted Computing-Technologie gemeint, mit der Intel ähnlich einem Public-Key-Verfahren die identifizierung eines Prozessors gegenüber einem Anderen System erlaubt. Damit sollen zb DNS-Spoofing-Attacken erschwert werden, da sich der Computer auf der gegenseite(zb der deiner Bank) mit einer Art Zertifikat authentifiziert.

Die zweite Passwort-referenz: Damit ist wohl AES-NI gemeint, sprich die Hardwarebeschleunigung für das AES-Cryptoverfahren. Im wesentlichen handelt es sich dabei um 2 CPU-Instruktionen, die einerseits den Cryptoalgorithmus initialisieren, und andererseits blockverschlüsselungen von Speicher zu Speicherblock in Hardware durchführen können. Das ist zb bei Truecrypt ein erheblicher Geschwindigkeitsvorteil(immerhin kann ein aktueller Core-i7 damit fast 2.9GByte/s verschlüsseln/entschlüsseln).

@Mike - Gegen Samsung dürfte selbst intel nur schwer ankommen - Immerhin hat Samsung mit knapp 180 Milliarden $US jährlichem Umsatz (Das unternehmensprofil auf der deutschen Samsungwebsite liefert mit 116Mrd $US übrigens veraltete daten) noch ein wenig mehr in der Hinterhand als Intel. Was intels langfristige Prognose angeht - Intel beherrscht immernoch den PC-Markt. Prozessoren sind hier nur nebensächlich, interessant sind vor allem Intels Dominanz im Bereich Grafikhardware(ja, man glaubt es kaum, aber Intel ist hier marktführer, vor allem wegen der vielen Office-PCs und Notebooks mit GMA)und Chipsätze. Verlieren wird Intel denke ich vor allem im Bereich Supercomputing - Hier sind GPUs einfach geschickter einzusetzen, was Intel derzeit zwar mit MIC(Der neue name für Larrabee) zu kontern versucht, ihnen aber nicht gelingen wird. Mit einer Warpsize von 32-50 ist MIC einer Teslakarte einfach haushoch unterlegen. Deren Warps sind nämlich bis zu 512 Threads gross, und sie lassen sich zusätzlich noch in asynchrone blöcke teilen. Zudem haben nVidia-GPUs grössere shared-memory-bereiche und unterstützen die verarbeitung von mehr als 3-Dimensionalen Arrays nativ. Da muss intel noch einiges nachlegen, um auf Augenhöhe zu kommen!

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Olaf19 Synthetic_codes

„er meint wohl die Prozessorseriennummer, die bei jedem PentiumIII per...“

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THX für die Aufklärung - das war mir alles nicht bekannt.

Wobei ein Prozessor für mich eine Komponente ist wie jede andere, wenn auch eine der wichtigsten. Aber einen Prozessor kann man tauschen, und schon hat meine eine andere Seriennummer. Ansonsten könnte ja auch die MAC-Adresse für die Identifizierung herhalten.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Synthetic_codes Olaf19

„THX für die Aufklärung - das war mir alles nicht bekannt. Wobei ein Prozessor...“

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Die MAC kann man im Gegensatz zu Prozessorseriennummern ändern. Abgesehen davon ist die MAC im Internet relativ irrelevant, weil sie bei DSL und Modem-zugängen durch den P2P-Endpoint vorgegeben wird - also letztendlich von der Vermittlungsstelle beim Provider. Damit ist sie nicht mehr eindeutig

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