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News: ElitePad 900

HP stellt Windows 8 Business-Tablet vor

Michael Nickles / 4 Antworten / Baumansicht Nickles

Die Stichworte "HP" und "Tablet" rütteln diverse Erinnerungen wach. Mitte 2010 phantasierte Microsoft Chef Steve Ballmer tatsächlich noch rum, mit Windows 7 im Tablet-PC-Markt mitmischen zu können (siehe Microsoft hofft auf Tablet PCs mit Windows 7).

Eine Hoffnung war unter anderem, dass HP ein Tablet mit Windows 7 bringen wird. Und in der Tat hatte HP das angekündigt, dann aber Palm und dessen Betriebsystem WebOS übernommen. Im  September 2010 verkündete HP dann, dass man keine Tablets mit Windows oder Android bauen, konsequent auf WebOS setzen wird (siehe HP pfeift auf Microsoft und Google).

Im April spekulierten Analysten, dass HP es mit WebOS schaffen wird, bis 2015 neun Prozent Marktanteil zu erringen (siehe Studie: Tablet-PC Zukunft ohne Microsoft?). Begraben wurde WebOS im August 2011. Das von HP produzierte WebOS-Tablet wurde dann für rund 100 Dollar verramscht.

Und jetzt hat Microsoft HP halt doch wieder gekriegt. Heute hat HP sein erstes Tablet mit Windows 8 vorgestellt: das ElitePad 900. Das Tablet wird für anspruchsvolle Business Anwendungen beworben:

(Foto HP)

Optischer Kern des Tablets ist ein 10,1 Zoll Multitouch-Display im 16:10 Format (was HP als "großzügig" bezeichnet), das mit Gorilla Glas geschützt ist und in einem Aluminium-Gehäuse steckt. Im 680 Gramm "schweren" und 9,2 Millimeter dicken Gerät schuftet ein Intel-Atom-Prozessor.

Auf der Vorderseite ist eine HD-Webcam mit 1080p verbaut, hinten gibt es eine 8 Megapixel Kamera. Technische Details lässt HP in seiner Pressemitteilung weg und vermittelt lieber, was dieses Tablet zum idealen Business-Gerät machen soll.

Ein entscheidender Faktor sollen die sogenannten "Smart Jackets" sein, Umschalungen für das Tablet, die individuelle Funktionalität bringen. Diese Jackets soll es geben:

HP ElitePad Productivity Jacket: Enthält einen SD-Kartensteckplatz sowie weitere Steckplätze für zusätzliche Speicher- und Anschlussmöglichkeiten. Außerdem hat es eine integrierte Tastatur. Weiter hat diese Jacket hinten einen einstellbaren Winkel um die Position des Displays beliebig einstellen zu können.

HP ElitePad Expansion Jacket: Bringt weitere Anschlüsse wie USB und HDMI sowie eine optional eingebaute Batterie für längere Laufzeit (Erhöhung von ca 10 auf ca 16 Stunden)

HP ElitePad Rugged Jacket: Ein robustes Jacket. Es schützt ElitePad 900 zusätzlich vor Kratzern oder Schäden.

Weiter soll es als Zubehör einen "Tablet Pen" (Stift) geben, der bequemere Eingabe von Handschrift ermöglicht. Abgerundet wird die Zubehörpalette dann noch durch eine Dockingstation, an die sich ein externer Monitor und eine Tastatur anschließen lassen.

Hier eine Videopräsentation von HP zum ElitePad 900:

Verfügbar soll das HP ElitePad 900 ab Januar 2013 sein. Preise für das Gerät und das Zubehör teilt HP noch nicht mit.

Michael Nickles meint:

Es handelt sich hier ausdrücklich um ein Business-Tablet. Das Ding wird also gewiss nicht billig sein. Es gilt zu wissen, dass Business-Geräte eine andere Welt sind als Massenware. Die Verarbeitung ist höherwertiger als bei Discounter-Ramsch.

Es gibt lange Garantiezeiten und sehr langen Support, Ersatzteilverfügbarkeit. Auch sind diese Geräte mit praktischen Tools und Software ausgestattet, die für Unternehmen Sinn machen, deren Administratoren das Leben erleichtern.

Ich vermute mal, dass das nackte Tablet kaum unter 1.000 Euro rüber wandern wird.

In der Email-Pressemitteilung von HP gibt es keinen Hinweis auf die Auflösung des Displays. In mehreren Berichten zum Tablet ist allerdings von 1.280 × 800 die Rede. Das ist für ein 10,1 Zoll Display generell viel, im Fall von Windows 8 aber scheiße. Denn Windows 8 hat gegenüber Apple- und Android-Tablet-Betriebsystemen einen gewichtigen Vorteil.

Am Bildschirm lassen sich auf Wunsch zwei Apps nebeneinander darstellen. Eine wird dann auf 320 Pixel Breite skaliert, die andere kriegt den Rest. So hat man beispielsweise die Möglichkeit eine Webseite darstellen und gleichzeitig per Messenger mit jemandem darüber zu reden.

Dieser "Snap"-Darstellungsmodus funktioniert aber nur bei einer Bildschirmgröße von mindestens 1.366 x 768 Bildpunkten:


Der Snap-Modus bei Metro-Apps fordert mindestens 1.366 Pixel breite Displays (Foto Microsoft).

Sollte beim ElitaPad 900 tatsächlich nur ein 1.280 Pixel breites Display verbaut sein, dann wäre das für mich ein KO-Kriterium. Sowieso ein KO-Kriterium ist für mich, das Präsentationsvideo von HP. Darin ist deutlich zu sehen, dass das Display glänzend, also spiegelnd ist.

Es ist mir schleierhaft warum Leute so einen spiegelnden Mist auch bei teuren Geräten akzeptieren. Okay - aktuell machen es halt alle noch so. Bei Business-Notebooks ist mir spontan kein Hersteller bekannt, der sich traut ein spiegelndes Display zu verbauen.

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mawe2 Michael Nickles

„HP stellt Windows 8 Business-Tablet vor“

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Sowieso ein KO-Kriterium ist für mich, das Präsentationsvideo von HP. Darin ist deutlich zu sehen, dass das Display glänzend, also spiegelnd ist.

Jetzt frage ich mal ganz dumm: Gibt's denn Tablets, Smartphones usw., die nicht spiegelnd sind? Ich habe noch nie welche gesehen.

Gruß, mawe2
"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Michael Nickles mawe2

„Jetzt frage ich mal ganz dumm: Gibt's denn Tablets,...“

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Jetzt frage ich mal ganz dumm: Gibt's denn Tablets, Smartphones usw., die nicht spiegelnd sind? Ich habe noch nie welche gesehen.
Ich schrieb doch, dass aktuell alle spiegelnde Displays verbauen. Das ist halt der Mist.

Grüße,
Mike
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mawe2 Michael Nickles

„Ich schrieb doch, dass aktuell alle spiegelnde Displays...“

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Ich schrieb doch, dass aktuell alle spiegelnde Displays verbauen.

Den Satz hatte ich übersehen - wahrscheinlich eine Speigelung :-)

Klar, bei Notebooks bevorzuge ich auch entspiegelte Displays und bei Business-Geräten ist es meist kein Problem, solche zu kriegen.

Aber bei einem Tablet sehe ich da durchaus Probleme: Die Fett- und Schweißrückstände vom "Drauf-Herum-Tatschen" werden wohl von einem entspiegelten Display nur schwer zu entfernen sein. Daher ist hier wohl ein spiegelndes Display (also eine "glasklare" Oberfläche) technologisch die beste Lösung.

Solange das Ding auch wirklich als Tablet benutzt wird, ist das auch kein wirkliches Problem. Denn den Winkel kann man durch entsprechendes Halten ja beliebig einstellen und bei dem geringsten Ansatz einer Spiegelung auch gleich wieder wechseln.

Erweitert man das Tablet jetzt zu einem (Fast-)Notebook und stellt es auf den Tisch, ist das natürlich anders. Hier stört die spiegelnde Oberfläche sicherlich sehr.

Fazit: Auch dieser Versuch, die "Eierlegende Wollmilchsau" zu erfinden, ist mit diversen Problemen behaftet. Mal sehen, wie diese Probleme gelöst werden (falls überhaupt).

Gruß, mawe2
"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Alekom mawe2

„Den Satz hatte ich übersehen - wahrscheinlich eine...“

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für mich sowieso nicht normal.

vorher habens alle auf riesengroße monitore geachtet, mehrere anwendungen auf einen bildschirm bevorzugt, und jetzt wollens alle mini-displays.

da frag ich mich schon: gehts eh noch?

wozu braucht man ein tablet? das ich auf dem sofa bequem surfen kann?...am pc kann ich das genausogut..eigentlich noch besser!!!

das ich für 1000€ ein tablet kaufen sollte, da muss man mich vorher ins irrenhaus einweisen.

da kauf ich mir das billigste standard-notebook und das ist sinnvoller!

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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