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News: Link-Verbot bleibt bestehen

Heise kämpft weiterhin um Pressefreiheit

Redaktion / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Der Heise-Verlag befindet sich seit einiger Zeit im Zoff mit mehreren Unternehmen der Musikindustrie. Hintergrund ist eine redaktionelle Berichterstattung über Kopieschutzsoftware, bei der auch das Unternehmen Slysoft aufgeführt wurde.

Slysoft stellt diverse "Kopierprodukte" her, mit denen sich beispielsweise der Kopierschutz von DVDs aushebeln lässt. Das Unternehmen hat sich seit einiger Zeit nach Antigua verzogen und befindet sich damit außerhalb der Reichweite der Justiz. Ergänzend zum redaktionellen Bericht hat Heise.de zwecks Quellenangabe einen Link auf die Webseite von Slysoft gesetzt.

Aufgrund Klage der Musikindustrie, hat das Landgericht München es dem Heise-Verlag am 23. Oktober verboten, den Link beizubehalten. Das Urteil wurde jetzt auch vom Oberlandesgericht bestätigt und die Argumente verschärft. Bisher galt für das Setzen des Links lediglich "Mitstörerhaftung", jetzt wird das als Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen verurteilt.

Das Gericht begründet die Sache damit, dass Slysofts Webseite gegen das gesetzliche Verbot zur Verbreitung von Mechanismen, mit denen sich ein Kopierschutz aushebeln lässt, verstößt. Durch das Setzen des Links, habe Heise also den rechtswidrigen Internetauftritt von Slysoft unterstützt. Aus Sicht des Gerichts hat Heise vorsätzlich gehandelt, weil den Beitragsverfassern klar war, dass die Slysoft-Produkte illegal sind.

Argumente bezüglich Pressefreiheit ließ das Gericht nicht gelten. Dennoch ist das Urteil noch nicht rechtskräftig und eine Revision ist möglich. Heise will mit der Sache jetzt vor den Bundesgerichtshof ziehen.

Quelle: heise.de

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Unkel V Redaktion

„Heise kämpft weiterhin um Pressefreiheit“

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wenn Heise.de nicht dann Google.com was nun,wo ist der Unterschied?
Deutsche Rechtsprechung eine Pharse.
Unkel

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Jacky4 Unkel V

„wenn Heise.de nicht dann Google.com was nun,wo ist der Unterschied? Deutsche...“

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ja stimmt genau. Man kann das sowieso nie ganz rauslöschen und das wird auch immer so bleiben sonst müsste der Gerichtshof auch gegen Chip.de u.ä vorgehen und das würde 1. ewig dauern und 2. würde das sowieso nichts bringen man braucht ja nur einen Namen von der Firma eingeben und schon findet man (dank google) zb. "6.520.000 für Begriff anydvd" also mal wieder unnötige Geldverschwendung

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burhan Redaktion

„Heise kämpft weiterhin um Pressefreiheit“

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Durch das Setzen des Links, habe Heise also den rechtswidrigen Internetauftritt von Slysoft unterstützt.

Es kommt wohl nur darauf an, ob der Internetauftritt in dem Staat, wo der Websiteinhaber wohnt rechtswidrig ist. Das scheint in Antigua nicht so zu sein. Warum sollen die sich dort auch nach deutschem Recht richten? Richten wir uns hier nach deren Recht? Dort ist die Software legal und das reicht. Mein Kumpel in Florida hat sich auch grade eine neue Smith&Wesson gekauft, weil es dort legal ist.

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boogie55de Redaktion

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Das nimmt ja langsam Auswüchse an...
Es dauert nicht mehr lange, dann haben wir hier hier eine Internetzensur wie in China.

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Anonym Redaktion

„Heise kämpft weiterhin um Pressefreiheit“

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ALSO Die haben doch nen Knall!!
Warum TUT DENN Hier niemand was gegen diese Kriminellen!!

REVOLUTION!!!

PRESSEFREIHEIT!!!

REVOLUTION!!

Macht endlich Eure Augen auf Leute!!
Was ist denn mit der
Déclaration des Droits de l'Homme et du Citoyen??

Nach 200Jahren schon wieder vergessen?
Oh man..

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Olaf19 Anonym

„ALSO Die haben doch nen Knall!! Warum TUT DENN Hier niemand was gegen diese...“

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Warum TUT DENN Hier niemand was gegen diese Kriminellen!!

Und was genau tust du dagegen - außer dass du dich mit schöner Regelmäßigkeit auf nickles.de über unsere ach so schlechte Welt echauffierst?

HTH
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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cfuture7 Olaf19

„ Und was genau tust du dagegen - außer dass du dich mit schöner...“

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Also ich tue nix dagegen weil ich finde das das Posten von Links zu illegaler Software absolut nix mit Pressfreiheit zu tun hat. Dann müsste es ja auch ok sein wenn man Links zu Gamecracks, raubkopierten Spielen, Betriebssystemen, Musik, Nazischeiss usw. usw. bereit stellt, alles im Namen der Pressefreiheit.
Das würde ja jeglichen Urheberrechtsgedanken aushebeln. Und dafür die Pressefreiheit als Schutzmantel zu benutzen ist ja sowas von peinlich. Ich hab ja echt die grössten Stücke auf Heise gehalten aber das....

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tobi16 cfuture7

„Also ich tue nix dagegen weil ich finde das das Posten von Links zu illegaler...“

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also eine Radiosendung mitschneiden ist auch nicht verboten.
Früher hat man die auf Kassette gezogen.
Ich kann auch VIVA aufzeichnen und den ganzen Kommerz-Müll rauf und runterspielen, wen juckts?

DIE INDUSTRIE GIBT UNS DIE TECHNISCHEN MÖGLICHKEITEN DAZU.

Ich finde das mit dem Urheberrecht auch schwierig, , ich bin selber Musiker und kein Konsument. Aber die Technik hat sich dorthin entwickelt, also muss man andere Wege finden.
Schuhmacher gibt es auch keine mehr. Hat sich da jemand aufgeregt, als die ausgestorben sind?
Die Musikindustrie hat ausgelutscht, so ist das eben.

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Conqueror Redaktion

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Wenn man jede journalistische Entgleisung versucht hinter der Pressefreiheit zu verstecken.
Beispiele: (Raub)kopieren bis die Festplatte qualmt, egal ob Spiele oder Filnm-DVD.
Wieso gibt es denn die verschärften Gesetze. Wegen der Mitteilungsfreudigkeit der PC Zeitschriften um Ihre Auflage steigern zu können.

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Anonym Conqueror

„So geht es ja nun nicht“

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@Olaf
was ich mache?
Nicht resignieren und unterkriegen lassen
diskutieren, engagieren, Wählen gehen (Stimme abgeben - auch wenns wenig sinn momentan hat)
demonstrieren gehen, drüber nachdenken
mit freunden drüber reden
auf den gesunden herzensverstand höhren
aber nicht abschalten
(sowie viele schon hier)
drann bleiben und für ne bessere welt arbeiten!
und nicht abends vor den fernseher setzten und glotzen und aufregen wie scheisse alles ist, und nebenan i der garage steht der bmw
nor?? ;)


@cfuture7 & tobi
Perfekt, besser passt es nicht zusammen!
Zwei total unterschiedliche Meinungen
alle beiden haben Recht!
Und trotzdem kann man keine der Meinung allein gelten lassen
Das Dilemma ist die Zwiespaltigkeit,
einerseits gehts, einerseits werden uns die Mittel dazu
ja förmlich in die Hand gedrückt (bzw. verkauft)
aber gleichzeitig muss dann doch jeder selbst entscheiden
ob er es nutzt oder nicht (obwohl er kann & eigentlich darf)

Für den PrivatGebrauch ist es trotzdem erlaubt!
Da kann mir keiner was erzählen!
Da kann es nicht sein das da heisse gleich eins drann bekommt.

Da müssten ja alle Zeichenartikel-Vertriebe eins drann bekommen:

Wenn ich mir ein teures Bild kaufe, ein sehr berühmtes, was viele Millionen Euro Wert ist (oder auch ein paar Tausend),
so kann ich in einen zeichenkunst-Laden gehen, mir dort
Pinsel und Ölfarbe holen, ne Staffelei und papier und das Bild ganz in Ruhe zu Hause abmalen.
Und, ist der Verkauf von Pinsel und Farbe verboten?
Sind die Kataloge verboten, wo drinne die Artikel für Künstlerbedarf aufgelistet sind (mit Link - also mit Bestellnummer)??
NEIN!
Weil ich es nur für Zuhause verwende, oder als Geschenk für einen Freund.
Erst wenn ich es verkaufe bzw. als Original verkaufen will mach ich mich strafbar!

Vielleicht darf ich noch meine Privat-DVD´s selber kopieren!
und Ehrlich gesagt, das was man wirklich kaufe will, kauft man sich auch!
Und das was nicht, kauft man auch nicht.
Auch wenn man es sich kopiert.
Ist einfach so.
Jeder will es selbst haben!

Dann soll bitte die Industrie mir in jedes ab jetzt verkaufbare Digitale Produkt ein Gutschein reinlegen, das bei Defektsein (z.B. der CD nach Kratzer) ich sie auch nach 3 jahren noch gegen eine neue austauschen kann.

Kann doch nicht sein das heisse hier wegen nem Link eins drann bekommt.

Aber darum gehts auch garnet.
Ich glaube das hier vollkommens Zensur betrieben wird für Machtzwecke.
Und das geht nun mal nicht in einer Demokratie.
Ist einfach nicht drinn.
Dann müssen wir wieder zum "Stalinismus".
dann gehts, aber nicht in ner Demokratie.


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