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News: Volksaufklärung bei Stern-TV

Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool

Redaktion / 19 Antworten / Baumansicht Nickles

In der gestrigen Stern-TV-Sendung gab es einen Bericht über Leute, die ihre gebrauchte Digital-Cameras und Speicherkarten bei Ebay verkaufen und die Daten auf diesen Dingern vorher nicht richtig löschen. Stern-TV konnte nachweisen, dass sich solche falsch gelöschten Daten wiederherstellen lassen.

Bereits einfache "Mausklicks" reichen laut Stern-TV aus, um scheinbar gelöschte Bilddateien zurückzuholen. Als Gegenmittel empfiehlt Günther Jauch ein Spezial-Tool, mit dem sich Daten auf Digitalcameras und Speichermedien zuverlässig grillen lassen.

Eigentlich kostet dieses "Spezial-Löschtool" rund 30 Euro. Auf Stern-TV's Internetseite kann es jetzt als Aktion kostenlos runtergeladen werden: hier.

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peterson Redaktion

„Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool“

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Speicherkarte formatieren, einmal eine weiße Wand aufnehmen und löschen fertig.


TV's = TVs

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systemratgeber peterson

„Speicherkarte formatieren, einmal eine weiße Wand aufnehmen und löschen...“

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HaHa, genau so mach ich das mit ausrangierten Karten.......Hab mal ein Tool drüber laufen lassen, das brauchte mehrere Stunden um die Karte mehrmals mit Zufalszahlen zu füllen. Da zeichne ich lieber mit der Videofunktion einfach ein schwarzes Bild auf.....

Das Leben ist schön!
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Aragorn75 Redaktion

„Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool“

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Feiner Zug von SternTV...

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taste1984 Redaktion

„Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool“

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Hallo !!!
das ist die version 2.7
kostet die rund 30 eur ???

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Fetzen Redaktion

„Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool“

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Bei der xD Karte meiner Frau ging das nicht. Ich habe 3x den PC Inspektor drüber laufen lassen, aber obwohl nur 1x formatiert wurde, waren die Bilder futsch. Es scheint also auch vom Medium abhängig zu sein, denn bei CF geht es ohne weiteres, selbst wenn die Karte neu gefüllt wurde. Nicht alles, aber doch einiges. Die neuesten Canon Modelle haben übrigens eine eingebaute Low Level Formatierung, danach geht nichts mehr. Einstellen muss man sie allerdings schon, sonst hilft alles nichts.

Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
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Olaf19 Fetzen

„Bei der xD Karte meiner Frau ging das nicht. Ich habe 3x den PC Inspektor...“

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> denn bei CF geht es ohne weiteres, selbst wenn die Karte neu gefüllt wurde.

Wie kann so etwas funktionieren? Wenn der Speicherplatz durch neue Bilder verbraucht ist, dann ist er weg - wie können dann nebenbei noch alte Bilder gespeichert werden? Hat man demnach die doppelte Kapazität und weiß nur nichts davon bzw. kann sie nicht effektiv nutzen?

Das habe ich schon bei all den Horrorstories über gebrauchte Festplatten nie kapiert...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Brezel Olaf19

„ denn bei CF geht es ohne weiteres, selbst wenn die Karte neu gefüllt wurde....“

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Hi Olaf.
Das kommt daher, dass Daten in Clustern gespeichert werden, z.b. in Clustern von 32kb.
Diese Cluster werden aber so gut wie nie vollständig mit Daten gefüllt, teilweise sogar nur mit wenigen Bytes.
Wenn nun eine Reihe von Clustern voll belegt war, anschliessend mit neuen Daten überschrieben werden, die pro Cluster nur wenige Bytes belegen, so sind in jeden Cluster noch Haufenweise Daten vorheriger Dateien. Die Cluster werden nicht automatisch komplett überschrieben.
Daher kann man teilweise große Fragmente wieder herstellen, obwohl bereits neue Dateien in diese Cluster geschrieben wurden.
Besonders gut gelingt das mit Textdateien u.ä. Bei Bildern wird das schwieriger, wenn auch nicht unmöglich.
Komprimierte Dateien belegen einen großen Teil der Cluster, das ist gerade der *Trick* bei der Komprimierung: Viele Daten auf engem Raum.
Daher eignen sich komprimierte Daten auch bedingt dazu, vorherige Daten in den Clustern zu vernichten.

Edit:
Noch ein kurzes Beispiel:
Nimm ein Glas und fülle es bis zum Rand mit Milch.
Dann gießt Du schwungvoll einen Schuß Olivenöl hinein.
Das Olivenöl schwimmt sichtbar oben, darunter ist aber immer noch ein Teil der *alten* Milch.

Gruß, Brezel

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Olaf19 Brezel

„Hi Olaf. Das kommt daher, dass Daten in Clustern gespeichert werden, z.b. in...“

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Demnach müsste die Regel gelten: Je kleiner die Dateien, desto größer die Chancen für eine komplette oder wenigstens teilweise gelungene Wiederherstellung.

THX
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Brezel Olaf19

„Danke Brezel - die Erklärung leuchtet ein!“

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Hmm, ich würde eher sagen, je mehr Daten pro Cluster vorhanden waren, desto größer die Chance zur Wiederherstellung.
Ob die Datei an sich groß oder klein ist, ist dabei nicht entscheidend, sondern eher, womit sie überschrieben wurde.
Wurde ein BMP-Bild mit einer Textdatei überschrieben ist die Chance recht gut, das Bild zu retten, zumindest Teile davon.
Umgekehrt wird es schon fast unmöglich.
Da kommen die Löschprogramme ins Spiel. Die sorgen dafür, dass die Cluster komplett mit neuen, nutzlosen Daten überschrieben werden.

Gruß, Brezel

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Olaf19 Brezel

„Hmm, ich würde eher sagen, je mehr Daten pro Cluster vorhanden waren, desto...“

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> sondern eher, womit sie überschrieben wurde.

...ich glaube diesmal habe ich es sogar richtig verstanden :-)

Greetz
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Brezel Olaf19

„Oki-doki, nochmals danke...“

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Das ist doch ein guter Zeitpunkt, zufrieden ins Bett zu gehen. :-)

Schlaf gut, Brezel

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Olaf19 Brezel

„Das ist doch ein guter Zeitpunkt, zufrieden ins Bett zu gehen. :- Schlaf gut,...“

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...du wirst furchtbar lachen - genau das mache ich jetzt auch :-)

GN8
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Brezel

„Hi Olaf. Das kommt daher, dass Daten in Clustern gespeichert werden, z.b. in...“

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Diese Cluster werden aber so gut wie nie vollständig mit Daten gefüllt, teilweise sogar nur mit wenigen Bytes.
Das stimmt so nicht. Für jede Datei existiert maximal ein nur teilweis gefüllter Cluster - der jeweils letzte. Nehmen wir tatsächlich eine Clustergröße von 32KB (die allerdings man allerdings höchstens auf FAT16 formatierten Speicherkarten mit über 1GB Kapazität finden) und eine mittlere Dateigröße von 4MB (für aktuelle Digitalphotos kommt das etwa hin), dann ist gerade einmal jeder 128. Cluster nicht vollständig mit Daten belegt...

so sind in jeden Cluster noch Haufenweise Daten vorheriger Dateien. Die Cluster werden nicht automatisch komplett überschrieben.
Im Falle von Flash-Speichern wird jeder Sektor in dem sich nur ein einziges Bit geändert hat komplett überschrieben, die unveränderten Daten werden dabei aber wahrscheinlich schon unverändert bleiben...

Daher kann man teilweise große Fragmente wieder herstellen
Das will ich mal sehen wie Du aus dem letzten 128. einer JPG wieder ein sichtbares Bild hervorzauberst...

Komprimierte Dateien belegen einen großen Teil der Cluster, das ist gerade der *Trick* bei der Komprimierung: Viele Daten auf engem Raum.
Die gängigen Kompressionsverfahren scheren sich einen Dreck um die Clustergröße. Ich habe zumindest noch von keinem gehört bei dem diese berücksichtig würde...

Wenn die Daten anschließend noch wieder auftauchen, dann könnte das womöglich mit der optimierten Verteilung der Schreibvorgänge durch den Flashcontroller zu erklären sein...


Gruß
Borlander
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Brezel Redaktion

„Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool“

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Zunächst finde ich es gut, dass dieses Thema immer mal wieder öffentlich gemacht wird.
Meine Firma hat einen eigenen Schrottplatz auf dem man unter anderem einiges an PC-Teilen finden kann, auch Festplatten.
Inzwischen habe ich eine nette Sammlung an 20GB-Platten zur Datensicherung.
Über einige Platten habe ich vor dem Einsatz mal ein paar Wiederherstellungsprogramme laufen lassen und es ist wirklich erstaunlich was da so alles zum Vorschein kommt.
Ein Kollege hat mir mal seinen USB-Stick zum wiederherstellen gegeben, weil er ihn versehentlich formatiert hat.
Die Herstellung der meisten Daten gelang und ich sagte ihm, dass mir die Urlaubsbilder aus der Türkei gut gefallen haben.
Darauf hin schaute er etwas verwirrt. Er war nie in der Türkei. Etwas später fiel ihm ein, das er den Stick mal seiner Ex-Frau geliehen hatte.
Nun weiß er, wie schön es dort war. ;-)

Andererseits ist dieser Beitrag von Stern-TV eine gelungene Schleichwerbung für ein bestimmtes Programm, für das es etliche sowieso kostenlose Alternativen gibt.
Recht bekannt dürften z.b. diese sein:
http://www.pcinspector.de/Sites/e_maxx/info.htm?language=2
http://sourceforge.net/projects/eraser/
Wer mit einer Suchmaschine umgehen kann findet in kürzester Zeit noch eine Reihe anderer kostenloser Programme.
Insofern sehe ich keine Notwendigkeit, über Stern-TV ein eigentlich kostenpflichtiges Programm geschenkt zu bekommen das nicht mehr kann als andere Programme die eh kostenlos sind.
So sinnvoll so ein Beitrag in den Massenmedien sein mag, so bleibt DIESER Beitrag am Ende doch nur Schleichwerbung. Schade eigentlich.

Gruß, Brezel

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Conqueror Redaktion

„Günther Jauch verschenkt Spezial-Löschtool“

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O&O verschenkt, wohl nur, um den Mund wässrig zu machen, ähnlich den PC Zeitschriften, damit die Leute die aktuelle kaufen.

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Firebolt Conqueror

„Es ist eine veraltete Version, die da“

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eraser5.8.2setup Mein Favorit

DiskWipe1.1_roadkil

DBAN_BootandNuke

e-maxx

Diesen Beitrag finde ich gut, da es immer noch so viele Unwissende gibt und es endlich mal Publik gemacht wird. Es sollte mehr zum Thema Computer im Fernsehen geben, da viele User nicht mal wissen wie Daten gesichert werden, geschweige denn wo sie überhaupt liegen.

Ciao
Firebolt

Rechtschreibkorrekturfarm ! LoeLio
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Conqueror Firebolt

„eraser5.8.2setup Mein Favorit DiskWipe1.1_roadkil DBAN_BootandNuke e-maxx Diesen...“

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Es gibt eine neue Version 5.84

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Synthetic_codes Conqueror

„http://www.heidi.ie/eraser/“

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das die daten wiederhergestellt werden können liegt nicht an den clustern. Formatiert man einen Datenträger so wird im Normalfall einfach nur ein neues leeres Dateisystem draufgeschrieben. Die alten daten liegen in "Rohform" immer noch darunter. Bei den meisten speicherkarten wird FAT als Dateisystem verwendet. Fat heisst File Allocation Table, also frei übersetzt etwa Dateipositionstabelle. Zur spezifikation des FAT DAteisystems gehört es das abhängig von der Datenträgergrösse mehrere Kopieen der Haupttabelle geschrieben werden. Diese enthält die wichtigen Daten. zum Beispiel: Dateiname, Dateistartsektor, Dateigrösse.

Selbst wenn man keine Kopie der FAT mehr finden kann, können daten wiederhergestellt werden. Dazu vllt etwas zum physikalischen aufbau der Datenträger: Jeder datenträger ist in sog. Sektoren aufgeteilt. Jeder Sektor hat 512 Byte Grösse, das ist also die kleinste einheit die das BS vom Datenträger lesen kann. Auch wenn nur ein Byte benötigt wird, wird der ganze sektor gelesen.
Nun gibt die FAT den Startsektor an, an dem die Datei beginnt. Am ende dieses Sektors steht in den letzten bytes der sektor an dem es weitergeht. Beim normalen Formatieren bleiben also alle daten vorhanden bis auf die alte FAT. Und mit ein bissel logik kann man die daten auch wiederherstellen

'); DROP TABLE users;--
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Borlander Synthetic_codes

„das die daten wiederhergestellt werden können liegt nicht an den clustern....“

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Am ende dieses Sektors steht in den letzten bytes der sektor an dem es weitergeht.
Nein, der darauffolgende Sektor ist ebenfalls ist der FAT vermerkt. Diese Information am Sektorende zu speichern wäre äußerst ungünstig für den wahlfreien Zugriff auf Dateien. Dann würde es nämlich verdammt lange dauern wenn man auf das Dateiende von sehr großen Dateien zugreifen wollte...

Die Daten von Speicherkarten aus Digitalcameras lassen sich recht gut wiederherstellen weil die Dateien typischerweise kaum fragmentiert sind. Man muß also nur nach einem JPEG-Header suchen, kann von dort aus dann relativ einfach die Dateilänger emitteln und liest entsprechend viele Sektoren aus.


Gruß
Borlander
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