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News: Ubtuntu Studio 7.10 verfügbar

Gratis-Studio für Multimediafans

Redaktion / 5 Antworten / Baumansicht Nickles

Multimedia-Anwendungen wie beispielsweise Video- und Soundaufzeichnung sind eine extrem heikle Sache, wenn professionelle Ergebnisse gefordert werden. Beim Aufnehmen muss das Betriebsystem ohne Verzögerungen reagieren, Echtzeit-Verarbeitung ist fällig, damit keine Ruckler auftreten. Das kostenlose Linux "Ubuntu Studio" ist genau für diesen Zweck optimiert.

Es ist quasi ein Ubuntu-Linux dessen Kernel speziell für Echtzeit-Verarbeitung optimiert wurde. Ubuntu Studio hat auch gleich die wichtigsten Multimedia-Anwendungen mit dabei. Wie ernst Ubtuntu Studio seine Echtzeit-Verarbeitung nimmt, zeigt sich bereits bei der Installation. Die verlangt eine Entscheidung ob Optimierung für Video-, Sound- oder Grafikbearbeitung gewünscht wird.

Achtung: Im Hinblick auf die erstklassige Multimedia-Ausstattung von Ubuntu-Studio ist die Verlockung groß, diese Linux generell als Hauptsystem auf den Rechner zu machen. Das ist Unsinn. Für den Alltagseinsatz ist die Studio-Version nicht geeignet, da sie geschwindigkeitsmäßig eben ausschließlich für Multimedia optimiert ist - normale Anwendungen laufen bei der Studio-Version ehr langsamer. Der Einsatz ist also nur sinnvoll, wenn man einen Rechner exakt für Multimedia-Herstellung verwenden will.

Details zu Ubtunu Studio und Download-Möglichkeit gibt’s hier: www.ubuntustudio.org .

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Foxy Redaktion

„Gratis-Studio für Multimediafans“

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Leutet das das Ende der One for all - und softwareseitig All-for-one - Rechner ein ?
Es ist mir sowieso unklar, weshalb mein erster Rechner einen 'Turbo' Schalter hatte, der scheint mir heute als 'Down' Schalter angezeigter zu sein - Leistung abrufen wenn sie gebraucht wird -
Nun kommt Software als BS für spezielle Anforderungen. Wird das einfacher oder besser ? Beides geht wohl nur selten zusammen.

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KarstenW Foxy

„Leutet das das Ende der One for all - und softwareseitig All-for-one - Rechner...“

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Du kannst dir selbst einen Linuxkernel übersetzen um den Linuxkernel für spezielle Anforderungen (Datenbankserver oder Internetserver oder Desktoprechner) zu optimieren. Das ist auch der Sinn von Open Source. Der Anwender kann sich das Programm selbst übersetzen.
Wenn man aber Anfänger ist wird man nicht ubedingt wissen welche Optionen im Linuxkernel aktiviert sein müssen um den Betriebsystemkern zu optimieren.
Man kann beispielsweise zwischen drei verschiedenen Schedulern wählen, je nach dem ob man einen Server oder Desktoprechner haben will.
Wenn man einen Desktoprechner haben will, dann müssen auch mal irgendwelche Kernelprozesse unterbrochen werden, damit beispielsweise einen Video ruckelfrei abgespielt werden kann.
So was kann man bei Solaris 10 leider nicht machen da man von Sun Microsystem den Programmcode nicht bekommt.

PS: Man muß als Linuxanwender nicht die CPU wie unter Windows übertakten wenn man mehr Leistung haben will. Da gibt es bessere Lösungen, zum Beispiel Softwareoptimierung ;-).




Debian GNU/Linux http://www.debian.org/
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Borlander KarstenW

„Du kannst dir selbst einen Linuxkernel übersetzen um den Linuxkernel für...“

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Von einem geänderten Scheduling bekommst Du nicht plötzlich wahnsinnig mehr Leistung. Die Rechenzeit wird nur womöglich etwas schöner verteilt und somit u.U. die Verweildauer eines Processes im System verkürzt. Wenn Videos ruckeln dann kann es sich durchaus lohnen, die Priorität des Wiedergabeprozesses zu erhöhen ;-)

Gruß
Borlander

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KarstenW Borlander

„Von einem geänderten Scheduling bekommst Du nicht plötzlich wahnsinnig mehr...“

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Das ist mir auch klar, aber eine bessere Verteilung der CPU Rechenzeit kann die Interaktion zwischen Anwender und Desktop verbessern.
Also subjektiv gesehen wird es besser.
Ich stelle auch die Frequenz auf 1000 Hz wodurch die CPU noch schneller zwischen den Prozessen umschaltet.
Ich glaube aber nicht das bei einer K6 500 MHz CPU alles wesentlich besser wird.
Tannenbaum hat solche Sachen in seinem Buch "Operating Systems - Design and Implementation" relativ gut erklärt.
Minix ist als Betriebsystem aber noch nicht so weit wie Linux.






Debian GNU/Linux http://www.debian.org/
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Borlander Redaktion

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Also ich würde nicht erwarten, daß normale Anwendungen nennenswert langsamer laufen. In Echtzeitfähigen Systemen werden Prozesse mit Echtzeitanforderungen "einfach nur" bevorzugt behandelt. Um die übrige Rechenzeit dürfen dann die normalen Programme konkurieren. Laufen keine Anwendungen im Echtzeitkontxt dann sollte man keinen Geschwindigkeitsunterschied spüren können....

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