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News: Intels Larrabee sorgt für Aufregung

Grafikkarten-Killer kommt 2009

Redaktion / 7 Antworten / Baumansicht Nickles

Die PC-Grafikwelt wird von AMD/ATI und Nvidia dominiert - wenn es um schnelle 3D-Leistung für Spiele geht. Der tatsächliche Marktführer bei PC-Grafik ist Intel mit einem Marktanteil von gut 45 Prozent. Intels Marktführung kommt allerdings nur durch die Onboard-Grafikchips zustande, die Intel seit Jahren produziert.

Deren Leistung reichte ehemals nur für Office-Anwendung, inzwischen klappt es auch mit Video bis HDTV sehr gut. Für Spieler sind Intels Onboard-Grafik bislang zu schwach. Ähnlich sieht es bei den Schlusslichtern Sis und Via aus - auch die haben nur recht magere Onboard-Grafikchips zu bieten.

Arg gebeutelt ist aktuell Nvidia. AMD baut inzwischen sehr gute eigene Mainboard-Chipsätze und braucht keine Dritthersteller wie Nvidia mehr. Und Intel hat sie noch nie wirklich gebraucht. Bestenfalls Highend-Gamer brauchten für ihre Intel-CPUs einen Nvidia-Chipsatzs um mehrere Grafikkarten parallel im Rechner zu betreiben - dafür hat Intel keine Technik parat.

Seit einigen Tagen kursieren Gerüchte, dass sich Nvidia komplett aus dem Mainboard-Chipsatzmarkt zurückziehen will. Das wurde von Nvidia inzwischen dementiert. Abwegig ist es allerdings nicht, wenn man sich den aktuellen Stand der Technik anguckt (siehe dazu auch den aktuellen Nickles-Schwerpunkt PC-Technik 2008 - Wissen, Fakten, Tipps).

Für Aufregung bei AMD/ATI und Nvidia dürfte jetzt Intels neue Grafik-Architektur "Larrabee" sorgen. Gemunkelt wurde schon länger drüber, jetzt gibt es erste Details. Intels Rezept: es werden zig "klassische" Pentium-Kerne in einen "Grafikchip" gepackt. Hinzu kommen spezielle Komponenten für Vektor- und Texturenberechnung. Intel setzt spezialisierten Grafikchips also rohe Rechengewalt entgegen.

Ein gravierender Vorteil bei Intels Larrabee-Konzept: die Rechenleistung der "Grafikprozessoren" soll sich recht einfach auch für andere Zwecke nutzen lassen. Bei AMD/ATIs und Nvidias GPUs geht das nicht so leicht.

Intels großer Angriff auf die "Spiele-Grafikkarten"-Konkurrenz soll voraussichtlich bereits 2009 stattfinden. Es wird recht spannend werden, mit welchen Konzepten AMD/ATI und Nvidia gegen Larrabee antreten werden.

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InvisibleBot Redaktion

„Grafikkarten-Killer kommt 2009“

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Wenn man sich anschaut, was über Intels Neuentwicklung bisher bekannt ist, klingt das aber eher nach einer Workstationgrafik, die nebenbei dem Prozessor bei anderen Berechnungen hilft.

Kann sein dass ich mich irre, aber das Rezept für Spielekarten hörte sich bisher doch etwas anders an.

- Beat the machine that works in your head! -
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Nachtwanderer Redaktion

„Grafikkarten-Killer kommt 2009“

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Solche Ankündigungen kennt man ja allzu gut, wollte nicht vor einiger Zeit XGI mit seinen "Killer-Grafikkarten" alle anderen Produkte vom Markt fegen. Was sie zustande brachten war eine total mit Fehler behaftete Dual-Karte die nicht ansatzweise an die Leistung einer damals führenden Radeon 9700PRO rankam.
Innerhalb von 5 Jahren (also ungefähr jetzt) wollten sie Marktführer werden und wo sind sie heute? Der grosse Teil von XGI ist nun ein Teil von ATI bzw. jetzt AMD und der kleine Rest entwickelt Grafikprodukte für den Servermarkt... ;o)
Dies soll nur ein Beispiel sein, dass es nunmal nicht so einfach ist im Grafikkartenmarkt eine gute und leistungsstarke Architektur zu entwickeln, auch wenn man sich fähige Leute und das nötige Know-How einkauft.
Allerdings sollte man von Intel wirklich etwas Anständiges erwarten können, würde den Markt sicher wieder mal beleben, wenn sich ein Dritter mit konkurrenzfähigen Produkten mal wieder in den Markt einmischt.

MfGnachtwanderer--Error: reality.sys corrupted. Reboot Universe? [y/n]
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Captain.P Nachtwanderer

„Solche Ankündigungen kennt man ja allzu gut, wollte nicht vor einiger Zeit XGI...“

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Tualatin@BX440 For Ever
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Synthetic_codes Captain.P

„Sehr lesenswerter Artikel:...“

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> > würde den Markt sicher wieder mal beleben, wenn sich ein Dritter mit konkurrenzfähigen Produkten mal wieder in den Markt einmischt.


hmm, das Problem an Intel ist, dass die die Marktmacht und das Budget haben, zur not alles am Markt zu etablieren. Über die Ausführungen von Larrabee wurde hier im Forum an anderer Stelle diskutiert. Dabei kam vor allem die Frage nach den Treibern auf.
Intel protzt hier im übrigen nicht nur mit purer Rechenkraft, sondern viel mehr mit Maximaler Parallelisierung. Ob das auf Dauer Sinnvoll ist?. Ich meine schauen wir uns die Schnittstellen im PC an. Parallele Technik ist überholt, auch wenn sie am Prozessormarkt im kommen ist, inzwischen sind fast alle schnittstellen am PC wieder seriell. Wir werden sehen was die zukunft bringen wird

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ThaQuanwyn Redaktion

„Grafikkarten-Killer kommt 2009“

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... der große Angriff sieht wohl eher so aus, dass sich Intel erst einmal bewähren muß - sprich, das Konzept muß sich erst einmal in "normalen" Rasterisierungsmarkt gegen Nvidia und AMD/ATI behaupten - und da beginnt die Krux für Intel.

Die Firma ist zwar weltweit der größte Grafikchip-Produzent, aber ausschließlich im Bereich der IGPs (Integrated Graphics Processor)- was das Geschäft mit diskreten Grafikkarten angeht, ist Intel ein absoluter Nobody, der garantiert Lehrgeld zahlen wird ...

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Synthetic_codes ThaQuanwyn

„... der große Angriff sieht wohl eher so aus, dass sich Intel erst einmal...“

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Intel hat das Geld seinen willen durchzusetzen... über die Presse, über die Preise und über andere kanäle. und da der Grafikkartenmarkt langfristig interessant werden könnte wird intel sich das einiges kosten lassen.

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dr_rock Redaktion

„Grafikkarten-Killer kommt 2009“

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Das Konzept erinnert mich doch stark an den Cell Prozessor von IBM der in den PS3 verbaut ist.

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