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News: Datenschützer grübeln

Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?

Michael Nickles / 8 Antworten / Baumansicht Nickles

Seit rauskam, dass Google mit seinen Streetview-Kameraautos auch heimlich WLAN-Datenübertragungen aufgezeichnet hat (siehe Google-Kameraautos zeichnen Datenverkehr in WLANs auf), geht es weltweit rund.

Vor wenigen Tagen hat Google-Mitbegründer Larry Page bei einem Besuch bei der Welt sein ausdrückliches Bedauern mitgeteilt und will intensiv mit den Datenschutzbehörden kooperieren.

Er fährt damit einen deutlich anderen Kurs als Google Chef Eric Schmidt, der den "Skandal" als Banalität einstuft. Es sei dadurch schließlich niemand zu Schaden gekommen. Schwere Kritik an Google gibt es natürlich auch in den USA. cnet.com hat jetzt einen offenen Brief an Google veröffentlicht und macht Google schwere Vorwürfe.

Googles Entschuldigung, dass alles nur ein "Versehen" gewesen ist, sei nicht akzeptabel. Im offiziellen Google-Blogbeitrag zur Sache wurde erklärt, wie die "Panne" entstanden ist. Angeblich hat ein Google-Entwickler, der 2006 an einem experimentellen WIFI-Projekt arbeitete, ein "paar Zeilen Code" programmiert, die den Datenverkehr in WLAN-Netzen aufzeichnen.

Die Software wurde später dann für das Streetview-Projekt verwendet und dabei wurde die "paar Zeilen Code" halt vergessen. Cnet stellt im offenen Brief selbsterklärende die Frage, wie das passieren konnte, welchem anderen Zweck der Code hätte dienen können, als WLAN-Datenverkehr aufzuzeichnen. Jetzt grübeln die Datenschützer weltweit, was mit den aufgezeichneten 600 GByte Daten passieren soll.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat Google aufgefordert, bis Mittwoch Details zu den aufgezeichneten Daten zu liefern und droht andernfalls mit einem Buß-"Taschengeld" in Höhe von 300.000 Euro. Laut Bericht von Heise.de haben sich inzwischen sechs weitere europäische Staaten dazu entschieden, dass Google die Daten erstmal aufheben muss, damit das Ausmaß der Datenschutzkatastrophe analysiert werden kann.

Dänemark und Österreich haben indessen wie Irland Google aufgefordert, die Daten unverzüglich zu löschen. Insgesamt hat Google in 33 Ländern WLAN-Daten ausspioniert.

Michael Nickles meint: Löschen oder nicht löschen? Eine schwierige Frage. Wer will eigentlich kontrollieren, dass die Daten wirklich gelöscht werden?

Versprechen kann Google da viel. Und wie soll garantiert werden, dass Google dem Datenbestand nicht erstmal einen Waschgang verpasst um Heikles rauszufiltern, bevor er "ausgehändigt" wird.

Ich bin gespannt, wann die "600 GByte" Daten auf Wikileaks veröffentlicht werden.

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amigo456 Michael Nickles

„Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?“

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Man sollte den Laden stürmen,so wie damals die Stasi Zentrale.

Da gibts bestimmt mehr als 600 GByte die interessant wären.

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habus Michael Nickles

„Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?“

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Mal wieder der übliche Google-HASS-Thread... Alle nutzen es, alle hassen es.
Für mich sind das wirklich "Banalitäten". Wer so blöd ist, sein WLAN unverschlüsselt zu betreiben und dann noch nach seinem Klarnamen zu benennen, der ist selber schuld. Und Angst haben muss eh nur, wer was zu verbergen hat!
Mir gehen die selbsternannten Datenschützer jedenfalls gehörig auf den Geist. Mit jeder Payback-Karte gibt man mehr von sich preis, wie über diese, zugegebenermaßen peinliche und unnötige, Geschichte.

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Hewal habus

„Mal wieder der übliche Google-HASS-Thread... Alle nutzen es, alle hassen es....“

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Da stimme ich dir zu.
Ich kann das Gerede über "Böses Google hier, Böses Google da" auch nicht mehr hören. Am besten sollten alle, die wieder so laut schreien, ihre sämtlichen Accounts (email, Soziale Netzwerke etc. pp) löschen, und ihren Internet Account gleich dazu kündigen. Außerdem sollten Sie nicht mehr auf die Straße gehen, denn sie könnten zufällig Fotografiert werden und das Foto könnte (achweh) auf irgendeiner Community Seite veröffentlicht werden.

Früher war MS das Böse, jetzt ist es Google und bald sind die die Antivirensoftware Hersteller, weil die auf den Communitygedanken aufbauen.

Grüße
Hewal

Schreibfehler sind specialeffects meiner Tastatur.
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Oliver1967 habus

„Mal wieder der übliche Google-HASS-Thread... Alle nutzen es, alle hassen es....“

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Und wer nachts auf die Straße geht, ist selbst schuld, wenn er was über den Schädel bekommt, oder was?

Und Angst haben muss eh nur, wer was zu verbergen hat!

Das ist genau die Argumentation, die in die Diktatur führt und die die Überwachungsfanatiker so gerne ins Feld führen. Mal ganz davon abgesehen, wie unglaublich dumm und ignorant das ist.

Ich HABE etwas zu verbergen: MEIN PRIVATLEBEN! Warum oder wieso hat keinen zu interessieren, basta!
Ich habe das Recht, selber zu entscheiden, wem ich was über mich mitteile!

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dr_rock1 Michael Nickles

„Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?“

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Ja, dass Deutschland and den Daten interessiert ist, glaub ich sofort. Ob diese allerdings je unbehelligt beim Datenschützer ankommen ist fraglich.
Man könnte (vielleicht) soviel damit tun:
- offene WLANs identifizieren (zuhanden der Unterahltungsindustrie)
- Fernsehgebühren eintreiben lassen
- etc.
Das Geld liegt auf der Strasse!
Ein Staat der Geld für gestohlene Daten zahlt ist zu allem fähig.

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Kabelschrat Michael Nickles

„Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?“

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Hallo Mike,

jeder von den Experten, mit den offenen WLAN Netzen, sollten Google dankbar sein und 10€ an Google spenden. Wird durch ein schlecht geschütztes WLAN Netz, von Unbefugten ordentlich geschützte Werke gesaugt und das fliegt auf, kostet das 100€.
Was kosten dem Betreiber kostenpflichtige Pornoseiten, die er nie gesehen hat?

Ich habe 2004, gegen den Rat vom Profi, die Bohrmaschine rausgeholt und Kabel gelegt. Was jetzt 1000 Prozentig sicher ist, kann 10 Sekunden später nichts mehr taugen, weil einer ein Programm geschrieben hat.

WLAN sollte jeder in die Tonne kloppen. Außerdem konnte Google nur Bruchstücke aufzeichnen. In meinem PC dürfen Google, Microsoft und Antivirus rumschnüffeln und alles zur Zentrale senden. Microsoft und Antivirus nutzen die Daten damit mein System läuft. Ich habe so schon einige€ gespart.

Gruß
Kabelschrat

Manchmal frag ich mich, ob die Welt von klugen Köpfen regiert wird, die uns zum Narren halten oder von Schwachköpfen die es ernst meinen. M. Twain
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maxzwo1 Michael Nickles

„Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?“

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Eine schwierige Frage. Wer will eigentlich kontrollieren, dass die Daten wirklich gelöscht werden?
Weiß doch jeder!
Die werden natürlich in den Papierkorb verschoben !
Den kann man dann wegräumen, damit er nich im Weg rumsteht.
Gruß Max
Bis jetzt ist es gut gegangen, hat der Dachdecker gesagt, wie er am 1. Stock vorbeigefallen ist.
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Conqueror Michael Nickles

„Google-Skandal: Was passiert mit den WLAN-Daten?“

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Ich gehe davon aus, dass es Google mehr um die Standorte ging, die diese dann in der Karte anzeigen könnten, als um den Inhalt.
Ähnlich den Interesting Points bei Navis.

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