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Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich

Olaf19 / 29 Antworten / Baumansicht Nickles

Eine Brille, durch die man nicht nur selbst gucken kann, sondern durch die die ganze Welt sieht, was ich gerade sehe - so könnte man das Prinzip der Google Glasses einfach umschreiben. Das Dumme ist nur, dass ich damit nicht nur meine eigene Privatsphäre quasi wegwerfe - jeder weiß, wo ich gerade bin, was ich mache, was ich sehe - sondern gleich auch die anderer Leute, nämlich derer, die ich gerade sehe.

Kein Wunder, wenn sich Widerstand regt - die Süddeutsche Zeitung bezieht ziemlich eindeutig Stellung, siehe Link. Auch Mike hatte das Thema kürzlich schon:
http://www.nickles.de/forum/allgemeines/2013/google-glass-brille-fuer-15-000-dollar-auf-ebay-538980800.html
http://www.google.com/glass/start
Olaf19 meint:

Ganz ehrlich: rein technisch betrachtet finde ich die Idee schon kreativ, innovativ und faszinierend. Beispiel vergangenes Jahr im August, meine Radtour durch die liebliche Landschaft im Elbe-Weser-Dreieck: Warum nicht Freunde und Bekannte daran teilhaben lassen, oder sogar ganz wildfremde Leute? So mancher hätte sich an der herrlich minimalistischen Bildkomposition aus blauem Himmel und grünen Wiesen - fast wie aus einem alten Computerspiel! - erfreut.

Jedoch: Wenn die Büchse der Pandora einmal geöffnet ist... dann sind noch ganz andere Anwendungsfälle als der eben geschilderte denkbar. Was, wenn man damit ganz gezielt unter Menschen geht, eine Veranstaltung besucht und die anderen Besucher gezielt "abfilmt", und diese aus gutem Grund etwas dagegen haben könnten, dass alle Welt sie dort sehen kann - ungefragt und gegen ihren Willen?

Wenn man alle Konsequenzen einmal zuende denkt, halte ich sogar ein Verbot für denkbar.

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Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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st.lu Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Hallo,
sehr zwiespältig das Ganze.

Es fängt ja damit an, ob der Brillenträger selbst entscheiden kann, was er ins Netz schickt.
Man stelle sich vor, Mann geht zu seiner Freundin (Frau)  ....  Will er alles weitere jedem im Netz zeigen?

Ich bin gegen eine öffentliche Freigabe.

MfG

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Olaf19 st.lu

„Hallo, sehr zwiespältig das Ganze. Es fängt ja damit an, ...“

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Grüß dich st.lu, schön mal wieder was von dir zu lesen :-)

Es fängt ja damit an, ob der Brillenträger selbst entscheiden kann, was er ins Netz schickt.

Das wäre wohl das Allermindeste. Nur... was nützt es, wenn er entscheidet, ja, diese Bilder schicke ich jetzt ins Netz -- wenn die dort Abgebildeten gar nicht gefragt werden, ob sie damit einverstanden sind?

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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st.lu Olaf19

„Grüß dich st.lu, schön mal wieder was von dir zu lesen :- ...“

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Hallo,

Es fängt ja damit an
hat ich geschrieben.
wenn die dort Abgebildeten gar nicht gefragt werden, ob sie damit einverstanden sind
ist das zweite.
Und @floytt:
dass sich eine Datenbrille von einer normalen Brille im Aussehen her gar nicht mehr unterscheidet.

Deswegen:
Ich bin gegen eine öffentliche Freigabe.

Für die Brillenträger wird ein Utensil ganz wichtig:
Ein Brillenetui.
Damit kann er dann wenigstens Einfluss nehmen, was die anderen zu sehen bekommen.

MfG
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floytt Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Noch ist die Google-Brille vergleichsweise klobig. Denken wir mal ein paar Jahre weiter, wenn die Technik so weit verbessert ist, dass sich eine Datenbrille von einer normalen Brille im Aussehen her gar nicht mehr unterscheidet. Eine winzige Kamera gibt es bereits in jedem Handy und die in der Brille könnte man sie noch kleiner machen, da man für Video nur eine geringere Pixelmenge benötigt. Wie sollte dann ein solches Verbot durchsetzen? Und wenn es nicht die Brille ist, kommt einer mit einem Gerät in Form eines Hemdknopfes. Die Büchse der Pandora ist bereits offen.

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voenix floytt

„Noch ist die Google-Brille vergleichsweise klobig. Denken ...“

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Die Büchse der Pandora ist bereits offen.
Das war auch ehrlich gesagt mein erster Gedanke zu diesem Thema. Technisch ist das doch längst alles machbar, nur halt eben für die Masse noch nicht so leicht umsetzbar und daher vermutlich auch noch nicht gängige Praxis.

Da unsere Gesellschaft diesem Thema nicht wirklich sensibel und kritisch gegenüber steht (Kundenkarten, soziale Netzwerke, etc.) und man eh den total gläsernen Bürger anstrebt, werden sich wohl auch unsere drei Gewalten hinsichtlich Ahndung und Verfolgung in vornehmer Zurückhaltung üben.

mfg :)
Die Wahrheit ist haesslich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen. (Nietzsche)
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Olaf19 floytt

„Noch ist die Google-Brille vergleichsweise klobig. Denken ...“

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Wie sollte dann ein solches Verbot durchsetzen?

Theoretisch kann daran jedes Verbot scheitern. Mord und Totschlag sind auch verboten, trotzdem bringen Menschen sich gegenseitig um. Wenn es also danach ginge, könnte man gleich alles erlauben...

Du hast natürlich recht, es gibt Verbote, die leichter zu kontrollieren sind (z.B. im Straßenverkehr) und andere, die schwieriger durchzusetzen sind. Wenn eine in die Brille eingebaute Kamera Daten über Funk sendet, müsste es irgendeine Möglichkeit geben, diesen Funkverkehr zu orten und den "Sender" dingfest zu machen.

Das wäre natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden, und noch mehr Überwachung wollen wir ja auch wieder nicht. Das ist schon ein Dilemma.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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mi~we Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Das Dumme ist nur, dass ich damit nicht nur meine eigene Privatsphäre quasi wegwerfe - jeder weiß, wo ich gerade bin, was ich mache, was ich sehe - sondern gleich auch die anderer Leute, nämlich derer, die ich gerade sehe.

Eine ganze Gesellschaft als das ultimative 'Panopticon': jeder muss jederzeit an jedem Ort damit rechnen, "überwacht" zu werden. Bentham wäre wohl begeistert gewesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Panoptismus


"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
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dirk42799 Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Hallo Olaf,

eine - wie immer bei Google - zweischneidige Sache:
bislang hindert Dich auch niemand, wenn Du die Radreise mit Helm-Cam (vergl. anderer Thread) mitfilmst und das Ergebnis, daß eben auch Mitmenschen zeigt, veröffentlichst.

Das ist m.E. soweit auch noch in Ordnung, insb. weil hier nicht en detail einzelne Personen fokussiert über einen längeren Zeitraum betrachtet und deren Verhalten analysierbar gemacht wird.
Denn genau letzteres "sehe" ich bei Google:
die Brille soll letztlich Gesehenes auf einen Google-Server übertragen (Stichwort: Google-AGBs vs. Datenschutz/Verwertbarkeitseinwilligung) oder auch die gerade im Blickwinkel befindlichen Personen analysieren (Stichwort: Gesichterkennung). Und hier hört´s dann für mich auf. Denn hier sammelt Google dann wieder Daten, auch und m.E. vorrangig über die Personen, die nicht selber Nutzer der Brille sind, ohne daß sie eingewilligt hätten.

Ganz klar ein no-go!

Sofern nur das Feature "filmen und direkt uploaden" verwendbar sein sollte - ok.
Ansonsten eine klare Absage!

Gruß,
Dirk

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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Olaf19 dirk42799

„Hallo Olaf, eine - wie immer bei Google - zweischneidige ...“

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bislang hindert Dich auch niemand, wenn Du die Radreise mit Helm-Cam (vergl. anderer Thread) mitfilmst und das Ergebnis, daß eben auch Mitmenschen zeigt, veröffentlichst.

Hallo Dirk, letztlich konnte man schon vor rund einem halben Jahrhundert mit einer analogen Kompaktkamera ungefragt wildfremde Leute fotografieren und deren Bilder veröffentlichen. Die Möglichkeit eines Missbrauchs gab es praktisch von Anfang an, seit es fotografische Techniken gibt.

Die neue Qualität ist hier, dass die Bilder bei Google auf einem Server landen und dort völlig unkontrolliert weiter verwurstet werden, ohne Rücksprache mit dem Ersteller der Bilder. Und selbst das wäre noch lange nicht ausreichend, schließlich kann er nicht entscheiden, wie die von ihm abgefilmten Leute dazu stehen. Readers Beispiel mit dem Rotlichtbezirk ist schon ganz treffend.

Das Feature Gesichtserkennung ist eine weitere Steigerung der Perfidie - ohne diese wäre es schon schlimm genug, aber das schlägt dem Fass den Boden aus. Es braucht noch nicht einmal irgendjemand die Leute auf den Bildern wiederzuerkennen, das erledigt die Datenbank von ganz allein. Nee, so nicht.

Die Frage ist nur, wie kann man sich dagegen wehren... wahrscheinlich überhaupt nicht.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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dirk42799 Olaf19

„Hallo Dirk, letztlich konnte man schon vor rund einem ...“

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Hallo Olaf,

wenn ich Deinen Text so rekapituliere, habe ich den Eindruck, daß wir da beide nahezu identischer Meinung sind.

Die Frage ist nur, wie kann man sich dagegen wehren... wahrscheinlich überhaupt nicht.
Präventiv vermutlich als kleiner Bürger überhaupt nicht, da wird schon der Datenschutzbeauftragte ranmüssen. Wenn das Kind aber in den Brunnen gefallen ist, würde ich persönlich Himmel und Hölle in Bewegung setzen, den Verursacher unter Einschaltung des Beihelfers (Google) ausfindig zu machen und zu verklagen.

Wie gesagt: nicht beim drive-by-Video, aber erst und dann richtig bei Analyse der Personen durch das Google-Gerät.

Gruß,
Dirk
ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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mawe2 Olaf19

„Hallo Dirk, letztlich konnte man schon vor rund einem ...“

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Die Möglichkeit eines Missbrauchs gab es praktisch von Anfang an, seit es fotografische Techniken gibt.

Nicht ganz. In den Anfängen derFotografie (vor > 150 Jahren) mussten die Leute im Atelier des Fotografen eine halbe Stunde völlig unbeweglich sitzen bleiben, damit sie korrekt abgebildet wurden. Wer das nicht wollte, ging einfach weg...

Die Frage ist nur, wie kann man sich dagegen wehren... wahrscheinlich überhaupt nicht.

Mit einer "Gegenbrille"... :-)

Gruß, mawe2
"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Olaf19 mawe2

„Nicht ganz. In den Anfängen derFotografie vor 150 Jahren ...“

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In den Anfängen derFotografie (vor > 150 Jahren) mussten die Leute im Atelier des Fotografen eine halbe Stunde völlig unbeweglich sitzen bleiben

Da haste auch wieder recht - ich hatte eigentlich auch etwas ganz anderes gemeint, nämlich die gute alte Kleinbild-Kompaktkamera. Die erste kompakte Leica gab es bereits 1925: http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktkamera

Gegenbrille... ja, das muss ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen. Klingt irgendwie gut :-)

Greetz
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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dirk42799 Olaf19

„Da haste auch wieder recht - ich hatte eigentlich auch ...“

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Klingt irgendwie nach Kleinkinderei: wenn der mich abfilmt, filme ich ihn auch ab.
Damit stellt man sich auf dieselbe Stufe wieder derjenige, über den man sich eigentlich aufregt.
Macht das die causa damit besser?

D.

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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mawe2 dirk42799

„Klingt irgendwie nach Kleinkinderei: wenn der mich abfilmt, ...“

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wenn der mich abfilmt, filme ich ihn auch ab.

Davon habe ich nichts geschrieben!

Die Gegenbrille verfolgt zwei Ziele:

a) Sie soll verhindern, dass man mich erkennt.
b) Sie soll die Übertragung der filmenden Brille des Gegenüber stören.

Technisch denke ich mir das so, dass meine Gegenbrille im Prinzip einem flexiblen Bildschirm gleicht, der das Bild des filmenden Gegenübers darstellt. (Billigversionen bestehen einfach aus einem Spiegel.)

Gruß, mawe2


"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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dirk42799 mawe2

„Davon habe ich nichts geschrieben Die Gegenbrille verfolgt ...“

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a) Sie soll verhindern, dass man mich erkennt
da tut´s auch ´ne Billig-Sonnenbrille im Sinne von "Pucki, die Scheißhaus-Fliege" ;-)
b) Sie soll die Übertragung der filmenden Brille des Gegenüber stören.
wie wär´s mit ´ner Papiertüte über den eigenen Kopf? :-D

Gruß,
Dirk
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neanderix dirk42799

„Hallo Olaf, eine - wie immer bei Google - zweischneidige ...“

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bislang hindert Dich auch niemand, wenn Du die Radreise mit Helm-Cam (vergl. anderer Thread) mitfilmst und das Ergebnis, daß eben auch Mitmenschen zeigt, veröffentlichst.

Der unterschied ist: die Helm-Cam ist für nahezu jeden (als solche) erkennbar - und man hat dann durchaus die Möglichkeit, den filmer darauf anzusprechen.
Bei der Google-Brille bzw. einer Version der zukunft ist das anders, sie ist nicht (sofort) als Kamera erkennbar - denkbar ist dadurch, dass künftig Brillenträger (wie ich) etwas kritischer beäugt werden, speziell dann, wenn sie dickere Gläser benötigen (wie ich) und/oder eine Vorliebe für eher klobige Gestelle (Nana Muskouri, Stefanie Heinzmann lassen grüßen) haben....
Wir Brillenträger können uns also schon mal darauf vorbereiten, dass wir so manchen Ort besser nur mit (Tages)Kontaktlinsen betreten (dürfen).

Volker

Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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dirk42799 neanderix

„bislang hindert Dich auch niemand, wenn Du die Radreise mit ...“

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Da magst Du wohl recht haben.
Ich frage mich letztlich gerade auch noch:
wieso sollte ich mir so einen Dauerfunker direkt neben´s Gehirn hängen?
Klar, gibt genügend Menschen, die heute schon dauertelefonieren, sei es direkt per Handy oder BT-Headset.
Aber die Datenmengen dieser Brille werden wohl kaum zu den SAR-Werten eines aktuellen Handies führen können...

Gruß,
Dirk

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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reader Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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In Russland kann man 4 Jahre knast für besitz oder erwerb einer kameraUhr oder kameraKugelschrieber kassieren.
In Deutschland ...?
Sagen wir ich zieh GoogleGlass an und laufe durch Rotlichtbezirk - da sind wohl viele die nicht gefilmt werden wollen.
Sagen wir ich nehmen eine kleine Digikam und laufe durch Rotlichtbezirk - da sind wohl viele die nicht gefilmt werden wollen.
Was hat sich geändert? Nicht die Hemmschwelle - der AUFWAND. Allein der Aufwand.

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kongking reader

„In Russland kann man 4 Jahre knast für besitz oder erwerb ...“

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Sagen wir ich zieh GoogleGlass an und laufe durch Rotlichtbezirk - da sind wohl viele die nicht gefilmt werden wollen. Sagen wir ich nehmen eine kleine Digikam und laufe durch Rotlichtbezirk - da sind wohl viele die nicht gefilmt werden wollen.

Derzeit wohl eher das Ergebnis. Variante zwei ist prädestiniert für den Verlust der Cam und der Gewinn zumindest einen blauen Auges...

Gruß- Kongking
Es ist Zeit, dass die Menschheit ins Sonnensystem vordringt.(Zitat J.W.Bush) Donald John Trump liefert aehnliches jeden Tag auf Twitter. Moechten Sie diesen Dienst abonieren?
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Nevergrey Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Es wird immer Verrückte geben, die selbst ihre Seele verkaufen würden, wenn sie dafür das 'coole neue Teil A von Hersteller B' in ihre Webcam halten können, um dann bei YouTube rumzutönen, wie sehr es ihren Alltag bereichert. Vier Woche später verstaubt die 'Bereicherung' dann im Schrank, weil schon wieder was anderes viel 'krasser' ist. Letztendlich war die Büchse der Pandora für die tumbe Masse nie geschlossen, die wie die Lämmer zur Schlachtbank traben, wenn es neue technische 'Innovationen' gibt. Das Kleingedruckte zu lesen ist nicht ganz einfach, wenn die Stampede des Herdentriebes den Mitziehenden den Staub in die Augen treibt...

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Conqueror Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Ich meine ohne schlechte Hintergedanken zu spinnen. Wieso ist Google ei Vorreiter der Technik. Wer nicht total bekloppt ist, weiß was Google mit den Daten anfangen will, seine Gewinnmarge gegenüber der Werbeindustrie erhöhen.
Oder glaubt irgend jemand daran, dass Google auch nur einen Gedanken das Wohlergehen doder der praktische Nutzen des Users im Blickwinkel hat.

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dirk42799 Conqueror

„Ich meine ohne schlechte Hintergedanken zu spinnen. Wieso ...“

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neinnein, die tun nix Böses - do no evil! ;-)
/irony_off

D.

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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Olaf19 Conqueror

„Ich meine ohne schlechte Hintergedanken zu spinnen. Wieso ...“

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Wer nicht total bekloppt ist, weiß was Google mit den Daten anfangen will, seine Gewinnmarge gegenüber der Werbeindustrie erhöhen.

Nichts anderes dürfte den Grund für die nach meiner Beobachtung überwiegend negative Berichterstattung über "Glass" bedeuten.

Ich würde Glass viel positiver beurteilen, wenn die Aufnahmen nicht an den Googleserver weitergeleitet würden, sondern an einen in der Jackentasche mitgetragenen lokalen Datenträger. Und selbst das wäre grenzwertig, nicht jeder, der mir begegnet, will von mir abgefilmt werden.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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dirk42799 Olaf19

„Nichts anderes dürfte den Grund für die nach meiner ...“

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nicht jeder, der mir begegnet, will von mir abgefilmt werden.
Müßte man das nicht etwas differenzieren?
Solange ich einer von vielen in einer Gruppe/auf einem Platz/im Vorbeifahren wäre, der gefilmt würde, wäre mir das egal und - wenn ich die Rechtsprechung da exakt genug auf dem Schirm habe - auch rechtlich unbedenklich.

Bei den folgenden zwei Punkten ist die Filmerei aber nicht zulässig:
a) bei gezielten Nah-/Aufnahmen einzelner Personen über einen längeren Zeitpunkt (also eben nicht das Gesicht in der Menge im Vorbeigehen)
b) bei anschließender nicht-privater Verwendung (also wenn die Daten irgendwie zu Geld gemacht werden sollen).

In beiden Szenarien bedarf es m.W.n. aktuell der Einwilligung des Gefilmten, sei es ausdrücklich (z.B. durch Wort oder Schrift) oder konkludent (z.B. der Gaukler auf der Straße, für den sowas ja auch eine Art Werbung ist).
Hier jetzt seitens Google zu argumentieren, daß man ja nun weiß oder wissen kann, daß sowas gemacht wird, müsse man jederzeit damit rechnen gefilmt zu werden, wäre (ich weiß nicht, wie Google derzeit zum Deutschen Datenschutz steht *hahaha*) jedenfalls seeeehr weit hergeholt.

Gruß,
Dirk
ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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Olaf19 dirk42799

„Müßte man das nicht etwas differenzieren Solange ich ...“

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Bei den folgenden zwei Punkten ist die Filmerei aber nicht zulässig:
a) bei gezielten Nah-/Aufnahmen einzelner Personen über einen längeren Zeitpunkt (also eben nicht das Gesicht in der Menge im Vorbeigehen)
b) bei anschließender nicht-privater Verwendung (also wenn die Daten irgendwie zu Geld gemacht werden sollen).
In beiden Szenarien bedarf es m.W.n. aktuell der Einwilligung des Gefilmten

Stimmt, ich hatte das etwas grob vereinfacht dargestellt. Wenn ich bspw. den Piccadilly Circus in London abfilme, egal ob stehende oder bewegte Bilder, lässt es sich ja überhaupt nicht mehr vermeiden, dass Menschen mit aufs Bild kommen. Andernfalls müsste die englische Polizei extra meinetwegen den Platz komplett räumen und großflächig abriegeln ;-)

Das hatte ich allerdings auch nicht im Hinterkopf gehabt bei meinem letzten Beitrag. Gemeint hatte ich in der Tat das gezielte Abfilmen einzelner, gut erkennbarer Individuen.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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dirk42799 Olaf19

„Stimmt, ich hatte das etwas grob vereinfacht dargestellt. ...“

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Andernfalls müsste die englische Polizei extra meinetwegen den Platz komplett räumen und großflächig abriegeln ;-)
Das machen die bestimmt gerne.
Sag das nächste mal Bescheid, ich käme für ein Foto direkt mit, dann brauchen die den Aufwand nicht zweimal betreiben. :-D

D.
ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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winnigorny1 Olaf19

„Google Glass, die dunkelrote Brille: Erster Widerstand regt sich“

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Wenn die Büchse der Pandora einmal geöffnet ist...

Sie ist doch schon längst geöffnet - oder glaubst du wirklich, dass das wieder auf Eis gelegt werden wird? Das kann ich mir in meinen kühnsten und hoffnungsvollsten Träumen nicht vorstellen.

Meine Güte:
Erich Mielke hätte einen Dauerorgasmus gekriegt, wenn er so ein Teil zur Verfügung gehabt hätte. - Vor allem auch schon deshalb, weil der Staat viel Geld hätte sparen können.

Der hätte alle IMs feuern, die ganze Stasi auf einen Desktop-Arbeitsplatz reduzieren können, weil sich alle Bürger freiwillig und freudig erregt selbst und gegenseitig bespitzelt hätten - und keiner hätte sich daran gestört....

Schöne neue Welt....
Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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dirk42799 winnigorny1

„Sie ist doch schon längst geöffnet - oder glaubst du ...“

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jetzt kommt´s raus:
Google ist Stasi Reloaded! :-D

D.

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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winnigorny1 dirk42799

„jetzt kommt s raus: Google ist Stasi Reloaded :-D D.“

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Google ist Stasi Reloaded!

Was dachtest du denn; schließlich leben wir in einer weltweiten Wirtschaftsoligarchie. - Glaubst du, die nutzen ander Methoden? - Bei den technischen Möglichkeiten wären die ja schön blöd, täten sie's nicht.

Die wollen alles wissen, damit sie uns perfekt vermarkten können, unbemerkt alles zu riesigen Oligopolen umbasteln können und uns dann einflüstern, was wir kaufen sollen - können - müssen.

Genauso wie MS das jetzt mit Win8 ff versucht..... Zwinkernd
Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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