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News: Untergejubelte Vertragsänderungen verboten

Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche

Redaktion / 11 Antworten / Baumansicht Nickles

Kunden bis zum Anschlag zu verarschen, ist in Deutschland längst Selbstverständlichkeit. Eine beliebte Nummer ist es, dass ein Unternehmen einen bestehenden Vertrag einfach per Post oder Email nach belieben ändert. Dies natürlich auch zu Ungunsten des Kunden.

Einer der diese miese Masche ausgiebig praktiziert, ist T-Online. So wurde an DSL-Kunden beispielsweise eine Email mit neuen Vertragsbedingungen zugeschickt. Die monatliche Kündingungsmöglichkeit wurde gestrichen und durch einen 12 Monats Vertrag ersetzt.

Wer nicht innerhalb sechs Wochen Widerspruch einlegte, akzeptierte nach Ansicht von T-Online die neuen Vertragsbedingungen. Juristisch nennt sich so was "einseitige Vertragsänderung". Für diese Praxis hat sich T-Online eine Klage der "Zentrale für unlauteren Wettbewerb" eingehandelt.

Das Frankfurter Landgericht hat die einseitige Vertragsänderung jetzt als rechtswidrig verurteilt.
Quelle: Heise.de.

gueney Redaktion „Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche“
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Mit gewalt kann man die kunden auch nicht halten. Kunden kann man nur durch qualität service und günstige preise halten. Was für ein Image verlust für die t-online.

Angeldust1 gueney „Mit gewalt kann man die kunden auch nicht halten. Kunden kann man nur durch...“
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wer kein (positives) image hat, kann auch keines verlieren.
oder wie man so schön sagt, is der ruf erst ruiniert, lebt es
sich ganz ungeniert.

ps: moral ist ein frendwort.

a.croitoru Redaktion „Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche“
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Richtig so, die verdammten Firmen, die die Kunden nach Strich und Faden veräppeln müssen aufgehalten werden!
Wo sind wir denn hier?
Ein Dank an die Gerechtigkeit und diejenigen, die sich für die Verbraucher einsetzen.

T-Onine dreht schon seit Jahren irgendwelche krummen Dinger, die schnallen das nicht, dass wir ein Wirtschaftssystem haben, welches Wettbewerb fördert.
Des weiteren sieht man natürlich wieder, dass das echt schlaue Manager sein müssen, die wahrscheinlich Jahre lang Wirtschaftswissenschaften studiert haben um später zu zeigen, dass sie nichts von Wettbewerb gehört haben.

Loxley a.croitoru „Richtig so, die verdammten Firmen, die die Kunden nach Strich und Faden...“
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Croitoru,

so ganz möchte ich Dir da nicht zustimmen.
Diese Manager handeln wirtschaftlich sinnvoll. Zumindest auf kurze Sicht.
Wenn von 100 Usern 90 die Info erhalten was da abgeht (was schön eine sehr hoch gegriffene Zahl ist) und sich alle 90 darüber aufregen, dann handeln aber im Endeffekt nicht mehr als 15. Und selbst von diesen 15 werden sich noch viele dadurch besänftigen lassen, dass die Telekom

a) dann doch den alten Vertrag gelten lässt, oder
b) sich die Telekom möglichst quer stellt und somit den ganzen Prozess langwierig und kompliziert gestaltet, oder
c) den Kunden mit einem kleinen Geschenk (z.B. 1 Monat Grundgebührerlass) abspeist.

Wieviele bleiben dann noch "Hardliner"?

Nun ja, aber wie gesagt, aber mittel- bis langfristige Sicht wird dem Unternehmen dadurch ein Schaden zugefügt.

Da aber das ganze Leben wesentlich schnelllebiger geworden ist, nicht zuletzt durch die Kunden verschuldet (!), brauchen die Manager kurzfristige Erfolge um ihre Position zu sichern.
Und das ergebnis daraus ist dann sowas.

Ein großes Problem der Telekom ist, dass sie ihre Strukturen umbauen muss. Ursprüunglich war sie ja gar nicht auf Wettbewerb ausgerichtet und das muss sie ändern - immer noch!
Man muss dort eine ganz klare Linie finden und sie konsequent verfolgen - und solche "Vertragsspielereien" sollte da aber nicht dazu zählen...

commodus Redaktion „Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche“
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Als T-Online-Kunde mit dem Volumentarif 1500 MB bekam ich auch im letzten Jahr diese Mail, dass sich die monatliche Kündigung auf eine jährliche Kündigung umstellt, ich aber dafür statt 1500 MB stolze 3000 MB für die gleichen "günstigen" 9,99 €/Monat versurfen kann. Die Mail ging natürlich an die T-Online-Mailadresse, die ich nie verwendet habe, da ich schon immer für mögliche Providerwechsel eine andere Adresse verwendet und in meinem Outlook hinterlegt hatte. Ab und an schaute ich mal über Webmail in die T-Online-Mailadresse und das war´s dann auch schon. Naja ich habe die Mail jedenfalls noch "rechtzeitig" bekommen und da ich mich kurz davor ohnehin schon bei denen Beschwerd habe, dass man für das gleiche Entgelt bei anderen Providern bereits eine komplette Flatrate bekommt und darauf nur die Antwort erhalten habe, dass T-Online sowas nicht anbieten könnte, war das der richtige Moment, der mich daran erinnerte, T-Online kündigen zu wollen. Gedacht, getan, selbstverständlich schön per Einschreiben mit Rückschein, so wie sich das bei solchen Unternehmen gehört. Kurz bevor die Kündigung wirksam wurde, kam dann ein Anruf, dass man mich gern als Kunden behalten wollte (ja klar... *lach*), da war ich aber nicht daheim, weil ich die ganze Woche auf Dienstreise war, meine Frau sagte dann nur, sie könnte dazu nix sagen, dass würde alles ich machen und die sollen sich nächste Woche nochmal melden, die Kündigung bleibt aber wirksam. Ein paar Tage später bekam ich dann einen Brief von denen, dass man in Abstimmung mit mir die Kündigung widerrufen hätte. Ich gerade eine lange, harte Arbeitswoche mit Dienstreise hinter mir, dann diesen Brief gelesen, war stocksauer. Da hab ich erstmal die Telefonnummer angerufen, die auf dem Schreiben angegeben war und so ein kleines Mäuschen am Telefon erstmal so richtig zur Sau gemacht und denen die relevanten Paragraphen aufgezählt (ich kenn mich da von Berufswegen ein wenig mit aus :D), anschließend noch mal das ganze schriftlich per Einschreiben mit Rückschein (sicher ist sicher), einschl. der Abschlußformulierung, dass ich auch künftig auf Grund des Geschäftsgebarens von T-Online an einem Vertragsverhältnis mit denen nicht mehr interessiert bin, wofür T-Online sicherlich Verständnis hat. Dazu muss man sagen, dass die in der Vergangenheit schon sehr oft Fehler gemacht haben und ich von dem Laden eh den Eindruck hatte, da sitzen die drei Typen mit den Telekom-Mützen von "wie bitte?"....

Die Kündigung wurde dann zum ursprünglich vereinbarten Termin durchgeführt und nun surfe ich seit einigen Monaten bei einem Mitbewerber für weniger als 10 €/Monat mit einer Flatrate. :)

Mein persönliches Fazit: Nie wieder Telekom.

Loxley commodus „Als T-Online-Kunde mit dem Volumentarif 1500 MB bekam ich auch im letzten Jahr...“
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Cool, da kennt jemand noch "Wie bitte...?!".
Das waren noch Glanzzeiten für die Deutsche Telebumm! ;D

Tilo Nachdenklich Redaktion „Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche“
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Die "Vertragsbriefe" von T-Online habe ich gehasst wie die Pest. Soll ich jedesmal einen Riesenaufstand machen, wenn denen wieder eine Unverschämtheit im Monatstakt einfällt und mir die Zeit stiehlt? - Die Vertragsänderungen betrafen auch so Dinge, dass ich nichts mehr im T-Punkt regeln lassen konnte, im wurde im T-Punkt aufs Web-Interface verwiesen. Der eigentliche Grund für mich die teure Telekom/T-Online-Variante zu wählen war aber die Einflussmöglichkeit, wenn der Internetanschluss mal hängt...ohne für Service-Hotline abzulöhnen und endlos zu warten. Ich hatte alles aus einer Hand im Laden gekauft bis zur überteuerten Netzwerkkarte...damit für mich der Laden Vertragspartner ist und ich nicht im Kreis herumgeschickt werden kann. Dieser Verpflichtung hat man sich elegant per "Vertragsbrief" entledigt.
Was machen die jetzt nach dem Urteil, schulen die jetzt ihre T-Punkt-Mitarbeiter wieder?

aramis Redaktion „Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche“
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Eben ein Unternehmen das mit fachlich qualifizierten Betrügern arbeitet. Ebenfalls sehr interessant ist die aggressive Zwangsbeglückung durch Werbung im Internet.

jonnyswiss aramis „Eben ein Unternehmen das mit fachlich qualifizierten Betrügern arbeitet....“
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Was mich am Meisten wundert:

T-ol: so viele nerven sich und regen sich fast tödlich auf:

Warum eigentlich hat diese ewige Baustelle den eigentlich überhaupt noch Kunden?

Da dürfte ja eigentlich keiner mehr vorhanden sein.....

Loxley jonnyswiss „Was mich am Meisten wundert: T-ol: so viele nerven sich und regen sich fast...“
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Tja, das sind diese 85% von Kunden, die nichts machen - außer sich aufzuregen! (siehe mein erstes Posting zu dem Thema)
Und die restlichen 15% werden ja auch noch mal dezimiert.

Da wird oft groß "rumgemullt" aber nix passiert. Das ist halt Deutschland.
In Frankreich gehen die Leute ja praktisch schon "aus Spaß" auf die Straße und demolieren alles mögliche...

Firebolt Redaktion „Gerichtsurteil gegen miese T-Online Masche“
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Nun ja, ich kann da zu nur sagen, dass es gute und schlechte Seiten gibt. Ich habe persönlich auch schon schlechte Erfahrung in Punkto Kündigung und Vertragserstellung gehabt. Aber das ist eben so. Ich rege mich darüber nicht auf, sondern schnapp mir die Leute persönlich und meistens sind sie dann doch sehr zuvor kommend. Liegt wohl an meinem Charme oder doch die eher gewaltätige Ausstrahlung. Nun, Scherz beiseite. Bei anderen Anbietern hat man es ähnlich, da kenne ich ebenfalls genug Geschichten und wir reden mal dann nicht von Mogelcom. Auch Arcor hat seine lieben Kunden schon so geärgert, dass es die Telekom nicht schlimmer machen konnte.

Was die Preise /Telekom und Co sind teuer) betrifft, da Stimme ich voll und ganz zu, aber viele der Kunden haben gar keine Alternative zu wechseln, weil die meisten anderen Provider sich nicht die Last des geringen Verdienens oder besser miese auf die Tasche legen wollen (Ausbau des Netzes). Siehe Arcor in Duisburg (glaub 2002 und da haben sie einfach einen örtlichen aufgekauft) oder Moers (2006), wie lange die sich Zeit genommen haben.

Ciao
Firebolt

PS: Mir ist es egal, so lange alles läuft und ich jemand im Problemfall erreichen kann und das geht bei Arcor z. B. auch nicht wirklich. Telefonisch nach 30 Minuten Warteschleife und Weiterverbindungen hat meine Freundin z. B. einfach ihren Vertrag zum nächsten Monat gekündigt (Monatsfrist).