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News: Tariferhöhung produziert Wut

GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter

Michael Nickles / 91 Antworten / Baumansicht Nickles

Die GEMA sorgt aktuell vielfältig für Schlagzeilen.

Fall 1: ein Interview, das vom Hamburger Stadtmagazin Oxmox mit dem Veranstalter Marek Lieberberg geführt wurde (siehe Bericht von Musikmarkt). Lieberberg bezeichnet die GEMA als "Big Brother, der das Musikgeschäft aussaugt.".

Er wirft der GEMA vor, dass sie vor allem ihr Selbstversorgungssystem perfektioniert habe, ihr Geld fürs Nichtstun kassiere. Unter anderem schimpft Lieberberg über die neuen GEMA-Tarife für Veranstalter und nennt Zahlen. Für ein Livekonzert in Hawaii mit bis zu 9.000 Besuchern, müsse er nur 500 Dollar an eine US-Verwertungsgesellschaft bezahlen.

In Deutschland bleche er für eine vergleichbare Veranstaltung 30.000 bis 40.000 Euro an die GEMA.

Fall 2 klingt wie ein schlechter Witz, ist aber nackte Realität. Ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt gestattet es der GEMA laut Bericht der Welt, sogar für anonyme Künstler zu kassieren. Stein des Anstoßes war eine CD, die "Musikpiraten" (eine Abzweigung der Piratenpartei) vergangenes Jahr veröffentlicht haben.

Die darauf befindlichen Künstler haben der Veröffentlichung wohl zugestimmt, aber wollten anonym bleiben. Die GEMA hat gefordert, dass die Namen der Künstler mitgeteilt wird, damit sie Ansprüche prüfen kann.

Die "Musikpiraten" legten eine schriftliche Bestätigung der betroffenen US-Musiker vor, dass sie nicht der GEMA unterliegen. Dieses Schriftwerk reichte den Richtern nicht aus. Sie haben sich für die sogenannte "Gema-Vermutung" entschieden.

So lange die "Musikpiraten" nicht stichhaltig beweisen können, dass die anonymen Musiker nicht der GEMA angehören, wird halt einfach davon ausgegangen, dass dem so ist.

Fall 3: Laut Bericht des Südkurier leidet die beliebte Berliner Diskothek Berghein aktuell gleich doppelt. Die bietet ihre Fans um Unterzeichnung einer Petition gegen die neue GEMA-Tarifstruktur. Aufgrund der Gebührenerhöhung sollen die Kosten ab 2013 um 1.300 Prozent ansteigen, bis zu 25 Prozent der Eintrittsgelder wandern dann an die GEMA.

An einer Erhöhung des Eintrittsgelds führe dann kein Weg vorbei. Mehr kassieren will demnächst wohl auch das Finanzamt. Und zwar 19 Prozent Mehrwertsteuer statt nur 7 Prozent.

Der angewandte Mehrwertsteuersatz bei Discotheken/Clubs ist anscheinend Ermessenssache der jeweils zuständigen Finanzämter.

Michael Nickles meint:

Die Leserkommentare bei den aktuellen Berichten über die GEMA gehen in die übliche Richtung: Schweine, Ausbeuter, abschaffen. Also auf keinen Fall ersetzen oder modernisieren, sondern weg damit, weil der Laden sowieso überflüssig ist.

Ist er nicht. So falsch die Form auch sein mag, so sehr Künstler auch angeblich beschissen werden, komplett kostenlos geht halt nicht. Eine "Disco" braucht Musik um Geld zu verdienen. Die Musik kommt von Musikern. Und die müssen von was leben. Eine Alternative zur GEMA bezüglich Zahlungskontrolle von Veranstaltungen existiert aktuell halt noch nicht.

Wer hat die zündende Idee?
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Olaf19 Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Die Leserkommentare bei den aktuellen Berichten über die GEMA gehen in die übliche Richtung: Schweine, Ausbeuter, abschaffen. Also auf keinen Fall ersetzen oder modernisieren, sondern weg damit, weil der Laden sowieso überflüssig ist. Klar. Das sind Leute, die alles einäugig aus der Konsumentenperspektive sehen. Konsumieren ohne Ende, aber bloß nichts bezahlen. Die wären wahrscheinlich auch für eine Abschaffung der Ladenkassen im Supermarkt. Sorry, aber sowas kann ich nicht ernstnehmen. Eine Alternative zur GEMA bezüglich Zahlungskontrolle von Veranstaltungen existiert aktuell halt noch nicht. Wozu auch? Es existiert auch keine Alternative zum Finanzamt um Steuern zu zahlen. Der Knackpunkt liegt doch ganz woanders. Die Auswüchse sind es, die gestoppt werden müssen, nicht die Sache an sich. Dass die GEMA nur einmal mit dem Finger zu schnippen braucht, und schon verdoppeln sich die Einnahmen, dem muss gesetzlich ein Riegel vorgeschoben werden. Plus 1300% - lächerlich. Warum nicht 13000 oder gleich eine Million? Darin liegt das Problem, nicht aber darin, dass Komponisten und Verlage eine Organisation haben, die treuhänderisch die Tantiemen für sie einsammelt. CU Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Ralf103 Olaf19

„Klar. Das sind Leute, die alles einäugig aus der...“

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das stimmt so nicht, die meiste Kritik kommt mittlerweile von Künstlern, Veranstaltern und Clubs/Discotheken etc., der Konsument hat mit der GEMA rel. wenig zu tun

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Olaf19 Ralf103

„das stimmt so nicht, die meiste Kritik kommt mittlerweile von...“

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die meiste Kritik kommt mittlerweile von Künstlern, Veranstaltern und Clubs/Discotheken etc

Gegen Kritik ist ja auch nichts einzuwenden. Aber wenn ich so Sachen lese wie "veraltet, nicht mehr zeitgemäß, also abschaffen", kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Das ist etwa so, als wenn jemand fordert, das Finanzamt abzuschaffen - klar, ist ja auch bequemer, wenn man keine Steuern mehr zahlen muss.

der Konsument hat mit der GEMA rel. wenig zu tun

Zitat YouTube: "Die GEMA hat dieses Video in deinem Land nicht freigegeben"...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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torsten40 Olaf19

„Gegen Kritik ist ja auch nichts einzuwenden. Aber wenn ich...“

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Die GEMA ist auch nicht mehr Zeitgemäss so wie die sich gegen das Internet, und grade Youtube wehrt, sich zu einigen. Dadrunter leidet eine gesammte Industrie. Was auch eh schwachsinn ist, da die Videos bei MyVideo unter anderem wiederzum zu sehen sind.

Vielleicht bingt ja Megakey eine alternative. Schmitz soll sich ja mit einigen Künstlern direkt geeinigt haben, und übergeht quasi die Verwerter.

Freigeist
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Ralf103 Olaf19

„Gegen Kritik ist ja auch nichts einzuwenden. Aber wenn ich...“

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wieviel Verdienst die GEMA den meisten Künstlern einbringt sieht man ja auf den Grafiken weiter untern, das ist mehr oder weniger zu vernachlässigen (ich red jetzt nicht von Lady Gaga oder so) und welche Auswüchse sowas annimt, sieht man ja bei der Piraten-CD, selbst als Künstler, der nicht diesem Verein angehört, musst du quasi das Gegenteil beweisen, Hallo?

wobei dies ja auch wieder nicht an der Gema liegt sondern an dilletantischen Richtern, zumindest, falls sie nicht bestochen wurden...

das mit den YouTube Videos liegt ja mehr an YouTube/Google als an der Gema, außerdem könnte der Rechteinhaber da noch einschreiten, hab ich kürzlich erlebt, als eine Promotion Agentur einen Videoclip unter die Leute bringen wollte, und dies in Deutschland erstmal nicht ging, da aber eine Major Company dahinter stand, ging das dann doch recht schnell, ärgerlich ist sowas aber hauptsächlich für kleinere Labels, Künstler und Vermarkter, die von der Gema einfach untergebuttert werden..

aber ansonsten hast du ja Recht, der Selbstbedienungsmenatlität gehört ein Riegel vorgeschoben, aber dazu siehe oben wieder die Richter, im besten Fall sind sie ahnungslos, im schlimmeren korrupt

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Olaf19 Ralf103

„wieviel Verdienst die GEMA den meisten Künstlern einbringt...“

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wieviel Verdienst die GEMA den meisten Künstlern einbringt sieht man ja auf den Grafiken weiter untern

Nein, das sieht man eben nicht!

Bin ich denn der einzige, dem das hier auffällt? Es geht um den Verteilungskuchen einer CD ! Die Plattenfirma ist es, die ca. 75% einstreicht - und nicht die GEMA.

Nebenbei, die GEMA ist für die Entlohnung ausübender Musiker gar nicht zuständig. Die bekommen ihr Geld von der GVL, von der hier auffallend selten die Rede ist. Die GEMA-Einnahmen fließen an Komponisten und Verleger.

Wenn so elementare Grundbegriffe nicht klar sind, hat die ganze Diskussion keinen Sinn.

CU
Olaf
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torsten40 Olaf19

„Nein, das sieht man eben nicht! Bin ich denn der einzige,...“

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wieviel Verdienst die GEMA den meisten Künstlern einbringt sieht
Nein, das sieht man eben nicht!
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Ma_neva Olaf19

„Klar. Das sind Leute, die alles einäugig aus der...“

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Hi,

irgendwie Scheiße diese GEMA, denn ich bezahle doch schon für TV und Radio monatlich und dann wohl sicherlich bei jeder CD die ich kaufe.  Dann braucht man doch nur nen Mitschnitt vom Radio machen und den in der Disco laufen lassen, also nochmals bezahlen? Denn der Sender bezahlt doch sicher auch noch? Wie oft will da die GEMA eigentlich abzocken? Ich glaube derweil das es kein deutsches Gericht mehr gibt das für einen Endverbraucher da ist sondern nur noch für Abzocker und Multis. Da wird dem Auswuchs aber dickes + verpaßt und das von Richtern die Recht  sprechen sollen und nicht Unrecht Vorschub leisten sollen!

Gruß
Manfred

Das Genie tut was es muß, das Talent tut was es kann
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Olaf19 Ma_neva

„Hi, irgendwie Scheiße diese GEMA, denn ich bezahle doch...“

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denn ich bezahle doch schon für TV und Radio monatlich

Ein Autofahrer entrichtet auch Kfz-Steuer und muss trotzdem an der Tankstelle für das Benzin bezahlen...

CU
Olaf
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Siegfried9516 Olaf19

„Ein Autofahrer entrichtet auch Kfz-Steuer und muss trotzdem...“

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Ein Autofahrer entrichtet auch Kfz-Steuer und muss trotzdem an der Tankstelle für das Benzin bezahlen...
... hinkt gewaltig. Lasse ich das Auto stehen, brauche ich keinen Sprit. Lasse ich TV + Radio aus, zahle ich trotzdem!
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Olaf19 Siegfried9516

„... hinkt gewaltig. Lasse ich das Auto stehen, brauche ich...“

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Lasse ich TV + Radio aus, zahle ich trotzdem!

Du bist schon wieder bei der GEZ! Hier ging es um die GEMA...

CU
Olaf
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Siegfried9516 Olaf19

„Du bist schon wieder bei der GEZ! Hier ging es um die...“

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du hast doch damit angefangen :-)


guck:

denn ich bezahle doch schon für TV und Radio monatlich

Ein Autofahrer entrichtet auch Kfz-Steuer und muss trotzdem an der Tankstelle für das Benzin bezahlen...

CU Olaf

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Olaf19 Siegfried9516

„du hast doch damit angefangen :-) guck:“

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Ähm... der erste Satz war ein Zitat von Ma_Neva auf dass ich mit dem Tankstellenvergleich eingegangen bin.

Da du selbst in deinem Beitrag diese Zitatfunktion benutzt, müsste dir dieser Zusammenhang eigentlich klar sein.

CU
Olaf

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Siegfried9516 Olaf19

„Ähm... der erste Satz war ein Zitat von Ma_Neva auf dass ich...“

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Jaaaa und  ....

Da du so gerne belehrst, mache ich das halt auch mal:
- Zitat Ma_Neva mit TV, Radio
- Dein Tankstellenvergleich dazu
- Meine Antwort zu TV, Radio --> Tanke
- dann deine Belehrungen

Cool
Also wo war in den hier relevanten 2-3 Beiträgen eine Unterscheidung GEMA - GEZ? Wenn schon Belehrung, dann ein Stück weiter oben!

Lächelnd

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Olaf19 Siegfried9516

„Jaaaa und ....Da du so gerne belehrst, mache ich das halt...“

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Ist das meine Schuld, wenn du nicht in der Lage bist sinnentnehmend zu lesen und in Zusammenhängen zu denken?

EOD
Olaf

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Siegfried9516 Olaf19

„Ist das meine Schuld, wenn du nicht in der Lage bist...“

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immer das letzte Wort - immer Recht haben wollen
der Kindergarten läßt grüßen
so, und nun Schluß mit dem Quatsch - auf Fakten willste eh nicht eingehen

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RogerWorkman Olaf19

„Klar. Das sind Leute, die alles einäugig aus der...“

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Das sind Leute, die alles einäugig aus der Konsumentenperspektive sehen.

das stimmt auch wieder nicht. Beispiel, Elton John spielt in irgendeinem Schloßhof, 10000 Zuschauer, Kartenpreise von 69,- bis über 1000,- Euro (mit Händeschütteln ohne gemeinsames Foto)

Ich kenne Lieberberg persönlich. Es wird für den Veranstalter immer schwerer, ohne Verluste durch höhere Organisationspreise, Löhne Steuern und erheblichen Gema-Gebühren überhaupt durchzuführen. denken wir mal an Rock am Ring oder Rock im Park usw. Lieberberg ist die No1 in Deutschland. Für kleinere Veranstalter  wird es immmer schwieriger ein "Fest" zu stemmen.  Viele Gemeinden und Städte verzichten bei Ortsfesten mittlerweile auf Live-Musik, einfach zu teuer. Selbst für eine Vereinsblaskapelle, die vor Jahren mal eine wenig erfolgreiche CD veröffentlicht wurde, muß GEMA bezahlt werden, mit dem Problem, das die Blaskapelle das Geld garnicht bekommt. Nur mischkalkulationen mit bezahlten Nutzungsrechten und überhöhte gebühren für Fressbuden ermöglichen überhaupt noch Veranstaltungen.

Noch'n Beispiel: Ein Musiker muß bei 56 Auftritten/Jahr (wer hat das schon?) mindestens pro Auftritt 1000,- Euro Honorar ansetzen, um überhaupt in Deuschland damit selbsständig leben zu können. Steuern gehen davon auch noch ab. Es gibt doch einige 5-10 Köpfige Bands. Welcher kleine Veranstalter kann sich das noch leisten, zzgl. GEMA?  Oder der Eintrittspreis wird hochgeschraubt.

Ich halte das für absoluten Schwachsinn. Musiker, Künstler, und verwandte Berufsgruppen sollten im jeweiligen Land wie jeder andere Arbeitnehmer oder Selbsständige besteuert werden. Warum soll es bei Musikern anders sein, als bei Schauspielern? Da gibt es sehr viele "Berühmtheiten" die Hartz4 beantragen müssen.

In jedem Beruf muß man so gut und begehrt sein, das man auch damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.  Das es dabei zur Flucht in steuerarme Länder führt, macht nix, in Ländern mit hohen Steuern gibt es dann halt weniger Kultur, passt irgendwie wieder. (warum wurde oben schon erklärt).

Gema ist überflüssig. Musik ist leider viel zu viel zur Ware geworden.
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Olaf19 RogerWorkman

„das stimmt auch wieder nicht. Beispiel, Elton John spielt in...“

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Gema ist überflüssig.

Das ist sie keineswegs. Wie sonst sollen die Komponisten an ihre Tantiemen kommen? Wenn sie die alle selbst eintreiben wollten, könnten sie keine Musik mehr schreiben.

Das Beispiel mit Elton John verstehe ich nicht.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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RogerWorkman Olaf19

„Das ist sie keineswegs. Wie sonst sollen die Komponisten an...“

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Wie sonst sollen die Komponisten an ihre Tantiemen kommen?

Beispiel Klaus Doldinger und Musik Tatort. Er hat  direkt die Nutzungsrechte vertraglich mit dem NDR vereinbart, auch mit der Plattenfirma (Anteil siehe Grafik im Thread). Wozu braucht man eine Gema? Auch die Grafikerin des Titels hat einen einmaliges Entgelt  bekommen, oder auch der laufende Schauspieler im Vorspann, oder der Kameramann und Beleuchter.  Für diese Berufsgruppen gibt es auch keine Gema. Ist deshalb die Arbeit oder Leistung weniger wert?

Ich verstehe nicht, warum ein Komponist oder Musiker gegenüber anderen ebenso kreativen Berufsgruppen mit identischer Vermarktung eine Sonderstellung haben. Oder völlig unterbezahlte Fotografen, die völlig bescheuert über z.B. Fotolia für 1 € Ihre Nutzungsrechte verkaufen (müssen). Da gibts auch keine GEMA.

Mal davon ganz abgesehen, die Gema schüttet die Einnahmen ja nicht zu 100% wieder an die Künstler aus. Die Pauschal- und Gießkannen-GEMA ist schlicht überflüssig. Gema ist sowas wie Regenwassergebühr, Grundstückseigner müssen zahlen, obwohl sie den Regen nicht abstellen können.

Da aber wahnsinnig viel Kohle reinkommt, wird es kaum Bundesgerichtsentscheide geben, die eigentlich unsinnige Steuern, Gebühren usw. verbieten.  Gegen die Macht des Kapitals kann man nichts machen. Ist so.
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Olaf19 RogerWorkman

„Beispiel Klaus Doldinger und Musik Tatort. Er hat direkt die...“

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Beispiel Klaus Doldinger und Musik Tatort. Er hat  direkt die Nutzungsrechte vertraglich mit dem NDR vereinbart, auch mit der Plattenfirma (Anteil siehe Grafik im Thread). Wozu braucht man eine Gema?

Das kann er ja gern so machen, aber deswegen kassiert er trotzdem GEMA-Gebühren. Nebenbei, also GEMA-Mitglied darf(!) er gar nicht an der GEMA vorbei arbeiten. Wenn überhaupt, hätte er die Musik unter einem Pseudonym veröffentlichen müssen - was aber gar nicht in seinem Interesse wäre.

https://www.gema.de/nl/122010/personen/doldinger.html

oder auch der laufende Schauspieler im Vorspann, oder der Kameramann und Beleuchter. 

Das sind doch keine Urheber! Die bekommen ihr Gehalt, sofern sie fest angestellt sind, oder ihr Honorar, sofern sie frei sind. Was hat die GEMA damit zu tun?

Ich verstehe nicht, warum ein Komponist oder Musiker gegenüber anderen ebenso kreativen Berufsgruppen mit identischer Vermarktung eine Sonderstellung haben.

Wie im anderen Beitrag erwähnt, für Schriftsteller gibt es die VG Wort. Was kann die GEMA dafür, dass Fotografen keine Verwertungsgesellschaft haben?

Mal davon ganz abgesehen, die Gema schüttet die Einnahmen ja nicht zu 100% wieder an die Künstler aus.

Das kann sie auch schlecht, denn die Tätgikeit der GEMA-Mitarbeiter, Geschäftsräume etc. müssen ja auch von irgendwas bezahlt werden. Wenn die Komponisten der Meinung sind, dass dafür zu viel Kohle draufgeht, müssen sie entsprechende Satzungsänderungen beschließen, die den Verwaltungsaufwand reduzieren - wenn es denn so einfach wäre.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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gelöscht_305164 RogerWorkman

„das stimmt auch wieder nicht. Beispiel, Elton John spielt in...“

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Beispiel, Elton John spielt in irgendeinem Schloßhof
Bääh.
Demnächst heiratet eine meiner Töchter ihren Langzeitlover.
Knopfler wird ein wenig klimpern, rein privat.
Da soll die GEMA mal kommen.
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RogerWorkman gelöscht_305164

„Bääh. Demnächst heiratet eine meiner Töchter ihren...“

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Geil, schieß die Gema Typen zum Mond, sollten die auftauchen.

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hellawaits Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Moin Mike,

zu dem Thema habe ich eben bei Golem.de im Forum eine Grafik gefunden, die eigentlich schon alles sagt. Die eigentliche Frage lautet doch:"Was verdient der Künstler mit seiner Musik, und wieviel wird von den erwirtschafteten Geldern werden durch welche Institution vorher abgezweigt ?"




Es ist sicher von den Inhalten der Verträge abhängig, wie hoch die Abzüge am Gewinn sind. Dennoch denke ich, daß die Grafik einen realen Mittelwert darstellt.

Grüsse
Hellawaits

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Michael Nickles hellawaits

„Moin Mike, zu dem Thema habe ich eben bei Golem.de im Forum...“

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Hi Hellawaits,

klar - ich glaub auch, dass das Diagramm stimmt. Kann ich Dir im Fall von Buchautoren ähnlich hinpinseln. Aber das bringt keine Lösung.

Grüße,
Mike

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hellawaits Michael Nickles

„Hi Hellawaits, klar - ich glaub auch, dass das Diagramm...“

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Moin Mike,

eine Lösung bringt das Diagramm nicht .... verdeutlicht aber den Fakt, daß die Musiker nur einen Bruchteil dessen bekommen, was sie mit ihrer Musik an Umsatz generieren, weil sich "andere" unverhältnismäßig große Stücke vom Kuchen abschneiden. Solange die GEMA ihre Monopolstellung willkürlich ausnutzt und niemand diesem Treiben einhalt gebieten kann ..... gibt es bei dieser Problematik auch keine Lösung.
Die GEMA wird bestimmt nicht daran interessiert sein, den aktuellen Zustand zu verändern (was einen Verlust an Macht & Geld bedeuten würde....). Dort wird lieber auf Gebührenerhöhung gesetzt, die jeglicher Logik entgegensteht und bei einer (bis zu) 1400%igen Steigerung nur als dreist und realitätsfremd empfunden werden kann. Ich glaube nämlich nicht, daß mit dem "Mehr" an generierten Geldern durch die GEMA die Künstler dem entsprechend besser entlohnt werden.

Grüsse
Hellawaits

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Olaf19 hellawaits

„Moin Mike, zu dem Thema habe ich eben bei Golem.de im Forum...“

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Dafür, dass die Plattenfirmen so unfaire Verträge ausgestalten, kann die GEMA nun so überhaupt nichts, insofern ist diese Tortengrafik hier vollkommen fehl am Platze.

Aber da eh bald kaum noch CDs verkauft werden, hat sich das Thema bald selbst erledigt. Ob es den Künstlern dann besser gehen wird, steht auf einem anderen Blatt.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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hellawaits Olaf19

„Dafür, dass die Plattenfirmen so unfaire Verträge...“

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Moin Olaf19,

die Plattenfirmen sind durchaus an dem Bestehen der GEMA interessiert, weil sie das gleiche Ziel verfolgen..... möglichst viel von dem vom Künstler erwirtschafteten Geld für den eigenen Laden abzweigen... also quasi für lau. Die Gegenseistung der Plattenfirmen ist auch nicht soooo toll, wie immer angepriesen. "Der Künstler spielt in diesem Geflecht nur die zweite Geige".
Wenn eine Band (ich meine nicht eine Band vom Bekanntleitsgrad wie z.B. Metallica, Bruce Springsteen oder ZZ Top) ein Album produziert, ist es nicht so, daß die Plattenfirma der Band ein Budget zur Verfügung stellt, sondern die Band muß die Produktionskosten erst einmal aus eigener Tasche vorfinanzieren (Null Risiko für das Label). Wenn die Scheibe ein Erfolg wird, kassieren erst einmal die Plattenfirmen ab.... der Künstler bekommt dann (als Letzter in der Anspruchsschlange) die übrig gebliebenen Krümel des Kuchens.......

Ich finde die Grafik für das Thema zutreffend, weil sie zeigt, wer und in welchem Maße sich am Erfolg der Musiker bereichert. Und die GEMA macht mMn nichts anderes, weil die Mehreinnahmen durch die Gebührenerhöhung nicht 1 zu 1 an den Künstler weiter gegeben werden, sondern primär an andere Institutionen fließen. Da ist offensichtlich, auf wessen Hof dieser "Gebührenerhöhungs - Misthaufen" gewachsen ist.

Grüsse
Hellawaits

P.S.: Dem Künstler geht es eben nur so gut, wie andere Institutionen es zulassen....

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Olaf19 hellawaits

„Moin Olaf19, die Plattenfirmen sind durchaus an dem Bestehen...“

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die Plattenfirmen sind durchaus an dem Bestehen der GEMA interessiert, weil sie das gleiche Ziel verfolgen.....

Dann müssten die sich ja bekämpfen bis aufs Blut, wenn sich beide um die gleiche "Beute" stritten.

möglichst viel von dem vom Künstler erwirtschafteten Geld für den eigenen Laden abzweigen... also quasi für lau.

Was verstehst du unter dem "eigenen Laden"?

Im Falle der Plattenfirma leuchtet mir das ein, die sind ein Wirtschaftsunternehmen, also profitorientiert. Klarer Fall.

Die GEMA ist dagegen, wenn man so will, eine Art Selbsthilfeorganisation der Urheber. Die Verwaltung muss bezahlt werden (afair ca. 15% des Tantiemenaufkommens), alles andere wird unter den Urhebern aufgeteilt. Wer soll sich da irgendetwas in die eigene Tasche wirtschaften?

Ich finde die Grafik für das Thema zutreffend

Das Thema waren aber nicht die CD-Verkäufe, sondern die Arbeit der GEMA.

CU
Olaf
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hellawaits Olaf19

„Dann müssten die sich ja bekämpfen bis aufs Blut, wenn...“

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die GEMA erhebt willkürlich bis zu 1400% mehr an Gebühren ("weil das Gut Musik von jetzt auf gleich soooo viel wertvoller geworden ist?!?") und behält davon 15% selbst (wofür???? .... ach ja.... für den Verwaltungsaufwand .....LOOOOOL!!!! ... oder ehr für lau?!?) ..... und Du fragst mich, wo sie etwas in die eigene Tasche wirtschaftet .... ist jetzt nicht Dein Ernst, oder? ... die GEMA macht schon ihren Schnitt .... verlasse Dich darauf....
Und die GEMA macht mit den Plattenfirmen in gewisser Weise gemeinsame Sache.... da , wie ich bereits schrieb, das gleiche Ziel verfolgt wird..... die eigene Gewinnmaximierung .... und da kommt die Gebührenerhöhung den Plattenfirmen genau richtig, weil diese, bei höheren Einnahmen durch die GEMA logischerweise auch deutlich mehr Kohle bekommen. Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus (wenn genug zu Fressen da ist).

Und ich bleibe dabei, daß die von mir gepostete Grafik gut aufzeigt, wie der Hase finanziell in der Musikbranche läuft, und wieviel Geld der Künstler letzten Endes für sein Produkt erhält ....

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Olaf19 hellawaits

„die GEMA erhebt willkürlich bis zu 1400% mehr an Gebühren...“

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und behält davon 15% selbst (wofür???? .... ach ja.... für den Verwaltungsaufwand .....LOOOOOL!!!!

Was ist daran zum Lachen? Meinst du, die arbeiten ehrenamtlich und die Geschäftsräume samt Strom und Heizung werden vom Steuerzahler finanziert? Und wenn ja: fändest du das besser?

und Du fragst mich, wo sie etwas in die eigene Tasche wirtschaftet .... ist jetzt nicht Dein Ernst, oder? ... die GEMA macht schon ihren Schnitt .... verlasse Dich darauf....

Wer denn um Himmelswillen? Die GEMA - das sind die Urheber! Für die werden die Tantiemen erhoben, an die werden sie ausgeschüttet. Und je höher der Verwaltungsaufwand, desto mehr schneiden sich die Urheber ins eigene Fleisch. Ist also nur bedingt sinnvoll, sich als Außenstehender ausgerechnet darüber aufzuregen.

Und ich bleibe dabei, daß die von mir gepostete Grafik gut aufzweigt, wie der Hase finanziell in der Musikbranche läuft, und wieviel Geld der Künstler letzten Endes für sein Produkt erhält ....

Ja, in der Plattenindustrie...

Was wirfst du das der GEMA vor, dass die Plattenfirmen zu viel Geld für sich selbst einheimsen?

und da kommt die Gebührenerhöhung den Plattenfirmen genau richtig, weil diese, bei höheren Einnahmen durch die GEMA logischerweise auch deutlich mehr Kohle bekommen.

Jetzt ist es an mir, LOOOOL zu sagen. Die Plattenfirmen zahlen an die GEMA und nicht umgekehrt!

Mal ganz ehrlich... es muss sich ja nicht jeder für die Musikindustrie im Allgemeinen und für die GEMA im Besonderen interessieren. Aber was zum Teufel veranlasst eine Heerschar Unwissender, die sich nicht die geringsten Gedanken zum Thema zu machen bereit sind, hier ihren groben Unfug unters Volk zu posten? Da komme ich nicht mit.

Ich setz mich hier doch auch nicht hin und schreibe, das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ist der hinterletzte Dreck. So genau wüsste ich gar nicht, was die den ganzen Tag machen und mit welcher Zielsetzung, als dass ich mir anmaßen könnte zu beurteilen, ob das gut ist oder schlecht.

CU
Olaf
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hellawaits Olaf19

„Was ist daran zum Lachen? Meinst du, die arbeiten...“

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wie schon geschrieben.... die GEMA erhöht willkürlich die Gebühren. Dies tut sie nicht, um dem Künstler mehr Geld zukommen zu lassen, sondern um mehr Einnahmen für sich selbst zu generieren ..... um damit ihren Verwaltungsapperat "aufzublähen", und sich damit (der am Hungertuch nagenden Institution) das Überleben zu sichern? (ich muß schon wieder schmunzeln, bei dieser Dreistigkeit). 15% von 1000€ sind nun mal nicht so viel Zaster wie 15% von 1000€ * 1400%.
Wie um Himmels Willen, kann man eine Preissteigerung von 1400% plausibel und logisch erklären?
Der Künstler wird außerdem nur einen Bruchteil davon bekommen, weil  sich andere Institutionen vorher die Taschen füllen (ganz legal.... selbstverständlich).


Letzten Endes hat die GEMA ein Monopol geschaffen, in dem sie glaubt schalten und walten zu können, wie es ihr beliebt und alle haben das ohne zu mucken zu fressen (ja und Amen zu sagen), was sie uns vorsetzt. Das sind Gebaren, die mit der der Mineralölindustrie zu vergleichen sind. Gut finden können dies nur Personen, die breit sind, jeden Mondpreis zu bezahlen, der ihnen vorgesetzt wird, ohne die Rechtmäßigkeit einer dermaßen irrsinnigen Preis-/ Gebührensteigerung
zu hinterfragen.

Wenn die GEMA ihr Vorhaben wirklich durchführen sollte, dann wird sie sich ins eigene Fleisch schneiden. Die erhofften Mehreinnahmen können durch weniger Besucher von Diskos (auf Grund der steigenden Eintritts- und Getränkepreise) nicht generiert werden... und die Menschen dieser Gelddruckmaschinerie hoffentlich zu verstehen geben, daß man aus einem leeren Euter keine Milch bekommt... egal wie stark man ihn "bearbeitet". Ich hoffe , daß meine Glaskugel noch richtig funktioniertLachend.

Grüsse
Hellawaits

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hellawaits Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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torsten40 Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Wie der Herr Marek Lieberberg es im Interview schon richtig sagt, die GEMA muss von ihter monopolen Stellung herunter.

Natürlich sollen die Künstler ihren verdienten Lohn bekommen. Aber die GEMA ist ein engstirniges Relikt, dass anscheind die digitale Zeit verpasst hat, oder diese Zeit nicht wahrhaben will.
Die GEMA ist nicht nur in den Augen der meisten Kommentarschreibern ein Dorn im Auge. Auch Künstler und sogar Plattenbosse, beschweren sich über die GEMA

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andy11 Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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sogar für anonyme Künstler zu kassieren
Da muss man ja befürchten, das die irgendwann für Talente kassieren.
Meine Enkelin, ein Jahr, rockt jetzt schon einen weg wenn die Musik an ist.
Und beim nächsten Kindergeburtstag wird nur Freeware gesungen.

Ja, lieber Mike und all die tollen Musiker und Künstler in diesem Land. Wenn ihr euch das
gefallen lasst. Die GEMA ist auch nur eine Gesellschaft und ein Monopol sollte vom
Kartellamt mal überprüft werden.
Ich kenn das Problem nur im kleinen und sehe was Kapellen und Chöre hier für ihre
Zettelchen mit ein paar Noten drauf so zahlen müssen.
Die GEMA ist auch so ein wuchernder Krebs den man nur veröden kann. Da sind
Musiker und Künstler aber selber gefragt. Andy
Wer am Ende ist, kann von vorn anfangen, denn das Ende ist der Anfang von einer anderen Seite. K.V.
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Olaf19 andy11

„Da muss man ja befürchten, das die irgendwann für Talente...“

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Die GEMA ist auch nur eine Gesellschaft und ein Monopol sollte vom Kartellamt mal überprüft werden.

Dann könnte das Kartellamt genau so gut das Finanzamt oder die Bundesamt überprüfen...

Nebenbei steht es jedem Künstler frei, seine eigene Verwertungsgesellschaft zu gründen. Der Haken ist bloß: das wäre ein derartig irrer Aufwand, dass dann zum Musikmachen keine Gelegenheit mehr wäre.

Warum glauben eigentlich alle, das Problem wäre gelöst, wenn wir mehrere GEMAs hätten? Das ist doch überhaupt nicht zielführend.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Kabelschrat Olaf19

„Dann könnte das Kartellamt genau so gut das Finanzamt oder...“

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Hallo Olaf,

das Finanzamt und GEMA sind 2 völlig unterschiedliche Melkmaschinen.

Monopolisten haben die Eigenschaft sich die Taschen vollzumachen. Die GEMA müsste aufgespalten werden. Bis aufs Finanzamt und der GEMA zahle ich selten die geforderten Apothekenpreise!

Das die Politiker der GEMA hinten reinkriechen sieht man an der Tarifstruktur.

Arbeitgeber müssen fürs Personal und Firmenfahrzeuge abdrücken. Ob der Mitarbeiter vor  einem PC ohne Internetanschluß sitzt, den Hof fegt oder das Fahrzeug kein Radio hat ist scheiß egal.

Gruß

Manchmal frag ich mich, ob die Welt von klugen Köpfen regiert wird, die uns zum Narren halten oder von Schwachköpfen die es ernst meinen. M. Twain
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Olaf19 Kabelschrat

„Hallo Olaf, das Finanzamt und GEMA sind 2 völlig...“

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das Finanzamt und GEMA sind 2 völlig unterschiedliche Melkmaschinen.

Das mag sein - aber die Argumentation, es müsse mehrere geben ist aus genau den gleichen Gründen unsinnig. Nehmen wir an, Hamburg-Nord hätte mehrere Finanzämter. Die treten nun in einen Wettbewerb, wer die geringsten Steuern verlangt, und dort versteuert man sein Einkommen. Ist es das, was wir wollen?

Die GEMA ist kein Wirtschaftsunternehmen, das Geld verdienen soll, sondern eine Inkassostelle für Komponisten und Verleger. Insofern ist diese Idee mit dem freien Wettbewerb hier überhaupt nicht zielführend.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_musikalische_Auff%C3%BChrungs-_und_mechanische_Vervielf%C3%A4ltigungsrechte

Arbeitgeber müssen fürs Personal und Firmenfahrzeuge abdrücken. Ob der Mitarbeiter vor  einem PC ohne Internetanschluß sitzt, den Hof fegt oder das Fahrzeug kein Radio hat ist scheiß egal.

Jetzt bist du "plötzlich" bei der GEZ...?

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Kabelschrat Olaf19

„Das mag sein - aber die Argumentation, es müsse mehrere...“

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Hallo Olaf,

die GEMA ist kein Sozialamt, die zweigen satte Verwaltungskosten ab.

Bei den Gebührenabzockern hab ich mich vertan.

Bei den Steuerabsaugern gibt es  auch in Deutschland einen geringfügigen Wettbewerb!

Wer am großzügigsten fördert und oder am wenigsten kassiert, wird von den Firmenansiedlungen bevorzugt.
http://www.haushaltssteuerung.de/weblog-staedte-und-gemeinden-mit-den-niedrigsten-hoechsten-gewerbesteuer-hebesaetzen-2010.html  Der Hauptsitz der 2. großten Softwareschmiede der Welt, SAP ist in Walldorf.

http://www.fr-online.de/rhein-main/deutsche-boerse-in-eschborn-protest-zur-eroeffnung,1472796,4804438.html 

Vielen ist der Wettbewerb der Finanzämter der unterschiedlichsten Länder und Kommunen zu gering. Die vergleichen unsere Steuern mit den Internationen Wettbewerbern!

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,722040,00.html 

Gruß

Manchmal frag ich mich, ob die Welt von klugen Köpfen regiert wird, die uns zum Narren halten oder von Schwachköpfen die es ernst meinen. M. Twain
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Olaf19 Kabelschrat

„Hallo Olaf, die GEMA ist kein Sozialamt, die zweigen satte...“

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die GEMA ist kein Sozialamt, die zweigen satte Verwaltungskosten ab.

Wie oben erwähnt - ca. 15%.

Wenn die GEMA-Mitglieder der Meinung sind, dass das viel zu viel ist, können sie ja auf ihren Versammlungen in München Satzungsänderungen beschließen, um die Verwaltung zu verschlanken und die Kosten zu senken, insofern - wo ist da das Problem?

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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InvisibleBot Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Naja, wenn man sich die Methoden der GEMA so anschaut ist es nicht abwegig hier von einem Staat im Staat zu sprechen. Wo sonst ist es denn möglich, ganz einfach eigene Regeln aufzustellen und Gebühren festzulegen - die dann auch noch juristisch bestätigt werden? Das Totschlagargument, dies sei alles im Interesse der Künstler glaube ich schon lange nicht mehr.

Wenn die GEMA der Meinung ist die Gebühren auf Datenträger usw. müssten erhöht werden - und das auch noch rückwirkend - dann wird das ganz einfach beschlossen und ist Gesetz. Wo gibts denn sowas? In Deutschland im Jahr 2012, live und in Farbe. Das ist so als wenn ich mir irgendwas kaufe, bezahle, und ein Jahr später kommt der Verkäufer und sagt er hat die Preise jetzt rückwirkend angehoben - und ich muss nachzahlen. Wobei sich mir die Rechtsgrundlage dieser Gebühren sowieso nicht erschließt: Für meine legal erworbene Musik habe ich bereits gezahlt, Privatkopien zu Datensicherungszwecken sind ausdrücklich erlaubt. Und illegal erworbene Musik darf ich nicht besitzen, und somit auch nicht irgendwo speichern. Also?

Zum Thema GEMA und YouTube kann man geteilter Meinung sein. Allerdings ist es schon fragwürdig dass sich nur die GEMA mit Google nicht einigen kann - allen anderen Rechteverwerter weltweit aber schon.

Das oben angesprochene Gerichtsurteil ist auch so ein Kalauer. Die GEMA erhebt Ansprüche auf ein unter Creative Commons-Lizenz veröffentlichtes Musikstück - nur weil sie vermutet, der dahinterstehende (unbekannte!) Künstler könnte doch Mitglied einer Rechteverwertungsgesellschaft sein. Aber sonst gehts noch, oder? Selbst wenn dem so ist, gehört die Musik den Künstler und nicht der GEMA - und wenn der das Lied unter einer freien Lizenz veröffentlicht ist das sein Ding und geht die GEMA nicht das Geringste an.

- Beat the machine that works in your head! -
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andy11 InvisibleBot

„Naja, wenn man sich die Methoden der GEMA so anschaut ist es...“

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Es ist zudem interessant das auf einer Vermutung hin ein Urteil gesprochen wird. Andy

Wer am Ende ist, kann von vorn anfangen, denn das Ende ist der Anfang von einer anderen Seite. K.V.
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torsten40 InvisibleBot

„Naja, wenn man sich die Methoden der GEMA so anschaut ist es...“

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Die GEMA hat auch schon Gerichtsprozesse verloren ;) Allerdings schon lange her
http://aerger-mit-der-gema.de/image_html/stadtinfo18_BoGema.pdf

Freigeist
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Quax04 Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Das mit der Abhängigkeit der Gebühren von den Eintrittsgeldern ist doch einfach zu regeln. Nicht durch eine Erhöhung der Eintrittsgelder, sondern durch eine Verringerung. Und zwar um soviel daß die Gema unter dem Strich nicht mehr kassiert.
Im Gegenzug dazu müssen eben die Getränkepreise hoch, dann kommen die Discotheken mit einem blauen Auge davon.

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Alekom Quax04

„Das mit der Abhängigkeit der Gebühren von den...“

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Mal eine seltsame Frage:

und was macht die Gema, wenn die Künstler ihre eigenen Verwertegesellschaft gründen?

so wie Handwerke ihre eigenen Innungen haben ...

und noch eine seltsamere, nicht ganz ernst gemeinte Frage:

müssen eigentlich Straßenmusikanten etwas zahlen, damit sie ein bekanntes Lied nachspielen oder nachsingen dürfen? Sie lukrieren ja damit Einnahmen. (Vom finanztechnischen Versteuern reden wir erstmal gar nicht)

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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Quax04 Alekom

„Mal eine seltsame Frage: und was macht die Gema, wenn die...“

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Denke das erstere wird mangels Organisationsgrad und mangels Leidensdruck nicht passieren.

Bei der seltsameren Frage, glaube ich schon, daß die eigentlich zahlungspflichtig wären. Aber wer verwaltet das und wer treibt's ein?

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Olaf19 Alekom

„Mal eine seltsame Frage: und was macht die Gema, wenn die...“

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Deine Frage ist ganz und gar nicht seltsam!

Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass es in den 90er Jahren Bestrebungen von Musikproduzenten aus der Techno/Eurodance-Szene gab, eine Alternative zur GEMA zu gründen. Afair ist das aber im Sande verlaufen.

Hintergrund der Idee war: bei der GEMA dominieren die Komponisten von klassischer Musik und von Schlagern das Geschehen. Die haben was gegen Techno und andere Formen von Electronica; wahrscheinlich ging es hauptsächlich um Besitzstandswahrung.

Jedenfalls wurde immer versucht, die Tantiemen der Techno-Leute zu drücken, mit so fadenscheinigen Begründungen, dass die ja alle keine Noten lesen und schreiben können, keine Partituren vorlegen usw. - die GEMA als Musikgeschmackspolizei sozusagen.

Nun gut, Eurodance & Co. waren nach wenigen Jahren weg vom Fenster, davon ab stelle ich mir den Aufwand, eine eigene Verwertungsgesellschaft zu gründen, einigermaßen horrende vor. Ich glaube, da würden auch z.B. die Sendeanstalten verrückt spielen, wenn sie sich gleich mit mehreren Institutionen herumschlagen müssten. Aus diesem Grunde spielen Sender übrigens höchst ungern GEMA-freie Musik, weil das nämlich Extra-Verwaltungsaufwand bedeutet.

müssen eigentlich Straßenmusikanten etwas zahlen, damit sie ein bekanntes Lied nachspielen oder nachsingen dürfen? Sie lukrieren ja damit Einnahmen.

Theoretisch ja - praktisch aber wohl eher nicht, siehe auch die Antwort von Quax04. Ist einfach zu schwer zu erfassen. Nebenbei, dass sie damit Einnahmen generieren, spielt überhaupt keine Rolle. Ein Friseursalon generiert keine Einnahmen dadurch, dass dort ein Radio läuft - trotzdem muss der Salon an die GEMA zahlen. Es geht also nicht um irgendwelche Umsätze, sondern nur darum, dass GEMA-pflichtige Musik öffentlich aufgeführt wird.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Deine Frage ist ganz und gar nicht seltsam! Ich kann mich...“

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Aus diesem Grunde spielen Sender übrigens höchst ungern GEMA-freie Musik, weil das nämlich Extra-Verwaltungsaufwand bedeutet.
Das ist doch auch schon wieder total pervers. Aber sicher auch im Sinne der GEMA. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass die Versuchen es möglichst schwierig zu machen für alle die GEMA-freie Musik nutzen wollen…
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Olaf19 Borlander

„Das ist doch auch schon wieder total pervers. Aber sicher...“

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Ich weiß leider nicht mehr, wo ich das herhabe, ist auch schon ein paar Jahre her.

In der Praxis dürfte es noch nicht einmal so eine große Rolle spielen, denn die großen Sender spielen ja eh nur Mainstream-Einheitsbrei. Deren Urheber sind sowieso ausnahmslos alle Mitglied in der GEMA - denn für die lohnt es sich richtig! - so dass sich das Problem der separaten Erfassung GEMA-freier Musik eh nicht stellt.

Bei einem kleinen Lokal- oder Nischenmusiksender wiederum ist es völlig egal, ob die gespielte Musik GEMA-pflichtig oder frei ist, denn bis zu einer bestimmten Größe zahlt ein Sender nur eine Pauschalsumme an die GEMA, es wird also nicht titelweise abgerechnet. Für die Urheber bedeutet das in diesem Fall: es ist wurscht, ob sie bei solchen Sendern viel oder wenig oder gar nicht gespielt werden, sie sehen eh keine Tantiemen dafür...

Nur öffentlich-rechtliche sowie große(!) private Sender müssen sog. Musikfolgebögen ausfüllen und bei der GEMA einreichen, so dass die Tantiemen dann auch jeweils den "richtigen" Urheber erreichen.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Ich weiß leider nicht mehr, wo ich das herhabe, ist auch...“

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In der Praxis dürfte es noch nicht einmal so eine große Rolle spielen

Naja. Berichte über die nahezu unmöglich zu erfüllenden Nachweisauflagen der GEMA für GEMA-frei Musik sind hinlänglich bekannt…

Für die Urheber bedeutet das in diesem Fall: es ist wurscht, ob sie bei solchen Sendern viel oder wenig oder gar nicht gespielt werden, sie sehen eh keine Tantiemen dafür...

Sehe ich anders. Wenn ich als Urheber mein Werk der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stellen will, dann nicht damit die GEMA dafür trotzdem kassiert (und damit die Allgemeinheit am Ende doch wieder zahlt)!

Gruß
bor

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RogerWorkman Borlander

„Naja. Berichte über die nahezu unmöglich zu erfüllenden...“

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Wenn ich als Urheber mein Werk der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stellen will, dann nicht damit die GEMA dafür trotzdem kassiert (und damit die Allgemeinheit am Ende doch wieder zahlt)!

Sehe ich abolut genauso.

Nachsatz: alle Urheber, die keine Musikwerke machen, bekommen garnichts von der Gema.  Wo ist da die Gerechtigkeit?
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Olaf19 RogerWorkman

„Sehe ich abolut genauso. Nachsatz: alle Urheber, die keine...“

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alle Urheber, die keine Musikwerke machen, bekommen garnichts von der Gema. Wo ist da die Gerechtigkeit?

Selbstverständlich bekommen die von der GEMA nichts, denn die GEMA ist die Gesellschaft für Musikalische Aufführungsrechte. Für Schriftsteller gibt es die VG Wort.

Findest du es jetzt auch ungerecht, dass Komponisten nichts von der VG Wort bekommen?

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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RogerWorkman Olaf19

„Selbstverständlich bekommen die von der GEMA nichts, denn...“

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Das ist eine Milchmädchenvergleich. Du vergisst  auch die Künstler der Fotografie, Film, Grafik, Illustratoren, malende oder gestaltende Künstler, alle Berufsgrppen, die eigenständig eigene Werke liefern und Urheber im gesetzlichem Sinne sind.

Noch ein Beispiel. Eine Kneipe macht eine Ausstellung mit Gemälden eines recht unbekannten Malers. Selbstverständlich muß die Kneipe (Inhaber) keine Zeige- (Aufführungs-)Rechte bezahlen, außer der Künstler vereinbart  dafür ein Honorar, ist aber nicht erfolgt, vielmehr hat der Kneipenbesitzer dem Künstler für den Zeitraum seiner Ausstellung kostenlos Abendessen spendiert. 

Der Künstler wurde seitens des Finanzamtes aufgefordert, die erhaltene Zuwendung zu versteuern. Es folgte ein Rechtsstreit, mit dem Ergebnis das der Künstler auch die Ausstellung in der Kneipe zu vertsteuern habe.  Der Kneipeninhaber hat nachträglich, obwohl nicht vereinbart, ein Honorar zahlen müssen, welches der Künstler dann versteuert hat.

Wird in der Kneipe aus der Konserve eine Musike gespielt, so ist sofort Gema fällig. Wo ist da die Gerechtigkeit?

In Deutschland kann man nichtmal auf Klo gehen, ohne das das "Geschäft" versteuert wird. Ist zwar keine Kunst, aber Realität.

Abgesehen von solchen Extrembeispielen, wie im Thread bereits mehrfach angesprochen, der Künstler bekommt nur einen verschwindend geringen Anteil an den Verwertungserlösen. Geschäfte machen andere damit.

Die Gema ist alles andere als gerecht und dern Existenz gerechtfertigt.

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Olaf19 RogerWorkman

„Das ist eine Milchmädchenvergleich. Du vergisst auch die...“

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Du vergisst  auch die Künstler der Fotografie, Film, Grafik, Illustratoren, malende oder gestaltende Künstler, alle Berufsgrppen, die eigenständig eigene Werke liefern und Urheber im gesetzlichem Sinne sind.

Die vergesse ich durchaus nicht. Es steht ihnen frei, eigene Verwertungsgesellschaften für ihren Bereich zu gründen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob man das vergleichen kann.

Ein Künstler ist doch froh, wenn er in einer Kneipe, einem Hotel, einem Friseursalon etc. seine Werke ausstellen kann. Das sind eigentlich immer Verkaufsausstellungen, d.h. man kann auf ein Bild zeigen, "das will ich nach Ende der Ausstellung mit nach Hause nehmen", man bezahlt, der Galerist klebt einen roten Punkt auf und das Bild zählt als verkauft. Anstatt also dass der Geschäftsinhaber noch Tantiemen an den Künstler zahlen muss, ist es eher umgekehrt - der kassiert eine Provision dafür mit, dass er dem Künstler beim Verkaufen hilft.

Aber wie all dem auch immer sei, ob es dort ungerecht zugeht oder nicht - dafür kann die GEMA nichts. Die GEMA ist für Musik zuständig und kann sich nicht um die anderen Bereiche auch noch kümmern.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Olaf19 Borlander

„Naja. Berichte über die nahezu unmöglich zu erfüllenden...“

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Berichte über die nahezu unmöglich zu erfüllenden Nachweisauflagen der GEMA für GEMA-frei Musik sind hinlänglich bekannt…

Ist in meinem Beispiel aber irrelevant, da es für die kleinen Radiostationen gar keine Rolle spielt, ob die Musik gemafrei oder -pflichtig ist, während die großen Sender normalerweise eh keine GEMA-freie Musik spielen.

Wenn ich als Urheber mein Werk der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung stellen will, dann nicht damit die GEMA dafür trotzdem kassiert

Tut sie ja nicht. Die Radiostation zahlt eine Pauschalsumme und kann dann so viel GEMA-pflichtige Musik spielen wie sie will, wobei die Tantiemen mangels Zuordbarkeit dann eh nicht bei den jeweiligen "richtigen" Urhebern landen. Dafür, dass sie zusätzlich GEMA-freie Musik spielt, zahlt sie ja nicht extra.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Ist in meinem Beispiel aber irrelevant, da es für die...“

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Die Radiostation zahlt eine Pauschalsumme und kann dann so viel GEMA-pflichtige Musik spielen wie sie will [...] Dafür, dass sie zusätzlich GEMA-freie Musik spielt, zahlt sie ja nicht extra.

Es ist aber nicht so, dass sie pro Tag 24 Stunden GEMA-Gedudel senden und dann noch zusätzlich 6 Stunden GEMA-freie Musik ;-)

Je mehr GEMA-freie Musik gespielt wird, desto weniger GEMA-Musik kann gesendet werden. Ich wäre mehr als Überrascht wenn die nur 75% GEMA-Pauschale zahlen müssten wenn sie 25% GEMA-freie Musik spielen…

Gruß
bor

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Olaf19 Borlander

„Es ist aber nicht so, dass sie pro Tag 24 Stunden...“

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Ich wäre mehr als Überrascht wenn die nur 75% GEMA-Pauschale zahlen müssten wenn sie 25% GEMA-freie Musik spielen…

Naja, das ist eben das Grundmerkmal einer "Pauschale". Wenn ich eine Telefonflatrate habe, könnte ich theoretisch auch 24 Stunden am Tag telefonieren - hänge ich nur 6 Stunden an der Strippe, zahle ich trotzdem das Gleiche...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Naja, das ist eben das Grundmerkmal einer "Pauschale". Wenn...“

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Eine Pauschale muss nicht zwingend eine Flatrate sein. Wenn Du schon Telefonie als Beispiel nutzt: Es gibt Mobilfunktarife mit Minutenpaketen die Du abtelefonieren kannst. Egal ob ins Festnetz oder zu einem anderen Mobilfunkanschluss…

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Fetzen Olaf19

„Ist in meinem Beispiel aber irrelevant, da es für die...“

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Wenn ich deine Beiträge richtig verstehe, dann kassiert die Gema Pauschalbeiträge, die sie nicht an die Eigentümer abführt, ja? Also werden sämtliche Pauschalen für CDs, DVDs, MP3-Geräte, Handys, Festplatten, PCs mangels Zuordbarkeit irgendwo versackt?!

Mal ganz ernsthaft, worin liegt der Sinn einer Gebühr, wenn sie dem Urheber gar nicht zu Gute kommt/kommen kann? Von einer Bereicherung der üblichen Verdächtigen mal abgesehen, versteht sich. Kann so eine Pauschale dann überhaupt rechtmäßig sein? Man zahlt für etwas, was man nicht darf und zahlt noch viel mehr, wenn man sich dabei erwischen lässt, wobei der Geschädigte genau nullkommanichts davon hat. Jetzt sind ihnen die Pfründe zu klein geworden und sie wollen noch mehr von dem, was sie nicht zuordnen können, das ist der eigentliche Hammer.

Ich weiß genau, warum die an mir so gut wie Nichts verdienen. Weder die einen, noch die anderen. Ich klau mir auch nichts und wende mich lieber mit Grausen. Deiner Verteidigung bedürfen diese Schröpfer nicht. Nicht weil es grundsätzlich verkehrt wäre, den Urhebern ihr zustehendes Geld zukommen zu lassen, aber die faulen Früchte, die an dem Ast sprießen, die gehören gnadenlos abgehackt.

Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
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Olaf19 Fetzen

„Wenn ich deine Beiträge richtig verstehe, dann kassiert die...“

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dann kassiert die Gema Pauschalbeiträge, die sie nicht an die Eigentümer abführt, ja? Also werden sämtliche Pauschalen für CDs, DVDs, MP3-Geräte, Handys, Festplatten, PCs mangels Zuordbarkeit irgendwo versackt?!

Nein, werden sie nicht. Es gibt einen hochkomplexen Verteilungsplan, nach dem sämtliche von der GEMA eingenommenen Gelder abzüglich Verwaltungskosten an die Urheber ausgeschüttet werden. Wie hoch das Tantiemenaufkommen des einzelnen Urhebers auffällt, hängt davon ab wie viele seiner Stücke wie oft und in welchem Rahmen aufgeführt werden, ob vor einem Milionenpublikum bei Gottschalk oder in einem Club vor 50 Zuhörern etc. pp. Auch die Beschaffenheit der Stücke selbst spielt eine Rolle, ob es sich um ein viel-stimmiges Orchesterwerk handelt oder um Sologesang oder was auch immer.

Das Thema "Zuordbarkeit" bezog sich nicht auf die Pauschalen für Medien und Geräte - ganz andere Baustelle - sondern auf die Pauschalabgaben von Radiosendern, die keine Musikfolgebögen ausfüllen und der GEMA somit keine Information liefern, welche Titel von welchen Komponisten wann und wie oft gespielt worden sind. Dann ist es doch logisch, dass die betroffenen Urheber für diese Aufführungen keine individuellen Tantiemen erhalten können. Sie profitieren allenfalls indirekt dadurch, dass mehr Geld im Verteilungstopf landet. Letzteres gilt dann auch für die von dir erwähnten Abgaben auf CDs, Brenner etc.

Deiner Verteidigung bedürfen diese Schröpfer nicht.

Es geht nicht darum, irgendwen oder irgendetwas zu verteidigen, sondern mit dem Blödsinn aufzuräumen, der rund um das Thema GEMA bei nickles.de immer und immer wieder verzapft wird.

Ich maße mir zwar nicht an, mich auf diesem Gebiet ein absoluter Experte zu sein, aber ein Großteil der hier verzapften Beiträge deutet darauf hin, dass sich der jeweilige Poster auch nicht ansatzweise damit beschäftigt hat, was die GEMA eigentlich ist und was sie überhaupt macht. Wenn ich hier solche Absurditäten lese wie, warum ein Schauspieler oder Beleuchter kein Geld von der GEMA bekommt, dann bin ich es, der sich mit Grausen abwendet.

Die GEMA mag durchaus zahlreiche Anlässe zu (konstruktiver) Kritik bieten, der ganze Apparat mag schwerfällig und in manchen Punkten veraltet sein, aber die geballte Ladung Nonsense, die dazu alle Jahre wieder verbreitet wird, mag ich nicht jedes Mal unkommentiert stehenlassen, auch wenn mir diese stereotyp verlaufenden Debatten langsam zum Hals heraushängen.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Fetzen Olaf19

„Nein, werden sie nicht. Es gibt einen hochkomplexen...“

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Das Wirrwarr der verschiedenen Geldeintreiber und deren immer größerer Druck mag dazu verleiten, sie alle in einen Topf zu werfen.

Ich finde so einen Verteilerschlüssel im Zuge des DRM einfach lächerlich. Dem Kunden wird alles zugemutet, während man es sich selbst mehr als einfach macht. Welche Stücke wann und wie oft gespielt werden, das ließe sich doch mittels entsprechender Anwendung der allseits beliebten Spionagesoftware leicht auswerten. Dann würden nicht irgendwelche statistischen Wahrscheinlichkeiten darüber entscheiden, wer das Geld bekommt. Zumindest bei den offiziellen Aufführungen, bei Medien und Geräten dürfte es schwieriger werden.

Sei es wie es sei, an Orten und Veranstaltungen, die man zum Zweck der Musikberieselung besucht hat das bis zu einem gewissen Grad seine Berechtigung. Alles andere halte ich für nicht tragbar, weil dem eine grandiose Überbewertung von Musik zugrunde liegt.

Letztlich ist es die nackte Gier, die die Leute abstößt und sie teilweise auch ungerecht werden lässt. Alleine die Absurdität, dass die Urheber an die GEMA zahlen müssen, wenn sie ihre eigene Musik aufführen. Populäre Künstler haben früher schon gut verdient und mussten höchstens durch eigene Schuld am Hungertuche nagen und die sind es die profitieren, sowie deren Entourage im Hintergrund.

Aber egal, ich nehme nichts, und muss trotzdem immer wieder zahlen, sei es über Eintrittspreise, Medien, Geräte, oder Verkaufspreise. Ich bekomme etwas auf die Ohren gedrückt, was ich nicht haben will und muss auch noch dafür löhnen. Das stinkt mir, weshalb ich mich beharrlich weigere Musik zu kaufen, wobei ich das meiste populäre Zeug nicht einmal geschenkt haben wollte. Auf Musik, die mir gefällt verzichte ich, weil ich damit ein System unterstützen müsste, welches ich ablehne.

Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
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Olaf19 Fetzen

„Das Wirrwarr der verschiedenen Geldeintreiber und deren immer...“

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Das Wirrwarr der verschiedenen Geldeintreiber und deren immer größerer Druck mag dazu verleiten, sie alle in einen Topf zu werfen.
Letztlich ist es die nackte Gier, die die Leute abstößt und sie teilweise auch ungerecht werden lässt.

Mich stört diese Doppelmoral.

Wir alle haben irgendein Einkommen. Andernfalls wären wir gar nicht in der Lage, das Internet zu bezahlen und hier zu posten. Ob Selbständiger oder Freiberufler, Angestellter oder Beamter, Rentner oder Hartz-IV-Empfänger - jeder hat ein Einkommen. Und niemand hat es gern, wenn andere sich anmaßen, ihm sein Einkommen kürzen zu wollen, weil er angeblich(!) zu viel bekommt, egal ob es jetzt um 10, 20 oder 50% geht.

Warum glaubt eigentlich alle Welt, dass Komponisten zu viel Geld verdienen? Typen wie Dieter Bohlen vielleicht, aber die kannst du auch bald an zwei Händen abzählen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Musikschaffende nebenbei im Discounter an der Kasse sitzen oder im Lager arbeiten. Jedenfalls mehr, als es Leute von Bohlens Einkommensklasse gibt.

Ich finde so einen Verteilerschlüssel im Zuge des DRM einfach lächerlich.

Da sehe ich jetzt nicht den leisesten Zusammenhang, ehrlich gesagt... nehmen wir an, ich schreibe eine Theatermusik, das Stück wird landauf landab auf verschiedenen Bühnen aufgeführt, die Veranstalter melden es an, ich bekomme meine Tantiemen - wo genau kommt hier DRM ins Spiel?

Davon ab - den Shitstorm möchte ich mal erleben, sollte in Zukunft wieder mehr auf DRM gesetzt werden. DRM ist Bullshit und zu recht weitestgehend vom Markt verschwunden.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Fetzen Olaf19

„Mich stört diese Doppelmoral. Wir alle haben irgendein...“

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Wenn ich Musik abspiele, dann habe ich eine Playlist, Cds, jemanden der Bescheid weiß. Musik läuft leider fast nur noch über Automaten, hinter denen jemand steht. Diese Geräte haben digitale Schnittstellen, für jeden Furz, den sie lassen können + Speichermedien, also warum ist keine Kontrolle möglich, über die genaue Zahl und welches Stück? Freiwilligkeit ist doch eh nicht gefragt, bzw. gefordert.

Warum glaubt eigentlich alle Welt, dass Komponisten zu viel Geld verdienen?
Alle Welt glaubt das nicht, aber viele Menschen, weil sich etliche Leute exorbitant über die Medien profilieren. Selbst irgendwelche C-und D-Promis, wie angebliche Superstars.

Eines ist seltsam, niemand bekommt Geld, aber alle zahlen, wenn man das alles liest! Nicht die Künstler, nicht die Urheber, nicht die MI, die GEMA kriegt sowieso zu wenig, wo bleibt die ganze Knete? Sacken das die brutalen Raubmordkopierer und Hörpiraten ein? Wo bleiben die Milliarden!, die in dem Business jährlich umgesetzt werden? Nur mal am Rande nachgefragt. Countrysänger, Schlagersänger, Popmusiker und Volksmusiker verdienen sich dumm und dämlich. Gejammert wird in Deutschland, England und Amerika, kaum im übrigen Europa, nicht in Südamerika und auch nicht in Asien. Selbst in den ärmsten Ländern gibt es noch genügend Künstler, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld.

Ich erfinde den Toaster. Ich verkaufe den und bekomme Lizenzgebühren, von anderen Produzenten. Jetzt fällt mir ein, dass ich der Menschheit mein geistiges Eigentum zur Verfügung stelle und möchte für jeden Toast, der damit gemacht wird Lizenzgebühren haben. Zumindest von kommerziellen Küchen, wobei meine Definition die sein wird, dass dazu Feiern, Schulen, Kindergärten gehören. Feiern bedeutet bereits, wenn du deinen Nachbarn zum Frühstück einlädst.

Dazu möchte ich einen Anteil an jedem Elektrokabel, welches an den Toaster passt, denn es könnte dazu dienen, ihn kommerziell einzusetzen. Aufbackaufsätze und Bürsten zählen auch zum weiteren Umfeld. Danach kommt die Bäckerinnung und will ebenfalls Gebühren, für die abschließende Verwertung ihres geistigen Eigentums, die Metzger hängen sich mit rein und ebenso die Marmeladenhersteller, Senfmacher, und sonstige Brotaufstrichhersteller, die Käseproduzenten nicht zu vergessen. Die Elektroniker, die die Platinen entwickelt haben, die wollen wir dabei nicht vergessen, schließlich müssen die auch was verdienen und ein Stundenlohn wird dem ja nicht gerecht.

Das würde dein Frühstück ziemlich teuer werden lassen, genau wie dein Mittagessen, denn du könntest ja etwas dafür auf dem Toaster zubereiten wollen, mit dem Nachbarn. Ich glaube, du würdest dich ganz schön ärgern, wenn du einen Toaster besitzen zu glauben würdest.

Genau so läuft es aber bei Musik und man muss sich nicht wundern, wenn sich Leute durch diese feudale Haltung angewidert fühlen. Essen ist im Gegensatz zu Musik lebensnotwendig, was also rechtfertigt deren Stellenwert, der uns suggeriert werden soll? Jeder Musiker soll gerne ordentliches Geld bekommen, aber eine endlose Gebührenschleife nervt jeden. Beim Telefon wird sie abgeschafft, bei den Musikern protegiert.
Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
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Olaf19 Fetzen

„Wenn ich Musik abspiele, dann habe ich eine Playlist, Cds,...“

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Schöne Satire, die mir in diesem insgesamt verbissen verlaufenen Thread (...woran ich keinesfalls schuldlos bin...) zum guten Schluss noch einmal ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert hat.

Ganz ehrlich: ob der zugegebenermaßen wirklich amüsante Toast/Toaster-Vergleich nun die Realität im Musikbusiness trifft, möchte ich mit einem Fragezeichen versehen.

Jedoch: du bist ja bei weitem nicht der einzige, der das so empfindet. Manchmal sind gar nicht die harten Fakten alles entscheidend, sondern "wie etwas rüberkommt". Und da muss man ganz leidenschaftslos konstatieren: die GEMA kommt einfach "schlecht rüber", und darüber sollte sie sich Gedanken machen. Die bloßen Nennung dieser vier Buchstaben löst regelmäßig Shitstorms aus, und je schärfer die Proteste ausfallen und je länger sie anhalten, desto eher läuft die GEMA Gefahr, dass der Gesetzgeber irgendwann hellhörig wird und ihre Rechte beschneidet, dem öffentlichen Druck Folge leistend.

Nächstes Jahr wird die GEMA 80 Jahre alt, und viele ihrer etwas über 3.000 "ordentlichen" Mitglieder (= stimmberechtigt) dürften nur wenige Jahre nach ihrer Gründung geboren sein. Damals gab es einen im Vergleich zu heute überschaubaren Kulturbetrieb, diese gigantische Vielfalt an multimedialen Erscheinungsformen, die einerseits dem Kulturschaffenden viele Möglichkeiten einräumt, andererseits für einen immer schärferen Konkurrenzkampf sorgt, gab es nicht; die Spielregeln der GEMA sind aber im Großen und Ganzen die gleichen wie kurz nach dem Krieg, und der federführende Altherrenverein aus Schlager- und Klassikkomponisten dürfte wenig motiviert sein, irgendetwas zu verändern. Es kann auf die Dauer nicht ausbleiben, dass sich diese Praxis an der heutigen Realität mehr und mehr "reibt".

Ich verstehe auch längst nicht alles, was da vorgeht, die Regularien sind derart hochdifferenziert und komplex, dass keine Transparenz mehr herrscht. Der ganze Verteilungsplan ist für Laien völlig undurchschaubar, reformbedürftig ist da sicher einiges.

Greetz
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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olliver1977 Olaf19

„Ist in meinem Beispiel aber irrelevant, da es für die...“

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Tut sie ja nicht. Die Radiostation zahlt eine Pauschalsumme und kann dann so viel GEMA-pflichtige Musik spielen wie sie will, wobei die Tantiemen mangels Zuordbarkeit dann eh nicht bei den jeweiligen "richtigen" Urhebern landen. Dafür, dass sie zusätzlich GEMA-freie Musik spielt, zahlt sie ja nicht extra.
Hi Olaf,
Das passt so nicht ganz, mein Neffe, spielt in einer Band.
Diese Band, gehört nicht der Gema an und spielt ausschließlich ihre eigenen Stücke.
Wird die Band für ein Auftritt gebucht, sind GEMA Gebühren fällig, obwohl die Band ihre eigenen Stücke spielt und nicht der GEMA angehört. Also verdienen sie nichts an den GEMA Gebühren. Ist dies so richtig? Die GEMA Vermutet, das die Musik von Urhebern stammt, die der GEMA angehören und kassiert dafür, den Nachweis, das dem nicht so ist, muss der Veranstalter liefern und das ist so gut wie unmöglich.
Zu meinem Bedauern stell ich fest, dass du nichts hinterlässt. Und was du sagst,ist nutzlos wie die Hoden vom Papst
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Olaf19 olliver1977

„Hi Olaf, Das passt so nicht ganz, mein Neffe, spielt in...“

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Hi Oliver,

Es ging in meinem Beitrag ausschließlich um Radiostationen. Kleine Sender rechnen nicht titelweise ab, sie zahlen pauschal, um den Verwaltungsaufwand zu sparen.

Wird die Band für ein Auftritt gebucht, sind GEMA Gebühren fällig, obwohl die Band ihre eigenen Stücke spielt und nicht der GEMA angehört. Also verdienen sie nichts an den GEMA Gebühren. Ist dies so richtig?

Defintiv ja - man muss schon Mitglied sein, also der GEMA angeschlossen, sonst sieht man kein Geld.

Mir scheint, dass in deinem Beispiel ein Versäumnis des Veranstalters vorliegt. Wenn der eine verbindliche Erklärung abgibt, dass ausschließlich Stücke aufgeführt werden, die nicht GEMA-pflichtig sind, dann dürfte auch keine Zahlung fällig werden. Schwierig wird es natürlich, wenn diverse Bands auftreten, die teilweise auch noch Coverversionen spielen. Aber auch dann sollte aus dem Musikfolgebogen ersichtlich sein, welche Titel GEMA-pflichtig waren und welche nicht.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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olliver1977 Olaf19

„Hi Oliver, Es ging in meinem Beitrag ausschließlich um...“

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Defintiv ja - man muss schon Mitglied sein, also der GEMA angeschlossen, sonst sieht man kein Geld.
Aber sie kassieren auch, wenn nicht Mitglieder, ihre eigene GEMA freie Musik spielen.
Die GEMA ist ein typischer deutscher Wasserkopf, der auch unberechtigt Kassiert und beinahe unmögliche Beweise verlangt, das die Musik frei ist. Es reicht schon wenn nur zwei bis drei zusammenhängende Noten, an ein Stück eines GEMA Künstlers erinnern, das gezahlt werden muss.
Kindergärten müssen GEMA Gebühren zahlen, weil 100 Jährige Kinderlieder, Gebührenpflichtig sind.
Die GEMA, kann nur kassieren und behält mit großer Sicherheit, mehr wie die 15% der Einnahmen für sich.
Mir scheint, dass in deinem Beispiel ein Versäumnis des Veranstalters vorliegt. Wenn der eine verbindliche Erklärung abgibt, dass ausschließlich Stücke aufgeführt werden, die nicht GEMA-pflichtig sind, dann dürfte auch keine Zahlung fällig werden. Schwierig wird es natürlich, wenn diverse Bands auftreten, die teilweise auch noch Coverversionen spielen. Aber auch dann sollte aus dem Musikfolgebogen ersichtlich sein, welche Titel GEMA-pflichtig waren und welche nicht.
Dann machen aber viele Veranstalter diesen Fehler, mein Neffe hat mit seiner Band 6-8 Auftritte im Monat und bisher durfte jeder Veranstalter zahlen.
Zu meinem Bedauern stell ich fest, dass du nichts hinterlässt. Und was du sagst,ist nutzlos wie die Hoden vom Papst
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Olaf19 olliver1977

„Aber sie kassieren auch, wenn nicht Mitglieder, ihre eigene...“

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Aber sie kassieren auch, wenn nicht Mitglieder, ihre eigene GEMA freie Musik spielen.

Ob die Bandmusiker GEMA-Mitglieder sind oder nicht, ist völlig unerheblich - was zählt ist die öffentliche Aufführung von Musikwerken. Ein Friseur ist auch nicht in der GEMA, trotzdem zahlt er die Gebühren, wenn in seinem Salon ein Radio läuft.

Wie gesagt, wenn die gespielte Musik als "100% GEMA-frei" deklariert wird, dürfte keine Gebühr fällig werden. Falls doch, wäre auch ich der Meinung, dass das eine Riesensauerei ist.

Dann machen aber viele Veranstalter diesen Fehler, mein Neffe hat mit seiner Band 6-8 Auftritte im Monat und bisher durfte jeder Veranstalter zahlen.

Naja, die machen sich das Leben auch bequem. Die füllen ihre Musikfolgebögen aus, reichen sie bei der GEMA ein und fluchen wahrscheinlich noch über den bürokratischen Aufwand. Die werden sich bestimmt nicht freiwillig die Mühe machen, auch noch bei jedem Titel zu hinterfragen, ob der von einem GEMA-Mitglied stammt oder nicht.

Kindergärten müssen GEMA Gebühren zahlen, weil 100 Jährige Kinderlieder, Gebührenpflichtig sind.

Entscheidend ist nicht, ob das Lied 100 Jahre alt ist, sondern ob der Urheber schon 70 Jahre tot ist. Diese Befristung finde ich nebenbei gesagt auch stark übertrieben.

Es gibt aber genügend "Traditionals", die schon lange gemeinfrei sind, aber das ist natürlich cool genug...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Borlander Olaf19

„Ob die Bandmusiker GEMA-Mitglieder sind oder nicht, ist...“

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Wie gesagt, wenn die gespielte Musik als "100% GEMA-frei" deklariert wird, dürfte keine Gebühr fällig werden. Falls doch, wäre auch ich der Meinung, dass das eine Riesensauerei ist.

Die GEMA stellt allerdings so hohe Ansprüche an den Beweis der GEMA-freiheit, dass dies regelmäßig nicht möglich ist. Dazu wurden ja verschiedene Fälle bekannt in denen es genau darum ging, dass die GEMA die vorgelegten Nachweise nicht akzeptiert hat…

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Olaf19 Borlander

„Die GEMA stellt allerdings so hohe Ansprüche an den Beweis...“

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Die GEMA stellt allerdings so hohe Ansprüche an den Beweis der GEMA-freiheit, dass dies regelmäßig nicht möglich ist.

Wenn die Komponisten der Stücke rechtsverbindlich erklären, dass sie nicht GEMA-Mitglieder sind, worin besteht dann noch das Problem? Davon ab, wenn die GEMA das nicht glauben will, soll sie doch in ihr eigenes Mitgliederverzeichnis schauen, dann wird sie schon sehen, dass die genannten Personen dort nicht auftauchen.

Mag sein, dass man die GEMA in diesem Punkt kritisieren kann, weil sie Veranstaltern von GEMA-freier Musik zu große Hürden in den Weg legt. Mir geht es in diesem Thread weniger um solche Details, als vielmehr um Pauschalbehauptungen wie "die GEMA ist überflüssig geworden / hat sich überlebt", "sind alles nur Abzocker" etc.

Ich gehe auch arbeiten und kassiere dafür ein Monatsgehalt. Das macht mich aber noch lange nicht zum Abzocker.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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olliver1977 Olaf19

„Wenn die Komponisten der Stücke rechtsverbindlich...“

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Ich gehe auch arbeiten und kassiere dafür ein Monatsgehalt. Das macht mich aber noch lange nicht zum Abzocker.
Du kannst aber nicht zu Hinz  und Kunz gehen, für die deine Firma arbeiter und mal eben einen willkührlichen Betrag verlangen. Die GEMA hingegen kann dies und in diesem Fall ist Hinz und Kunz, in der Beweispflicht.
Merkst du, was da falsch Läuft? Wenn die GEMA sagt, das und das Stück ist zum Großteil von einem GEMA Mitglied, zahlst du, solange du das Gegenteil nicht beweisen kannst. Und genau da wird es schwer.
Ich sag ja nicht, das Komponisten und Künstler kürzer treten sollen, nur kommt eindeutig bei denen zu wenig an und es wird wie immer in Deutschland überreglementiert und kassiert. In diesem Fall von der GEMA und den Labeln Abgezockt.
Zu meinem Bedauern stell ich fest, dass du nichts hinterlässt. Und was du sagst,ist nutzlos wie die Hoden vom Papst
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Borlander Olaf19

„Wenn die Komponisten der Stücke rechtsverbindlich...“

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Wenn die Komponisten der Stücke rechtsverbindlich erklären, dass sie nicht GEMA-Mitglieder sind, worin besteht dann noch das Problem?

Wenn 100 Musiktitel gespielt werden von jedem der Komponisten eine solche Erklärung einzuholen…

Ich gehe auch arbeiten und kassiere dafür ein Monatsgehalt.

Das Monatsgehalt bekommst Du allerdings nur so lange Du dafür auch eine Arbeitsleistung erbringst. Wenn ich mir eine Speicherkarte für eine Digitalkamera kaufe dann erbringt weder die GEMA noch eines ihrer Mitglieder eine Leistung für mich. Bezahlen muss ich trotzdem. Du störst Dich bei der GEZ ja auch daran, ziehst aber trotzdem Nutzen daraus wenn die vollkommen überteuerte Fussball-WM-Rechte einkaufen.

Das macht mich aber noch lange nicht zum Abzocker.

Wenn Du von Deinem Arbeitgeber verlangst Dir 1850 Prozent mehr Lohn zu zahlen weil Du eine Fortbildung gemacht hast, dann könnte man durchaus darüber diskutieren ob das nicht auch Abzocke ist ;-)

Gruß
bor

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olliver1977 Olaf19

„Ob die Bandmusiker GEMA-Mitglieder sind oder nicht, ist...“

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Wie gesagt, wenn die gespielte Musik als "100% GEMA-frei" deklariert wird, dürfte keine Gebühr fällig werden. Falls doch, wäre auch ich der Meinung, dass das eine Riesensauerei ist.
Und genau das ist das problem, die Beweise, die die Gema verlangt, sind kaum zu erfüllen. Es reicht, das die GEMA vermutet, das ein Veranstalter zahlen muss, stellt sich im nachhinein heraus, das die Vermutung falsch ist, rennt man seinem, zu unrecht gezahltem Geld hinterher.
Es geht dabei nicht nur um die Stücke an sich, sondern auch um einzelne Noten (sind richtige cleverles oder?) um GEMA Gebühren zu erheben.
Es interessiert bei der GEMA auch nicht, wieviele Besucher eine Veranstaltung hat um die Gebühren zu erheben. Nein es wird einfach nach der höchstmöglichen Besucheranzahl berechnet.
Sprich du Vermietest einen Saal, in dem 1000 Leute als Besucher möglich werden an eine Band. Am Konzertabend kommen nur 100 Besucher, dennoch musst du für 1000 Besucher zahlen, weil die ja in den Saal gepasst hätten.
Das Geschäftssystem der GEMA muss reformiert werden, bei Konzerten eine Abrechnung anhand der Tiketverkäufe und ein faires Gebührensystem für die Veranstalter. Aber das wird die GEMA nicht eingehen, weil dann ihre eigenen Gewinne schrumpfen würden.
Es gibt immer mehr bekannte Künstler, die sich von der GEMA abwenden und die ihre aktuellen CD´s für Lau in Zeitschriften beilegen. Es gibt auch bekanntere Musiker, die ihre eigenen Stücke als "hörprobe" für lau anbieten. Auch dies, ist der GEMA ein Dorn im Auge. Auf der Webseite von Stephan Weidner(Songwriter, Sänger, Gitarrist und Produzent), gab es darüber einen inzwischen gelöschten Artikel, indem er die GEMA aufs schärfste krittisierte.
Zu meinem Bedauern stell ich fest, dass du nichts hinterlässt. Und was du sagst,ist nutzlos wie die Hoden vom Papst
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Borlander olliver1977

„Und genau das ist das problem, die Beweise, die die Gema...“

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Es reicht, das die GEMA vermutet, das ein Veranstalter zahlen muss
Ganz gut zusammengefasst ist das auch noch mal in http://de.wikipedia.org/wiki/GEMA-Vermutung#GEMA-Vermutung. Auch der folgende Abschnitt ist noch mal eine ganz gute Zusammenfassung passend zur vorliegenden Diskussion…
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roaka1 Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Was die Groß-Discos und Clubs jetzt zahlen sollen, zahlt jeder freie Konzert-Veranstalter schon seit Jahren.

http://detektor.fm/kultur/neue-tarife-bei-der-gema-steht-die-klubszene-vor-dem-aus/P2/

Wie man auf die 30000 euro aus fall 1 kommt, ist mir schleierhaft. Kann mir das jemand vorrechnen? Ich würd demjenigen n Bier ausgeben...
"Wir essen jetzt Opa!" - Satzzeichen retten Leben.
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Dideldum Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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Es müßte mal überprüft werden ob der Gründungszweck der GEMA überhaupt noch gegeben ist.
Wenn nicht so sage ich ist das Geschäftsgebahren der GEMA illegal.
Mit Kultur hat die heutige GEMA jedenfalls nichts mehr zutun.Als Steuereintreiber ist sie aber Spitze

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Olaf19 Dideldum

„Es müßte mal überprüft werden ob der Gründungszweck der...“

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Es müßte mal überprüft werden ob der Gründungszweck der GEMA überhaupt noch gegeben ist.

Solange es noch Komponisten gibt, die mit ihren musikalischen Werken ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen: klares Ja.

Das Geschäftsgebaren kann man im einen oder anderen Punkt natürlich trotzdem kritisieren.

Mit Kultur hat die heutige GEMA jedenfalls nichts mehr zutun.

Für das qualitative Niveau des musikalischen Outputs der ihr angeschlossenen Komponisten kann die GEMA aber nichts ;-)

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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RogerWorkman Olaf19

„Solange es noch Komponisten gibt, die mit ihren...“

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Olaf, Du bist doch kein Vertreter der Gema, oder doch?

Bitte antworte mir, warum ein Veranstalter Gemagebühren zahlen muß, wenn unbezahlte Schüler einen ersten öffentliche Auftritt mit eigenen Kompsitionen haben? Sogar bei einm nachbarschaftliches Straßenfest zockt die Gema unter Androhung von Rechtsmitteln nachträglich ab. Richtig?

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Olaf19 RogerWorkman

„Olaf, Du bist doch kein Vertreter der Gema, oder doch? Bitte...“

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warum ein Veranstalter Gemagebühren zahlen muß, wenn unbezahlte Schüler einen ersten öffentliche Auftritt mit eigenen Kompsitionen haben?

Wenn der Veranstalter eine verbindliche Erklärung abgibt, dass ausschließlich Werke von Nicht-GEMA-Mitgliedern aufgeführt werden, ist die Veranstaltung nach meiner Auffassung gebührenfrei. Wenn nicht, würde auch ich die Welt nicht mehr verstehen. In jedem Fall geht es für meine Begriffe reichlich bürokratisch zu...

Sogar bei einm nachbarschaftliches Straßenfest zockt die Gema unter Androhung von Rechtsmitteln nachträglich ab. Richtig?

Wenn die Veranstaltung öffentlich ist, werden Gebühren fällig - bei einer rein privaten Feier auf keinen Fall.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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RogerWorkman Olaf19

„Wenn der Veranstalter eine verbindliche Erklärung abgibt,...“

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Also Olaf,

ich bin nicht der Jüngste. Wir haben Musik gemacht und Partys gefeiert, so wie es freiheitlich gebührt. Für "Dummheiten" hat man dem Bauern mal dafür geholfen. Und gut ists. Heutzutage müssen bereits Jugendliche das komplette Rechts-ABC in Hinterkopf haben, um sich nicht strafbar zu machen oder Ordnungswidrigkeiten zu begehen.

junge Leute haben gottlob einen unbändigen Drang, gemeinschaftlich Feste zu feiern und mehr. Warum auch nicht. Die Gema (nur gegen bezahlung), das Ordnungsamt (mit unbändigen Auflagen gegen Gebühren), das Finanzamt (stillschweigene Vermutung der gewerblichen Veranstaltung) uvm. legen einem vernünftigem sozialem miteinander extrem Steine in den Weg.

Neulich wollte hier der Blindenverein Öffentlichkeitsfest für mehr Verständnis für Bliunde und Blindemnhunde machen. Vergiss es. Alle oben genannten haben kohle verlangt. Schwachsinn. kein Musiker der welt hätte was dagegen, wenn seine Musik auf einer blindenveranstalung Honorarfrei gespielt würde.

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torsten40 RogerWorkman

„Also Olaf, ich bin nicht der Jüngste. Wir haben Musik...“

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kein Musiker der welt hätte was dagegen, wenn seine Musik auf einer blindenveranstalung Honorarfrei gespielt würde.
Doch, die Prinzen ^^
Freigeist
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RogerWorkman Olaf19

„Wenn der Veranstalter eine verbindliche Erklärung abgibt,...“

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jedes Straßenfest ist von der örtlichen Behörde zu genehmigen. Schließlich ist es "öffentlicher" Raum, der der Behörde unterliegt. Ob es ein private oder ein gewerbliches fest ist, spielt keine Rolle. Alles ist unter Gebühren genehmigungspflichtig. Die GEMA ist mit Ihren Spitzeln die erste, die sowas mitkriegt, aber erst nach dem Fest eine gemapflichtige Veranstaltung feststellt und unter Androhung von gerichtlichen Konsequenzen eintreibt. Irgendwie habe ich die Vermutung, das die GEMA den Außendienstlern oder "Prüpfkommissaren" Kopfgeld zahlt. Wer weis das?

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Alekom RogerWorkman

„jedes Straßenfest ist von der örtlichen Behörde zu...“

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öffentlicher raum gehört einer behörde...tolle sache...

ich hab glaubt der staat gehört dem volk oder so....also öffentlicher raum gehört eigentlich der öffentlichkeit.

wusstet ihr das die kirche einer der grössten waldbesitzer österreichs ist... Verschlossen

die ach so armen kirchen...

ich hab auch bis vor kurzem gedacht das der wald eigentlich allen gehört..nun ja

scheinbar bin ich noch ein recht naives jüngelchen ...

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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RogerWorkman Alekom

„öffentlicher raum gehört einer behörde...tolle sache......“

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scheinbar bin ich noch ein recht naives jüngelchen ...

Du bist weder naiv noch bestimmt kein Jüngelchen und eher Realist.

Nächstes Beispiel, "Bayerische Schlösserverwaltung".  Du hast als Touri vom Residenzplatz  und der darauf stehenden Residenz ein Foto gemacht und und möchtest es über fotolia verkaufen... Glaub mir, die Rechtsabteilung der verwaltung wird Dir das Geld aus der Tasche ziehen, bevor Du nur einmal 1 euro dran verdient hast. Ein gewerblicher Verkauf von Abbildungen von Gebäuden der Bayerischen Schlösserverwaltung ist verboten. Verordnung !!! 

Im besagten Park hinter der Residenz hat ein berühmter griechischer Künstler seine Querflöte ausgepackt und nur so aus Freude gespielt. Richtig klasse und sentimental toll. Was ist passiert, er ist des Parks verwiesen worden. Wegen ruhestörendem Läm und unangemeldetem Konzert und Verstoß gegen Verordnungen.( >>> wegen der GEMA).

Aber wer weis das schon? Aus Schaden wird man klüger.

Also überleg Dir, ob Du pfeifend durch kirchliche Wälder streifst, vielleicht sitzt hinterm Baum ein GEMA-Kommissar. Gibt es die in Oesterreich?
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Joerg69 RogerWorkman

„Du bist weder naiv noch bestimmt kein Jüngelchen und eher...“

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Ein gewerblicher Verkauf von Abbildungen von Gebäuden der Bayerischen Schlösserverwaltung ist verboten. Verordnung !!! 
Ob die sich das vom Eiffel-Turm abgeschaut haben? Hat das nicht Fetzen mal erzählt? Die nächtliche Beleuchtung des Eiffel-Turms unterliegt dem Urheberrecht - gleiche Geschichte wie von Dir geschildert. Also nix da mit Fotos ins Internet hochladen, auch nicht privat.
Viele Grüße von Jörg
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RogerWorkman Joerg69

„Ob die sich das vom Eiffel-Turm abgeschaut haben? Hat das...“

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Bringen wir es mal auf den Punkt. Wenn unsere Hausgemeinschaft einschließlich Eigentümer eine Verordnung erläßt, das ein fremder Hundebesitzer für einen Hundeschiss in unseren Garten 1000 Euro zu zahlen hat, dann ist sowas rechtsgültig. Aber woher sollen das die 100erte von vorbeilaufenden Hundebesitzer wissen?

Genauso ist es mit der GEMA.

Also nix da mit Fotos ins Internet hochladen, auch nicht privat.
allerhöchste Vorsicht, kann auch beim hochladen von Fotos bei nickles.de teuer werden. Selbst, wenn es die eigen gefertigten Fotos Urheberrechtlich geschützt sind.

Es kann sogar sein, das man nichtmal die Kühe auf Bauers Wiese fotografieren darf. Unerlaubte Darstellung und Veröffenlichung von privatem Eigentum.

Mit der Musike ist es ähnlich. Gratiskonzert auf Parkplatz is nicht.
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Joerg69 RogerWorkman

„Bringen wir es mal auf den Punkt. Wenn unsere...“

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Bringen wir es mal auf den Punkt. Wenn unsere Hausgemeinschaft einschließlich Eigentümer eine Verordnung erläßt, das ein fremder Hundebesitzer für einen Hundeschiss in unseren Garten 1000 Euro zu zahlen hat, dann ist sowas rechtsgültig. Aber woher sollen das die 100erte von vorbeilaufenden Hundebesitzer wissen?
Durch die Hausordnung sind die Eigentümer gebunden und die Mieter, soweit denen die Hausordnung zur Kenntnis gebracht wurde.

Bewohner des Hauses müssen sich die Handlungen von Besuchern zuschreiben lassen. Also muß ein Besucher nur blechen, wenn er vom Bewohner nachweislich über die Hausordnung belehrt wurde.

Ob da ein Aushang im Treppenhaus ausreichen würde, ist zu bezweifeln. Falls der nicht eingezäunt ist, ebenso.

Im Zweifel muß der "Schisser" nur Schadensersatz leisten, d. h. für die Reinigung u. ggfs. Sachbeschädigung aufkommen.

Verträge, die von irgendwelchem Dummgefotze geheim gehalten werden, können niemals die Beteiligten binden, wenn eine Partei nicht über den Inhalt in Kenntnis gesetzt wurde. So etwas gibt es nur im Besatzungsunrecht, aber nicht im Rechtsstaat.

Was für ein bescheuertes Wort: Besatzungsrecht. Als hätte das etwas mit Recht zu tun. Das ist Plündererdiktat, und sonst garnichts.
Viele Grüße von Jörg
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RogerWorkman Joerg69

„Durch die Hausordnung sind die Eigentümer gebunden und die...“

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Ob da ein Aushang im Treppenhaus ausreichen würde, ist zu bezweifeln.

 nee, die Hausordnung hängt öffentlich außen neben dem Briefkasten. Hinzu ist am Zaun ein Schild: Hunde nicht erlaubt. (als würden Vögel, Katzen und anderes Getier nicht in den Garten schissern.

Blindenführhunde sind übrigens ausgenommen, die dürfen mit Herrchen überall hin, sogar zum Metzger an die Theke.
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Joerg69 Michael Nickles

„GEMA kassiert dreimal schwarzen Peter“

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GEMA-Recht ist Besatzerrecht. Die unterworfenen Deutschen, die auch per gleichgeschalteter Medien-Gehirnwäsche auf überwiegend amerikanische "Musik" eingestielt sind, kann man ja so einfach abmelken. Diese Opfer zahlen auch noch 120+ Euro für Konzerte. Der geschilderte Fall 1 offenbart dies. In Hawai würden die sich so 'ne Scheiße nicht erlauben. Da hilft nur eins - boykottieren, den Dreck.

Viele Grüße von Jörg
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gelöscht_305164 Joerg69

„GEMA-Recht ist Besatzerrecht. Die unterworfenen Deutschen,...“

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GEMA-Recht ist Besatzerrecht.
Das stimmt nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesellschaft_f%C3%BCr_musikalische_Auff%C3%BChrungs-_und_mechanische_Vervielf%C3%A4ltigungsrechte
Jahre 1933 - 2000:
"Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die STAGMA ihre Arbeit fort, ab dem 24. August 1947 allerdings unter der Bezeichnung GEMA..."
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Joerg69 gelöscht_305164

„Das stimmt...“

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Über alle Institutionen aus Bildung, Wissenschaft und mindestens öffentliche Medien wird das Plündererdiktat ausgeübt. Die haben da ihre Leute drinsitzen, die wir auch noch bezahlen.

Viele Grüße von Jörg
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Prosseco Joerg69

„Über alle Institutionen aus Bildung, Wissenschaft und...“

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Tja viel Spass. Es ist unglaublich. Die Kriese, Banken melken, der Staat melkt usw, usw.

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Hunderte-Menschen-protestieren-gegen-Gema-Plaene-id21775146.html

Sogar in Mexiko auch wenn es nichts mit Musik zu tun hat. aber mittlerweile sind Eier ins unermaesslich gestigen das man sogar witze macht. Frueher kosteten 30 Eier 30 Pesos Heute schon fast 60 Pesos.

Gruss
Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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