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Gebrauchte Smartphones als Alternative zum Neukauf?

Michael Nickles / 4 Antworten / Baumansicht Nickles
Eine Google-Suche nach "gebrauchte Smartphones" liefert viele Ergebnisse (und auch viel Mist).

Gemäß Feststellung des Bitkom sind gebrauchte Smartphones eine Alternative zum Neukauf. Beispielsweise dann, wenn  ein Smartphone gestohlen wurde, zu Bruch gegangen ist oder ein Zweitgerät für bestimmte Zwecke benötigt wird.

Jeder achte Deutsche (12 Prozent) hat gemäß Umfrage bereits ein gebrauchtes Smartphone gekauft, Männer mit 15 Prozent etwas häufiger als Frauen mit rund 10 Prozent. Gebrauchte Smartphones sind zum Beispiel bei Online-Händlern, auf speziellen Portalen für Elektro-Artikel sowie bei vielen großen Telekommunikationsanbietern und bei Originalherstellern erhältlich.

Bei gewerblichen Händlern werden sie oft auch geprüft oder sogar wiederaufbereitet. Zudem werden gebrauchte Geräte häufig unter Freunden oder Verwandten weiterverkauft. „Smartphones sind aus Sicht des Bitkom grundsätzlich auf Langlebigkeit angelegt und werden zudem von den Herstellern durch Software-Updates ständig aktualisiert (das bezweifle ich mal arg!).

Daher können sie dem Nutzer auch in gebrauchtem Zustand oft noch sehr gute Dienste erweisen“, sagt Timm Lutter, Bereichsleiter für Consumer Electronics beim Bitkom. „Wer ein paar Euro sparen möchte, für den kann ein gebrauchtes Smartphone eine gute Wahl sein.“ Besonders beliebt sind gebrauchte Geräte bei jungen Menschen: Bei den 14- bis 29-Jährigen hat schon fast jeder Fünfte (18 Prozent) ein Smartphone aus zweiter Hand gekauft, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 15 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 13 Prozent und bei den Menschen ab 65 noch 4 Prozent. 

Generell gilt: Die meisten Verbraucher legen Wert auf topaktuelle Geräte. So sagen 44 Prozent der Smartphone-Nutzer in der Bitkom-Befragung: „Ich kaufe mir immer das neueste Smartphone-Modell“. Lutter: „Das Smartphone wird immer vielfältiger eingesetzt – zur Navigation, zur Messung von Gesundheitswerten, zum Mobile Payment – und entsprechend schnell steigen die Anforderungen an die Geräte. Viele Verbraucher möchten deshalb keinen Fortschritt bei der Smartphone-Entwicklung verpassen. Die hohe Austausch-Rate sorgt dafür, dass auf dem Gebraucht-Markt oft sehr hochwertige und immer noch vergleichsweise aktuelle Geräte angeboten werden.“

Bezüglich des Kaufs gebrauchter Smartphones hat der Bitkom diese Tipp:

Anbieter sorgfältig wählen: Gebrauchte Smartphones werden meistens im Internet gehandelt. Sie sind zum Beispiel bei den großen Telekommunikationsanbietern und den Originalherstellern erhältlich, aber auch bei Online-Auktionshäusern, Online-Händlern, in speziellen Foren oder auf Portalen für Elektro-Artikel. Dabei werden die Geräte entweder von privaten oder von gewerblichen Händlern angeboten. Bei gewerblichen Händlern liegt der Preis meist etwas höher als bei Privatverkäufern. Dafür testen viele gewerbliche Händler gebrauchte Geräte vor dem Verkauf oder bereiten sie sogar wieder auf. Zudem stellen sie in der Regel eine Rechnung aus und oftmals auch eine Gewährleistung bzw. Garantie. Bei Privatverkäufen kann – sofern das Handy relativ neu ist – noch die Herstellergarantie gelten. Um diese in Anspruch nehmen zu können, muss die Original-Rechnung vorliegen.

Auf Gütesiegel oder Kundenbewertungen achten: Grundsätzlich gilt beim Online-Kauf: Verbraucher sollten auf die Seriosität der Online-Shops bzw. Verkäufer achten. Vertrauenswürdige Shops sind unter anderem an Gütesiegeln wie „TÜV“ oder „Trusted Shops“ erkennbar. Ist der Anbieter eine Privatperson, sollte man vor dem Kauf Bewertungen anderer Kunden lesen und zum Beispiel prüfen, wie lange der Verkäufer schon in dem Netzwerk angemeldet ist. Diese Indizien können helfen, seriöse von unseriösen Anbietern zu unterscheiden. Weitere allgemeine Tipps zum sicheren Online-Shopping sind unter folgendem Link abrufbar: http://www.marketing-boerse.de/News/details/1550-DsiN-Tipps-fuer-sicheres-Online-Shopping/54596

Ware prüfen: Wenn möglich, sollte das Smartphone vor dem Kauf in Augenschein genommen werden. Weist das Gerät äußerlich Beschädigungen auf, z.B. Kratzer auf dem Display oder Macken, die auf einen Sturz hindeuten? Funktionieren die Anschlüsse für Kopfhörer und Ladekabel, der Power-Button und die Lautstärketasten? Ist das Display durchgehend berührungsempfindlich? Lädt der Akku ordnungsgemäß? Da die meisten gebrauchten Smartphones online gekauft werden, ist eine Prüfung der Ware oft nicht möglich. In diesen Fällen sollte man vor dem Kauf zumindest die Artikelbeschreibung genau lesen, die Bilder begutachten und bei Unstimmigkeiten nachhaken.

Auf mögliche Sperrungen (Sim-Lock oder Netlock) achten: Smartphones, die im Paket mit einem Mobilfunkvertrag angeboten und also vom Mobilfunkanbieter subventioniert werden, sind häufig an bestimmte Sim-Karten gekoppelt, damit sich die Subventionierung amortisiert. Das heißt: Das Gerät läuft für die Dauer des Mobilfunkvertrags (i.d.R. 24 Monate) zum Beispiel nur mit Sim-Karten eines Providers. In einigen Fällen ist das Gerät sogar nur mit einer ganz bestimmten Sim-Karte nutzbar. Beim sogenannten Netlock kann das Gerät mit Sim-Karten verschiedener Provider, aber nur in einem spezifischen Netz genutzt werden. Solche Sperren können vor Ablauf der Frist gegen eine Gebühr und danach kostenfrei aufgehoben werden. Hierzu benötigt man einen Code vom Mobilfunkbetreiber und die 15-stellige IMEI (International Mobile Equipment Identity), die mit der Tastenkombination *#06# abrufbar ist. 

Preise vergleichen: Vor dem Kauf sollte ein gründlicher Preisvergleich stehen, sowohl zwischen verschiedenen Gebrauchthandys, als auch zwischen gebrauchten und neuen Geräten. Oft fällt der Preis eines Modells signifikant, wenn der Hersteller den Nachfolger auf den Markt bringt, sodass sich eventuell doch ein Neukauf lohnt. 

Verkäufer von Smartphones sollten Daten löschen: Vor dem Verkauf eines gebrauchten Smartphones sollten alle privaten Daten wie Adressbuch, Nutzerprofile von sozialen Netzwerken, Online-Banking-Zugänge oder auch Fotos und Videos von dem Gerät gelöscht werden. Am einfachsten ist es, alle Nutzerdaten des Telefons über entsprechende Funktionen („Zurücksetzen in den Auslieferungszustand“) komplett zu löschen. Externe Speicherkarten sollten vor dem Entsorgen entfernt oder komplett mit einer speziellen Software gelöscht werden. Wer ganz sicher gehen will, dass die Daten einer externen Speicherkarte nicht wiederhergestellt werden könnten, sollte diese physisch zerstören, also beispielsweise zerschneiden.

Alte Geräte nicht in den Hausmüll werfen: Wer sein ausgedientes Handy nicht weiterverkaufen, sondern lieber entsorgen will, darf es nicht einfach in den Hausmüll werfen, sondern sollte stattdessen eine der folgenden Möglichkeiten nutzen. 

Entsorgung über Recyclinghöfe: Alte Handys können in den kommunalen Abfallsammelstellen kostenlos abgegeben werden. Die Standorte dieser Recyclinghöfe erfährt man bei seinem örtlichen, kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieb. Von dort gehen die Geräte in die Verantwortung der Hersteller über, die für eine umweltgerechte Entsorgung oder Wiederaufbereitung durch zertifizierte Recyclingunternehmen sorgen.

Entsorgung über den Mobilfunkbetreiber: Alle großen Netzbetreiber nehmen Altgeräte per Post zurück. Dazu können die Kunden portofreie Versandumschläge im Internet anfordern oder im Handy-Shop abholen. Einige Betreiber nehmen alte Handys auch direkt in den Geschäften entgegen. Wer sein Gerät zurückgibt, tut damit gleichzeitig etwas Gutes: Für jedes eingesandte Mobiltelefon spenden viele Unternehmen einen Betrag an Umwelt-, Sozial- und andere Hilfsprojekte.

Entsorgung von defekten Akkus: Alt-Akkus und Batterien dürfen ebenfalls nicht in den Hausmüll geworfen werden. Wer seinen in die Jahre gekommenen Handy-Akku durch einen neuen ersetzt, muss den alten Akku ordnungsgemäß entsorgen. Dazu kann man ihn bei den örtlichen Recyclinghöfen abgeben oder dort zurückgeben, wo der neue Akku gekauft wurde.

Michael Nickles meint:

Die Originalüberschrift der Bitkom-Pressemitteilung lautet "Gebrauchte Smartphones können Alternative zum Neukauf sein" - ich habe da mal eine Frage draus gemacht. Bei kaum einem technischen Zeugs geht die Entwicklung derart rasant voran wie bei Smartphones. Wer nicht permanent das neueste und teuerste Flaggschiff haben muss profitiert natürlich von denen, die es haben müssen, da die den Gebrauchtmarkt ankurbeln.

Aber ist dieser Gebrauchtmarkt so attraktiv? Aus dem Bauch raus habe ich Zweifel, ob da echte Deals machbar sind, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Wer hat hier schon Erfahrungen gesammelt oder hat konkrete Kauftipps. Interessant wäre vielleicht auch abzugleichen, ob so ein Gebrauchtkauf mehr bringt als ein preiswertes "China-Smartphone" mit enormer Ausstattung.

Mein Tipp: Alternativ zu Gebrauchtgeräten lohnt es sich durchaus auch mal nach "Vorführgeräten" zu googeln. Das sind quasi neue Geräte, die halte eine Weile im Laden rumlagen, oder von Kunden zurückgegeben wurden. Ich habe auf diese Weise beispielsweise mein Fonepad 7 für schlappe 117 Euro ergattert.

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gelöscht_238890 Michael Nickles

„Gebrauchte Smartphones als Alternative zum Neukauf?“

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Was ich erlebe ist, dass viele Smartphones innerhalb der Familien weitergeben werden.
Also von den Eltern an die heranwachsenden Kinder, oder aber an die eigenen Eltern.

Gebraucht würde ich so ein (aufbereitetes) Teil nur vom seriösen Händler, mit schriftlicher Garantie, kaufen und der Preis müsste entsprechend attraktiv sein.

Vorführgeräte können auch ein guter Weg sein. Habe ich doch so mein Galaxy SIII, quasi mit Tageszulassung, Anfang 2013 für 299€ bekommen.

Bevor ich aber ein über 2 Jahre altes "Marken-Handy" für viel Geld gebraucht kaufe, kaufe ich eher eines der guten China-Handys neu.

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torsten40 Michael Nickles

„Gebrauchte Smartphones als Alternative zum Neukauf?“

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Du (oder die Studie) hast Ebay Kleinanzeigen vergessen - kauf ein Handy in deiner Umgebung. Fahr hin, guck es dir an, und kaufe es, oder fahr weiter.

Da ich schon immer Prepaid-Kunde bin, kaufe ich meine immer gebraucht, alle "jubel" Jahre mal.Obwohl bei dem S7 Edge mit der gratis VR Brille, und den konditionen von O² wäre ich fast schwach geworden, nochmal einen Vertrag abzuschließen (mein letzter Vertrag ist gute 10 Jahre her). Die VR-Brille rockt einfach, aber nach ca 5 Min bekomm ich davon dermaßen Kopfschmerzen, da muß ich mich hinlegen, und mind. 2 800er Tabs futtern. Deswegen sehe ich auch davon ab.

Für PrePaidkunden ist der Gebrauchtmarkt mehr als interessant, aber auch für die, die ihren Vertrag verlängern, und das neue Handy einfach nur verkaufen wollen.

Bei Vodafone Kunden habe ich mich mal umgehört im Bekanntenkreis, und die freuen sich total über das neuste Handy, bezahlen aber 60!€ und mehr für den Vertrag, Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Wer so bescheuert ist, hat es nicht besser verdient, nur um das beste, neuste Handy zu haben. Aber solche Leute muss es geben, weil es sonst keine Gebraucht Handys geben würde.

Ich kaufe gerne gebraucht, lieber 1-2-3 Generation älter, aber nicht veraltert, doch dafür billiger.

Torsten

Freigeist
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Olaf19 torsten40

„Du oder die Studie hast Ebay Kleinanzeigen vergessen - kauf ein Handy in deiner Umgebung. Fahr hin, guck es dir an, und ...“

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Ich kaufe gerne gebraucht, lieber 1-2-3 Generation älter, aber nicht veraltert, doch dafür billiger.

Das unterschreibe ich sofort! Hey, was vor 2 Jahren richtig state-of-the-art war, kann doch nicht heute schon unbrauchbar sein... das nur mal an die Leutchen, die mit dem Schlafsack 2 Nächte vor dem Apple-Store kampieren, weil übermorgen ein neues Schmarrnphone(*) erscheint.

Nur mit ebay-Kleinanzeigen werde ich nicht so recht warm. Ich kaufe lieber Refurbished-Produkte bei gewerblichen Händlern mit vertrauenerweckendem Bewertungsprofil (ähnlich wie bei hatterchen zu lesen), und wenn ich selbst was zu verticken habe, bevorzuge ich eine Auktion. Dann entfällt die unangenehme Frage nach einem angemessenen Preis, inkl. Feilscherei.

CU
Olaf

(*)Schmarrnphone ©2016 by Fetzen.

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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torsten40 Olaf19

„Das unterschreibe ich sofort! Hey, was vor 2 Jahren richtig state-of-the-art war, kann doch nicht heute schon unbrauchbar ...“

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Nur mit ebay-Kleinanzeigen werde ich nicht so recht warm.

Der Vorteil ist halt, man kann hinfahren, das Handy in die Hand nehmen, testen, und wenn was nicht funktioniert, lässt man es da. Einzig man hat vielleicht eine Fahrt im Umkreis von 20km umsonst gemacht.

Doch bisher habe ich da nur positive Erfahrungen gemacht.

Bei den Refurbished-Händlern sind mir die Handys in annehmbarer Qualität einfach zu teuer. Natürlich hat man da Garantie/Gewährleistung, Rückgaberecht usw. Von Privat ist ein Handy dann doch meist um bis zu 50€ billiger.

Gruß

Torsten

Freigeist
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