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News: Three Strikes 2.0 beschlossen

Frankreich: Internetsperren und saftige Strafen

Michael Nickles / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Tauschbörsennutzern in Frankreich wurde jetzt endgültig die Schlinge um den Hals gelegt. Bereits seit 2006 wird die Einführung harter Maßnahmen gegen "Raubkopierer" diskutiert (siehe Nationalversammlung verbietet DRM und Tauschbörsen).

Im Fall von Urheberrechtsverletzungen drohen Tauschfans bis zu 300.000 Euro Geldstrafe und bis zu drei Jahre Knast. Vergleichsweise "billig" kommen noch alle weg, die mit der "Three Strikes"-Regulierung bestraft werden. Wer dreimal beim Upload oder Download urheberrechtlich geschützten Materials erwischt wird, dem wird die Internetleitung gekappt. Bei den ersten beiden Ertappungen gibt es eine schriftliche Mahnung, beim dritten Mal kracht es dann.

Eigentlich wurde das umstrittene Gesetz in Frankreich bereits im April 2009 von der Nationalversammlung verabschiedet (siehe Frankreich: Angst vor dem dritten Mal). Dabei wurde das Gesetz mit 21 zu 15 Stimmen abgelehnt. Diese Abstimmung wurde allerdings für ungültig erklärt.

Sie fand einen Tag vor Beginn der Parlamentsferien in Frankreich statt und die meisten Abgeordneten waren nicht anwesend. Im zweiten Lauf wurde das Gesetz schließlich im Mai 2009 mit 296 zu 233 Stimmen abgesegnet. Der Verfassungsrat stimmte dem Gesetzesentwurf allerdings nicht zu. Grund: Zur Überwachung des Internet wurde in Frankreich eine eigene Behörde namens "Hadopi" (Haute Autorité pour la Diffusion des Oeuvres et la Protection des Droits sur Internet) geschaffen.

Die sollte dazu berechtigt sein, Internet-Sperrungen eigenmächtig durchzuführen. In der neuen Fassung des Gesetzentwurfes, muss die finale Entscheidung jetzt durch ein Gericht getroffen werden. Natürlich muss auch "Three Strikes 2.0" jetzt erst noch endgültig abgesegnet werden, bevor die Regulierung in Kraft tritt.

Sollte das Verfassungsgericht zustimmen, geht es wohl bereits 2010 mit der Three Strikes Reglung los.

Auch in Großbritannien wird längst über eine "Three Strikes"-Bestrafung diskutiert - allerdings auch nachgerechnet. Ein Internetanbieter hat jetzt erklärt, dass ein derartiges Gesetz vermutlich täglich rund 1 Million Pfund Kosten verursachen wird.

Aus Sicht des Kritiker kommen somit pro Jahr mehr Kosten zustande, als die Musikindustrie nach eigenen Angaben wegen "Raubkopien" an Einnahmen verliert (nachzulesen auf torrentfreak.com).

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Blackbird716 Michael Nickles

„Frankreich: Internetsperren und saftige Strafen“

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LOL wenn ich in Deutschland Software oder andere Teile stehle, habe ich max. 2 Jahre auf Bewehrung und paar grüne Scheine zu bezahlen.

PS: Dies ist KEINE Aufforderung zum Diebstahl

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cutulhu_666 Blackbird716

„LOL wenn ich in Deutschland Software oder andere Teile stehle, habe ich max. 2...“

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Schönen Tag alle zusammen!

Ich weiß man auch nicht, aber hier rühmt sich doch auch niemand, irgend einen Kleinhändler oder Handwerker abgezogen zu haben (obwohl das vermehrt Unsitte wird - gerade von kommunaler Seite). Warum wird dann der Diebstahl geistigen Eigentums immer so bagatellisiert?

Nicht das ich jede Urheber(un)rechtsnovelle und jedes Trivialpatent gutheiße, aber Arbeit (egal welche) muss auch entlohnt werden.

Und nein: Ich bin weder Fan von Zensursula noch vonm "Rollstuhlfahrendem Paranoiker".
Das die eigentlichen Urheber am wenigsten an diesem Prinzip verdienen, steht auf einem anderen Blatt.

Die Lobby der Content-Dealer (die mit dem Urheberrecht am wenigsten zu tun haben) wird allerdings immer stärker und so wird man auch in Deutschland immer verschärftere Gesetze diesbezüglich durchwinken.
Die Bundestagswahl währe eine Reaktionsmöglichkeit darauf - wenn genügend Leute dafür sensibilisiert sein sollten.

Aber Klauen und nachher auf die Richter schimpfen halte ich für keine besonders intelligente Lösung.

Grüße aus Sachsen - Anhalt

Matthias

Grüße aus Sachsen-Anhalt Matthias
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Till3 cutulhu_666

„Schönen Tag alle zusammen! Ich weiß man auch nicht, aber hier rühmt sich doch...“

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Ja wohl, da muss ich dir Recht geben.
Ich empfinde das illegale Herunterladen von Musik und Filmen auch als Diebstahl und finde es richtig, dass die Täter bestraft werden.
Ob die Eigentümer der Urheberrechte nun angemessen (in beiden Richtungen) entlohnt werden für ihre Arbeit steht auf einem anderen Blatt.
Heute hat ein Kollege zu mir gesagt, er fände es ok, Musik zu laden, CDs sind ihm zu teuer. Da habe ich gesagt: "Wenn dir ein Mercedes zu teuer ist, gibt es dir noch lange nicht das Recht, einen zu klauen."
Wem CDs oder DVDs zu teuer sind, soll gefälligst von den legalen Angeboten Gebrauch machen oder zur Videothek gehen.
So, das musste jetzt mal raus.
Gruß,
Till

„We don’t make mistakes here, just happy little accidents“ (Bob Ross)
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cutulhu_666 Till3

„Ja wohl, da muss ich dir Recht geben. Ich empfinde das illegale Herunterladen...“

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>> Wem CDs oder DVDs zu teuer sind,

Um für Software zu sprechen: Es gibt für (fast) alles eine Alternative - sprich OpenSource. Nur ist oft die Anwendung nicht so einfach und vertraut.

Bei Filmen und Games halte ich es so, dass mir überteuerte Ware nicht ins Haus kommt.
Entweder ein Jahr später kaufen (der Film wird dadurch nicht schlechter) und es hat noch den Vorteil, dass ich bei Spielen nicht 250,-€ und mehr für eine Graka zahlen muss.

In Sachen Musik (ich favorisiere Punk und diverse HM-Stile jenseits des normalen Toleranzbereichs der Mehrheit (nein, ich bin kein Amokläufer: versprochen)) suche ich des öfteren bei Amazon.de. Die haben oft sehr preiswerte Sachen im Angebot, auch in meiner Stilrichtung.
Und was es gar nicht mehr gibt, da bemühe ich dann auch Kontakte oder den "Esel" ... das hab ich aber nicht gesgat ... ist ja auch nur rein theoretisch.

Grüße aus Sachsen-Anhalt Matthias
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hannes43 Till3

„Ja wohl, da muss ich dir Recht geben. Ich empfinde das illegale Herunterladen...“

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Musste mich gerade übergeben...sorry, aber das musste jetzt Mal gesagt werden.

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cutulhu_666 hannes43

„Musste mich gerade übergeben...sorry, aber das musste jetzt Mal gesagt werden.“

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dont understand ????

Grüße aus Sachsen-Anhalt Matthias
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Crazy Eye cutulhu_666

„Schönen Tag alle zusammen! Ich weiß man auch nicht, aber hier rühmt sich doch...“

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Ich weiß man auch nicht, aber hier rühmt sich doch auch niemand, irgend einen Kleinhändler oder Handwerker abgezogen zu haben (obwohl das vermehrt Unsitte wird - gerade von kommunaler Seite). Warum wird dann der Diebstahl geistigen Eigentums immer so bagatellisiert?

Bagatellisiert? hast du dir mal angeschaut was für Strafen du zahlen mußt, wenn du ein/zwei Liedchen klaust? Und hast du die schonmal verglichen mit den Strafen die du bekommst, wenn du die in deinen lokalen Plattenladen klaust bei den der Diebstahl sogar einen höheren Schaden verursacht.

Der diebstahl ist nicht gut, da sind wir auf einer Linie die Bagatellisierung sehe ich aber überhaupt nicht, eher das gegenteil.

Die 300k + 3 jahre die hier genannt werden, nur für den Diebstahl ohne hehlerei sind doch auch wieder ein gutes beispiel dafür.
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cutulhu_666 Crazy Eye

„ Bagatellisiert? hast du dir mal angeschaut was für Strafen du zahlen mußt,...“

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Das Strafmaß wird über die Gesetzgebung von den amtierenden politischen Machthabern festgelegt. Wenn Du etwas dagegen unternehmen willst, dann ist jetzt (27.09.09) wohl der richtige Zeitpunkt dafür.

Allerdings weiß ich nicht, was das Strafmaß mit der allgemein üblichen Bagatellisierung von Diebstahl geistigen Eigentums zu tun hat - außer dass beides die falschen Einstellungen sind.
(meine Meinung dazu)


Grüße aus Sachsen - Anhalt

Matthias

Grüße aus Sachsen-Anhalt Matthias
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Blackbird716 Michael Nickles

„Frankreich: Internetsperren und saftige Strafen“

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Ich finde es Richtig zu Bestrafen, da es auch Diebstahl ist. Aber dass die Strafe solche ausmaßen trägt, finde ich Krass.

"bis zu 300.000 Euro Geldstrafe und bis zu drei Jahre Knast."

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luttyy Blackbird716

„Ich finde es Richtig zu Bestrafen, da es auch Diebstahl ist. Aber dass die...“

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Nur langsam, keiner wird gleich mit der Höchststrafe belegt.

Aber man kann sich darauf einstellen und darf später nicht meckern...

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