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News: Zoff wegen heimlicher Änderung

Facebook-Nutzer erzwingen alte Bedingungen

Redaktion / 3 Antworten / Baumansicht Nickles

Klammheimlich hat die Social Network Plattform Facebook ihre Nutzungsbedingungen geändert. Das passierte zwar bereits Anfang Februar, das neue fiese Kleingedruckte wurde allerdings erst kürzlich entdeckt. In den Nutzungsbedingungen geht unter anderem um die Verwertungsrechte am Material, das Facebook-Teilnehmer auf der Plattform veröffentlichen.

Das war ursprünglich so geregelt, dass Facebook Material nur nutzen darf, so lange Mitgliedschaft bei Facebook besteht. Bei Beenden der Mitgliedschaft besteht/bestand für Facebook kein Abspruch mehr auf Nutzung. Dieser Abschnitt wurde dahingehend geändert, dass Facebook Material von Nutzern auch nach deren Mitgliedschafts-Kündigung weiterverwenden kann - im Rahmen der allgemeinen Geschäftsbedingungen. Und diese AGB räumten Facebook quasi das Recht zu allem Erdenklichen ein.

Als Facebook-Teilnehmer das neu "reingeschummelte" Kleingedruckte entdeckten ging es natürlich rund und es wurde protestiert. Kurz nach Bekanntwerden protestierten bereits über 10.000 Facebook-Teilnehmer gegen die Änderung der AGB, Facebook erntete Ruckzuck weltweit negative Schlagzeilen in der Presse. Um einen enormen drohenden Mitglieder-Schwund abzuwenden, hat der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg jetzt schnell reagiert und die alten AGB wieder hergestellt.

Er teilte dies in seinem Blog mit und will Änderungen an den AGB künftig besser kommunizieren und diese mit den Facebook-Mitgliedern diskutieren (Update on Terms).

Michael Nickles meint: Eine heikle Sache. Natürlich brüllen alle laut, wenn sich ein Dienst wie Facebook das Recht beibehält, veröffentlichtes Material auch nach Beenden einer Mitgliedschaft weiter nutzen zu können. Allerdings ist es knifflig, alles zu Löschen, wenn jemand seine Mitgliedschaft beendet.

Es kommt drauf an wo und wie er sein Material in der Community veröffentlicht hat. Wurde es nur einem geschlossenen Freundeskreis bereitgestellt, ist eine Löschung sicherlich ehr unbedeutend. Werden allerdings öffentliche Beiträge - beispielsweise auf Diskussionen - nachträglich gelöscht, dann zerstört das die Lesbarkeit der Diskussion, weil Bezüge der anderen Teilnehmer teils nicht mehr nachvollziehbar sind.

Facebook wird es sicherlich anstreben, bei der Neugestaltung seiner AGB einen Mittelweg zu finden.

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Chaos3 Redaktion

„Facebook-Nutzer erzwingen alte Bedingungen“

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Für mich sind Facebook, Xing usw. nichts anderes als Stasi 2.0 zum selbsdenunzieren. Offenbar ist es vielen - auch hochqualifizierten - Menschen nicht klar, daß man bei solchen Portalen virtuell die Hose runterlässt. Es werden neben Foto auch alle möglichen, persönlichen Daten preisgegeben und die Seiten zeigen auch noch allen an was man für "Freunde" hat und evtl. wie eng diese "Freundschaft" ist.

Dabei werden die Daten in solchen Social-Networks auch von Behörden, Unternehmen, Freund und Feind missbraucht um den Mitgliedern evlt. irgendwie auf die Pelle zu rücken oder sie sogar fertig zu machen. Ein Unternehmen kann es zum Beispiel dazu missbrauchen um an das Profil des Mitgleids angepasste Werbung per Post, Email oder Telefon zu versenden, ein zukünftiger Chef schaut schon gerne mal im Netz nach (Datamining usw.) was der 10 Uhr Termin Bewerber, alles so "verbrochen" hatte.

Im Angesicht dessen ist der große Aufschrei gegen Schäuble und andere Stasimänner und deren Methoden in meinen Augen nichts weiter als Heuchelei. Ich gehe sogar weiter und behaupte: Schäuble braucht keine Stasi 2.0 aufzubauen - die Menschen verteilen ihre Daten freiwillig überall wo man sie braucht oder auch nicht.

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Nickeline Chaos3

„Stasi 3.0“

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Na, etwas anders ist das mit Schäubles Stasi 2.0 schon. Bei Facebook und Xing habe ich die Möhlichkeit, NICHT beizutreten, bei Schäuble hingegen werde ich gar nicht erst gefragt.

Vielen Nutzern ist offenbar gar nicht bewusst, wieviel sie von ihrer Privatsphäre preisgeben und wie enorm die Mißbrauchsmöglichkeiten inzwischen sind. Langsam ist es an der Zeit, endlich etwas sensibler für dieses Thema zu werden.

Eure NiNe

Satiren, die der Zensor versteht, werden zu Recht verboten (Karl Kraus)
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burhan Redaktion

„Facebook-Nutzer erzwingen alte Bedingungen“

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Man kann seine AGB nicht hinterher ändern.
Ich wurde Mitglied nach dem ich die gültigen AGB anerkannt habe. Nachträglich dann was zu ändern und das noch nicht einmal ordentlich bekannt zu geben ist eine Sauerei.

Ich währe ja zu den neuen Konditionen nicht Mitglied geworden.

Meine Tochter hat den Schei$ gekündigt.
Facebook, xxxx.VZ und wie dieser ganze Müll sich nennt. Alle regen sich auf wenn sie abgehört werden, aber müssen ihr ganzes Privatleben ins Internet stellen.

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