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News: Das ist das Ende

Die große Depression

Redaktion / 30 Antworten / Baumansicht Nickles

Deutschland ist im Eimer. Das haben die öffentlich-rechtlichen Sender in ihren Umfragen ("Deutschlandtrend") festgestellt. Die Demokratie funktioniert nicht mehr, der "Aufschwung" kommt nicht an. Ein einziges Desaster.

In Deutschland sind 30% aller Bürger arm, 43% glauben, dass es nur schlechter werden kann. 55% der Unterschichtler glauben, dass sie nur noch absteigen können.

Die Linke, wie die kleinen Parteien generell, profitiert von der miesen Stimmung, SPD und CDU kommen zusammen nur noch auf 58%.

Das ganze Drama hat der Staat selbst dokumentiert:

Quelle: ARD

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InvisibleBot Redaktion

„Die große Depression“

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Die Demokratie funktioniert nicht mehr

Doch, nur nicht mehr für die meisten in diesem Land.

Und daran wird sich auch nichts ändern, so lange von Politik und Wirtschaft vorgelebt wird, dass das hier nichts weiter als ein Selbstbedienungsladen ist.
- Beat the machine that works in your head! -
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WVB-38 InvisibleBot

„ Doch, nur nicht mehr für die meisten in diesem Land. Und daran wird sich auch...“

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Vorerst von einem "dummy" nur "depressieve" ??? Zustimmung..

Nein, es muss doch noch eine Lösung geben...
Der Mensch ist doch grundsätzlich kein Versager im Universum.... Der Mensch ist das einzige "Wesen" dass die Funktionsweise des Universums "in gewissem Sinne" erkannt hat.
Im Universum oder auf unserem Planeten,, Der Mensch ist der allbestimmende Faktor. Der Mensch ist (alles, damit ich nicht das Wort -Gott- benutze)
- Freue mich schon auf Euern Verriss.....



Wolfgang

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Alibaba WVB-38

„Vorerst von einem dummy nur depressieve ??? Zustimmung.. Nein, es muss doch noch...“

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"Die Demokratie" ist leider bloss eine philosophische Theorie. Sie kann im guten Sinn nur funktionieren, nur GUT sein für Alle, wenn der teilhabende Mensch selbst gut ist im Sinne von selbstlos, fair, mitfühlend. Das beste Gegen-Beispiel sind doch die Fälle von Kaufen oder Manipulation der Wählerstimmen wie z. B. in einem krassen Fall die USA. Aber "Kaufen & Manipulieren" beinhaltet auch Gewalt (Bedrohen, Zwingen, ...).

Noch ist es bei uns nicht zu solchen Zerrbildern dieses Begriffs gekommen wie USA, GUS oder Afrika/Südamerika. Trotzdem lässt sich bei uns schon durch die Art des Wahlsystems reichlich Manipulation betreiben, denn es gibt absolut NICHT den Willen des (Wahl-)Volks wieder. Auch die berühmten "Wahlversprechen" gehören dazu. Ich kann viel versprechen, wenn ich von vornherein weiss, dass die Einhaltung durch Art und Weise der hier üblichen Koalition sowieso nicht praktikabel ist. So steh ich immer als der Gute da und kann "die Schuld" (leider, leider, liebe Bürger, war unser ach so guter Vorschlag nicht durchsetzbar, aber in der nächsten Legislaturperiode bla bla bla..) den Anderen zuweisen. Ausserdem ist ein Wahlversprechen nicht einklagbar, höchstens bei der nächsten Wahl sanktionierbar.

Mein persönlicher Eindruck der in Systemen wie der BRD derzeit praktizierten Demokratie-Variante ist das Streben nach materieller Absicherung durch Pöstchenbesetzung. Ich denke dabei weniger an Machtmenschen oder Hauruck-Korruptniks (Leute, die nur auf DIE Situation warten, 1-5-10Mio zu kassieren und nach mir die Sintflut), sondern an das Streben an einen der begehrten Posten zu gelangen, von denen man selbst nach kurzer Wirkungsdauer und absolutem Versagen mit lebenslanger Rente plus Privilegien abtreten kann. Die ersteren Varianten bedeuten dagegen Kampf, Risiko, Stress, aber der bundesdeutsche Apparatschik steht auf "gemütlich". Und solche Fälle haben wir en Masse !!!!! Leider hilft das "der Demokratie" gar nicht.

Fazit auch, die BRD-Demokratie ist ziemlich lädiert.

Alibaba

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chrissv2 WVB-38

„Vorerst von einem dummy nur depressieve ??? Zustimmung.. Nein, es muss doch noch...“

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Der Mensch ist das einzige "Wesen" dass die Funktionsweise des Universums "in gewissem Sinne" erkannt hat.

also gehst du davon aus das wir allein sind?


mfg
chris

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WVB-38 chrissv2

„ also gehst du davon aus das wir allein sind? mfg chris“

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@chris,

""also gehst du davon aus das wir allein sind?""

- Wenn Du damit "UFO´s mit grünen Männle meinst", oder andere, nicht nachweisbare Wesen, wandelnde Tote, Geister, o.d.g., die gibt´s für mich nicht.
- Wenn Du dich auf "Inteleigentes Leben", irgendwo im Weltall, mehrere Lichtjahre entfernt beziehst, dann mag es das geben ,(wahrscheinlich) mit denen rechne ich aber nicht.


Wolfgang

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Ventox WVB-38

„Vorerst von einem dummy nur depressieve ??? Zustimmung.. Nein, es muss doch noch...“

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Dazu fällt mir nur ein: "Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es".
Erich Kästner

Dieses ständige Gejammer hilft garantiert auch nicht.
Denkt dran, nächstes Jahr ist Bundestagswahl in der BRD ...

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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Flumo.Onecent Ventox

„Dazu fällt mir nur ein: Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es . Erich...“

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@ Ventox

>Dieses ständige Gejammer hilft garantiert auch nicht.
>Denkt dran, nächstes Jahr ist Bundestagswahl in der BRD ...

aber leider ist in der bananenrepublikanischen Parteienkloake nichts Wählbares vorhanden.

Flumo

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Ventox Flumo.Onecent

„@ Ventox Dieses ständige Gejammer hilft garantiert auch nicht. Denkt dran,...“

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Also wie immer das kleinere Übel wählen.
Geht man nicht wählen, wählt man automatisch das größere Übel, denn die Mitglieder und Sympathisanten der radikalen Parteien gehen garantiert zur Wahl.
Ich persönlich bin gegen den Auslandseinsatz der Bundeswehr.
Das ist für mich schon mal ein Anhaltspunkt.
Der Mittelschicht eine Steuererleichterung und allgemein die Schaffung von Arbeitsplätzen auf Kosten von Steuererhöhung bei den Wohlhabenderen anzupreisen, hört sich erst mal gut an.
Nur habe ich aber mal irgendwo gelesen, Kapital sei wie ein scheues Reh.
Wenn man es erschreckt, ist es weg.
Diese Partei kommt also für mich nicht in Frage.
Dann wären da noch welche, die sich damit brüsten, das sie viele neue Arbeitsplätze "geschaffen" hätten.
Ja sicher, im Billiglohnsektor.
Was sollen diese Menschen dann später mal an Rente bekommen?
Das gilt es natürlich alles zu überlegen.
Womit eine Partei bei mir punkten könnte wäre, das sie mit entsprechender Möglichkeit der Umsetzung dieses "Heuschreckengehabe" mancher Investoren sowie den Missbrauch von Subventionen in der EU zumindest massiv einschränken würde.
Du siehst, auch ich habe so meine Probleme damit, wen ich wählen soll.
Also Augen und Ohren auf für das, was die Parteien in nächster Zeit so von sich geben.
Übrigens, die BRD mit einer Bananenrepublik zu vergleichen zeigt mir nur, das derjenige, der das meint, keine Bananenrepublik kennt, geschweige dort gelebt hat.
Deshalb "gelebt", weil er in einer Bananenrepublik diese als solche niemals bezeichnen dürfte.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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Borlander Redaktion

„Die große Depression“

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Man könnte die Studie auch anders interpretieren: Menschen die an Telefonumfragen teilnehmen fühlen sich schlecht.

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DannyCoburg Borlander

„Man könnte die Studie auch anders interpretieren: Menschen die an...“

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Ja, die in D gerne praktizierte Larmoyanz auf vergleichsweise hohem Niveau.

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Wilfried10 Borlander

„Man könnte die Studie auch anders interpretieren: Menschen die an...“

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Hallo Borlander,

Du könntest Recht haben mit Deinem Hinweis: In den letzten zehn Jahren hatte ich zuweilen das Gefühl, Demoskopen wissen schon, wen sie fragen müssen, damit das gewünschte Umfrage-Ergebnis entsteht. Nun will ich an dieser Stelle nicht spekulieren, wer warum an welchem Ergebnis interessiert ist. Im Übrigen kann niemand prüfen, ob die Umfrage überhaupt stattgefunden hat, was mich auch wieder ins Grübeln bringen könnte.

Gruß
Wilfried

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Archaeopteryx Wilfried10

„Hallo Borlander, Du könntest Recht haben mit Deinem Hinweis: In den letzten...“

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Umfragen hin, Umfragen her. Ob sie seriös sind oder nicht. Machen wir uns nichts vor, auf normalem Wege ist dieser gigantische Schuldenberg nicht mehr abzubauen. Am Ende des Jahres 2008 wird Deutschland nach den Haushaltsplänen 2008 der Regierung einen Schuldenstand haben, der in dieser extremen Höhe noch nie da war. Bund , Länder und Kommunen werden allein in diesem Jahr rund 68 Milliarden Euro an Zinszahlungen leisten müssen, so der Bund der Steuerzahler. Dies sind trotz aller Umfragen nun mal die Fakten. Würde unsere Regierung von heute auf morgen keine Schulden mehr machen und jeden Monat 1 Milliarde zurückzahlen, wären wir in etwa 125 Jahren schuldenfrei. Eine Utopie!

Dieses Geschwätz auf allen Fernsehkanälen in denen uns eine heile Welt vorgegaukelt wird ist nichts als Phrasendrescherei. Man will lediglich erreichen, daß der Bundesbürger in Sicherheit gewogen wird. Wie lange dies allerdings noch funktionieren wird ist fraglich. Die (un) verantwortlichen Politiker stehen vor einem Desaster und sie wissen es! Was haben sie nicht alles schon versucht? Steuererhöhungen, Senkung der Staatsausgaben etc.etc.. Es wird alles verscherbelt was sich zu Geld machen läßt, selbst so sensible Bereiche wie die deutsche Flugsicherung. Nur eine Branche wird davon verschont bleiben, das sind die staatlichen Rundfunk - und Fernsehanstalten. Die braucht der Staat nämlich, um das Volk weiter zu verblöden. Bestes Beispiel, die Inszenierung der Irak-Kriege. Die ganze Welt wurde vor laufenden Kameras wissentlich für Dumm verkauft! Und was ist aus all den Verkäufen für den Bürger rausgekommen? Von wegen weniger Schulden, bessere Bildung, mehr Sicherheit. Nein, nur höhere Belastungen und noch mehr Schulden.

Schon seit Jahren stellt man sich bei den Führenden die bange Frage:Gibt es denn gar kein Rezept gegen die horrende Staatsverschuldung, gegen ein Heer von Arbeitslosen, gegen geplünderte Rentenkassen und Wirtschaftsflaute? Doch, das gibt es natürlich. Der deutsche Bundesbürger ist es, mit seinem Geldvermögen von ca. 4 Billionen Euro.Das weckt gefährliche Begehrlichkeiten.Ich sage nur das Zauberwort "Lastenausgleich". Nichts als ein billiger Test, um die Reaktion der Bevölkerung abzuwarten.Jeden von uns, der sich ein mehr oder weniger kleines Vermögen erarbeitet hat, wird es hart treffen. Welche Maßnahmen dies im einzelnen sein werden wird man sehen, der Erfindungsreichtum, um an unser Geld zu kommen kennt da keine Grenzen.

Es ist doch ganz einfach: Gerät eine Firma wegen Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung in Insolvenz bedeutet das in der Regel ihr Ende. Anders bei Staatsbankrott: Der Staat existiert weiter obwohl er im letzten Jahrhundert schon zweimal bankrott ging, 1923 und 1948. Beide Male verlor die breite Masse ihr sauer zusammengekratztes Erspartes. Im Gegensatz zum Geschäftsführer einer Fa. müssen Politiker für ihr Tun nicht haften. Für sie existieren keine Haftungsbescheide und auch keine Insolvenzverordnung. Wenn sich in der Öffentlichkeit Unzufriedenheit über einzelne Politiker breit macht, bekommen sie einen anderen Posten, der meist auch noch höher bezahlt wird. ( siehe "Strafbattaillon" Brüssel ).

Es ist nun mal wie es ist. Der Staat wälzt seine eigene Pleite einfach auf seine Bürger ab und saniert sich so über deren Vermögen. Der Staatsbankrott ist meiner Meinung nach über kurz oder lang nicht abzuwenden.


Grüße
Archaeoptryx

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
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|dukat| Archaeopteryx

„Umfragen hin, Umfragen her. Ob sie seriös sind oder nicht. Machen wir uns...“

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Ja, zur Zeit kracht es doch gewaltig im Gebälk. Aber das sind mal wieder Wahlferne Umfragen, wie die Leute wählen würden, wäre nächste Woche tatsächlich Wahl, das steht auf einen anderen Blatt. Was mir an der Umfrage besonders aufgefallen ist und ich daher für besonders erwähnsenswert finde, ist nicht die Tatsache, daß CDU und SPD gerade mal auf 58% kommen, sondern, daß Grüne und Linke zusammen mit 26% zusammen 2% mehr haben als die SPD mit 24%. Naja, und 26% und 24% macht 50%, während CDU und FDP nur 49% haben.

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Ventox Archaeopteryx

„Umfragen hin, Umfragen her. Ob sie seriös sind oder nicht. Machen wir uns...“

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Würde unsere Regierung von heute auf morgen keine Schulden mehr machen und jeden Monat 1 Milliarde zurückzahlen, wären wir in etwa 125 Jahren schuldenfrei. Eine Utopie!

An wen zurück zahlen?
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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ChrE Ventox

„ An wen zurück zahlen?“

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Hallo!

Na an die Kreditgeber, bist Du mit dem Klammerbeutel gepudert?
Banken, Fonds, oder auch Kleinsparer, die sich Bundesschatzbriefe zulegen.

Die Deutschen sparen ca. 10,5 % ihres Einkommens:
http://www.bvi.de/de/statistikwelt/wirtschaft_und_investmentfonds/sparquote/index.html

Tendenz steigend (wen wundert's).

Dumm für den Staat: Wenn die EZB die Zinsen erhöht, muss der Staat auch mehr für die
Schuldentilgung zurücklegen. Politiker sind solche Zusammenhänge natürlich nicht bekannt.
Die wiederholen nur stur: 2011 müssen wir ohne neue Verschuldung auskommen... bla bla bla...

Nur, woher wissen die Politiker, wie im Jahre 2011 die Zinsen aussehen?
Bei der Inflation? Gute Nacht...


Gruss

ChrE

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Ventox ChrE

„Hallo! Na an die Kreditgeber, bist Du mit dem Klammerbeutel gepudert? Banken,...“

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"Na an die Kreditgeber, bist Du mit dem Klammerbeutel gepudert?"

Das müsste ich mal meine Eltern fragen. ;-)
Bei der Gelegenheit, frage doch mal deine Eltern, ob Du als Kind zu heiß gebadet wurdest. ;-))

Der Staat ist also bei den Bürgern verschuldet.
Der Staat, das sind wir alle, nicht nur die da Oben.
Also hat der Staat Schulden bei sich selbst.
Gleichzeitig hat der Staat ein Vermögen, welches weit höher ist als die Schulden.
Wenn ich ein Haus im Wert von 500.000 € und einen laufenden Kredit von 100.000 € habe,
kann ich immer noch ganz gut schlafen.
Alle Industrienationen sind hoch verschuldet.
Hast Du schon mal gehört, das dort deshalb so gejammert wird wie in Deutschland?
Natürlich darf man die Staatsverschuldung nicht ausufern lassen, allein schon wegen zukünftiger Generationen.
Ich habe aber auch nicht auf Grund von übertriebenem Sparen vor, für Menschen, die lange nach mir leben, mich extrem einzuschränken.
Danke übrigens, das wenigstens Du auf meine Frage eingegangen bist.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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gerhard38 Archaeopteryx

„Umfragen hin, Umfragen her. Ob sie seriös sind oder nicht. Machen wir uns...“

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Beide Male verlor die breite Masse ihr sauer zusammengekratztes Erspartes..
Genau diese breite Masse hat auch diese Regierungen jeweils gewählt. Selbst schuld. So einfach ist das, auch wenn es dann auch diejenigen trifft, die diese Parteien nicht gewählt haben.

Und es ist jetzt nicht anders: Wenn so ein Schuldenberg besteht, dann deshalb, weil die breite Masse immer jene Parteien wählen, die ihnen das Blaue vom Himmel versprechen: Früher in Pension gehen (bei vollen Bezügen und trotz ständig steigender Lebenserwartung), weniger Arbeitsstunden pro Woche, Nahrungsmittel, Wohnung, nach Möglichkeit alles subventioniert bis zum Auto, das man ja unbedingt benötig, um zur Arbeit zu kommen oder sich um Arbeit zu bewerben, genauso Kindergarten, Schule, Hochschule soll alles kostenlos sein, bei der Gesundheit darf schon gar nicht gespart werden, das käme politischem Selbstmord gleich, da ist das Beste gerade gut genug. Wer oder wie das finanziert werden soll? Wen interessiert denn das, die breite Masse sicher nicht, die glaubt vermutlich, das Geld druckt sich der Staat selbst, und die Parteien und Politiker, die das versprechen, sind mit satten Einkommen längst selbst in Pension oder schon unter der Erde, bis sich ihre Maßnahmen spürbar auswirken.

Wenn in der Wirtschaft Schulden gemacht werden, dann deshalb, um zu investieren und mit Hilfe der Investition dann entsprechende Geschäfte zu machen. Das muss sich in einigen Jahren etwa amortisiert haben, sonst geht, wie schon gesagt, die Firma in Richtung Konkurs.

Wenn der Staat Schulden macht, dann zwar auch, weil er etwas investiert, aber ein großer Teil sind die Folgen von Wahlversprechen, die nichts mit einer wirtschaftlichen Investition zu tun haben, sondern einfach ein Geschenk an irgend eine Gruppe, deren Stimmen man damit gekauft hat, darstellt. Diese Ausgaben, denen keine entsprechenden Einnahmen gegenüberstehen (deshalb muss der Staat ja Schulden machen), führen dazu, dass die breite Masse zunächst jahrelang besser lebt, als es aufgrund der wirtschaftlichen Situation angemessen wäre. Wer auf Pump jedes Jahr auf Urlaub fährt, wird es dann auch als ungeheuren Einschnitt in seine "wohlerworbenen Rechte" erleben, wenn er das auf einmal nicht mehr kann, weil ihm die Bank weitere Kredite mit Hinweis auf seine Einkommenssituation und seine bereits bestehende monatliche Belastung mit Zinsen und Kapitaltilgung verwehrt.

Und kaum ist es soweit, tritt gleich wieder eine (neue) Partei auf, jammert über den Sozialabbau und verspricht: Leute, ihr braucht euch nicht einzuschränken, wenn ihr uns wählt, wird alles nur noch besser. Die breite Masse hört das gerne und wählt entsprechend (siehe derzeit die Reaktion verschiedener Parteien auf die Forderungen von Frächtern und Fischern nach billigerem Treibstoff). Jahrelange Mahnungen, auf Ökostrom und alternative Antriebe von Fahrzeugen umzurüsten, verhallten ungehört, weil stets als Argument kam, das sei viel zu teuer im Vergleich zu einem konventionellen Motor. In einem demokratischen System hätte es sich keine parteiengetragen Regierung leisten können, Benzin- und Dieselfahrzeuge zu verbieten oder steuerlich schwer zu benachteiligen, damit Anreize für alternative Fahrzeuge geschaffen werden: Als erstes hätten sie gleich mal alle Autofahrerorganisationen am Hals gehabt. Na schön, wer nicht hören will, muss fühlen. Endlich wird der Treibstoff so teuer, dass die wirtschaftlichen Fakten zu Maßnahmen zwingen, die die Vernunft schon längst gefordert hat, und bei Wohnungsbau und den Heizkosten genauso: Es amortisiert sich immer früher, sein Haus gut zu isolieren. Politisch war sowas bei der "breiten Masse" nicht durchzusetzen: Die "breite Masse" kalkuliert nicht auf 10, 20 Jahre oder länger, sondern schaut nur, was sie jetzt gleich lukrieren kann. Wer beim Bau seines Häuschens oder Wohnung an der Isolierung gespart hat - denn das sind die Sofortkosten, die er sieht -, zahlt langfristig ein Vielfaches durch erhöhten Heizbedarf und Schäden an der Umwelt wegen unnötiger Emissionen.

Nun, dann wird es jetzt der wirtschaftliche Druck schaffen, was die von der "breiten Masse" gewählte politische Parteien nicht schaffen können und was "unpopuläre Maßnahmen" heißt.

Gruß, Gerhard
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Ventox gerhard38

„. Genau diese breite Masse hat auch diese Regierungen jeweils gewählt. Selbst...“

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Guter Beitrag, aber die Mehrzahl von Frachter ist immer noch Frachter, und nicht Frächter.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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sea Redaktion

„Die große Depression“

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Wo es Verlierer gibt, da gibt's auch Gewinner. Im Klartext: Zigtausende, hochmotivierte und entsprechend qualifizierte Deutsche strömen zu uns in die Schweiz, um eine interessante Arbeit bei vergleichsweise tiefer Steuerbelastung anzunehmen. Danke bestens, solche Gäste haben wir gerne, denn Fachkräfte - und erst noch aus dem gleichen Kulturkreis - sind stets willkommen.

Meine Ansicht: Ein überbordender Sozialstaat ("sozial ist, wenn ein anderer zahlt") ist schlicht und ergreifend nicht bezahlbar. Die grosse Umverteilung vom fleissigen, gut verdienenden Arbeitswilligen nach unten funktioniert auf Dauer nicht. Anstatt den staatstragenden Mittelstand auszupressen, müsste man vielmehr die Ausgabenpolitik überdenken.

Gruss

sea

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Ventox sea

„Wo es Verlierer gibt, da gibt s auch Gewinner. Im Klartext: Zigtausende,...“

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"Zigtausende, hochmotivierte und entsprechend qualifizierte Deutsche strömen zu uns in die Schweiz, um eine interessante Arbeit bei vergleichsweise tiefer Steuerbelastung anzunehmen."

Das wäre eine Überlegung wert.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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gerhard38 Ventox

„ Zigtausende, hochmotivierte und entsprechend qualifizierte Deutsche strömen zu...“

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Das machen die USA schon lange, nennt sich "brain drain" und führt dazu, dass mit den Steuergeldern anderer Länder die dortige Jugend gut ausgebildet und dann von den größeren Verdienstmöglichkeiten in den USA abgeworben wird. (Das war ja sinngemäß auch ein Argument für die Mauer). Mit anderen Worte, die Steuerzahler der Welt finanzieren die Ausbildung der Leistungsträger der USA (überspitzt ausgedrückt).

Westeuropa mit seinem chronischen Facharbeitermangel macht es nicht anders: Aus den neuen EU-Ländern, aus der Türkei oder Indien sollten am besten nur die Facharbeiter einreisen und bleiben - die fehlen natürlich dann in diesen Ländern: Auch da haben die Menschen mit ihren Steuern in den armen Ländern die Facharbeiter ausgebildet, die dann zur Mehrung des Wohlstands in den ohnehin schon reichen Ländern werken. Interessantes Detail: Was ist mit den vielen Arbeitslosen in den westlichen Ländern? Unwillig zu einer Umschulung zum Facharbeiter? Doch lieber Hartz IV und jammern über den Sozialabbau?

Im Jahr 2007 kamen ca. 350 in Österreich ausgebildete Ärzte nach Deutschland, wo sie mit offenen Armen empfangen wurden. Was bei jedem Fußballspieler längst üblich ist, dass sich das sein alter Verein gut bezahlen lässt, wenn er von einem anderen Verein abgeworben wird, hat sich bei den Akademikern und Fachkräften als Transferzahlung zwischenstaatlich noch nicht durchgesetzt.

Funktionieren für die Länder mit den höheren Gehältern kann das natürlich nur, solange dieser Facharbeiter mindestens das bringt, was er kostet, denn die Kosten für seinen Gehalt müssen ja auf die Preise umgelegt werden, und das geht nicht beliebig lang.

Gruß, Gerhard

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Alibaba gerhard38

„Das machen die USA schon lange, nennt sich brain drain und führt dazu, dass mit...“

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Dank an Alle ! Ein hochinteressanter Thread, auch wenns nicht um PC & Co. geht. Und auch mal sachlich fundierte Argumentation ohne Gezicke und Angemache.

Den speichere ich zum häufigen Nachlesen gerne ab.

Nur eins, als Quasi-Frage: Die Schlussfolgerungen zum Wahlverhalten von Ventox und die Rückschlüsse auf die Staatsverschuldung lassen (mir zumindest) keinen Ausweg offen. Die Frage "wen wählen" und die Frage "was und wie abbezahlen" sehe ich demzufolge als unbeantwortbar. Nicht wählen und nicht mehr zahlen kommt ja nicht in Frage. Was also tun ? Klar, der Stein der Weisen. Aber die übliche Verwässerung in Form von Kompromisse eingehen, sehe ich hier als nicht-anwendbar, da schon zu oft missbraucht.

Alibaba

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gerhard38 Alibaba

„Dank an Alle ! Ein hochinteressanter Thread, auch wenns nicht um PC Co. geht....“

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Ich denke, am besten fängt man bei sich selbst an:

* Wie gehe ich mit Geld um?

* Habe ich meinen Lebensstil an meine Einkünfte angepasst?

* Mache ich Schulden um mir Dinge zu leisten, die nur dem Prestige und dem Vergnügen dienen (und keine Investition sind)?

* Teile ich mir mein Geld so ein, dass mir am Monatsende noch ein wenig übrig bleibt für unvorhergesehen Fälle?

* Lasse ich mich verbindlich auf Ausgaben ein, die ich mir nur dann leisten kann, wenn sich meine Einkommenssituation nicht nennenswert verschlechtert (z. B. langfristige Ratenzahlungen für ein Eigenheim, was nur so lange gut geht, als ich meinen Arbeitsplatz nicht verliere)?

* Bin ich geneigt, mich für ein Freibier 2 Stunden anzustellen, weil es kostenlos ist (ein "Geschenk"), ohne dabei meine eigene Zeit, die ich für das Anstellen brauche, in Rechnung zu stellen? Habe ich mir die Frage gestellt, wo der, der mir das Freibier schenkt, das Geld dafür hernimmt bzw. wie er das letztlich finanziert?

* Gefällt mir das, wenn mir jemand "mehr" verspricht, und halte ich es nicht für notwendig, mir zu überlegen, woher der das nehmen wird, was er mir verspricht (gilt auch für Zinsen auf Sparkonten: Je mehr geboten wird, umso riskantere Investitionen muss die Bank tätigen, um die mir versprochenen Zinsen erwirtschaften zu können).

* Stehe ich auf dem Standpunkt, es ist mir egal, woher er etwas kommt, hauptsache ich kriege mehr, von mir aus soll es anderen weggenommen werden, das ist nicht mein Problem, sondern das Problem desjenigen, der mir mehr versprochen hat.

* Was für Vorstellungen habe ich, was "gerecht" ist? Womit legitimiere ich meine Auffassung, was "gerecht" ist, und ist meine Meinung dazu die einzig gerechtfertigte Auffassung zur Frage nach "gerecht"?

* Wenn Parteien die Interessen der Wähler vertreten sollen - wie kann es dann sein, dass man einer Partei "Populismus" vorwerfen kann, wenn sie genau das macht, was die "Stimme des Volkes" gerade will?

* Bin ich der Meinung, dass der Staat ist für mein Wohlergehen verantwortlich ist, und wenn es mir nicht so gut geht, wie ich will, dass es dann mein gutes Recht ist, vom Staat zu fordern, dass er das ändert?

* Halte ich mich selbst für irgend etwas verantwortlich oder bin ich der Meinung, die Schuld an der jeweiligen Situation liegt immer an den Umständen im weitesten Sinne, auf die ich keinen Einfluss habe? (übelwollende Lehrer, autoritäre Eltern, korrupte Politiker, ausbeuterische Wirtschaft, ...)

usw. halt.

Gruß, Gerhard

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Wilfried10 gerhard38

„Ich denke, am besten fängt man bei sich selbst an: Wie gehe ich mit Geld um?...“

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Hallo Gerhard,

es freut mich sehr, den einsamen Rufer in der Wüste laut und deutlich vernommen zu haben.
Von nun an bin ich an Deiner Seite.

Gruß, Wilfried

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Alibaba Wilfried10

„Hallo Gerhard, es freut mich sehr, den einsamen Rufer in der Wüste laut und...“

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Die Auflistung ist schon ein guter UND selbstkritischer Punkt, den man sich mal (ehrlich !!) vor Augen halten sollte, wenn man ernsthaft beabsichtigt, sein Leben ohne falsche Illusionen und vor Allem selbstbestimmt zu führen. Nur den Punkt mit dem Populismus habe ich entweder nicht recht verstanden oder er passt nicht so gut hier rein. Den P-Vorwurf würde ich eher Personen machen, die situationsbedingt immer der augenblicklichen Mehrheit nach dem Mund redet. Solche Personen hake ich aber auf meiner "Respekt-Skala" ab, mein Verhalten ihnen gegenüber resultiert daraus (nicht für voll ansehen).

Dennoch stehe ich hinsichtlich Staatsverschuldung und Wahlverhalten nach wie vor ratlos da. Aber vielleicht gebe ich es im Gegensatz zu unseren Politikern ja zu und rede es nicht schön ?

Alibaba


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gerhard38 Alibaba

„Die Auflistung ist schon ein guter UND selbstkritischer Punkt, den man sich mal...“

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Den P-Vorwurf würde ich eher Personen machen, die situationsbedingt immer der augenblicklichen Mehrheit nach dem Mund redet.
Genau. Eine Partei, die sofort die Forderungen der Mehrheit aufnimmt (z. B. nach einer Senkung der Treibstoffpreise, Senkung des Pensionsantrittsalters, Senkung der wöchentlichen Arbeitszeit, Erhöhung der Löhne etc.), wäre in diesem Sinne populistisch - dabei macht sie doch eigentlich genau das, was man von einer Partei erwartet: Nämlich die Interessen oder Wünsche des Volkes (der Mehrheit) vertreten. Wenn Du solche Parteien dann auf deiner "Respekt-Skala" abhakst, dann bleiben nur noch solche Parteien über, die _nicht_ auf die augenblicklichen Wünsche und Bedürfnisse der Mehrheit eingehen. So eine Partei würde aber nicht gewählt, wenn ihr die augenblicklichen Anliegen der Mehrheit egal sind. Daher bleibt einer Partei, will sie im Konkurrenzkampf der Parteien überleben, gar nichts anderes übrig, als auf die augenblicklichen Bedürfnisse der Mehrheit einzugehen, womit auf sie wieder der Polulismus-Vorwurf zutrifft. - Was man allerdings machen kann: Darauf zu achten, _wie_ eine Partei auf aktuelle Themen, die die Mehrheit bewegen, eingeht und was für Lösungsvorschläge sie anbietet.

Ich habe den Punkt weiter oben gebracht, da es ja um ein tieferliegendes Problem geht, nicht nur bei der Beurteilung von Parteien. Im Grunde geht es um die Frage: Welche Leute schätze ich: Die, die mir nach dem Mund reden ("Beipflichter"), oder jene, die sich mir auch zu widersprechen trauen ("Neinsager")? Halte ich es aus, wenn mir jemand widerspricht? Wie reagiere ich darauf, wenn jemand hartnäckig eine andere Meinung vertritt als die meinige ist? Würde ich mich bei dem wohl fühlen, würde ich den zum Freund nehmen? Würde ich den wählen? Mal ganz ehrlich: Der, der dir Recht gibt und dir zustimmt und sagt: "Na klar, ganz meine Meinung!" - ist dir der nicht doch wesentlich sympatischer, auch wenn Du noch so sehr (intellektuell) vielleicht davon überzeugt bist, dass erst durch Widerspruch und Kritik sich eine Sache (die Gesellschaft, ein Projekt) weiterentwickelt? Immerhin: In deiner Meinung drückt sich ja zusammengefasst alles an Lebenserfahrung aus, was Du dir erarbeitet hast - wenn das wer als falsch hinstellt, entwertet er dich ja als Person, oder?? [Oder!] Würdest Du jemanden wählen, der dich entwertet? Untersuchungen haben gezeigt, dass die Leute nicht Zeitung lesen, um sich zu informieren - das sagen sie nur, wenn man sie fragt, warum sie Zeitung lesen -, wahr vielmehr ist (scheint zu sein), die Leute lesen jeweils jene Zeitung, die den Leser in seiner eigenen Meinungen und Überzeugungen bestätigt! Bestätigung will der Mensch haben, dass er im Recht ist und Recht hat! Und wer ihm das vermitteln kann, den wählt er dann auch. Daher auch bei diesem Punkt meine Anregung, bei sich selbst anzufangen und zu schauen, wie sehr man selbst in Wirklichkeit zu diesem Verhaltensmuster neigt und daraus die Konsequenzen zu ziehen: Der, der eine andere Meinung vertritt (mir nicht nach dem Mund redet), ist mir vielleicht - ganz automatisch, "instinktiv" - nicht sympatisch, aber er _könnte_ in der Sache dennoch Recht haben!

Gruß, Gerhard
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libertè gerhard38

„ Genau. Eine Partei, die sofort die Forderungen der Mehrheit aufnimmt z. B. nach...“

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Hallo Gerhard38,
schön, nicht schlecht, nett.
Aber als Wähler will ich das nicht hören...
warum zeigst du nicht alternativen auf?


MfG
Libertè
;~)

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gerhard38 libertè

„Hallo Gerhard38, schön, nicht schlecht, nett. Aber als Wähler will ich das...“

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warum zeigst du nicht alternativen auf?
Bei sich selbst anfangen, das _ist_ die Alternative!

Solange man sich nicht selbst ändert, sind alle "Forderungen" an den Staat oder die Gesellschaft, wie es anders sein sollte, sinnlos, denn es ist leicht einzusehen, dass die Gesellschaft oder Staat genau das widerspiegelt, was die vielen Einzelnen wollen, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht wahrhaben will. "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient" drückt ein wenig plakativ aus, was ich meine. Wenn ich auf dem Standpunkt stehe, mein eigener momentaner Vorteil ist mir immer am wichtigsten, egal, wer die Zeche letztlich zahlt, und wenn viele so denken, werden genau solche Parteien an die Macht kommen, die das zum Programm machen.

Wenn Du also sagst Aber als Wähler will ich das nicht hören..., dann kann ich nur antworten: Wer nicht hören will, muss fühlen. Warum glaubst Du, gibt es denn diese Staatsveschuldung? Im wesentlichen nur, weil die Parteien über Jahrzehnte Wahlversprechen einlösen mussten, die keine Investitionen waren. Woher das Geld dafür nehmen? Die laufenden Staatseinnahmen waren und sind zu gering, denn kaum ist ein wenig Geld in der Kassa, kommen schon die Begehrlichkeiten, es gleich für dies oder das auszugeben, und Bedürftige, für die man sich stark machen kann, findet man allenthalben. Man braucht sich doch nur die Wortwahl in den Medien anzusehen: "Finanzminister verdient an den hohen Treibstoffpreisen" - als ob das in die Tasche des Finanzministers gehen oder der sich persönlich bereichern würde. Statt dass man froh ist, dass über diese zusätzlichen Steuereinnahmen, für die nicht einmal eine Steuererhöhung erforderlich war, das Haushaltsdefizit ein wenig abgebaut werden kann, melden sich sofort Stimmen, die Forderungen stellen, dass dieses Mehreinnahmen gleich wieder für dies oder das (z. B. Stützung der Treibstoffpreise, erhöhtes Kilometergeld etc.) ausgegeben wird.

Alternative: Einsparungen. Aber wo immer man versucht einzusparen, sind Menschen betroffen, denen jetzt etwas weggenommen wird, was sie als ihre wohlerworbenen Rechte betrachten, und daher reagieren sie mit Streiks und Demonstrationen, und jedenfalls kostet es der Partei Wählerstimmen. Und so lange die Devise lautet: "Sparen, überall, jawohl, aber keinesfalls bei mir" wird sich halt der Karren weiter in den - selbstverschuldeten - Sumpf bewegen.

Gruß, Gerhard
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Ventox gerhard38

„ Bei sich selbst anfangen, das _ist_ die Alternative! Solange man sich nicht...“

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Das mit dem Einsparen erzähle mal den Hartz 4 Empfängern oder den Arbeitern im Billiglohnsektor.
Ich lebe nicht über meine Verhältnisse, und ich sehe es nicht ein, das ich mich noch weiter einschränken soll, nur damit zukünftige Generationen eine geringere Staatsverschuldung haben.
Niemand von den Menschen wird mich rühmen, weil ich für sie von Wasser und Brot gelebt habe, damit sie nicht eine so hohe Staatsverschuldung haben.
Ich habe auf diesem Planeten nur dieses eine Leben, das werde ich, im Rahmen meiner Möglichkeiten, so angenehm wie möglich gestalten.
Trotzdem, mache doch mal konkrete Vorschläge, wo gespart werden soll.
Übrigens solltest Du neben der Staatsverschuldung nicht den Gegenwert dieses Landes (BRD) außer Acht lassen.
Dabei meine ich nicht nur materielle Dinge, sonder auch die Arbeitskraft und der Einfallsreichtum seiner Bevölkerung.
Du scheinst nur die Schulden zu sehen.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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Alibaba Ventox

„Das mit dem Einsparen erzähle mal den Hartz 4 Empfängern oder den Arbeitern im...“

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Also, ich lese aus Gerhards Ausführungen durchaus zumindest die Alternative heraus, sich dort umzusehen (Parteien), wo mir weniger nach dem Mund geredet wird bzw. bei Parteien, deren Konzeption mich bisher nicht angesprochen hat. Auch wenn er nicht konkret schreibt, dies und das wäre angebracht (wer könnte das schon ?), so denke ich, dass allein die "Ermahnung", bei sich selbst anzufangen, gewissermassen den Einsprungspunkt zu den Problemen darstellt.

Trotzdem bin ich hierbei ganz arg in der Zwickmühle, mehrfach sogar. Zum Einen können ich, und viele Andere sicher auch, gar nicht raus aus der Schiene meiner Wünsche/Forderungen. Und zum Anderen werden einem viele Politiker oder Staatswissenschaftler den Zwang zu Kompromissen begründet nahelegen. Womit wir, glaube ich jedenfalls, schon bei der aktuellen Realität unserer (BRD) grossen Parteien wären. Ich hatte z. B. SPD gewählt und grolle nach wie vor über die derzeitige grosse Koalition, denn DAS war NICHT mein Wählerwunsch. Dabei war SPD schon quasi "das kleinere Übel", denn an kleine, wirre Splitterparteien wollte ich meine Stimme nicht verschwenden. Dummerweise gehöre ich auch noch zu dem Teil der Bevölkerung, der meist unverschuldet aber "das Dilemma" ausmacht. Älterer Ex-Angestellter, schwerbehindert, krank und noch einige Handikaps, knallhart ausgedrückt, ich koste/belaste das Gemeinwesen nur noch. Bei Allem, was man braucht (Hartz4, Arztkosten) kann man auch bei bestem Willen und sozialem Denken schon aus Selbsterhaltungstrieb keinen weiteren Einschränkungen durch Wahlverhalten mehr zustimmen. Suizid als staatserhaltendes Verhalten will ich mal aussen vor lassen, wie sich also ANSTÄNDIG verhalten und trotzdem überleben ? Das wäre mein Dilemma im Gegensatz zu dem der BRD als Gemeinwesen. Und "Ich" sind bestimmt auch ein paar Millionen. Zumal ich in wenigen Jahren auch noch das Rentner-Handikap dazubekomme.

Da ist dann der Punkt, an dem ich Gerhards und Ventoxs Ausführungen kollidieren sehe, auch wenn ich jede einzelne akzeptiere.

Zum Thema Staatsverschuldung und den vielen Ausflüchten, wenns um Abbau ging, wollte ich unbedingt noch kurz an die Person Hans Eichel erinnern. Irgendwie traurig. Ich schätze, er wollte das Problem richtig angehen und ist doch absolut überall angeeckt. Vielleicht sogar der meistgehasste Politiker, selbst bei den Eigenen. Selbsterkenntnis scheint demnach keine Chance zu haben ?

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