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News: Ohrfeige für Lehrer

Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft

Michael Nickles / 58 Antworten / Baumansicht Nickles

Im normalen Leben und im Arbeitsalltag sind PCs schon seit geraumer Zeit nicht mehr wegzudenken. Das deutsche Schulsystem scheint die Bedeutung allerdings noch längst nicht erkannt zu haben. Der Bitkom hat jetzt das Ergebnis einer erschreckenden Studie veröffentlicht, für die 500 Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 19 Jahren befragt wurden.

Demnach werden bei 43 Prozent der Schüler PCs im Unterricht selten oder nie genutzt. Nur bei 15 Prozent der Schüler kommen PCs täglich in der Schule zum Einsatz. Der Bitkom kritisiert, dass Internet und PCs in Schulen zwar sehr wohl vorhanden sind, die Schulen sich aber immer weiter von der Lebenswirklichkeit der Schüler entfernen.

Privat besitzen heute 95 Prozent aller Jugendlichen ein Handy und 99 Prozent nutzen das Internet. Und 75 Prozent erledigen ihre Hausaufgaben regelmäßig am PC. 84 Prozent der befragten Schüler teilten mit, dass sie einen verstärkten Einsatz elektronischer Medien um Unterricht begrüßen würden. 92 Prozent versprechen sich dadurch interessantere Schulstunden und 79 Prozent gehen davon aus, dass das zu besserem Verständnissen der Lehrinhalte führt.

Den Lehrern erteilt die Studie eine glatte Ohrfeige. Zwei Drittel der Befragten fordern, dass die Lehrkräfte besser für den Einsatz neuer Medien geschult werden sollten und 44 Prozent kritisierten, dass viele Lehrer wohl einfach keine Lust hätten, Computer und Internet im Unterricht einzusetzen.

Kritisiert wird allerdings nicht nur der mangelhafte PC-Einsatz im Unterricht, sondern auch die Vermittlung von Computerwissen allgemein. Bislang nehmen nur 59 Prozent der Schüler am Informatikunterricht teil.

Der Bitkom fordert deshalb, dass der Informatikunterricht bereits in frühen Schuljahrgängen als Pflichtfach eingeführt wird - von der fünften bis zur zehnten Klasse.

Michael Nickles meint: Ich war ja auf dem Herman Staudinger Gymnasium in Erlenbach. Damals hat es sich "naturwissenschaftliches Gymnasium" genannt, heute nennt es sich unter anderem "naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium" - es ist also "Technologie" hinzugekommen.

Am aktuellen Fächerangebot scheint sich seit damals allerdings nichts getan zu haben (es ist lediglich "Spanisch" als neue Sprache hinzugekommen. "Informatik" wird erschreckenderweise nicht mal bei den Wahlfächern und Arbeitsgruppen angeboten.

Naja - vielleicht ist die Homepage der Schule ja nicht aktuell. Eine Einführung von Informatik als Pflichtfach befürworte ich selbstverständlich ohne Wenn und Aber.

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Synthetic_codes Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Informatik würde ich weniger befürworten - geht man vom Eingentlichen Begriff aus. Ich würde viel mehr den Umgang mit den verschiedenen Systemen an den Schulen Lehren lassen. Und wenn es nur einfache Textverarbeitung ist. Ich denke davon hätte der breite schnitt der Schüler(nämlich die abseits von Gymnasien) wesentlich mehr.

Übrigens: Als ich 2006 mein Abitur gemacht habe, hatte ich Informatik als Wahlfach - mein einziges 15Pkt fach wie ich zugeben muss. Für ein Humanistisches Gymnasium nicht schlecht.

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Mike9 Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Mein erster Kontakt mit einem PC fand in der Berufsschule statt (87/88). Da hatten wir schon das Fach Informatik und saßen an einem nagelneuen KC85/3. Sicher hat das Programmieren mit BASIC nicht all zu viel gebracht, aber hier gab's für mich die Grundlagen. Mein erster war dann (Anfang 90er) schon ein 486er SX33. Aus heutiger Perpektive war das auch eher spät.
Mir sind nun bisher schon so viele Studenten begegnet, die wild verzweifelt mit den Armen rudernd und nach Luft ringend etwas von "Diplom" und "Absturz" und "alle Daten weg" wimmmern. Und immer wurden in solchen Fällen die drei goldenen Regeln der Datenvearbeitung (Sichern, sichern, sichern) grob missachtet. Das sind junge Leute, am Ende (!) ihrer Ausbildung, die immmernoch nicht um die Grundlagen wissen.
Mein Einblick in verschiedene Schulen bestätigt deine Beobachtung,dass die Lehrkräfte besser für den Einsatz neuer Medien geschult werden sollten ....
Da geht so viel Potenzial verloren. Nein, Deutschland ist nicht mehr das Land der Dichter und Denker - der Zug ist abgefahren und kommt auch nicht wieder.

MfG
Mike

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REPI Mike9

„Mein erster Kontakt mit einem PC fand in der Berufsschule statt 87/88 . Da...“

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Sicher hat das Programmieren mit BASIC nicht all zu viel gebrach

Mein erster Kontakt mit einem Rechner war auch der KC/85 und die Programmierung mit Basic hat damals bei mir den s.g. Aha-Effekt ausgelöst. Von da an war ich fast schlagartig in der Lage, die wichtigsten Abläufe hinsichtlich Bedienung und Programmierung zu verstehen.

Das Aufkommen des s.g. IBM kompatiblen Rechners und die damit verbundenen Standardisierung der wesentlichen Hardwarekomponenten, gab der ganzen Sache dann auch noch hardwareseitig einen weiteren Schub.

Es empfiehlt sich immer, etwas Linux im Hause zu haben.
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ChrE Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Hallo,

> Den Lehrern erteilt die Studie eine glatte Ohrfeige.

Das Problem sind wirklich oft die Lehrer. Zu alt, keine Lust, keine Motivation. Oder sie raffen es nicht.
Aber es gibt auch Ausnahmen.

Informatik wird erschreckenderweise wirklich stiefmütterlich behandelt.
Beim sprachlichen Profil am Gymnasium meiner Tochter fällt Informatik aus dem Unterrichtsplan
heraus. Die Schulkonferenz hat das zum Glück geändert. So gibt es doch noch eine (!) Stunde Info in der Woche.
Lehrerkommentar: "Ich finde keine Schüler, die mich bei der Schulhomepage unterstützen.
Das Interessen am Programmieren geht gegen Null".

In der Grundschule kann ich mich nicht beschweren. Die Schule meines Sohnes hat jetzt Smartboards bekommen:
http://www.sn.schule.de/index.php?auswahl=themen_i_tafel_04

Die sind nicht schlecht. Allerdings nutzen die Lehrer ca. 5% der Möglichkeiten.
Die Boards zu nutzen ist besser, als alle Schüler mit Notebooks auszurüsten.

Gruss

ChrE

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Synthetic_codes ChrE

„Hallo, Den Lehrern erteilt die Studie eine glatte Ohrfeige. Das Problem sind...“

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Nunja... Schüler mit notebooks auszustatten halte ich auch für 100% falsch. Ich sehe es selbst in der Uni - Je nach Vorlesung sind die leute mit unterschiedlichen dingen beschäftigt - während die "leichten" vorlesungen mit grundwissen eher für filesharing und ICQ benutzt werden, wird in den böseren veranstaltungen wie Logik oder Automatentheorie hauptsächlich eine Mischung aus World-Of-Warcraft, Starcraft2 und verschiedenen Browsergames gespielt. Man muss hier also abwägen, inwiefern schulen mit PCs unterrichten.

Von meiner Seite wie gesagt ein klares JA auf die Vermittlung von anwendungsbezogenem wissen, ein nein zu Theorie(also Informatik), und das alles unter der voraussetzung, dass Maßnahmen getroffen werden, die die Aufmerksamkeit der Schüler sicherstellen. Sysiphos du darfst den stein ins rollen bringen!

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PaoloP Michael Nickles

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Oh die Bitkom hat eine Studie rausgebracht, das ist neu.

Ich hoffe die Schüler erben nicht dein Computer Verhalten lieber Mike. Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen ist keine schöne Sache.

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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Ventox Michael Nickles

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Wie ich sehe, hat sich in Sachen Technik in den Köpfen einiger Lehrer in den letzten 40 Jahren nicht viel verändert.
Heute ist es der Computer, damals war es der Videorekorder, mit dem so mancher Lehrer nicht zurecht kam.
Da sollte dann der Hausmeister helfen, aber der hatte mal wieder keine Zeit.
Immerhin hatten wir in der Hauptschule ein sogenanntes Sprachlabor für den Englischunterricht.
Ich denke noch mit Schrecken daran, wenn ich in meinem Kopfhörer mal wieder plötzlich die Stimme der Lehrerin hörte, wie sie mein th bemängelte. ;-)

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
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neanderix Ventox

„Wie ich sehe, hat sich in Sachen Technik in den Köpfen einiger Lehrer in den...“

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Immerhin hatten wir in der Hauptschule ein sogenanntes Sprachlabor für den Englischunterricht.

HAtten wir auf dem Gymnasium auch.
Unsere Klasse war da drfei- oder 4 mal drin, und anfang der 80er wurde die Technik abgebaut und der Raum als normaler Klassenraum genutzt.

Ebenfalls Anfang der 80er bekanen wir ein PC-System bestehend aus insgesamt IIRC 5 Olivetti M20 Rechnern, die miteinander vernetzt waren. Auf den Dingern lief ... Eumel/ELAN.

Mir fällt gerade keine Klasse bzw. kein Oberstufenkurs ein, die die jemals wirklich intensiv genutzt hätten ... ich selbst war in dem Raum ganze 2 mal (zusammen mit dem Rest des Physik LK, den ich belegt hatte)
Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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cyklops Michael Nickles

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Ich finde das nicht schlimm,ich finde ein Augenkontakt Lehrer Schüler muss zu jeder Zeit gegeben sein,ohne das etwas gesagt werden muss.Informatik und Gefahrenaufklärung finde ich gut aber nicht Computer in anderen Fächern.


Grüße

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neanderix cyklops

„Ich finde das nicht schlimm,ich finde ein Augenkontakt Lehrer Schüler muss zu...“

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Informatik und Gefahrenaufklärung finde ich gut aber nicht Computer in anderen Fächern.

Was spricht denn - aus deiner Sicht - gegen die Nutzung der PC in anderen Fächern?

Volker
Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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Weaper8842 Michael Nickles

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Dann kann ich ja meine Schule richtig loben, sie ist zwar in Österreich aber da schaut es allgemein nicht besser aus.
Wir haben in jeder Klasse, PC und Beamer, in den Spezialunterrichtsräumen sogar interaktive Tafeln. Alles läuft unter Linux, jeder Schüler hat einen USB Stick mit seinem Linux drauf bekommen. Sogar elektronische Klassenbücher werden eingesetzt.

Mit Windows kannten sie sich nicht aus, mit Linux noch weniger, das Geschrei ist groß.

Zur Verteidigung anderer Schule muss ich sagen, dass wir eine neue Schule sind, dessen Gebäude erst diesen Sommer fertig gebaut wurde.

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Wiesner Weaper8842

„Dann kann ich ja meine Schule richtig loben, sie ist zwar in Österreich aber da...“

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Hallo Weaper,

aus welchem Umkreis ist deine Schule, denn in der Schule (Umkreis Innviertel / Hausruckviertel) meines Sohnes herrscht tiefstes Mittelalter.

Greets Mike

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Weaper8842 Wiesner

„Hallo Weaper, aus welchem Umkreis ist deine Schule, denn in der Schule Umkreis...“

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Hallo,
Die Schule liegt in Niederösterreich, 20km östlich von St. Pölten.

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Alekom Weaper8842

„Dann kann ich ja meine Schule richtig loben, sie ist zwar in Österreich aber da...“

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@Weaper8842

wir lernten nur per Tafel und Bücher, mit dem Pc hatte ich in einer Ausbildungsstätte erst im Jahr 2001 Kontakt, im Bfi.

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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|dukat| Weaper8842

„Dann kann ich ja meine Schule richtig loben, sie ist zwar in Österreich aber da...“

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Sorry Weaper8842, aber ich halte von dem Konzept nicht viel. Beamer provozieren Power-Point-Präsentationen, und die positive Wirkung einer Power-Point-Präsentation ist in meinen Augen nicht wirklich geklärt. Letztendlich lehrt ihr an eurer Schule dann den Umgang mit Computertechnologie, aber ob ihr auf elektronischem Weg das Wissen besser an den Mann bzw. den Schüler bringt, sei mal dahingestellt. Oder wie ein Professor von mir mal sagte: "Sie müssen sich überlegen ob sie diese Art der elektronischen Medien wirklich einsetzen wollen."
Denn Power-Point hat vor allem einen Vorteil für den Referenten: Er kann die Zuhörer mit elektronischen Gimmicks ruhigstellen. Fliegende Schmetterlinge, bunte Bilder, und, und, und. Am Ende bleibt dann aber leider beim Zuhörer nichts hängen. Der Zuhörer wird zum Konsument ohne kritisch zu reflektieren. Aber ich schätze, wir könen dann erst in 30 Jahren eine realistische Einschätzung über die pädagogische Wirkung elektronischer Medien diskutieren, die bis dahin vielleicht mit validierten Daten unterfüttert ist.

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neanderix |dukat|

„Sorry Weaper8842, aber ich halte von dem Konzept nicht viel. Beamer provozieren...“

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Beamer provozieren Power-Point-Präsentationen,

Das ist, mit Verlaub, ziemlicher Unsinn.
Wenn der Projektor zu sowas verleitet, dann ist der Lehrer unfähig, mit dem Ding was anderes zu machen.
Mit den Smartboards, egal ob von SMART Board, Premethean oder wem auch immer - oder gar mit den Interaktiven Projektoren wie den Epson EB-450Wi/460Wi lässt sich jedenfalls sehr viel mehr und deutlich sinnvolleres anstellen.

Nur: man muss es seitens der Schule auch wirklich *wollen* und die Pauker müssen die Technik auch *annehmen*.

Volker
Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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hauswerner1 Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Schön wäre es, wenn jemand mit Abitur, der die Lehrer kritisiert, auch die deutsche Rechtschreibung beherrschen würde. "...Das deutsche Schulsystem scheint der Bedeutung...erkannt zu haben...."
hauswerner

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nettineu Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Alle Schulen sind dazu da, Wissen und beispielhaftes Leben und Handeln zu unterrichten. Ich finde, man sollte mittels Technik nicht grundsätzliche Lernziele vernachlässigen. So z.B. Handschriftliche Texte verfassen, Handschriften lesen können, Merkfähigkeiten des Gehirns trainieren und anwenden, kreative Handlungsweisen einüben und trainieren, mitmenschliches Verhalten üben und auch ausführen usw.

So, was wird in der Schule gelernt? Mit oder ohne Rechnernutzung fehlen "die" entscheidenden Lernziele. Schaue wir in die beispielhaft die Abiturprüfung an. Alles, was wichtig ist, wird eher nicht geprüft, aber Zeug, was man später im "wahren" Leben eher selten braucht.

Thema ist: " Lernen lernen " und nicht PC, ja oder nein. Das beim Lernen entsprechnde Hilfsmittel wie Rechner durchaus sinnvoll sind, ist wohl unbestritten. Die Strucktur des derzeitigen Schulsystems ist längst überholt und bedarf eine grundlegeneden Reformation. Erst dann können technische Hilfsmittel besser und sinnvoller eingesetzt werden.

Die soziale Komponete wird im Forum leider vergessen. Es gibt Eltern, die dem eigenen Kind keinen Rechner finanzieren können, da alle Schulen einen Elternbeitrag fordern, genauso bei Abschlußfahrten und Exkursionen.

Es gibt eine Schulpflicht, aber keine Versorgungspflicht mit Lernmitteln. Das muß sich als Erstes ändern.

PC und ein vernünftiges Mittagessen in der Schule! Ausgebildete Lehrer, keine "Einsatzkräfte", ansonsten bleibt unsere Jugend auf der Strecke.

Selbst ich hab als "nicht-Pädagoge" eine Lehrertätigkeit angeboten bekommen, bei Mindergehalt und vorallem Minderausbildung. Nein Danke.

Nicht das deutsche Schulsystem verschläft die Zukunft, sondern wir, die die Politiker wählen, die so ein Schulsystem präferieren und unseren Kindern und Jugendlichen die Zukunft versperren.

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reader Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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informatiklehrer sind z oft inkompetent bis geht nicht mehr, solche die es sind sind rar doer in anderen branchen tätig (empirisch "physiklehrer")

wer ahnung von IT hat wird doch kein lehrer werden, die besseren verdienen anders wo mehr oder sind zu assozial ;)

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dalai Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Eine Einführung von Informatik als Pflichtfach befürworte ich selbstverständlich ohne Wenn und Aber.
Ich auch. ABER: ich fürchte, dass das leider verwässert wird von Lobbygruppen, die daran verdienen können (ganz vorn dabei ist sicher Microsoft), und durch die fehlenden oder schlecht ausgebildeten/geeigneten Lehrkräfte.

Denn wenn schon Pflicht, so sollte auch ein kritischer Umgang mit dem PC und dem Internet vermittelt werden - und das zu schaffen, ist echt schwer, fast noch schwerer, als den Schülern einen kritischen Umgang im normalen Unterricht angedeihen zu lassen.

Und was sonst vermittelt werden sollte? Umgang mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation statt mit bestimmten Produkten wie MS Word/Excel. Das nervt mich auch kollossal, denn die Schüler sind für solche Firmen die Kunden von morgen. Dabei ist Konsum nicht alles, wird in dieser Gesellschaft aber viel zu hoch stilisiert.

Es müssen Konzepte vermittelt werden und nicht die Bedienung bestimmter Produkte. Nur so kann das Gelernte auf andere Situationen angewandt werden.

MfG Dalai
Echte Hilfe kann´s nur bei Rückmeldungen geben.
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Xdata Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Klassische Informatik würde ein Lehrer aus der Richtung Mathematik oder Physik viellecht sogar noch hinbekommen.
Die geht ja mehr in die Richtung allgemeine Algorithmen, was auch ohne spezielle Programmiersprache möglich ist.

Dies ist es aber nicht allein was die Schüler brauchen.
Es muß auch "Hardware Software und Medien" mit dabei sein.

Leider wird der Begriff Informatiker zum Teil mißbraucht, überladen würde ein Programmierer sagen.
Oft wird auch der Fehler gemacht, zu sehr an den Anwendungen zu hängen,
-- ganz speziell an MS Anwendungen. Etwas Grundkenntnisse können da natürlich auch nicht schaden, aber dies klebt alles zu sehr an der (zurZeit) allgegenwärtigen Berufsorientierung.

Wenn dann doch mal ein Linux da ist, dann schultypisch - gleich wieder viel zu schwer - als Server oder ähnlich komplexes unterrichtet.

Ein Lehrer kann das garnicht mal so nebenbei leisten.
Fachlehrer tun Not.
Einer der Programmierkenntnisse lehrt kann, muß, nicht auch ein Spezialist in Anwendungen sein. Ein Internet oder Medien -experte nicht auch noch ein Hardwarekenner..

Falsch eingesetzt kann Computerei auch richtig vom eigentlichen Thema ablenken;-) ..wie wir alle wissen:-)

Um wenigstens
ein
Beispiel für eine Anwendung zu nennen, es gibt das Programm
Java Z.u.L. welche den Geometrie Unterricht anschaulich ergänzen, aber nicht ersezen kann.
Dazu braucht man erstmal keine Javakenntnisse, lernt aber mal etwas Anderes als "Word Excel und Co. kennen.



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schuerhaken Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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.
Eine Einführung von Informatik als Pflichtfach befürworte ich selbstverständlich ohne Wenn und Aber.

Mir erzählt mein Brockhaus:
Informatik
[lateinisch] die (englisch computer science), Wissenschaft, die sich mit der systematischen Verarbeitung und Übermittlung von Information sowie dem Entwurf, Betrieb und Einsatz von Computern zur Informationsverarbeitung befasst. Die Informatik hat sich seit Mitte der 1960er-Jahre aus anderen Wissenschaften (wie Kybernetik, Logik, Mathematik, Elektronik) als eigenständiges Grundlagengebiet und wichtige Querschnittsdisziplin entwickelt. Sie umfasst sowohl mathematische, methodische und technisch-theoretische Grundlagen von Datenverarbeitungssystemen und -prozessen, wie die Entwicklung von Software (Algorithmen, Datenstrukturen, Programmiersprachen) und Hardware, als auch die Grundlagen ihrer Anwendung. Gemäß den verschiedenen Schwerpunkten unterscheidet man v.a. theoretische Informatik (u.a. Theorie der formalen Sprachen, der Berechenbarkeit, Semantik, Automaten-, Informations-, Codierungs- und Komplexitätstheorie), praktische Informatik (u.a. Softwaretechnik, Betriebssysteme, Datenbanken, Simulation, künstliche Intelligenz), technische Informatik (u.a. Rechnerarchitektur, -organisation, -netze, Prozessdatenverarbeitung) und angewandte Informatik (u.a. Wirtschafts-, Medizin-Informatik).

Das alles - Informatik - also für die Kids?
.

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dalai schuerhaken

„Informatik - was ist das?“

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Häng dich nicht so sehr an dem Begriff bzw. dessen Definition auf. Bei uns an der Schule (Gera, Ostthüringen) hieß das auch Informatik, und wir haben nicht nur programmiert und nur wenig Theorie gemacht, von Hardware ganz zu schweigen.

Meinetwegen kann man es auch anders nennen, aber viel entscheidender sind die Inhalte des Unterrichts und deren sinnvoller Vermittlung.

MfG Dalai

Echte Hilfe kann´s nur bei Rückmeldungen geben.
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Xdata dalai

„Häng dich nicht so sehr an dem Begriff bzw. dessen Definition auf. Bei uns an...“

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morning

@schuerhaken und dalai.

Genau, früher war Informatik etwas ganz abgehobenes, so wie in der Definition beschrieben.
Und ein Informatiker war "ganz oben" wie ein Physiker oder Mathematiker.
Der Begriff nur mit Studium üblich.
Aber weitgehend in Richtung Mathematik.
Bei Physikern und Mathematikern ist es auch heute noch üblich sich nur mit Studium so nennen zu dürfen.

In englischprachigen Regionen, die reinen Physiker wohl auch als Mathematiker. Da ist die Trennung nicht so eng.


Informatiker ist aber schon so eine Art Modebegriff für alles Mögliche geworden.
Sogar bei Hardware und Anwendungen die einen echten Informatiker nicht interessieren.
Ein Fachinformatiker stellt Server für Firmen zusammen und auf, sogar die Gehäuse glaube ich.

Soo schlimm ist die Erweiterung des Begriffes aber nicht.
Nur sollte man es nicht übertreiben und alles Informatik nennen was nur entfernt mit Computern zu tun hat.Ganz besonders gewöhnliche MS Anwendungen.

Das Handwerk hat es ja noch schlimmer erwischt mit abträglichen bis sinnfreien Bezeichnungen wie - Industriemechaniker.

Fur die Schulen sind solche Namensgebungen unwichtig.
Da kommt es darauf an Grundwerte zu vermitteln und Inhalte wie schon angesprochen wurde.
Ganz schwierig scheint dies mit Mathematik zu sein..
Es ist heute in weiten Schichten noch üblich Rechnen mit Mathematik zu verwechseln.

Irgendwo las ich,
mit bescheidenen Kenntnissen in Mathe läßt sich sogar in gehobenen Kreisen angeben. Als sei es ein Zeichen für eine erhöhte Begabung in Kultur oder so.
Niemand könnte aber mit Schwächen in Orthographie angeben.
Dann ist man unten durch.
Gilt zumindest als ungebildet.







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SmallAl Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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vielleicht ist die Homepage der Schule ja nicht aktuell
lese ich da etwas sarkasmus ?

Neulich hatte ich etwas gelesen zur "Generation Mausschubs" - ich glaube das war sogar bei Nickles - moment ... http://www.nickles.de/forum/allgemeines/2010/meine-gedanken-zur-1-generation-mausschubs-538743435.html von Pumbo.

Ich finde das trifft's - die Kids lernen sowieso wie man Excel bedient und downloads findet aber was man für eine Logik beachten sollte wenn man mal doch ein klein wenig programmierähnliche Arbeit verrichten möchte hat mein Sohn in Informatik (Wahlfach - Realschule) gelehrt bekommen.

Ich finde in Zeiten der zunehmenden Bildschirme sollten die Schulen ruhig den Background lehren - ich habe früher auch gelernt wie Röhren-TV funktioniert - geschadet hat es mir bestimmt nicht.

Aber deswegen den PC extrem einzusetzen ... nö - zu unzuverlässig, zu fälschungsanfällig. Das Leher diese ungern einsetzen kann ich nachvollziehen - desweiteren kann man nur lehren was man beherrscht und in den meisten Schulklassen wird es ein/mehrere Schüler geben die mit dem Thema vertrauter sind als der Lehrer - und was passiert wenn ein Schüler weiß wie man unerlaubte Inhalte im Inet aufruft und der Lehrer nicht weiß wie er das unterbindet ? Genau, ich würde mir das auch nicht antun wollen.
remember: Today is the first day of the rest of your life !
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Xdata SmallAl

„ lese ich da etwas sarkasmus ? Neulich hatte ich etwas gelesen zur Generation...“

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Sagen wir mal so, man sollte zum Beispiel in der Geometrie auf Bleistift und Tafel nicht verzichten. Java Programme kann man zur unterstützung der Anschauung zusätzlich nehmen. Bei Beweisen ist diese zwar nicht immer zulässig
da die logisch geführt werden müssen, aber sie hillt ungemein.

Auf Geschichten wie Word, ja sogar Excel usw. kann man weitgehend verzichten.
Dies sind Anwendungen ohne Tiefe denen man sowieso schon nicht entgehen kann,
und viel zu speziell.
Und Hardware? ja, vielleicht ja - aber fundiert und keine Spielegrafikkarten oder so.
Sonst sind es die Lehrer die was lernen, wie du schon angedeutet hast:-)

Grundkenntnisse in einer richtigen Programmiersprache sind besser als gleich an schwierige Netzwerk Geschichten ranzugehen.
Man hat - nicht nur in Bezug auf Schule, oft den Eindruck jeder müsse einen Server aufsetzen oder einsetzen.
Dies sind aber schon wieder spezielle Dinge die nicht zwingend im Schulunterricht behandelt werden müssen.

Es muß nicht das schwierige c sein.
Aber das Erlebnis ein kleines eigenes Programm geschrieben zu haben sollte man keinen Schüler vorenthalten.
Es ist wie die Stullle die man mit dem Salz bestreut, welches man mit dem ersten Chemiekasten sebst erzeugt hat;-)

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Fridi1 Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Moin moin aus HU.
Sorry, nicht böse sein, aber wenn ich mir die Beiträge so anschaue, habe ich mehr Angst um die deutsche Sprache als um die PC-Benutzung in den Schulen. Einige Beiträge hier in dem Forum sind scheinbar von Hochschülern und Studierten geschrieben worden. Die Rechschreibung ist gelinde gesagt saumäßig. Vielleicht pervertiert die Benutzung des PC's auch die Rechtschreibung. Dann bitte keine PC's in den Schulen und auch nicht zu Hause.

Gruß

Fridi

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nettineu Fridi1

„Moin moin aus HU. Sorry, nicht böse sein, aber wenn ich mir die Beiträge so...“

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so isses Fridi. Welche verrückte Ansichten noch dazukommen sind z.B. : In unserem Landkreisgymnasium wird tatsächlich darüber in Kürze eine Entscheidung gefällt, das Schüler keine Bücher mehr erhalten, sondern ebooks! Bücher müßten dann Elteren Ihren Kindern kaufen. Begründung, 5000 Bücher auf ein ebook sind billiger als das "alte" System der gedruckten Bücher.

mein Kommentar: "Pervers" im Land der Dichter und Denker und Erfinder.

Wenn das sich durchsetzt, dann wird es wieder eine Entlassungswelle geben. Bei Schulbuchverlagen und Schulbuchvertrieb und auch bei Druckereinen , Papierindustrie usw. Der Einsatz von Technik ist ist in diesem Fall weder pädagogisch noch kaufmännisch vertretbar, schlicht destruktiv (zerstörend).

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schuerhaken nettineu

„so isses Fridi. Welche verrückte Ansichten noch dazukommen sind z.B. : In...“

Optionen

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Wenn das sich durchsetzt, dann wird es wieder eine Entlassungswelle geben.
Wenn das ein entscheidendes Kriterium sein soll, bestimmte Dinge nicht zu tun oder zu lassen, dann verstehe ich nicht, warum wir keine Kutschen mehr haben, keine Pferde und keine Hufschmiede an jeder Pferdewechselstation. Warum wir Baukräne haben und keine Speisvogelträger auf Leitern und Baugerüsten.
Druckereinen , Papierindustrie ...
Klar doch, und dann jede Menge Wald abholzen, der zu Papier vermahlen wird, statt ePAPER einzusetzen. Man könnte auch das Telefon und den Telegraphen abschaffen und statt dessen den reitenden Boten wieder einführen.

Allem voran sollte man die PC-Technik wieder einstampfen, das Internet abschaffen, damit wir alle hier uns per Briefpost über diverse Themen austauschen...
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nettineu schuerhaken

„Kriterien“

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Deinen Beitrag verstehe ich ironisch, oder meinst Du das wirklich? ich finde, Hand- und Kopfarbeit sollte man nicht verlernen. Beispiele zu hauf, Sanitärinstallateurlehrlinge lernen kein Löten mehr, Gafikdesignstudenten lernen kein Zeichnen mehr, Gärtner lernen nicht mehr den Einsatz von Schaufel und Forke, aber Baggereinsatz, Lehrer lernen nicht den pädagogisch sinnvollen Einsatz von PC's. usw.

So, nun bring bitte mal Argumente, warum man nicht grundlegendes Lernen darf ? Zu Fuß, per Rad, per Rakete. ich schüttele nur den Kopf, das in vielen Berufen Grundlagen nicht mehr vorhanden und auch nicht mehr vermittelt werden. Können es die Lehrer auch nicht? Oder ist die Welt schon so voll von Technikgläubigkeit, das es anders nicht mehr wahrgenommen wird?

Noch ein Bespiel, 1 Kubiketer Erde muß vom Gärtner ausgetragen werden. Normalerweise 1 Std/ 1 Mann per Hand und Schaufel. Nein, die kommen mit 7,5-Tonner, Kleinbagger 2Mann, alles wird in Rechnung gestellt, meiner Meinung auch absoluter Technikschwachsinn.

Ich meine, die Beschäftigungspolitikhat eine wichtige Aufgabe, denn es gibt ja Menschen, deren Beruf macht Freude und bringt Einkommen und Wohlstand. Jeder und jedes Familienschicksal wird zum Sozialfall (und event. zum Problem), wenn Aufgrund von sinnlosen Technikeinsatz wieder Arbeitsplätze und KnowHow verschwinden. Das geht so weit, das in manchen Gegenden von Deutschland keine Kinder mehr geboren werden, es keine Jugend mehr gibt, Urbanität verschwindet. Nur weil die der Technikfortschritt zentralisiert und Prozesse beschleunigt.

Sind wir denn die Geisel der Technik oder was wollen wir für ein Leben? Frag Dich das bitte mal selbst, in aller Freundschaft und Offenheit.

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schuerhaken nettineu

„Deinen Beitrag verstehe ich ironisch, oder meinst Du das wirklich? ich finde,...“

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Wir sind Geisel der Profitmaximierung auf der Grundlage von eingesetztem Kapital und aufgrund der Vergötzung des "shareholder values".
Hätte man die ganze Auslagerung in Billiglohnländer nicht geduldet, wären zwar die Preise viel höher, aber auch die Löhne wären um so Vieles höher, dass wir uns die Produkte leisten können.

Vor langer Zeit brachte ich einmal das Beispiel vom Fabrikanten A, der seine Produktion ins Billigparadies verlagerte und nun seinen gebliebenen Konkurrenten B unterbieten und in den Ruin treiben konnte. Denn die Käufer (GEIZ ist GEIL!) kauften natürlich lieber billiger. Das ging dann mit C, D, nn so weiter, bis niemand mehr hier produzierte.

Export von Produktionen und Arbeitsplätzen bedeutet jedoch IMPORT von Arbeitslosigkeit, deren Finanzierung nicht den Billigproduzenten angelastet wird, sondern der Allgemeinheit.

Ebenso plädierte ich einmal dafür, einen Teil der Gewinne durch Robotisierung als fiktive "Sozialabgabe" der Roboter für die (Mit-)Finanzierung der substituierten Arbeiter einzuführen.

Das Schöne: Meine Standpunkte vertrat ich auch in Referaten vor Gewerkschaftern, die mir sogar Beifall zollten, die das sogar mühelos einsahen. Aber ist von Gewerkschaftsseite etwas geschehen oder sogar durchgesetzt worden?

Heuchler, Schleimer, Volksbetrüger auf breiter Front, und das sogar im Namen "christlicher Grundwerte", also "bei Gott". Den können wir nicht heraus halten. "God bless America", "God save the Queen", aber das "C" im Kürzel der christlichen Parteien ist mittlerweile eher eine Gotteslästerung.

Doch wen interessieren heute noch Tatsachen? Wo ist denn der Unterschied zwischen Katechismen und Parteiprogrammen? Benehmen sich Parteien anders als Glaubengemeinschaften, die kaum mehr im Sinn haben, als sich gegenseitig zu verteufeln?

Wo "Wahrheit" gegen faktische Macht steht, hat die Wahrheit schon verloren. (Am 25.11. ist Kinostart zu diesem Thema.)
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nettineu schuerhaken

„Geisel“

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danke schuerhaken für Deine Ergänzungen. Nun verstehe ich Deine Meinung klarer und stimme zu. Solange nichts am Grundübel der derzeitigen Gesellschaft geändert wird, so ändert sich auch nichts in der Bildung, mit oder ohne Technik. Ganz unten hab ich noch etwas...

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King-Heinz Fridi1

„Moin moin aus HU. Sorry, nicht böse sein, aber wenn ich mir die Beiträge so...“

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Hast du schon mal die Bezeichnung "Deppenapostroph" gehört? Wenn du dich über die Rechtschreibung mancher User hier "aufregst", dann solltest du zumindest wissen, wann und wie man einen Apostrophen einsetzt. Bei PCs ist das sicherlich nicht korrekt, so wie du das schreibst (PC's).

Bei Abkürzungen steht kein Apostroph vor dem Genitiv-s:
der Prozessor des PCs - NICHT: der Prozessor des PC’s
der Fahrer des Pkws - NICHT: der Fahrer des Pkw’s
H.K.s Verhalten - NICHT: H.K.’s Verhalten


Was lernen wir daraus? Wer im Glashaus sitzt...... :-)

*SCNR*
Gruß
K.-H.

„Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: ‚Das ist technisch unmöglich!’“ (Sir Peter Ustinov)
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Fridi1 King-Heinz

„Hast du schon mal die Bezeichnung Deppenapostroph gehört? Wenn du dich über...“

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Ich bemühe mich jedenfalls, richtiges Deutsch zu schreiben und mich nicht auszukotzen. Ich finde, der Leser meiner Beiträge verdient einen gewissen Respekt und hat auch keine Beleidigungen verdient.
Es macht mir auch nichts aus, von Ignoranten kritisiert zu werden, denn ich als anerkannter Legastheniker sitze sowieso im Glashaus, habe aber keine Scheiben mehr drin.

Trotzdem mit freundlichen Grüßen

Fridi

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winnigorny1 Fridi1

„Ich bemühe mich jedenfalls, richtiges Deutsch zu schreiben und mich nicht...“

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Ich finde, der Leser meiner Beiträge verdient einen gewissen Respekt und hat auch keine Beleidigungen verdient.

... wen meinst du jetzt: Die Leser oder dich?

Ich finde ja auch, dass man nicht auf falschem Deutsch, Grammatik- oder Rechtschreibfehlern rumhacken sollte.

Aber "auskotzen" und "Ignoranten" sind auch keine hübschen Vokabeln, selbst wenn man's (juhuuuu, ein Apostroph!) richtig schreibt!
Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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King-Heinz winnigorny1

„ ... wen meinst du jetzt: Die Leser oder dich? Ich finde ja auch, dass man nicht...“

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Wenn jemand mit Schreibfehlern argumentiert, dann fallen mir immer die Usenet-Laws ein. Eines dieser Laws - nämlich "Herrmanns Law" - sagt: Wer mit Rechtschreib- und Tippfehlern eines Diskussionsteilnehmers argumentiert, hat verloren.

Ganz schlimm wird es, wenn jemand - wie im vorliegenden Fall - Fehler beanstandet, aber selber nicht in der Lage ist, korrekt zu schreiben.

Gruß
K.-H.

„Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: ‚Das ist technisch unmöglich!’“ (Sir Peter Ustinov)
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dirk42799 King-Heinz

„Wenn jemand mit Schreibfehlern argumentiert, dann fallen mir immer die...“

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Ich glaube, hier wird an der Sache vorbeidiskutiert:

hier geht es nicht um bspw. eine bestimmte Software, wo plötzlich jemand sagt "Dir empfehle ich nix, lern erstmal Deutsch".

M.E. - und insofern unterstütze ich trotz des Deppenapostrophs die vorgenannte Meinung - geht es hier darum, daß an allen Ecken und Enden der zwangsweise Einsatz von Technologie propagiert werden soll ("Unsere Grundschüler müssen jetzt nicht nur zusätzlich noch Englisch lernen, nein, auch das Heranführen an die IT ist gaaanz wichtig!"), am Ende jedoch die Basics verwaschen werden.

Die Umfragen bei Ausbildungsstellenanbietern, warum sie manche Stelle nicht besetzen konnten, sprechen diesbezüglich eine eindeutige Sprache (oder eben nicht): mangelnde Deutschkenntnisse in Wort (!) und Schrift, mangelhafte Mathekenntnisse usw. usf.

Ein maßvoller Einsatz von PCs ist in Ordnung: laßt die Schüler 1 h pro Woche mal die Maus rumschubsen, hier ein bißchen klicken, dort ziehen, später mal einen Brief schreiben, dann mal ein Win installieren (OKOK, oder Linux ;-)) und die Cracks/Nerds können in AGs rumprogrammieren. Fertig. Derweil dürfen aber die naturwissenschaftlichen Grundlagen nicht fehlen. Denn selbst wenn ich einen PC programmieren könnte, aber die Gesetzmäßigkeiten nicht draufhabe, wie die Welt funktioniert, wird das Ergebnis desaströs sein.

Die Gründe, weshalb an vielen Lehranstalten bestimmte Dinge nicht gelehrt werden, sind darüber hinaus m.E. mannigfaltig: geringes Interesse der Lehrer, keine finanziellen Mittel für Hardware, tja, und dann noch der Schüler, der lieber andere Dinge nachher am PC macht, als programmieren.

Ein Beispiel aus meiner alten Berufsschule: Excelkurs. In den 5 Reihen mit je 4 PCs war die Aufteilung "vorne die, die was lernen müssen; in der Mitte die, die noch was lernen wollen; hinten die, die´s schon können"
Meine Hauptherausforderung bestand dann darin, trotz gesperrter Internetverbindung und lediglich freigegebenem Excel doch irgendwie ins Internet zu kommen - letztlich erfolgreich. :-D DAS hat mich motiviert, ansonsten war der übrige Unterricht für mich und ein paar andere Leute für die Tonne.

Angesichts der Heimelektronik sollte es auch im Interesse mancher Eltern liegen, den Kindern den Zugang zum PC zu vermitteln. Dazu gehört nicht nur "hier steht er, mach selber", sondern ein begleitetes Erforschen. Das endet dann später auch nicht in Verwunderung, wo sich das Kind überall angemeldet hat...aber ich drifte ab.

Computer-unterstützter bzw. -ergänzter Unterricht - ja.
Aber nicht um jeden Preis!

Gruß,
Dirk

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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winnigorny1 Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Für mich als Ehemann einer Förderschullehrerin (Hamburg) geht die Ohrfeigen-Empfehlung an die falsche Adresse.

Schulen und deren Ausstattung sind Ländersache. An vielen Schulen mangelt es einfach an der vernünftigen Ausstattung und an Fortbildungsangeboten für Lehrer.

Das ist m. E. eine Sünde der Landesschulpolitik. Wie soll man auch Lehrer zu einer Fortbildung am PC schicken, da ohnehin eklatanter Lehrermangel herrscht??

Interessanter Weise trifft das nicht auf Hamburger Förderschulen zu. Die sind gut mit IT ausgestattet und es mangelt auch nicht an Fortbildung der Lehrer. - Jedenfalls stellt sich das so an der Schule meiner Frau dar.

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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schuerhaken winnigorny1

„Für mich als Ehemann einer Förderschullehrerin Hamburg geht die...“

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"Förderschulen" sind Sondereinrichtungen für spezielle Situationen, für eine spezielle Klientel. Da muss man auch speziell ausstatten, weil sonst das "Sonder" keinen be"sonderen" Sinn ergibt.
Das ist ja die Crux:
Für "Sonder" und besondere Gruppen gibt es auch be"sondere" Aufmerksamkeit, während die Normalität vor die Hunde geht und das Schulsystem als solches gegen die Wand gefahren wird.
Ist ja auch gut so und nicht weiter notwendig, sich für Besserungen einzusetzen. Wozu mehr und bessere Bildung? - Bald werden fast alle Deutschen in fremden Weltteilen zu unserer Verteidigung gegen den Terror eingesetzt sein, während vor allem die Muslime und Wirtschaftsflüchtlinge sowie ein Teil der echten Asylbewerber hier in der BRD den Betrieb aufrecht erhalten.
Kulturell und geistig hochkarätig ausgebildete Menschen wird man hier bald sowieso nicht mehr benötigen, weil solche in nicht ferner Zukunft zu moderaten Preisen von den Chinesen zu leasen sein werden und bei Wegfall eines Bedarfs zurück gegeben werden können, ohne dass Sozial- und Entsorgungskosten entstehen.

Wer von der Politik gehätschelt und ge"förder"t werden möchte, muss schon zumindest ein renitenter Muslim sein, der in jedem EKZ einen Gebetsraum auf Staatskosten einfordert.

Bessere Schulbildung für alle würde nur zu mehr "qualifizierter Arbeitslosigkeit" führen. Allerdings auf die Gefahr hin, auch mehr qualifiziert "mündige Bürger" zu riskieren. Und die - bei Gott, Jahwe und Allah! - brauchen wir wahrhaftig nicht. Sonst hat bald jedes Stadtviertel sein "Stuttgart 21" am Bein. Furchtbar.

"Brot und Spiele" reicht völlig.

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winnigorny1 Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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So ein bisserl polemisierst du jetzt aber, Schürhaken!

Außerdem habe ich ja auch nur darauf abgehoben, dass nicht die Lehrer die Watschenmännchen sein sollten, sondern vielmehr die verantwortlichen Politiker.

... Und Gott, Jahwe oder Allah würde ich aus dieser Diskussion heraushalten wollen. - Die haben wirklich keine Schuld an der Misere! Und die Dissonanzen zwischen den großen Religionen sind auch nicht die Schuld der (menschgemachten) Götter, sondern einzig und allein die Ideologen, die sich dieser Religionen bemächtigt haben sind dafür verantwortlich; eben auch im weitesten Wortsinn Politiker!

Aber sonst liegst du natürlich gar nicht so schief.....

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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schusel Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Hallo Leute!
Irgendwie hab ich das Gefühl, die Lehrer sinds mal wieder oder die Politiker. ich bin Lehrer eines mittelgroßen Berufskollegs mit 350 internetfähigen Rechnern 24 White/Smartboards und noch so dem ein oder anderen PC Highlight. Fakt ist, das ich ständig zwischen 2-5 Rechner täglich wegen irgendwelcher Spielereien von Schülern (Tasten vertauscht - Maus geklaut - Kabel durchgeschnitten - Frontblenden rausgebrochen - Monitore beschmiert etc) und 2-5 Rechner wegen technischer Überalterung (bei uns werden die Rechner alle 5 Jahre getauscht) und 2- 5 Rechner wegen defekter Netzteile/Grafikkarten/Wächterkarten etc. täglich aus dem Verkehr ziehen muss. Die Realität sieht nämlich so aus, das diese Jobs nicht von der Verwaltung gemacht werden, sondern von den Lehrern nebenbei (so ganz nebenbei wer Wirtschaftswissenschaften und Theologie studiert hat ist nicht unbedingt der beste Schrauber und Softwarefreak). Hinzu kommt, das ständig irgendwelche von den Schülern eingeschleppte Schadprogramme trotz kostenintensiver Firewall und Virenschutzprogramme die Systeme lahmlegen oder verlangsamen, ganz zu schweigen von den Versuchen während des Unterrichts im Internet zu serven oder via Tunneltricks sich proxis aufzubauen um gemeinsam irgendwelche Egoshooter zu spielen. Ich kann inzwischen viele Kollegen verstehen, die keinen Spaß mehr haben ihren Unterricht mittels PC zu gestalten sondern vielmehr zur lieben alten Tafel zurückkehren. Und zum Schluss noch ein Gruß an die Politiker mit 25 - 30 Schülern Informatikunterricht zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

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Xdata schusel

„Hallo Leute! Irgendwie hab ich das Gefühl, die Lehrer sinds mal wieder oder die...“

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Da spricht du ein Problem an, welches nicht zu unterschätzen ist.
Hatte mal zu Unrecht Lehrer kritisiert die Wächterkarten installiert hatten.
Bis ich mal in einen Schülerrechner - ohne geschaut habe.

Fridi, du hast schon recht.
Auch wenn man nicht perfekt ist, kann man sich wenigstens bemühen in Foren und anderswo richtig zu schreiben.
Meine Texte sehen oft etwas komisch aus, da ich "das, daß und Dass" vermeide.
-- wobei "dass" wirklich häßlich ist.
Und "wie oder als"? naja .. ist schon deutlich leichter:-) Oder?
Alles klein zu schreiben, wenn man damit Probleme hat hilft auch nicht viel.
Es gilt als unhöflich weil es nur mit Kozentration lesbar ist.
Lange kann man damit vorhandene Schwächen in Bezug auf Groß- und Kleinschreibung sowieso nicht verbergen.
Auch die Ausrede - neue Rechtschreibung hilft da nicht.
Deutsche Rechtschreibung ist einfach zu umfangreich, damit es immer eine der neuen Regeln trifft.

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Fridi1 schusel

„Hallo Leute! Irgendwie hab ich das Gefühl, die Lehrer sinds mal wieder oder die...“

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Wenn Du genau hinschaust, sitzen doch viele Lehrer in der Politik. Dort können sie doch etwas für ihren eigenen Berufsstand tun. Und---? Passiert da was?
Deutschland ist schon immer kinderunfreundlich gewesen und die Menschen hier sind doch dabei, diese unsere Zukunft ganz abzuschaffen. In unserem Land hat unser Hund mehr Rechte als unser Kind.
Das Gefühl stellt sich bei mir jedenfalls ein. Wobei ich nicht die Menschen am unteren Ende der Nahrungskette meine. Die Lehrer und Hortmitarbeiter haben sich unendlich um unseren behinderten Sohn gekümmert und ihn mit auf einen eigenen, selbstständigen Weg gebracht.


Gruß

Fridi

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schuerhaken schusel

„Hallo Leute! Irgendwie hab ich das Gefühl, die Lehrer sinds mal wieder oder die...“

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Klar, Mann, selbst schuld.
Gebt den Schülern eigene Note-/Net-Books, die sie zum Unterricht mitbringen und bloss anstöpseln müssen.
Im Netzwerk hocken dann die "Wächter", die jedes Gerät sofort identifizieren und lahmlegen, von dem Bosheiten ausgehen.

In den USA habe ich solches besichtigen können.
Da funktionierte alles, und die Schüler hüteten ihre Geräte wie ihre Augäpfel.

Geht hier in D natürlich nicht. Wir verblasen die Moneten lieber am Hindukusch oder bei "S21" und Ähnlichem.
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Xdata Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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@fridi1

..kinderunfreundlich..

Meinst du das Jugendamt, oder - so wie ich es verstanden habe die ganz allgemeine Situation in Bezug auf Kinder?
Einige Urteile von Jugendämtern erscheinen suspekt.*
Soll heißen nicht für das Wohl der Jugendlichen oder Kinder.
Die Entscheidung der von der Leyen bei Hartz 4 ercheint besonders scheinheilig..

* Man sollte soetwas nicht "einer" Behörde allein überlassen ohne weitere Kontrollinstanz.

ps

Wozu dies führt sieht man an der allmächtigen Arge,
die sich quasi selbst kontrolliert.
Beschwerden, sich zu wehren verhallt da im Echolosen Niemandsland..

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Fridi1 Xdata

„@fridi1 ..kinderunfreundlich.. Meinst du das Jugendamt, oder - so wie ich es...“

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Ich meine die die ganz allgemeine Situation in Bezug auf Kinder. Da müssen Kindergärten umziehen in Industriegebiete, weil die Nachbarn den Lärm der Kinder störend finden. Da werden Sportplätze stundenweise geschlossen, damit die Nachbarn ihr Nickerchen machen können. Da werden Familien finanziell im Stich gelassen, obwohl sie sich um den Fortbestand des Rentensystems bemühen. Ich kann diese Liste noch stundenlang fortführen.
Deutschland ist kein Kinderland. Die Ausnahme macht die Industrie. Die haben die Kinder als Markt entdeckt.

Gruß

Fridi

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schoppes Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Den Lehrern erteilt die Studie eine glatte Ohrfeige. Zwei Drittel der Befragten fordern, dass die Lehrkräfte besser für den Einsatz neuer Medien geschult werden sollten

Wer ist denn für die Schulung und Fortbildung der Lehrer zuständig?

Die Bundesländer!

Also, wer hat die Ohrfeige verdient???

Ich bin seit 1981 Lehrer und habe noch nie eine Computer-Fortbildung durch meinen Arbeitgeber erhalten. An meiner Schule (Gesamtschule in NRW) haben wir 2 oder 3 schulinterne Fortbildungen durchgeführt, um uns mit dem Apple-Computer vertraut zu machen. Die Fortbildungen wurden von zwei meiner Kollegen abgehalten.
Anmerkung: An meiner Schule gibt es 3 Informatikräume mit insgesamt ca. 42 Apple-Computern.

Alles, was ich über Computer weiß, habe ich mir seit 1988 (beginnend mit einem C 64 von Aldi ;-) ) SELBST BEIGEBRACHT.
Ich gehe des Öfteren mit Schülergruppen in einen der Computerräume (falls einer frei ist), um im Internet zu recherchieren, Texte zu schreiben oder mit GeoGebra zu arbeiten. Damit gehöre ich in meinem Kollegium von 80 Lehrern und Lehrerinnen, die privat ALLE einen PC besitzen, sicherlich zu den "Fortschrittlicheren" (trotz meines fortgeschrittenen Alters).

Aber viele meiner Kollegen und Kollegen wissen nicht, wie man den PC sinnvoll für den Unterricht und das jeweilige Fach einsetzen kann.

Das heißt, es sind Schulungen und Fortbildungen nötig, womit ich wieder beim Anfang meines Posts angekommen bin.

Für mich persönlich gilt: Ich sorge für meine eigene Fortbildung! ;-)

Das ist einer der Gründe, warum ich hier bei nickles.de tätig bin.

Hier kann man zwei Dinge toll verbinden: Man lernt was und kann manchmal auch bei Problemen helfen. Was will man mehr???

@alle

Hört auf, über Rechtschreib-, Grammatik- oder Tippfehler zu lamentieren!
Fehler passieren immer wieder. Geht GROSSZÜGIG darüber hinweg und lasst TOLERANZ walten!

Mir fällt dazu ein Bibelzitat ein:

"Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"

MfG
Erwin
"Früher war alles besser. Sogar die Zukunft." (Karl Valentin)
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schuerhaken schoppes

„ Wer ist denn für die Schulung und Fortbildung der Lehrer zuständig? Die...“

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Wahrscheinlich wirst Du für Deinen Ehrgeiz eher bestraft als belohnt.

Ich war vor längerer Zeit mit einer Lehrerin liiert, über die ich auch viele Kontakte zu deren Kollegen bekam und kaum mit den Garten- und Grillfesten mithalten konnte.
Unter diesen Leuten (incl. meiner damaligen Partnerin) wärest Du ein Fremdkörper gewesen.

Hier um die Ecke ist eine höhere Schule. Ich rief einmal im Sekretariat an und bot der Schule einen Rechner einschließlich OS an.
Ohne nach dem Modell und dem OS zu fragen, bekam ich wie aus der Pistole geschossen die Antwort, die Schule sei als "Entsorgung" für "irgendwelche PCs" nicht die richtige Adresse.

Bei dem Gerät handelte es sich um einen 920D (2 x 2.8GHz HT) mit Nvidia-Grafik, TV-Video, Realtek-Sound, USB, Firewire und 500GB HDD incl. VISTA Home Premium (nagelneu), OpenOffice und div. Programme.
(Es arbeitet heute in der Verwaltung einer "Tafel".)

Alles klar?
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schoppes schuerhaken

„Hut ab!“

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Wahrscheinlich wirst Du für Deinen Ehrgeiz eher bestraft als belohnt.

Nein!

Viele Kollegen und Kolleginnen fragen mich um Rat, wenn es um PC-Probleme geht (ich bin sicherlich nicht der große PC-Experte wie manche andere hier), aber ich weiß mehr als sie.

Ich rief einmal im Sekretariat an und bot der Schule einen Rechner einschließlich OS an.

An meiner Schule hättest du eine ähnliche Antwort erhalten, weil (siehe oben!) wir ein reines Appel-Netzwerk haben.

(Es arbeitet heute in der Verwaltung einer "Tafel".)

Wenigstens hat dein Rechner noch eine sinnvolle Verwendung gefunden!

MfG
Erwin
"Früher war alles besser. Sogar die Zukunft." (Karl Valentin)
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hackintoshi Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Interessante these mit dem verschlafen.
Das versäumnis auf die lehrer allein abzuwälzen, ist nur ein teil der ganzen wahrheit. Es gibt immerhin noch den elternbeirat. Und die eltern sind schlußendlich für ihre sprößlinge verantwortlich. Somit für ihre zukunftschancen.
Ich habe momentan im http://carl-orff-gym.de/homepage/seite_Schulprofil_182.html#Medien zu tun und sehe den alltag aus dem blickwinkel des beobachters. Hochinteressant zu sehen und zu hören , was schüler über lehrer und ihresgleichen denken. Humanismus ist anders.
Aber ich kann bestätigen, daß viele lehrer in puncto weiterbildung IT als homo neanderthalensis durchgehen. Sie sind somit überbezahlte dummköpfe.
Sei's drum; wollen wir gut ausgebildete schulabsolventen muß unsere gesellschaft umdenken.

[url=http://www.sysprofile.de/id138380][img]http://sig.sysprofile.de/picsys/sysp-138380.jpg[/img][/url]
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nettineu hackintoshi

„Interessante these mit dem verschlafen. Das versäumnis auf die lehrer allein...“

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hi hackingtoshi, kannst Du mir sagen, warum man zum Lesen der Schülerzeitung ein Passwort und Login benötigt? Zenszur? Freie Meinungsäußerung ist was anderes.

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hackintoshi nettineu

„hi hackingtoshi, kannst Du mir sagen, warum man zum Lesen der Schülerzeitung...“

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kannst Du mir sagen, warum man zum Lesen der Schülerzeitung ein Passwort und Login benötigt?

Da bin ich nicht der richtige ansprechpartner. Wie immer, bei solchen fragen solltest du den systemadmin der schule anschreiben. Die wissen mehr über die geheimnisse des schulrechts. Welches wohl im dunkeln bleiben soll?!
[url=http://www.sysprofile.de/id138380][img]http://sig.sysprofile.de/picsys/sysp-138380.jpg[/img][/url]
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Fridi1 hackintoshi

„Interessante these mit dem verschlafen. Das versäumnis auf die lehrer allein...“

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Das versäumnis auf die lehrer allein abzuwälzen, ist nur ein teil der ganzen wahrheit. Es gibt immerhin noch den elternbeirat. Und die eltern sind schlußendlich für ihre sprößlinge verantwortlich.

Moin moin aus HU
Bin gerade mit dem Frühstück fertig und lese "Es gibt immerhin noch den Elternbeirat".
Ich war auch im Elternbeirat. Viele meiner Mitstreiter haben sich wählen lassen, um für ihren Sprössling das Beste herauszuholen. Die Gemeinschaft war da eher Nebensache.

Gruß

Fridi
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MagicRabbit Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Super. Wenn ich Schüler befrage kriegen die Lehrer sowieso nur eine "Ohrfeige". Ein ähnliches Ergebnis würde man bekommen, wenn man fragt ob "Hausaufgaben erteilt werden sollten" oder ob es eine "verbindliche Anwesenheitspflicht geben sollte".

Nur weil ein Schüler etwas gut findet heißt das noch lange nicht, dass es auch gut für ihn ist. Lehrer müssen den Schülern nicht alles beibringen, wenn sie für den Beruf ausreichende Kentnisse im Umgang mit Computern sowieso Zuhause erwerben braucht es keinen zusätzlichen Unterricht.

Das einzige was dem deutschen Schulsystem fehlt ist Geld. Die Klassen sind zu groß und neue Ausstattung wie z.B. SmartBoards kann fast keine staatliche Schule bezahlen. Es fehlt nicht an Reformen oder Innovativen Ideen sondern einfach nur am Geld.
Würde man aber eine Steuererhöhnung für das Schulsystem einführen gäbe es bestimmt wieder Geschrei.

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dalai MagicRabbit

„Super. Wenn ich Schüler befrage kriegen die Lehrer sowieso nur eine Ohrfeige ....“

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Würde man aber eine Steuererhöhnung für das Schulsystem einführen gäbe es bestimmt wieder Geschrei.
Mit Sicherheit, und zwar sogar zu Recht, denn das Geld kommt doch sowieso nicht dort an, wo es gebraucht wird. Es fehlt nicht nur am Geld, sondern auch an Anreizen für Lehrer, dies oder jenes zu tun oder zu lassen. Und warum ist das so? Weil das Schulsystem in der derzeitigen Form schlecht ist.

Es gibt da wesentlich bessere Umsetzungen in anderen Ländern. Das fängt bei kleineren Klassen an, geht über andere Formen als Frontalunterricht und hört noch lange nicht bei Unterrichtszeiten auf. Mit letzterem meine ich vor allem den Schulbeginn. Es ist inzwischen erwiesen, dass Kinder bzw. Teenager in der Pubertät frühmorgens müde sind und später aufstehen wollen, weil der Körper in einem massiven Umbau ist. IIRC wurde deshalb in den USA der Unterrichtsbeginn auf eine Stunde später (also 9:00) verlegt. Je wacher die Schüler sind, desto aufmerksamer können sie auch dem Unterricht folgen.

Ich kann mich auch noch gut an meine Schulzeit erinnern, in der es in einem Jahr die nullte Stunde gab: Beginn 6:55. Sowas ist einfach Irrsinn, und jeder kann sich denken, wie oft ich daran teilnahm...

MfG Dalai
Echte Hilfe kann´s nur bei Rückmeldungen geben.
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nettineu Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Kommentarlos:

Rüstungsetat 2007: 28,4 Milliarden Euro (richtig?)
Bildungsetat 2010: 10,86 Milliarden Euro

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shrek3 Michael Nickles

„Deutsches Schulsystem verschläft die Zukunft“

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Mehr als die Frage nach dem Einsatz von Rechnern in den Schulen interessiert mich, inwieweit daran gearbeitet wird, den Unterricht (zunächst in Feldversuchen) über Rechner ablaufen zu lassen.

Damit meine ich Projekte, die zum Ziel haben, den Unterricht in einer virtuellen Umgebung stattfinden zu lassen (teils in virtuellen Klassen - teils in Form von virtuellem Einzelunterricht) - also mit dem Fernziel, Schulunterricht immer mehr nach Hause zu verlagern.

Ein Beispiel solch einer virtuellen Veranstaltung wäre z.B. das hier:
http://www.vhs-sl.de/

Klingt heutzutage noch ein wenig wie Science Fiction - auf Dauer gesehen wird das aber die Schulform der Zukunft sein.

Gruß
Shrek3

Fatal ist mir um das Lumpenpack, das, um Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau, mit all seinen Geschwüren. Heinrich Heine
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nettineu shrek3

„Mehr als die Frage nach dem Einsatz von Rechnern in den Schulen interessiert...“

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Eine virtuelle Welt entfremdet den Lernenden mehr und mehr von der Realität, besonders bei angestrebten Lernzielen. Ergänzend kann ich mir das sehr gut vorstellen, da unbekannte Lernfelder, z.B. in Wissenschaften erschlossen werden können.

Ohne Menschen als Bezugspartner wird die Lernwelt jedorch arm. Sozialbindungen werden in der virtuellen Welt komplett abgebrochen. Das kann kein sinnvolles Ziel sein. Die 80er Sprachlabore sind allesamt wieder abgeschafft worden, da allein ein 14tägiger Auslandsaufenthalt in der zu lernender Sprache "vollautomatisch" sogar ohne Lehrer mehr lehrt, als jedes Sprachlabor in der zeit erzielen könnte. Bereitschaft des Lernenden vorausgesetzt. Genau da liegt das Problem, wenn wir unseren Lernenden den Spaß am Lernen vermiesen, egal wodurch, dann ist ist es mit der Lern-Zukunft nicht rosig bestellt, egal ob mit/ohne Rechner oder virtuell/real.

lg nettineu

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