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News: 550.000 Euro Preisgelder

Deutscher Computerspielpreis 2017: Das sind die strahlenden Gewinner

Michael Nickles / 2 Antworten / Baumansicht Nickles
Gewinner Deutscher Computerspielpreis 2017. (Foto: Deutscher Computerspielpreis)

(Originalmiteilung) Berlin, 26. April 2017: Glamourös, unterhaltsam und spannend bis zur letzten Minute: Die Preisverleihung des Deutschen Computerspielpreises 2017 (DCP) im Berliner Westhafen, moderiert von Barbara Schöneberger, begeisterte das Publikum. Seit Mittwochabend, den 26. April 2017, stehen die Gewinner des wichtigsten deutschen Förderpreises für Computerspiele fest. Auf insgesamt 14 Kategorien, davon einige undotiert, entfallen 550.000 Euro Preisgelder. 110.000 Euro gehen an den wichtigsten Preisträger des Abends: Das Action-Rollenspiel Portal Knights des Studios Keen Games, das die Trophäe für das „Beste Deutsche Spiel“ von Bundesdigitalminister Alexander Dobrindt überreicht bekam.

Über 700 geladene Gäste aus der Computer- und Videospielbranche, Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien verfolgten den spannendsten Abend des Jahres für die deutsche Games-Branche und wurden dank Moderatorin Barbara Schöneberger und Live-Musik von Mark Forster bestens unterhalten. Prominente Laudatoren wie Kurt Krömer, der YouTube-Star Gronkh, Olivia Jones, die auf die Vielfalt der deutschen Computerspiele hinwies, sowie Dorothee Bär als Vorsitzende der Jury und bekannte Persönlichkeiten aus der deutschen Spielebranche, überreichten die begehrten silber-blauen Trophäen und damit, für die prämierten Entwicklerstudios wichtige Preisgelder.

Die Gala-Verleihung schloss mit der Krönung des Action-Rollenspiels Portal Knights zum „Besten Deutschen Spiel“ ab. Laudator und Bundesdigitalminister Alexander Dobrindt, der zuvor die Gala eröffnete, betont die besondere Stellung des DCP 2017: „Der Deutsche Computerspielpreis 2017 ist ein Preis der Rekorde – mit mehr Preisgeld, mehr Einreichungen und mehr Innovationen als je zuvor. Wir erleben ein neues Qualitätslevel der deutschen Games-Branche. Unsere Spieleentwickler zeigen, dass sie ein wichtiger Treiber für innovative Technologien sind. Dabei wird deutlich, was Technologien in der Gigabit-Gesellschaft zum Durchbruch verhilft: Kreativität, Innovationskraft und vor allem auch Spaß.“

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller zum DCP: „Mit herausragenden Computerspielen leisten die Preisträger einen wichtigen Beitrag zur multimedialen Spielekultur in unserem Land. Die Entwicklung der Games-Industrie spielt für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft eine zunehmende Rolle. Zahlreiche kreative Entwickler und innovative Produzenten, Startups und etablierte Unternehmen sind die Schrittmacher der Entwicklung. Berlin unterstützt und fördert diese auch weiterhin.“

Der Titel Shadow Tactics: Blades of the Shogun gewinnt die Kategorie „Bestes Gamedesign“. Bemerkenswert ist auch der Gewinner in der Kategorie „Bestes Kinderspiel“: She Remembered Caterpillars beeindruckt mit einer künstlerischen Qualität, die heraussticht. The Legend of Zelda: Breath of the Wild von Nintendo gewinnt den Preis für das “Beste Internationale Spiel”. Bereits zum dritten Mal konnten die Spielerinnen und Spieler via Online-Voting den Sieger in der Kategorie „Publikumspreis“ bestimmen. Über 30.000 Stimmen wurden abgegeben – so viele wie nie zuvor. Gewonnen hat The Witcher 3 – Blood and Wine. Damit wählte die Community zweimal in Folge das Spiel The Witcher 3 zu ihrem Liebling, in diesem Jahr allerdings die Fortsetzung ‚Blood and Wine‘.

Übersicht der Preisträger 2017 und die Begründungen der Jury:

1. Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 110.000 Euro)

  • Portal Knights (Keen Games, Frankfurt am Main / 505 Games, Mailand, IT)

Jurybegründung: Das Action-Rollenspiel Portal Knights besticht durch eine kunterbunte und clevere Mischung aus bekannten Spieleelementen und überzeugt sowohl große als auch kleine Spieler.

2. Bestes Nachwuchskonzept (dotiert mit insgesamt 90.000 Euro, 1. Platz 45.000 Euro, 2. Platz 30.000 Euro, 3. Platz 15.000 Euro)

  1. DYO (Josia Roncancio, Maximilian Warsinke, Ragnar Thomsen, Fabian Golz, Oliver Langkowski (HTW Berlin)
  1. Isometric Epilepsy (Utz Stauder, György János Droste, Bálint Márk, Juan Camilo Orjuela Lozano (TH Köln)
  1. ViSP – Virtual Space Port (Timo Falcke, Sandro Heuberger, Ngoc Hoang Tran (HTW Berlin)

Jurybegründung: Der Plattformer DYO überzeugt mit erfrischend konzipierten Rätseln in einem zweidimensionalen Labyrinth, einem unverbrauchten Setting und bietet mit einem permanenten „Um-die-Ecke-Denken“ ein kooperatives Spielerlebnis.

Jurybegründung: Das innovative 3D-Musikspiel Isometric Epilepsy begeistert mit einer gelungenen Kombination aus bewährten Puzzle-Elementen, rhythmisch-musikalischen Elementen und verrückter Ästhetik.

Jurybegründung: Das VR-Spiel ViSP - Virtual Space Port beeindruckt mit einem guten Konzept aus Kreativität, bei dem logisches Denken gefragt ist, einem hohen Spielspaß und Wiederspielwert sowie dem sozialen Austausch der ViSP-Community.

3. Bestes Kinderspiel (dotiert mit 75.000 Euro)

  • She Remembered Caterpillars (Jumpsuit Entertainment, Kassel / Ysbryd Games, Brighton)

Jurybegründung: She Remembered Caterpillars ist auf Anhieb voller Tiefe, märchenhaft und beeindruckte die Jury mit einer fantastischen Ästhetik, viel Detailliebe und einer exzellenten Artdirektion. Die Erzählebene über Liebe, Trauer und Akzeptanz führt zu einem für die Jury ganz besonderen Erfahren des Spielers: nur in Symbiose ist Zusammenleben möglich.

4. Bestes Jugendspiel (dotiert mit 75.000 Euro)

  • Code 7 – Episode 0: Allocation (Goodwolf Studio, Bonn)

Jurybegründung: Code 7 – Episode 0: Allocation ist ein gelungenes Beispiel für das innovative Modell eines Crowd-finanzierten Episodenspiels. Das dystopische Science-Fiction-Adventure begeistert mit einer intelligenten Geschichte und einer außergewöhnlichen Umsetzung. Vor allem die zeitkritischen Sequenzen, die die relevante Diskussion zu Überwachung und künstliche Intelligenz bewirken, sind hervorzuheben.

5. Beste Innovation (dotiert mit 40.000 Euro)

  • VR Coaster Rides und Coastiality App (VR Coaster, Kaiserslautern)

Jurybegründung: Die VR Coaster Rides und Coastiality App ist eine beeindruckende Demonstration von deutscher Innovationskraft mit internationaler Relevanz und schafft eine neue Dimension der Unterhaltung. Hochwertige 3D-Grafiken in 4K-Auflösung und die Möglichkeit, die Inhalte je nach Einsatz zu adaptieren sind nur ausgewählte Punkte, die die Jury überzeugt haben.

6. Beste Inszenierung (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Robinson: The Journey (Crytek, Frankfurt am Main)

Jurybegründung: Robinson: The Journey ist ein technisch und ästhetisch auf höchstem Niveau entwickeltes VR-Spiel mit mehreren Stunden Spielzeit, intuitiver Steuerung, einer flexiblen Erzählstruktur und einer hohen audiovisuellen Qualität.

7. Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro, je Platzierung mit 20.000 Euro)

  1. Debugger 3.16: Hack’n’Run (Spiderwork Games, Vechta)
  1. Orwell (Osmotic Studios, Hamburg / Surprise Attack, Melbourne)

In der Kategorie „Bestes Serious Games“ teilen sich zwei Gewinner den Preis.

Jurybegründung: Das Jump and Run Debugger 3.16: Hack’n’Run besticht neben einer atmosphärisch anspruchsvoll gestalteten Grafik vor allem durch die Verschmelzung von Lern- und Spielinhalten. Dabei stehen bei dem Erlernen der objektorientierten Programmierung immer die spielerischen Aspekte im Vordergrund.

Jurybegründung: Das Social-Awareness-Game Orwell geht auf exzellente Weise auf das aktuelle und gesellschaftlich sehr relevante Thema Überwachung ein, indem es die SpielerInnen unter anderem für die Rolle von Social Media in Überwachungsszenarien sensibilisiert, ohne mit dem pädagogischem Zeigefinger daher zu kommen oder den Spielspaß zu vergessen.

8. Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Glitchskier (Shelly Alon, Hamburg)

Jurybegründung: Der Arcade-Shooter Glitchskier ist ein brillantes Zusammenspiel von Metapher, Gameplay und Ausführung und hebt sich von anderen Spielen in diesem Genre vor allem durch die Grafik und den Sound ab. An diesem Spiel sitzt jeder Pixel, jeder Effekt, die komplette Mechanik.

9. Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro)

  • Shadow Tactics: Blades of the Shogun (Mimimi Productions, München / Daedalic Entertainment, Hamburg)

Jurybegründung: In Shadow Tactics – Blades of the Shogun fügen sich die Missionen der SpielerInnen visuell, auditiv und story-technisch sehr authentisch in das historische Szenario. Ein zugängliches Interface Design, überzeugendes Level Design und eine angemessene Steigerung des Schwierigkeitsgrades konnten zusätzlich überzeugen.

10. Bestes Internationales Spiel

  • The Legend of Zelda: Breath of the Wild (Nintendo)

Jurybegründung: The Legend of Zelda: Breath of the Wild bietet ein unvergleichbares Open World-Erlebnis, das Spieler für Experimente und Erkundung immens belohnt. Das Rollenspiel entführt Spieler in eine liebevoll gestaltete Welt voller Abenteuer und Rätsel, in der es selbst nach 100 Stunden Neues zu entdecken gibt.

11. Bestes internationales Multiplayer-Spiel

  • Overwatch (Activision Blizzard)

Jurybegründung: Der Multiplayer-Ego-Shooter Overwatch ist der Beweis dafür, dass perfektes Balancing und Map-Design der Schlüssel zum Erfolg im Multiplayer-Genre sind. Das Spiel bleibt einsteigerfreundlich und weicht auch mit seinem visuellen Stil gängige Genre-Standards auf.

12. Beste internationale neue Spielewelt

  • Uncharted 4: A Thief’s End (Naughty Dog / Sony Interactive Entertainment)

Jurybegründung: Uncharted 4: A Thief’s End ist ein Meilenstein des Gamedesignhandwerks. Mit einer unfassbar detailverliebten und teilweise grandios verschwenderischen Inszenierung fühlt sich dieses Abenteuer wie ein zum Leben erweckter Luxus-Reiseprospekt an, der mit ordentlich Action abgeschmeckt wurde.

13. Publikumspreis

  • The Witcher 3: Blood and Wine (CD Projekt RED)

14. Sonderpreis der Jury

  • Computerspielemuseum, Berlin

Jurybegründung: Das Computerspielemuseum in Berlin macht auf eine einzigartige Weise digitale Spielekultur erlebbar und bildet damit seit genau 20 Jahren eine Begegnungsstätte für Jung und Alt.

Michael Nickles meint:

Im vergangenen Jahr wurde der Deutsche Computerspielpreis in München verliehen und es war eine beeindruckende Veranstaltung. Nach Berlin habe ich es diesmal leider nicht geschafft, aber hoffe, dass es im kommenden Jahr hinhaut.

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bechri Michael Nickles

„Deutscher Computerspielpreis 2017: Das sind die strahlenden Gewinner“

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Beeindruckend, was heut' zu tage mit Grafik und Physik machbar ist. Der Trailer zum neuen Spiel Robinson, aus dem Hause Crytek, ist sehr beeindruckend. Überraschenderweise wird das Spiel auf Steam nur als "Ausgeglichen" bewertet. Oft liest man in den Rezensionen von Problemen mit Motion Sickness, aber das scheint zur Zeit noch ein grds. Problem der noch relativ neuen VR-Technik zu sein.

Der Preis für das Computerspiele-Museum in Berlin ist im Sinne der Kulturförderung m.E. sehr verdient. Ich kann, auch wenn das Museum selbst relativ klein ist, es jedem Berlinreisenden nur empfehlen. Das meiste kann ausprobiert werden und insbesondere die "Pain Mashine" (=2 Spieler spielen Pong gegeneinander und werden durch Elektroschocks und Schläge bestraft), sowie ein Spiel, das rein auf Text und Fantasie basiert, sowie ein Rennradsimulator mit Rennrad als "Controller", um nur ein paar der Attraktionen aufzuzählen, sind mir bis heute in Erinnerung geblieben.

MfG Chris
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steto123 Michael Nickles

„Deutscher Computerspielpreis 2017: Das sind die strahlenden Gewinner“

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Ich habe mir mal Portal Knight angesehen. und es bei Steam nach nicht mal einer Stunde zurück gegeben.

Quitsch bunt, ein Spiel vor allem für ganz jung. Mich holt das nicht ein bisschen hinterm Ofen vor.

Sei froh, denn es könnte noch schlimmer kommen! Ich war froh und siehe da, es kam schlimmer!
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