Anwendungs-Software und Apps 14.135 Themen, 69.474 Beiträge

News: Schnelle Reaktion von Google

Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert

Redaktion / 14 Antworten / Baumansicht Nickles

Der neue Internet Browser von Google - Chrome - sorgt unermüdlich für Schlagzeilen. Längst ist klar, dass dieser Browser von "Kopf bis Fuss" auf Google eingestellt ist. Er dient vor allem dazu, alle wichtigen Google-Dienste unter eine Oberfläche zu bringen. Wer Chrome installiert, der muss die Nutzungsbedindungen akzeptieren.

Und die sind recht lang. Datenschützer haben sofort bei Erscheinen von Chrome kritisiert, dass die "Daten-Krake" Google bei ihrem eigenen Browser ordentlich zuschlagen wird, um Daten über das Nutzungsverhalten zu sammeln. Ein sehr kritischer Punkt bei den Nutzungsbedingungen ist dieser:

11. Inhaltslizenzierung von Ihnen

11.1 Das Urheberrecht sowie sämtliche anderen Rechte, die Sie hinsichtlich Ihrer mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte bereits besitzen, verbleiben in Ihrem Besitz. Durch das Übermitteln, Einstellen oder Anzeigen von Inhalten erteilen Sie Google eine unbefristete, unwiderrufliche, weltweit gültige, unentgeltliche und nicht exklusive Lizenz zum Vervielfältigen, Anpassen, Modifizieren, Übersetzen, Veröffentlichen, zum öffentlichen Darstellen und Anzeigen sowie zum Vertreiben sämtlicher mithilfe der Services übermittelten, eingestellten oder angezeigten Inhalte. Diese Lizenz dient einzig dem Zweck, Google das Anzeigen, Vertreiben und Bewerben der Services zu ermöglichen, und kann gemäß den sonstigen Bedingungen des jeweiligen Service jederzeit wieder entzogen werden.

11.2 Sie erkennen an, dass diese Lizenz Google dazu berechtigt, die Inhalte anderen Unternehmen, Organisationen oder Personen zugänglich zu machen, die mit Google zum Zweck der Bereitstellung syndizierter Services zusammenarbeiten, sowie die Inhalte im Rahmen der Bereitstellung solcher Services zu nutzen.

11.3 Sie erkennen an, dass Google im Zuge der technischen Schritte, die zum Bereitstellen der Services für deren Nutzer erforderlich sind, dazu berechtigt ist, (a) Ihre Inhalte über mehrere öffentliche Netzwerke und verschiedene Medien zu übermitteln und zu vertreiben und (b) Änderungen an Ihren Inhalten vorzunehmen, die erforderlich sind, damit die Inhalte den technischen Anforderungen der angeschlossenen Netzwerke, Geräte, Services oder Medien entsprechen. Sie stimmen zu, dass Google durch diese Lizenz die Berechtigung zum Durchführen dieser Aktionen erteilt wird.

11.4 Sie versichern gegenüber Google, dass Sie über alle erforderlichen Rechte, Befugnisse und Vollmachten verfügen, die weiter oben genannte Lizenz zu vergeben.

Simpel ausgedrückt bedeutet das, dass Chrome-Nutzer Google das totale Recht einräumen, über ihre per Chrome gesammelte Daten nach Lust und Laune zu verfügen, sie beliebig zu modifizieren und weiterzugeben. Diese Nutzungsbedingung findet sich übrigens auch bei allen anderen Google-Diensten.

Anscheinend hat Google schnell mitgekriegt, dass eine derartige Nutzungsklausel für Empörung sorgt und den "Siegszug" des Google-Browsers enorm blockiert. Daher wurden die Nutzungsbedingungen jetzt rasch geändert.

Der komplette Abschnitt 11 wurde auf einen einzigen Satz zusammengestrichen. In den US-Nutzungsbedingungen lautet er jetzt so:

11. Content license from you

11.1 You retain copyright and any other rights you already hold in Content which you submit, post or display on or through, the Services.

Das heißt ganz simpel, dass Chrome-Nutzer das Copyright sowie alle anderen Rechte an Dingen behalten, die sie mit Chrome anstellen. Bislang hat Google nur die US-Nutzungsbedingungen geändert. Es ist davon auszugehen, dass diese Änderung in wenigen Stunden auch bei den deutschen Nutzungsbedingungen stattfinden wird.

Michael Nickles meint: Wie die Nutzungsbedingungen bei Chrome lauten ist total schnuppe. Es ist klar was Google will. In Phase eins muss der Browser erst mal weite Verbreitung finden. Dazu wird das Ding technisch attraktiv gemacht. In Phase zwei wird es dann drum gehen, mit diesem Ding Kohle zu machen.

Konkret heißt das, noch besser und treffender Werbung verkaufen zu können. Dazu MÜSSEN Nutzungsdaten analysiert werden. Selbsterklärend kann Google die Nutzungsbedingungen von Chrome jederzeit ändern. Dann reicht ein kleiner Satz und schon sind die Chrome-Nutzer wieder alle "Rechte" los und gestatten Google die Verwertung ihrer Daten.

Und da die meisten Menschen Software updaten ohne kilometerlange Nutzungsbedinungen zu studieren, lassen sich Änderungen leicht unterjubeln.

bei Antwort benachrichtigen
halbinsel Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

Google Chrome blockiert scheinbar meine Windows Live Mail Programm...!!! Deshalb hab ich Chrome wieder deinstalliert. Leider. Die einfache Benutzeroberfläche war verführerisch!

bei Antwort benachrichtigen
Eggybaerchen halbinsel

„Google Chrome blockiert scheinbar meine Windows Live Mail Programm...!!! Deshalb...“

Optionen

Nun, ich finde Firefox prima! Außerdem lasse ich alle möglichen Antiviren-, Firewall- und Antispyware-Programm über meinen Rechner huschen, um nach Möglichkeit Niemandem unnötig Einsicht in meine Daten zu gewähren.
Also: alles gute Gründe, auf diese Chrome-Krake zu verzichten!
Mich nervt schon, bei allen möglichen Diensten Optionen wie "Google-Toolbar installieren" immer weghaken zu müssen, damit sich nicht irgendetwas auf meinen Rechner verirrt, was ich gerade überhaupt nicht haben wollte.
Demnächst baut sich diese Firma noch das Recht in ihre "Nutzungsbedingungen" ein, frei über etwaig installierte Webcams und Mikrofone verfügen zu dürfen, um mein Mienenspiel und die Geräusche, die ich von mir gebe während der Internetnutzung "zu Marketingzwecken" weiterverarbeiten zu können...
Nein danke!
Firefox 3.1 ist unterwegs...

bei Antwort benachrichtigen
hannes43 Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

Ich habs doch gewusst das die Bande nichts gutes im Schilde führt!

bei Antwort benachrichtigen
zyklop66 hannes43

„Ich habs doch gewusst das die Bande nichts gutes im Schilde führt!“

Optionen

ja das is schon kacke,aber ich habe den mal in ner virtuellen xp maschine mit 196mb ram ausprobiert und ich muss sagen hilfe ist der schnell,aber leider gefällt mir das google monopol irgendwie nicht also werde ich ihn auch wieder los werden,aber top vorallem der is ja winzig klein.

Ein gutes Leben,ist die beste Rache!!!
bei Antwort benachrichtigen
winnigorny1 zyklop66

„ja das is schon kacke,aber ich habe den mal in ner virtuellen xp maschine mit...“

Optionen

Jo, das hab' ich auch gemacht und der ist schon geil, wenn da nicht diese Hintertüren wären.

Ich selbst Nutze zwar zum Vertrieb meiner Bumerangs AddWords und das bringt auch was; aber glaubt bloß nicht, dass ich die Google Toolbar je installiert habe!

Außerdem denke ich mal, dass das ja eben Open Sorce ist und dann dürfte es nicht lange dauern, bis die üblichen Unverdächtigen dieselben oder ähnliche Features in ihre Browser einbauen.

Also behalte ich meinen Firefox (war eh'von Anbeginn an der Überzeugung, dass Google mit dem neuen Browser vor allem spionieren will und der User sich dem zu fügen hat)und harre der Goodies, die da noch kommen werden....

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
bei Antwort benachrichtigen
dl7awl Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

Was soll der allgemeine Chrome-Hype in den Medien und überhaupt? Mittlerweile dürfte ja jede(r) längst seinen/ihren Lieblingsbrowser gefunden haben und damit zufrieden sein, also warum zum Teufel umsteigen - zumal wenn Google dahinter steckt? Schlimm genug, wie automatisch und Junkie-mäßig man inzwischen schon deren Suchdienst nutzt...

Ich muss Mike voll und ganz Recht geben; der Gang der Dinge ist wahrlich abzusehen, selbst wenn Google sich jetzt erstmal genötigt sieht, "Kreide zu fressen".

Außerdem: wenn wirklich was Gutes an Chrome dran sein sollte, was andere nicht haben - noch nicht -, dann wird das einen "Kreativitätsdruck" ausüben, und bei den anderen werden über kurz oder lang ähnliche oder bessere Features auftauchen.

Die Erfahrung lehrt, dass es ein ewiges Hase-und-Igel-Spiel bleibt und es auf Dauer kein Alleinstellungsmerkmal bei Browsern gibt. Also wozu umsteigen? Selten war es so eindeutig unnötig, sich auf einen von Google ausgelegten Köder zu stürzen, wie diesmal.

Gruß, Manfred

bei Antwort benachrichtigen
MagicRabbit Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

Wieder mal ein guter Grund Google nicht zu unterstützen und doch lieber bei FireFox zu bleiben -_-*
Leider gibt es immer noch keine wirkliche Alternative zu Googles Suchmaschine...

bei Antwort benachrichtigen
GarfTermy MagicRabbit

„Wieder mal ein guter Grund Google nicht zu unterstützen und doch lieber bei...“

Optionen

"...Wieder mal ein guter Grund Google nicht zu unterstützen und doch lieber bei FireFox zu bleiben ..."

....und google als suchmaschine zu nutzen?

das problem ist wohl eher nicht der browser - sondern google selbst.

The two basic principles of Windows system administration: For minor problems, reboot For major problems, reinstall
bei Antwort benachrichtigen
dein.nachbar Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

"Dann reicht ein kleiner Satz und schon sind die Chrome-Nutzer wieder alle "Rechte" los und gestatten Google die Verwertung ihrer Daten."


google ist als datenkrake ja berühmt-berüchtigt.
deshalb glsaube ich nicht, dass die unbeobachtet einen solchen "kleinen satz" unterbringen könnten. dazu sind und werden auch in zukunft einfach zuviele augen auf chrome gerichtet...hoffe ich.

bei Antwort benachrichtigen
peter671 Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

Alles wie bereits seit ewigen Zeiten bekannt. Alles was süss ist hat immer einen bitteren Nachgeschmack. und Chrom glänzt doch prima bekommt aber schnell wasserflecken

bei Antwort benachrichtigen
weka1 peter671

„Alles wie bereits seit ewigen Zeiten bekannt. Alles was süss ist hat immer...“

Optionen

Hallo,
ist es nicht egal, ob meine Daten durch Datenklau, Verkauf o.ä. gegen meinen Willen verwendet werden, oder Google mit Crome das Gleiche mit seinen Nutzern macht?

Gruss weka

Auch mein Rechner kommt aus China !
bei Antwort benachrichtigen
Rudolf14 weka1

„Hallo, ist es nicht egal, ob meine Daten durch Datenklau, Verkauf o.ä. gegen...“

Optionen

Wie wärs mit Vivisimo als Suchmaschine, statt Google?:

http://de.vivisimo.com/

bei Antwort benachrichtigen
dl7awl weka1

„Hallo, ist es nicht egal, ob meine Daten durch Datenklau, Verkauf o.ä. gegen...“

Optionen
ist es nicht egal, ob meine Daten durch Datenklau, Verkauf o.ä. gegen meinen Willen verwendet werden, oder Google mit Crome das Gleiche mit seinen Nutzern macht?

Mag sein. Aber genau diese resignative Lethargie und Gleichgültigkeit ist es, die uns in diese Situation gebracht hat!

Wenn ich bedenke, was damals eine simple - und verglichen mit heutigen Verhältnissen "harmlose" - Volkszählung für einen massiven Volkszorn, breiten Widerstand und soviel passive Verweigerung heraufbeschworen hat, dass die erhobenen Daten wohl von zweifelhaftem Wert waren.

Bei gleichen Maßstäben wie damals müssten die heutigen Verhältnisse eigentlich längst zu einem bewaffneten Volksaufstand geführt haben!

Nicht dass ich das nun für die Lösung halten würde, aber fest steht, dass wir uns in den letzten 10-20 Jahren eindeutig zuviel haben gefallen lassen. Und zwar keineswegs nur was Bespitzelung und Datenmissbrauch angeht - die gleiche Lethargie hat ja auch z.B. unverschämte und unentwegt fortschreitende "schleichende" Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich, massenhafte Verarmung und viele andere Ungerechtigkeiten und Verschlechterungen toleriert und ermöglicht. Und das in einem der reichsten Länder der Erde!

Es wird wohl mal wieder Zeit, dass ein Ruck durch Deutschland geht. Wie 1968, nur anders...

Gruß, Manfred
bei Antwort benachrichtigen
Alibaba Redaktion

„Chrome Nutzungsbedingungen korrigiert“

Optionen

Gabs da nicht vor Kurzem erst was Ähnliches mit Adobe ? Gaben ein gutes Grafikprogramm "frei" und in den Nutzungsbedingungen stand dann ebenfalls das Copyright. Für Frauen würde das extrem ausgedrückt bedeuten, dass wenn sie einmal "private" Fotos von sich mit dem Programm bearbeiten, diese Fotos dann von Adobe vermarktet werden dürfen. Brutal, was !?

Bitte nicht gleich schimpfen, aber ich war zu faul, rumzusuchen, ob wirklich Adobe. Bin mir aber sicher, dass sich Viele daran erinnern können, zumals erst drei Monate etwa her ist.

Alibaba

Vielleicht werden derartige "Nutzungsbedingungen" später mal so extrem, dass mein Konto denen gehört, wenn ich mit ihrem Programm mal online den Stand abrufe. Bei mir hiesse das zwar "Herzliches Beileid", aber nunja...

Win7 Ult 64, i5-3470, Gigabyte Z77X-UD3H, 8GB RAM, SSD Samsung 840 Pro, XFX HD7750 Black Ed.und 1xSATA3-HD + 1xUSB3-HD mit insges. 5TB, NT 1000W
bei Antwort benachrichtigen