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News: Heikles Gerichtsurteil

Betrüger können Google nicht mundtot machen

Michael Nickles / 19 Antworten / Baumansicht Nickles

Sucherergebnisse von Google können für Menschen und Unternehmen unangenehm sein. Beispielsweise dann, wenn die Fundtreffer auch auf Seiten mit bösen Meinungen verlinken. Einem Vermittler von Kapitalanlagen hat es laut Bericht von Heise wohl gestunken, dass im Internet über ihn berichtet wurde, dass er Schrottimmobilien veräußert.

Aus einem Finanzforum sollen über die Google-Suche vier "böse Berichte" angezeigt worden sein. Der Unternehmer wollte per Klage erreichen, dass Google die besagten Beiträge nicht mehr anzeigen darf und auch generell keine Suchergebnisse mehr liefert, wenn nach seinem Namen und einem Stichwort wie "Betrug" gesucht wird und das zu Beiträgen führt, deren Inhalte das nicht beweisen.

Nach einem fünfjährigen Rechtsstreit hat das Oberlandesgericht Hamburg jetzt sein Urteil gefällt: Google ist für die Inhalte von Suchergebnissen nicht haftbar. Bei den angefochtenen Beiträgen stellten die Richter fest, dass Google bestenfalls fremde Meinungsäußerungen verbreitet und sich selbst ausreichend davon distanziert.

Auch eine Mitstörer-Haftung seitens Google wurde ausgeschlossen. Nutzern von Suchmaschinen sei schließlich klar, dass es sich bei den gefundenen Inhalten nicht um Inhalte des Suchmaschinenbetreibers handelt, sondern diese von fremden Quellen stammen.

Zudem würde es die Gefahr einer Zensur bedeuten, wenn Google eine Prüfpflicht von Fundergebnissen auferlegt werden würde.

Im Heise-Bericht wird darauf hingewiesen, dass der Kläger in der Vergangenheit mehrfach zivilrechtlich verklagte wurde, weil es Ärger mit seinen Immobilien gab. Es kann also vermutet werden, dass sich hier tatsächlich "Beschissene" im Internet beschwert haben.

Aber: es gibt keinen Beweis. Auch ist es wohl so, dass Google durchaus dazu "gezwungen" werden kann, exakt benannte Links zu streichen, wenn ein entsprechender Hinweis erfolgt. Eine pauschale Sperrung von Firmennamen/Suchbegriffen ist aber wohl nicht möglich.

Das Oberlandesgericht Hamburg hat zudem wohl beteuert, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung gehandelt hat, die nicht als pauschal gültig zu werten ist.

Michael Nickles meint: Ein "gutes Urteil", aber keines das restlos zum Jubeln ist. Das Jubeln vergeht einem spätestens dann, wenn es einem selbst erwischt, man von Google als "Betrüger und Arschloch" präsentiert wird - und sich nicht dagegen wehren kann.

Gerade in jüngster Zeit zeigt sich ja, wie leicht es "Link-Betrüger" haben, sich in Google ganz nach oben in die Trefferliste zu mogeln. Kriminelle, die diese Technik beherrschen, können Konkurrenten entsprechend leicht diffamieren.

Diese Klage gegen Google wird gewiss nicht die finale sein und es ist verständlich, dass die Richter ihrer Entscheidung nicht als "pauschal gültig" bewertet haben wollen.

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torsten40 Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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So ein ähnliches Urteil gab es doch schonmal. Künstler wollten doch an der Bildersuche bei Google mit verdienen, oder es verbieten lassen. Weiss garnicht mehr wie es ausgegangen ist
Google ist für die Inhalte von Suchergebnissen nicht haftbar
Und das ist auch gut so!

Freigeist
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soppiy torsten40

„So ein ähnliches Urteil gab es doch schonmal. Künstler wollten doch an der...“

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Das ist gerade das gute an Google und Konsorten, das man sich informieren kann um nicht auf solche Scharlatane reinzufallen. Das Problem ist nur das solche Mittel auch für Cybermobbing mißbraucht werden können, und dann ist es wie ein Kampf gegen Windmühlen die Einträge wieder loszuwerden. Von der Rufschädigung möchte ich da garnicht erst anfangen.
Auf jeden Fall kann man sich durch das Internet etwas besser gegen diese Provisionsgeier schützen, die es nur auf das Geld ihrer Klienten abgesehen haben.

Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.(http://www.z-mj.de)
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Olaf19 soppiy

„Das ist gerade das gute an Google und Konsorten, das man sich informieren kann...“

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Das Problem ist nur das solche Mittel auch für Cybermobbing mißbraucht werden können, und dann ist es wie ein Kampf gegen Windmühlen die Einträge wieder loszuwerden. Von der Rufschädigung möchte ich da garnicht erst anfangen.

Wie heißt es so schön - "das Internet vergisst nichts": einmal gemobbt, immer gemobbt. Bei Millionen von Internetnutzern wird sich immer jemand finden, der etwas bei sich abspeichert, bevor es gelöscht wird - und es dann jederzeit wieder veröffentlichen kann.

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Synthetic_codes Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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immerhin - das ist der beweis, dass beim OLG Hamburg nicht nur inkompetente idioten als Richter beschäftigt sind

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soppiy Synthetic_codes

„immerhin - das ist der beweis, dass beim OLG Hamburg nicht nur inkompetente...“

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Richtig einige der Richter des OLG Hamburg haben sich durch ihre Urteile als ziemlich weltfremd werwiesen.

Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.(http://www.z-mj.de)
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neanderix soppiy

„Richtig einige der Richter des OLG Hamburg haben sich durch ihre Urteile als...“

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Richtig einige der Richter des OLG Hamburg haben sich durch ihre Urteile als ziemlich weltfremd werwiesen.

Nein. Das waren die Richter des LG hamburg, die Kollegen vom OLG haben deren urteile ziemlich häufig kassiert.
Computers are like airconditioners - they stop working properly when you open Windows Ich bin unschuldig, ich habe sie nicht gewählt!
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soppiy neanderix

„ Nein. Das waren die Richter des LG hamburg, die Kollegen vom OLG haben deren...“

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In Ordnung dann ist ebend das LG manchmal etwas weltfremd.

Dumme Gedanken hat jeder, aber der Weise verschweigt sie.(http://www.z-mj.de)
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Joerg69 Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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Wie Du schon andeutest, ist das wohl eine - in diesem Fall gut abgewogene - Einzelfallentscheidung.

Viele Grüße von Jörg
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elvis2 Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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Muss es nicht heissen: "Betroffene können google nicht Mundtot machen" ? Denn der btroffene will das ja.

Zum Thema meine ich, das es logisch ist das man einer Suchmaschine nicht verbieten kann was der finden und nicht finden soll. Man soll eigentlich froh sein das die Suchmaschine detailiert etwas finden kann. Ob nun positiv oder Negativ ist für den einen oder anderen verschieden.

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Loopi© elvis2

„Muss es nicht heissen: Betroffene können google nicht Mundtot machen ? Denn der...“

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Zum Thema meine ich, das es logisch ist das man einer Suchmaschine nicht verbieten kann was der finden und nicht finden soll.

Klar kannst du das definieren. Schon mal was von Robots.txt gehört?
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Olaf19 Loopi©

„ Klar kannst du das definieren. Schon mal was von Robots.txt gehört?“

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Robots.txt ist aber nicht verbindlich - das funktioniert nur auf freiwilliger Basis, wenn die Suchmaschine so nett ist, und den Willen des Seitenbetreibers respektiert. Google tut das, so weit ich weiß, nur... was hilft das den Betroffenen?

Nicht sie sind es, die die Suchergebnisse per robots.txt versuchen(!) zu beeinflusssen, sondern die Betreiber der Websites. Und wenn die die Absicht hätten zu verhindern, dass ein z.B. ehrverletzender Artikel nicht von Google etc. gefunden wird - warum entfernen sie ihn dann nicht gleich ganz?

CU
Olaf

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i.fass Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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Warum streitet ein amerikanisches Unternehmen überhaupt vor einem deutschen LG?

Low Orbit Ion Cannon
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Olaf19 i.fass

„Warum streitet ein amerikanisches Unternehmen überhaupt vor einem deutschen LG? “

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Genau das verstehe ich auch nicht!

Wenn auf google.de zu viel herumzensiert wird, suche ich stattdessen eben auf google.com und fertig ist die Laube.

http://board.protecus.de/t2081.htm

CU
Olaf

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Mike2009 Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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sind mit "Link-Betrügern" die Websites gemeint, die nur aus gesammelten Links bestehen?

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Michael Nickles Mike2009

„sind mit Link-Betrügern die Websites gemeint, die nur aus gesammelten Links...“

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Ja - oder Seiten die nur vorgeben, Inhalt zu was Gesuchtem zu haben, aber garnix bieten.

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mono Michael Nickles

„Betrüger können Google nicht mundtot machen“

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dass Google bestenfalls fremde Meinungsäußerungen verbreitet

...so so - Forenbetreiber haften für die Inhalte der User (User = fremde Informations-Quelle) aber Google nicht?

Klar, der Vergleich einer Suchmaschine und eines Forums ist genauso, als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen aber in beiden Fällen wird lediglich "nur" eine Dienstleistung bereitgestellt.

Korrigiert mich, wenn ich rechtlich nicht auf dem neusten Stand bin! :-)
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Olaf19 mono

„ ...so so - Forenbetreiber haften für die Inhalte der User User fremde...“

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Forenbetreiber haften für die Inhalte der User (User = fremde Informations-Quelle) aber Google nicht?

Der Forenbetreiber veröffentlicht die Meinung eines Users in seinem Forum - hier greift das Prinzip der Mitstörerhaftung. Prinzipiell kein Problem, sofern man dem Forenbetreiber die Möglichkeit gibt, unzumutbare Äußerungen zu entfernen, also nicht, dass er permanent mit einem Bein im Knast steht, sobald irgendjemand etweas Kriminelles gepostet hat.

Google hingegen veröffentlicht genau gar nichts. Google weist lediglich darauf hin, was *andere* veröffentlichen.

Wenn eine Zeitung einen ehrabschneiderischen Artikel veröffentlicht, kann man sie dafür belangen. Wenn ich sage, heute steht über Person X der Sachverhalt Y in Zeitung Z, dann kann man mich dafür nicht belangen.

CU
Olaf
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mono Olaf19

„ Der Forenbetreiber veröffentlicht die Meinung eines Users in seinem Forum -...“

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OK, danke!

Google ist also nur eine "Tratschtante" und ihr soll man dann trauen?! ;-)

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Olaf19 mono

„OK, danke! Google ist also nur eine Tratschtante und ihr soll man dann trauen?! - “

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Trauen muss man Google durchaus nicht, wenn man es nicht will.

Mir ging es nur um den Hinweis darauf, dass die Suchmaschine von Google keine eigenen Inhalte anbietet, sondern nur die anderer katalog-artig auflistet. Wenn an diesen Inhalten nun etwas nicht in Ordnung sein sollte, sehe ich da nicht unbedingt eine Mitstörerhaftung. Obwohl Google in der Vergangenheit afair schon Suchergebnisse entfernt hatte, die nicht ganz koscher waren.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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