Klatsch, Fakten, News, Betas 5.087 Themen, 27.850 Beiträge

News: Das tut weh

290.000 Euro Strafe für Raub-Radiohörer

Redaktion / 20 Antworten / Baumansicht Nickles

Radios am Arbeitsplatz sind kostenpflichtig, wenn sie so laut aufgedreht werden, dass eine "öffentliche Vorführung" daraus wird. Das spürt jetzt die britische KFZ-Werkstatt-Kette Kwik-Fit: Deren Mechaniker hören laute Musik am Arbeitsplatz.

Für das Raubhören kassiert die britische Musik-Verwertungsgesellschaft Performing Rights Society (PRS) nun saftig Schadenersatz: 290.000 Euro Strafe soll die Kette zahlen, hat ein Richter entschieden. Die Musik sei nicht zu überhören gewesen. Die Autobastler wehrten sich: Das Betreiben privater Radios am Arbeitsplatz sei schon seit 10 Jahren verboten, genutzt hat es nichts.

Quelle: pressetext

bei Antwort benachrichtigen
the_mic Redaktion

„290.000 Euro Strafe für Raub-Radiohörer“

Optionen

Ich sag ja schon lange: Radio hören ist böse.

cat /dev/brain > /dev/null
bei Antwort benachrichtigen
JunkMastahFlash the_mic

„Ich sag ja schon lange: Radio hören ist böse.“

Optionen

^^
dazu lässt sich wohl nicht viel sagen.

Das ist doch auch nur wieder Abzocke, nun probieren die großen Firmen nicht mehr durch richtige Geschäfte Geld zu machen, sondern dadurch, dass sie Leute verklagen.

Wird echt ein langsames aber sicheres Horrorszenario.
Ich denke da mal an die arme Frau mit den 220.000 € Schaden oder an Sony´s Idiologie vonwegen jeder der seine Musik nicht in der gekauften CD-Form hört ist ein Raubkopierer.

http://www.feelinggood24.de/rauchstopticker/ticker-62936.png
bei Antwort benachrichtigen
holger47 JunkMastahFlash

„ dazu lässt sich wohl nicht viel sagen. Das ist doch auch nur wieder Abzocke,...“

Optionen

Ich denke da mal an die arme Frau mit den 220.000 € Schaden

Tja, darüber sollte man nachdenken, BEVOR man 1702 Musikstücke raubkopiert und verteilt. Oder? Jeder weiß, das sowas verboten ist und dann kann ich beileibe kein Mitleid mit den Opfern haben. Opfer? Wohl kaum, denn es handelt sich ja um Täter. Und außerdem sollte man die reißerische Aufmachung von der (Bild-) Redaktion nicht allzuernst nehmen. Denn es handelt sich mitnichten um eine Strafe, sondern um eine Strafanzeige mit der Forderung von 290000€. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, den Redaktion aber wohl geflissentlich ignoriert hat

bei Antwort benachrichtigen
JunkMastahFlash holger47

„Ich denke da mal an die arme Frau mit den 220.000 € Schaden Tja, darüber...“

Optionen
Tja, darüber sollte man nachdenken, BEVOR man 1702 Musikstücke raubkopiert und verteilt. Oder? Jeder weiß, das sowas verboten ist und dann kann ich beileibe kein Mitleid mit den Opfern haben. Opfer? Wohl kaum, denn es handelt sich ja um Täter. Und außerdem sollte man die reißerische Aufmachung von der (Bild-) Redaktion nicht allzuernst nehmen. Denn es handelt sich mitnichten um eine Strafe, sondern um eine Strafanzeige mit der Forderung von 290000€. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, den Redaktion aber wohl geflissentlich ignoriert hat

Ich wusste ja nicht, dass das von der Bildzeitung kommt [Son shit wird nich gelesen und erst recht nicht 100%ig geglaubt]
Naja und das die Frau Täterin ist stimmt schon, allerdings
dachte ich, dass mit den 290000 € wäre das Urteil, das kommt wenn Redaktionen schlecht recherchierte informationen ins Netz stellen.
Sowas führt zu Gefährlichen Halbwissen.

Naja ich finde zwischen "Raubkopieren und verteilen" und gedownloadete Songs aus Unwissen nicht aus dem Downloadordner entfernen, gibt es einen Himmelweiten Unterschied.


Mfg

JMF
http://www.feelinggood24.de/rauchstopticker/ticker-62936.png
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 JunkMastahFlash

„ Ich wusste ja nicht, dass das von der Bildzeitung kommt Son shit wird nich...“

Optionen
> ...aus Unwissen...

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Hier passt dieser zu 99% falsch zitierte Satz ausnahmsweise einmal...

CU
Olaf
Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
Borlander Redaktion

„290.000 Euro Strafe für Raub-Radiohörer“

Optionen

Die sollten sich doch lieber mal an die wenden die mit getunten Autos und offenem Fenster bei mehr als großzügiger Beschallung durch die Stadt fahren. Das ist deutlich öffentlicher als in irgendeiner Werkstatt, wo zwischendurch höchstens mal ein Kunde vorbeischaut um sein Auto ab zu holen oder zu bringen...

bei Antwort benachrichtigen
MadHatter Borlander

„Die sollten sich doch lieber mal an die wenden die mit getunten Autos und...“

Optionen

Und dann auch gleich noch die Jugendlichen, die mich und andere in Bus/Zug ständig per mp3-Handy mit schlechtem Hüpf-Hopf beschallen... DIE nerven nämlich richtig...

---Neuer Bildschirm gefällig?Hier Loch bohren:X
bei Antwort benachrichtigen
moin moin1 Borlander

„Die sollten sich doch lieber mal an die wenden die mit getunten Autos und...“

Optionen

Es wäre mal interessant zu wissen, wieviel Filialen diese KFZ-Werkstatt-Kette betreibt. Bei zum Beispiel 290 Filialen wären es dann 1000 Euro pro Filiale und das wäre vielleicht noch realistisch. Außerdem rechnet der Kläger sowieso damit, daß der Richter, sofern er die bösen Radiohörer zu einer Geldstrafe verdonnert, den Betrag sowieso reduzieren wird. Wird die Strafe halbiert, bleiben also nur noch 500 Euro pro Filiale und das klingt dann nur noch halb so schlimm.

moin moin1

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Redaktion

„290.000 Euro Strafe für Raub-Radiohörer“

Optionen

Im Grunde genommen kann man von hier aus herzlich wenig dazu sagen, es sei denn, man kennt das englische Recht diesbezüglich ziemlich genau. Insofern lässt sich auch nicht sagen, ob das in Deutschland genau so gut möglich wäre.

Wer hier bei uns ein Ladenlokal betreibt und mit GEMA-pflichtiger Musik beschallt, zahlt allerdings auch Abgaben an die GEMA, weil das als öffentliche Vorführung gilt. Wie es mit privat mitgebrachten Radios von Mitarbeitern aussieht, entzieht sich meiner Kenntnis. Es darf aber bezweifelt werden, dass sich die Bestimmungen von Großbritannien 1:1 auf Deutschland übertragen lassen.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
rubberduck1 Olaf19

„Im Grunde genommen kann man von hier aus herzlich wenig dazu sagen, es sei denn,...“

Optionen

Eine Auto-Werkstatt ist kein öffentlicher Ort und fremde Personen haben normalerweise keinen Zutritt. Die Musik ist wohl sehr laut, weil in einer Werkstatt ein sehr hoher Lärmpegel besteht.

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 rubberduck1

„Eine Auto-Werkstatt ist kein öffentlicher Ort und fremde Personen haben...“

Optionen

Wenn ich mein Auto hinbringe oder wieder abhole, muss ich die Werkstatt doch betreten?

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
maddin5 Olaf19

„Wenn ich mein Auto hinbringe oder wieder abhole, muss ich die Werkstatt doch...“

Optionen

Wenn das eine Kette ist, dann haben die sicher ein Büro ausßerhalb der Werkstatt. Man stellt den Wagen auf den Hof, gibt im Büro den Schlüssel und den Reparaturauftrag ab und das wars. Der Kunde kommt mit der Musik (i.d.R.) nicht in Berührung.


Im Übrigen stimme ich MadHatter voll zu:
die Jugendlichen, die mich und andere in Bus/Zug ständig per mp3-Handy mit schlechtem Hüpf-Hopf beschallen... DIE sollten mal offiziell gezeigt kriegen, dass das was sie da andere Leute unfreiwillig anhören lassen, weder "stylisch" noch "cool" ist, sondern einfach nur unzumutbar!

bei Antwort benachrichtigen
Thomas267 Olaf19

„Im Grunde genommen kann man von hier aus herzlich wenig dazu sagen, es sei denn,...“

Optionen

@ Olaf19

Bei uns gab es mal auf der Arbeit Ärger wegen der Radios. Da wurde mal kontrolliert ob Gema oder GEZ weiß ich nicht.
Ein paar Radios standen noch rum, und es mußte Strafe gezahlt werden.
Wieviel? Keine Ahnung.

Gruß Tom

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Thomas267

„@ Olaf19 Bei uns gab es mal auf der Arbeit Ärger wegen der Radios. Da wurde mal...“

Optionen

...denn die GEMA interessiert sich nicht für die Privatradios von Mitarbeitern am Arbeitsplatz. Aber rundfunkrechtlich ist das schon relevant.

Ganz konkret: Wenn du ein Radio bei der GEZ angemeldet hast, darfst du es zuhause einschalten und Radio hören. Du darfst es auch mitnehmen und unterwegs hören, im Stadtpark, am Baggersee, beim Picknick, in der U-Bahn (da haben allenfalls andere Fahrgäste und die Verkehrsverbände etwas dagegen). Auch ein Autoradio ist durch die GEZ-Anmeldung mit abgedeckt, sofern es sich um einen Privatwagen handelt.

In dem Moment aber, wo du deinen Arbeitsplatz betrittst und das Radio mitnimmst, musst du es ein zweites Mal anmelden. Der Sinn dieser Regelung will sich mir zwar nicht so ganz erschließen - aber es ist so.

Wenn nun ein GEZ-Kontrolleur kommt und feststellt, dass die Radios am Arbeitsplatz nicht angemeldet sind, dann muss AFAIK der Arbeitgeber dafür zahlen. Und der wird herzerfrischend wenig begeistert davon sein...

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
Onkel_Alois Olaf19

„Das war 100% die GEZ...“

Optionen


Die Musik sei nicht zu überhören gewesen


Wie muß ich mir den umgekehrten Fall vorstellen? Wenn die Musik nicht zu hören ist, dann.... ja höre ich denn dann überhaupt Radio?

Im übrigen wäre dann auch bei uns so manche Baustelle betroffen. Hier dudelt immer ein Radio etwas lauter, mehrere Radios mit verschiedenen Programmen in hörweite gäbe ja auch keinen Sinn.

Gruß Alois

Mir scheint, als sei der IQ mancher User umgekehrt proportional zur Versionsnummer des verwendeten Betriebssystemes
bei Antwort benachrichtigen
trilliput Olaf19

„Im Grunde genommen kann man von hier aus herzlich wenig dazu sagen, es sei denn,...“

Optionen

Ich weiß z.B., dass man für eine Zeltparty (Dorffest, Abschlussfeier etc) die GEMA mit Abgaben beglückt, aber wofür genau?

Ein Lied ist doch nicht automatisch GEMA-pflichtig, oder? Und was ist it Cover-Bands, gibt es da einen Unterschied zum Abspielen von Original-CDs? Und was ist mit Volksliedern? Und Karaoke?

Es gibt doch bestimmt eine Liste, die GEMA-Sounds zusammenfasst, damit man Nachblättern kann, oder?

Ach ja, das Wichtigste: was ist mit einer geschlossenen Feier im engen Familien- und Freundeskreis mit sagen wir mal 50-60 Personen?

bei Antwort benachrichtigen
the_mic trilliput

„Was ist GEMA-pflichtige Musik?“

Optionen
aber wofür genau?
Ursprünglich: Bezahlung der Künstler, die das Lied geschaffen haben. Heute: Bezahlung des Major-Labels das die Rechte an diesem Lied hält.

Ein Lied ist doch nicht automatisch GEMA-pflichtig, oder?
Wenn du Künstler bist, hast du die freie Wahl, ob du der GEMA beitreten willst oder nicht. Wenn du beitrittst, bist du aber ziemlich fest an sie gebunden. Alternativ kannst du eine Lieder auch unter z.B. Creative-Commons-Lizenzen veröffentlichen.

Und was ist it Cover-Bands
Wenn die GEMA-pflichtige Lieder an einer öffentlichen Veranstaltung spielen, müssen sie zahlen.

Und was ist mit Volksliedern?
Wenn öffentlich gespielt und das Liedgut GEMA-pflichtig ist, dann muss man zahlen. In Australien ist's übrigens so pervers, dass öffentliches Happy-Birthday-singen richtig teuer werden kann. http://www.heise.de/newsticker/meldung/81267

Und Karaoke?
In einem öffentlichen Lokal GEMA-pflichtig, in privatem Rahmen ist die Gebühr bereits über die Karaoke-Datenträger entrichtet

geschlossenen Feier
Ist nicht öffentlich und somit nicht GEMA-pflichtig.
cat /dev/brain > /dev/null
bei Antwort benachrichtigen
mrsSunshine the_mic

„ Ursprünglich: Bezahlung der Künstler, die das Lied geschaffen haben. Heute:...“

Optionen

Hallo Leute,

gestern war ein Herr in meinen Kosmetikstudio der genau so aussah wie man sich einen schnüffler der miesen Art vorstellt (unglaublich...)
Langer Trenchcoat, Aktenmappe, Hornbrille, schmuddelig...

Ich denke noch, was will denn dieser Mensch hier, da kommt die Erklärung GEMA....
Zwar war gerade keine Musik an, aber schon die Tatsache dass eine Stereoanlage vorhanden ist.
hat Ihn dazu verleitet mir mitzuteilen dass man IMMER Gema zahlen muss wenn Kundschaft hat und die Musik im hintergrund läuft!

Hmmmmm, müssen Ärzte, Anwälte, Handwerker etc. auch alle Gema zahlen, oder ab wann muss man das wirklich?
Was ist mit Existenzgründer, müssen sie auch zahlen??

Bin für wissende Antworten dankbar.

Lieben Gruß von MrsSunshine

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 mrsSunshine

„Hallo Leute, gestern war ein Herr in meinen Kosmetikstudio der genau so aussah...“

Optionen

Hi Mrs. Sunshine,

ja - das ist so. Wenn man ein Ladenlokal hat und seine Besucher mit Musik beschallt, muss man GEMA zahlen. Es handelt sich dann um eine öffentliche Aufführung von Musik - aus den Einnahmen der GEMA erhalten Komponisten und Texter von Musiktiteln sowie deren Verlage ihre Tantiemen. Solltest du selbst Musik produzieren und kein GEMA-Mitglied sein, dann kannst du diese Musik natürlich öffentlich vorführen, so viel du willst, ohne dafür bezahlen zu müssen!

Ob man nun Existenzgründer oder schon schwer reich geworden ist mit seinem Geschäft, spielt dafür überhaupt keine Rolle.

Einfache Lösung: Schaff den Mist einfach ab. Deine Besucher/-innen werden es dir danken, dass sie nicht ständig gezwungen werden, andauernd irgendein Gedudel ertragen zu müssen, das sie möglicherweise gar nicht hören wollen.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
Tilo Nachdenklich Redaktion

„290.000 Euro Strafe für Raub-Radiohörer“

Optionen

Wenn man im Auto Musik hört, im Sommer das Fenster oder Schiebedach öffnet, ganz böse. Öffentlicher geht die Darbietung ja gar nicht. Oder am Strand am Baggersee, da hört der Nervkram jetzt auf! Lautes Grölen von "We are the champiens", da kann man die Hooligans schon vor der obligaten Schlägerei verknasten.

bei Antwort benachrichtigen