Soziale Netzwerke 215 Themen, 2.546 Beiträge

News: Pech für Malik First Born Allah Farrad

15 Jahre Knast für Selfie-Foto auf Facebook

Michael Nickles / 10 Antworten / Baumansicht Nickles
Dieses Selfie brachte 15 Jahre Knast. (Foto: Malik First Born Allah Farrad / Facebook)

15 Jahre Knast hat ein Selfie-Foto auf Facebook einem 42-jährigen US-Bürger beschert, meldet Knoxnews.

Das Foto zeigt "Malik First Born Allah Farrad" vor einem Spiegel mit einer Pistole in der Hand, den Laserpointer der Waffe auf seine eigene Stirn gerichtet. Berichtet wurde bereits mehrfach über den Vorfall.

Bereits im Juni 2015 wurde vermeldet, dass es sich bei der Waffe, die auf dem eher schlechten Foto nur spärlich erkennbar ist, um eine echte Knarre handelt.

Genau dieser Umstand hat dann wohl jetzt zum extrem harten Urteil geführt, das allerdings noch weitere Hintergründe hat. Malik First Born Allah Farrad hat eine längere Verbrecherkarriere hinter sich, die bereits zu Jugendzeit begann.

Im Jahr 2000 wurde er wegen Drogen- und Waffenbesitz zu einer Haftstrafe verurteilt. Seine Entlassung war mit mehreren Auflagen verbunden, darunter auch das strikte Verbot von Waffenbesitz.

Justizbeamten verfolgen die Tätigkeiten ihrer Klienten auch in sozialen Netzwerken, das im Fall des Fotos zum Verfahren führte. Die Gerichtsverhandlungen haben anscheinend gut zwei Jahre angedauert. Das Foto wurde bereits am 13. Oktober 2013 in Facebook eingestellt.

Michael Nickles meint:

Weinen oder lachen? Vermutlich ist beides angesagt. Recht interessant finde ich durchaus, dass die Qualität des Selfies eigentlich recht schlecht ist und dass die dennoch ausgereicht hat um die Waffe als "echt" zu klassifizieren.

Ich vermute, dass es sehr viele Replika-Knarren gibt, die von einer Originalwaffe kaum zu unterscheiden sind. Hätte "Maik.." ausreichend Kohle für einen gewieften Anwalt gehabt, wäre im die hohe Strafe vielleicht erspart geblieben.

Vielleicht war die Veröffentlichung des Fotos allerdings auch ganz einfach Sehnsucht nach Rückkehr ins Knastleben.

bei Antwort benachrichtigen
gelöscht_84526 Michael Nickles

„15 Jahre Knast für Selfie-Foto auf Facebook“

Optionen
Recht interessant finde ich durchaus, dass die Qualität des Selfies eigentlich recht schlecht ist und dass die dennoch ausgereicht hat um die Waffe als "echt" zu klassifizieren.

In Amiland haben die eben das richtige Equipment, um vernünftig zoomen zu können: http://9gag.com/gag/2078832/zoom-in-level-csi-miami

Vermutlich waren diese Spezialisten auch dort am Werke....

bei Antwort benachrichtigen
mi~we Michael Nickles

„15 Jahre Knast für Selfie-Foto auf Facebook“

Optionen
Ich vermute, dass es sehr viele Replika-Knarren gibt, die von einer Originalwaffe kaum zu unterscheiden sind.

Genau das war wohl der Knackpunkt. Angeblich handelt es sich hier um eine Waffe, von der es eben keine Repliken gibt:

He testified Springfield had not granted any toy makers or replica manufacturers a license to use that particular weapon design or model and concluded from independent research no toy guns or replicas of it exist.

“I have not been able to locate in any of my research a toy or fake Springfield XD .45 (caliber) ACP,” he said.

http://www.knoxnews.com/news/crime-courts/gunsmith-weapon-in-drug-dealers-selfie-is-real-ep-1140629063-362188501.html

Der Mann muss scharfe Augen haben, wenn der auf dem Bild sogar das genaue Modell der Knarre erkannt haben will. Ich seh da nur 'nen rosa Fleck.

"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
bei Antwort benachrichtigen
Katzbuckler Michael Nickles

„15 Jahre Knast für Selfie-Foto auf Facebook“

Optionen

Man verzeihe mir das Vorurteil, aber Typen, die auf Selfies mit Knarre rumposen, halte ich generell für knastgefährdet. Zwinkernd

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Michael Nickles

„15 Jahre Knast für Selfie-Foto auf Facebook“

Optionen

Irgendwie stehe ich gerade auf der Leitung. Wofür bekommt der Mann denn nun die 15 Jahre Knast – unerlaubter Waffenbesitz?? Das reicht doch normalerweise nur für 15 Monate.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
gelöscht_305164 Olaf19

„Irgendwie stehe ich gerade auf der Leitung. Wofür bekommt der Mann denn nun die 15 Jahre Knast unerlaubter Waffenbesitz?? ...“

Optionen
unerlaubter Waffenbesitz??

Man hat es ihm sicherlich nicht ohne Grund untersagt. Die Amis verstehen in dieser Hinsicht keinen Spaß.

Allein für die Dämlichkeit halte ich die 15 J. Knast für durchaus angemessen.

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 gelöscht_305164

„Man hat es ihm sicherlich nicht ohne Grund untersagt. Die Amis verstehen in dieser Hinsicht keinen Spaß. Allein für die ...“

Optionen

Wer mit einer Knarre in der Hand posiert und sich selbst dabei ablichtet, soll genau so hart bestraft werden wie ein Vergewaltiger oder Totschläger? Das macht doch nun überhaupt keinen Sinn.

Aber mit der Verhältnismäßigkeit haben es die Amerikaner ja nicht so.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
Fetzen Olaf19

„Wer mit einer Knarre in der Hand posiert und sich selbst dabei ablichtet, soll genau so hart bestraft werden wie ein ...“

Optionen

Der Typ ist ein Gewohnheitsverbrecher und hat für eine andere Tat eine Bewährungsauflage erhalten, gegen die er verstieß. Wie hoch die Strafe war, weiß ich nicht, aber bei den Amis gibt es dann noch einmal ordentlich Nachschlag. Aus dem Knast abhauen ist bei denen auch eine, im Gegensatz zu hier.

28 Jahre als Kleinkrimineller und nüx dazu gelernt. 5 Jahre extra hat er bestimmt für den Namen gekriegt (den er sich anscheinend selber gab). Und 5 Jahre dafür, dass er schwarz ist. So gesehen bleiben 5 Jahre und für unerlaubten Waffenbesitz und Verstoß gegen die Bewährungsauflagen ist das nach der Karriere gar nicht so viel...

Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Fetzen

„Der Typ ist ein Gewohnheitsverbrecher und hat für eine andere Tat eine Bewährungsauflage erhalten, gegen die er ...“

Optionen
hat für eine andere Tat eine Bewährungsauflage erhalten, gegen die er verstieß.

Naja, im Prinzip ist mir das natürlich klar, aber ob man mit so einem lächerlichen Foto wirklich schon irgendwo auf der Welt inkl. USofA gegen Bewährungsauflagen verstößt...?

5 Jahre extra hat er bestimmt für den Namen gekriegt (den er sich anscheinend selber gab). Und 5 Jahre dafür, dass er schwarz ist.

Da kommen wir der Sache schon bedeutend näher. (Fett-Hervorhebung von mir ;-)

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen
Borlander Olaf19

„Naja, im Prinzip ist mir das natürlich klar, aber ob man mit so einem lächerlichen Foto wirklich schon irgendwo auf der ...“

Optionen
aber ob man mit so einem lächerlichen Foto wirklich schon irgendwo auf der Welt inkl. USofA gegen Bewährungsauflagen verstößt...?

Das Foto ist doch lediglich der Nachweis dafür, dass er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat:

Seine Entlassung war mit mehreren Auflagen verbunden, darunter auch das strikte Verbot von Waffenbesitz.

D.h.: Wenn man ihm auf einem anderen Weg hätte nachweisen können, dass er gegen das Waffenbesitzverbot verstoßen hat, dann wäre er genauso in den Knast gewandert.

Gruß
bor

bei Antwort benachrichtigen
Olaf19 Borlander

„Das Foto ist doch lediglich der Nachweis dafür, dass er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat: D.h.: Wenn man ...“

Optionen
Das Foto ist doch lediglich der Nachweis dafür, dass er gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hat:

Ich finde, dass so ein Foto prinzipiell ungeeignet ist als Beweis dafür. Wenn man eine solche Waffe bei ihm findet – okay. Aber das Ding auf dem Foto kann genau so gut eine Attrappe sein, und eine Aussage wie "von dem Teil gibt es keine Replicas" heißt doch nicht mehr und nicht weniger als: bislang wurde noch keine gesichtet, vielleicht hat er selbst aber eine angefertigt.

Nach meinem Rechtsempfinden reicht das Foto für nicht viel mehr als für eine Hausdurchsuchung.

CU
Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
bei Antwort benachrichtigen