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Gerät zum Hartlöten gesucht

michel9 / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Moin,
mal eine OT-Frage an die Handwerker unter Euch:
Ich möchte einige Stahlstäbe (ø 3-6 mm) und mehrere dünne Bleche (ca.0,5-1,5 mm) miteinander verbinden. E-Schweißgerät ist zwar vorhanden, aber zu grob; damit verbrate ich die Sachen nur. Kleben o.ä. geht nicht. Also kommt wohl nur Hartlöten in Frage? Im Baumarkt gibt es da so Hartlötgeräte mit Kartuschen. Beworben werden die Dinger mit 1950° Flammtemperatur usw.
Frage: taugen die zum Hartlöten? Und muss es mit Kartusche sein? Ich hätte noch eine Propangasflasche; gibt es da Brenner mit Adapter zum Anschließen? Habe mich mit der Materie bisher nicht beschäftigt.

Gruß michel9

Arbeiten am Computer ist wie U-Boot fahren...machst Du die Fenster auf,fangen die Probleme an.
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Alle michel9

„Gerät zum Hartlöten gesucht“

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Als ich in der Lehre war, wurde Hartlöten mit einem Schweißbrenner gemacht.
Aber das ist schon lange her.

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hexagon michel9

„Gerät zum Hartlöten gesucht“

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Hallo,

ein Propangasbrenner kannst Du knicken, weil die Flamme nicht heiss genug zum Hartlöten wird, da ein Propangasbrenner sich den nötigen Sauerstoff aus der Luft besorgt.
Besser ist es mit 2 Gasen zu arbeiten. Atzetylen und Sauerstoff. Ob die Baumarkt-Brenner das können, weiss ich nicht.

MfG. Hexagon


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michel9

Nachtrag zu: „Gerät zum Hartlöten gesucht“

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hallo,

hmm ja ich weiß dass man mit Acetylen/Sauerstoff am besten arbeitet. Aber es ist relativ teuer solche Flaschen zu kaufen. So oft werde ich nicht Hartlöten und dafür die Investition...na ja mal weitersuchen.

gruß michel9


Arbeiten am Computer ist wie U-Boot fahren...machst Du die Fenster auf,fangen die Probleme an.
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Pumbo michel9

„Gerät zum Hartlöten gesucht“

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Richtig Temperatur zum Hartlöten bringt nur Propan und nicht das Butan in den blauen Kartuschen (="Campinggas"). Brenner und Adapter gibt es natürlich zum anschließen an Propanbuddeln, so was habe ich selber. War damals ein ganzer Koffer mit versch. Düsen, Handstücken, Druckminderer etc. Sonderangebot für DM 49.-, tut aber noch nach 15 Jahren vollauf seine Dienste.

Das Zeug wurde ich aber Schutzgasschweißen (MAG oder auch WIG) in der Werstatt meines Vertrauens, bzw. mir ein günstiges Gerät kaufen.
Wenn Dein Elektrodenschweißgerät gut genug ist, kannst Du aber auch Elektroden dafür nehmen. Faustregel dabei für Schweißstsromstärke: 30A pro mm Materialstärke wobei 40A pro mm Elektrodenstärke. Hast Du also ein Blech mit 1mm, so brauchst Du 1mm Elektroden, welche Du etwas unterlastig bei 30A verschweißt. Dabei aber auf dem Stab das Schweißbad halten und kurz zum Blech führen und gleich wieder zurück, sonst gibt's Löcher. U.U. mit dieser Methode die Schweißleistung etwas erhöhen, um guten Einbarnd auf dem Stab zu bekommen und nicht nur was draufzupappen.

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michel9 Pumbo

„Richtig Temperatur zum Hartlöten bringt nur Propan und nicht das Butan in ...“

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Hallo @ Pumbo,
ich hab mit meinem E-Schweißgerät (ist von Einhell) ziemlich rumprobiert...aber es ist nie richtig was geworden. Zum einen kann ich die Stromstärke nicht genau genug einstellen (da ist nur eine "Schätzometerskala" dran) und wahrscheinlich sind meine Schweißkünste auch nicht so dolle. Jetzt habe ich gestern mal mit 2 Gaslötlampen einen Versuch gewagt (mit Silberlot) und siehe da, es ging. Dauerte aber etwas. Trotzdem - diese Art Löten sagt mir mehr zu als die E-Schweißerei, also werde ich mal nach so einem Propanbrenner suchen. Deine E-Schweißer Tips werde ich mir aber "hinter die Ohren" schreiben, Danke dafür.

Gruß Michel9


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Pumbo michel9

„Hallo @ Pumbo, ich hab mit meinem E-Schweißgerät ist von Einhell ziemlich ...“

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Hallo @michel,

da bist Du einem typischen Baumarkttippfehler aufgessen, Einhell baut nämlich keine Schweißgeräte sondern nur Scheißgeräte. Wenn ich meinen Schweißonkel ärgern will, dann sag' ich nur "Einhell" und schon schlägt er die Hände über'm Kopf zusammen. Ich hatte mal das Vergnügen, ein Uralt Einhel Schutzgasschweißgerät geschenkt zu bekommen. Nach kurzer Zeit habe ich mir dann ein Elektra Beckum geholt, war sonst nicht zum aushalten.

Als kleine Abhilfe gehe mal in den nächsten Schweißbedarfladen (resp. WEB) und ersetze Masse-, Elektrodenhalterkabel, Masseklemme (bessere Batterieklemme LOL) und Elektrodenhalter durch bessere Qualität mit 25mm Kabel und Du wirst sehen, die Sache geht schon viel besser.
Damit habe ich damals mein uralt EB 160C auf Vordermann gebracht und auch das meinem Schutzgasgerät spendiert. Geräte von EB (jetzt METABO) sind nicht ganz so ein Chinaramsch und noch recht günstig.

Hast Du € 150.- übrig, so denk'mal über das FIMER nach. Näheres hier. http://www.werkzeugforum.de/fileadmin/pdfs/test_ehandinverter.pdf#search=%22test%20lorch%20150%22
Wenn Du dem o.a. Kur inkl. stärkes 2,5mm Netzkabel verpasst und mit der Leistung leben kannst, feine Sache mit Antistick etc. Dein Einhell verklopfst Du und die Sache rechnet sich.

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