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Gastbeitrag: Smartphones, Phablets, Watches, kompakte Mobilgeräte

Curved Smartphones - gehört flexiblen Displays die Zukunft?

quang.gast_autor / 16 Antworten / Flachansicht Nickles
(Foto: pixabay)

Bestanden zu Anfang noch Zweifel, ob sich die Curved Displays und Smartphones durchsetzen könnten, so zeigen die jüngsten Ankündigungen, dass die Hersteller weiterhin mit gebogenen Geräten planen.

Käufer können sich auf zahlreiche Vorteile freuen, die die Smartphones der neuesten Generation gegenüber herkömmlichen Handys besitzen.

Was sind Curved Smartphones überhaupt?

Um die Begrifflichkeiten erst einmal zu klären, sei gesagt, dass wir hier grundsätzlich zwischen zwei Gerätetypen unterscheiden. Während Samsung neuerdings auf Edge Displays setzt, also auf abgerundete Bildschirme mit seitlichen Nebenscreens, die spezielle Sonderfunktionen bereithalten, baut man selbst ebenso wie andere Hersteller auch auf gänzlich gebogene Smartphones, die der Länge oder Breite nach gekrümmt sind. Dies ist nur aufgrund des gegenüber den herkömmlichem LCD (Liquid Crystal Display) flexibleren OLED-Bildschirmen (Organic Light Emitting Diode) möglich.

Zahlreiche Vorteile, einige Nachteile

Gegenüber herkömmlichen Handys bieten die Curved Smartphones sicherlich einige Vorteile. Wirkt die gekrümmte Form vielleicht auf den ersten Blick etwas unhandlich, so ist nach Meinung der Nutzer nach kurzer Eingewöhnungszeit eher das Gegenteil der Fall. Bei den LG Smartphones, beispielsweise dem LG G Flex, ist das Telefonieren wesentlich angenehmer, da sich die gekrümmte Form geradezu an das Gesicht anschmiegt. Der Hauptvorteil soll aber in der allgemein höheren Stabilität liegen. Der große Skandal um das iPhone 6, vom Volksmund Bendgate getauft, wo sich das Telefon durch Tragen in der Gesäßtasche ungewollt verformte, floss hier vielleicht in den Entwicklungsgedanken ein.

(Foto: pixabay)

Ähnlichen Problemen soll hier direkt ein Riegel vorgeschoben werden. Samsungs Galaxy Round ist zwar in seiner Form fixiert, soll mit seiner Rundung aber ebenfalls eine höhere Stabilität bieten. Ob das Telefon aber so angenehmer in der Hosentasche liegt, ist fraglich.

Ob das für den Käufer ein Ausschlusskriterium ist, sei dahingestellt. Der Preis ist bei so viel Innovation aber naturgemäß entsprechend hoch. Ein Pluspunkt dieser neumodischen Geräte ist hingegen die selbstheilende Oberfläche, die Kratzer und Risse vergessen machen soll. Das klappt im Praxistest mal besser und mal schlechter, ist aber auf jeden Fall ein aufregender Schritt für die Zukunft aller Smartphones.



Handys mit Kante – Zukunftsfähig oder unnötige Spielerei?

Die neuen Flaggschiffe von Samsung, namentlich Galaxy S7 Edge, Note Edge und S6 Edge schlugen hingegen direkt ein wie eine Bombe. Die neuen Seitendisplays lassen sich individuell einstellen, bieten Platz für Benachrichtigungen, für eine Schnellauswahl, Apps oder Widgets. Anders als bei einem herkömmlichen Display kann man so besser Apps ansteuern und das Handy sogar dann bedienen, wenn man es nicht direkt vor sich liegen hat, sondern nur seitlich einsehen kann. Das gekrümmte OLED-Display verfügt über ein knackig scharfes Bild. Die Auflösung beträgt beim Samsung Galaxy S7 Edge 2560 x 1440 Pixel. Es besticht mit einer herausragenden Pixeldichte von 535 ppi.

Die Krümmung verbessert die dabei räumliche Wahrnehmung und wirkt so immersiver als traditionelle Handy-Displays. Kontrast und Sichtbereich profitieren ebenso von einem gekrümmten Display, zudem werden Reflektionen, die durch Umgebungslicht erzeugt werden, stark minimiert. Ob man das nun alles wirklich braucht, bleibt wie so oft Geschmacksache. Und ob andere Hersteller bei diesem Trend mitgehen, wird erst die Zukunft zeigen. Auch hier hat sich als großer Produzent bisher nur LG neben Samsung mit ähnlicher Technik positioniert.

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Vorsprung durch Innovation - S7 Edge vergrößert Samsungs Marktanteile

Während das Wachstum des Smartphone-Marktes sich im vergangenen Jahr verlangsamte, zog Samsung mit dem Samsung Galaxy S7 und S7 Edge endgültig am Branchenprimus Apple vorbei. Vor allem in den USA sicherte sich Samsung einen Marktanteil von 28 Prozent gegenüber Apple mit nur 23 Prozent.

Branchenkenner führen diesen Erfolg auch auf die Neuerscheinungen Samsung Galaxy S6 Edge und S7 Edge zurück. Die Smartphones mit den gekrümmten Displays haben bei diversen Tests in Fachzeitschriften herausragend abgeschnitten. Vor allem bei Samsung ist man von den Vorteilen überzeugt, die das Curved Design bietet. Der Erfolg gibt den Südkoreanern hier definitiv recht.

Zukunft der Curved Smartphones dürfte vorerst gesichert sein

Dass die Curved Smartphones nicht von heute auf morgen verschwinden dürften, liegt auch daran, dass sie den Herstellern neue kreative Spielräume eröffnen. Sowohl LG als auch Samsung haben bereits angekündigt, dass sie weiterhin auf das Curved Design – in ihren jeweiligen Ausführungen - bei ihren Elektronikartikeln setzen werden. Ein Nachteil der gekrümmten Displays besteht bislang noch in der teuren Fertigung. Der geringe Durchmesser der Displays könnte schließlich den Weg für zahlreiche Änderungen, etwa größere Akkus, freimachen.

Sowohl S7 Edge und LG G Flex zeigt, dass die OLED-Technologie inzwischen ausgereift ist. Faltbare Handydisplays sind somit wieder ein Stück näher gerückt. Ähnliche Prototypen hatte Samsung bereits vor drei Jahren auf der CES 2013 vorgestellt. Ob LG ebenso mit faltbaren Displays plant, ist nicht bekannt. Mit dem LG G4 hat man zuletzt immerhin ein Handy auf den Markt gebracht, das in fast allen Tests mit Bestnoten abschnitt. Die Voraussetzungen für Innovationen sind also gegeben.

 

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