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News: 56-mal mehr Opfer

Microsoft warnt vor weiterer Nutzung von Windows XP

Michael Nickles / 94 Antworten / Flachansicht Nickles

Microsoft informiert mit einer aktuellen Pressemitteilung, dass Windows XP das unsicherste aller Windows-Betriebssysteme ist und seine Nutzung immer risikoreicher wird. Diesbezüglich wird auf das Untersuchungsergebnis des hauseigenen Microsoft Security Intelligence Report verwiesen.

Zur Ermittlung der Infektionsanfälligkeit der unterschiedlichen Windows-Versionen hat Microsoft nach eigenen Angaben weltweit die Daten von mehr als 600 Millionen Computern ausgewertet. Im Vergleich zu den 64-Bit-Versionen von Windows 8 sollen  Windows XP Rechner mehr als 56-mal häufiger Opfer von Malware und schädlicher Software sein. Und es soll immer schlimmer werden.


So grausam ist die Situation für Windows XP Nutzer bereits jetzt - roter Balken links. (Foto: Microsoft)

Microsoft nutzt auch gleich die Gelegenheit abermals darauf hinzuweisen, dass der Produkt-Support von Windows XP in weniger als einem Jahr ausläuft. Spätestens ab dem 8. April 2014 gibt es für den 13jährigen Betriebssystemgreis keine Sicherheitsupdates, Aktualisierungen und  technischen Support mehr.

Michael Nickles meint:

Wenn man sich die Diagramme von Microsoft anguckt, dann gibt es eigentlich nur noch eine Lösung: so schnell wie möglich zu Windows 8 flüchten. Bei allen vorherigen Windows-Versionen - darunter auch Vista und Windows 7 - hockt man auf einer unkalkulierbaren Bombe.

Ältere Windows-Versionen von Windows als XP wurden leider bei der Auswertung nicht berücksichtigt. Ich möchte wetten, dass beispielsweise "Windows 98"-Nutzer längst auf der sichersten Seite sein. Vermutlich macht sich kaum noch ein Krimineller die Mühe ein derart steinzeitliches Betriebssystem zu attackieren. Interessant sind immer nur Betriebssysteme die möglichst verbreitet sind. Das ist neben (noch) Windows XP vermutlich Windows 7 und demnächst dann halt auch Windows 8.

Diese News wurde auf einem Windows XP Rechner mit Office 2003 geschrieben.

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der war gut lol Wolfengard
Leider nur 3.0 winnigorny1
... PaoloP
Alles klar winnigorny1
mawe2 dalai „Derzeit mag das so sein sofern man den Zahlen von MS ...“
Optionen
Das wird sich aber ziemlich schnell ändern nach dem Support-Ende für XP.

Dann wird XP aber immer noch in erheblicher Zahl eingesetzt werden und der Anteil verseuchter PCs mit diesem System wird noch größer - auch wenn deren absolute Zahl abnehmen wird.

Bricht unmittelbar nach dem Support-Ende irgendwie die Pest für XP aus, vor der man sich schützen müsste?

Ja.

MS patcht doch jetzt schon nur noch Lücken, die sie selbst als kritisch ansehen.

Eben. Und das machen sie dann nicht mehr.

Dazu kommt noch, dass Lücken in anderer Software wesentlich relevanter für den Befall eines Systems ist: Java und Flash im Browser, Lücken im Browser, die einen Drive-by-Download erlauben.

Richtig. Und für die wird es dann auch keine aktuellen Versionen mehr für XP geben. Warum sollte Adobe noch ewig XP-Support leisten, wenn MS das selbst längst nicht mehr tut?

Tja, was ist, wenn eine Malware zwar erkannt wurde, aber nicht zu entfernen war? Ist die dann in die Zahl eingeflossen oder nicht?

Wenn sie nicht eingeflossen ist, macht das die Situation noch schlimmer...

Insgesamt gibt es da zuviel Interpretationsspielraum, wie bei jeder Statistik.

Sicher.

Daher ordne ich das Ding in die Kategorie "irrelevant" ein.

Das wäre nun eine Schlußfolgerung, die ich nicht nachvollziehen kann.

Gruß, mawe2
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