News: Gesundschrumpfung
Kodak stellt digitale Kameras ein
Michael Nickles / 33 Antworten / Baumansicht
[mn] Bereits seit Jahren hat die analoge Fotografie verloren. Und das Foto-Megaunternehmen Kodak hat die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt. Bereits 1992 (vor 20 Jahren!!!) hat Kodak gemeinsam mit Philips die Photo-CD rausgebracht, eine CD mit einem "Daten-Format" speziell zum Speichern von Fotos.
Das Format und die Photo-CD erwiesen sich zwar rasch als sinnlos (überflüssig), aber früh dran "in der digitalen Fotowelt mitzumischen" war Kodak auf jeden Fall. 2004 bekannte Kodak sich weiter zur Digitalisierung, es wurde angekündigt klassische analoge Kameras einzustellen. Lediglich "Wegwerfkameras" sollten weiter produziert werden (siehe Tod der analogen Kamera von US-Konzern angekündigt).
Laut Wikipedia-Beitrag gilt ein Kodak-Ingenieur als Erfinder der digitalen Kamera und 1991 wurde die erste digitale Kamera von Kodak in den Handel gebracht (für 25.000 Mark).
Alle Innovationen und Umstrukturierungen nützten nichts. Am 19. Januar 2012 meldete Kodak Konkurs wegen Insolvenz an. Im Zuge der Rettungsbemühungen wurde jetzt mitgeteilt, das Kodak künftig keine digitalen Kameras mehr bauen wird. Auch der Geschäftsbereich "digitale Bilderrahmen" wird hingeschmissen.
Garantieansprüche sollen aber weiterhin erfüllt werden. Aktuell wird spekuliert, dass die Markenbezeichnung "Kodak" bei digitalen Geräten nicht sterben wird, Kodak plant Nutzungslizenzen zu verkaufen.
Zur Rettung von Kodak wird eventuell der Verkauf von Patenten beitragen, über 1.100 soll Kodak haben. Und seit Januar hat Kodak auch bereits erste Unternehmen wegen Patentverletzungen verklagt. Das soll wohl klarmachen, dass sich mit den Patenten Kohle schaufeln lässt.
Michael Nickles meint: Schon erstaunlich. Eigentlich alles richtig gemacht, von Anfang an mitgemischt und dann fast alles verloren. Kodak wird jetzt wohl auf die Kerngeschäfte geschrumpft. Das sind vermutlich Technologie-Lizenzierung/Patente, Fotodruckangebote und Drucker.
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Hallo Michael,
ja das wusste ich auch. Sogar der Kodak T(h)eater in USA wird umbenannt. LOL oder hihihi.
Gruss
Sascha
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Dem möchte ich widersprechen.
Zu Zeiten, als weder bezahlbare Diascanner und erst recht keine bezahlbaren Spiegelreflexkameras verfügbar waren, war die Photo-CD eine durchaus sinnvolle Alternative, wenn man mit hochwertigem Analog-Equipment fotografiert hat und anschließend hochwertige digitale Fotos davon machen lassen wollte.
Man konnte 100 beliebige Dias heraussuchen, beim Fotodienst abgeben und erhielt diese 100 Fotos in 6 verschiedenen Qualitäten auf der Photo-CD.
Für mich war die Photo-CD ca. 10 Jahre lang ein wichtiges Medium. Also von "rasch überflüssig" konnte da keine Rede sein. (Welche aktuellen Trends werden wohl 10 Jahre überdauern???)
Gruß, mawe2
„Das Format und die Photo-CD erwiesen sich ...“
Genial!
Ich habe heute noch den 5-Fach CD-Wechsler (Plattenteller mit 500 Bildern) von Kodak, mit denen man die Photo-CD,s anschauen konnte. Selbst nach Jahren keinerlei Ausfälle auf den CD,s...
Die Bilder zeige ich noch der nächsten Generation!
Gruß
luttyy
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Nicht der ganze Kodak Konzern ist Pleite, hier eine sehr profitable Sparte http://www.kodak.com/ek/US/en/Image_Sensor_Solutions/Products/Products.htm In jeder wissenschaftlichen Kamera stecken HigEnd-Sensoren von Kodak drin. Google Earth gäbe es nicht ohne Kodak.
Kodak wird wohl einen ähnlichen Weg gehen müssen wie Agfa. Profitable Geschäftsbereiche wurden verkauft und laufen schon lang unter neuen Namen.
Eigentlich alles richtig gemacht, von Anfang an mitgemischt und dann fast alles verloren. Nein, Kodak, sprich die operative Geschäftsleitung hat sehr viel falsch gemacht. Nämlich sich nicht dem Markt anzupassen, sondern den Markt beherrschen zu wollen.
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Ich komme aus dem grafischen gewerbe (Reprofotograf/Lithograf). Es ist erschreckend KODAK das war nicht eine marke, KODAK war ein imperium. Kodak filme, egal ob Ektachrome-Kodakchrome,filme für die grafische branche, KODAK war DIE nummer eins.
KODAK hiess qualität und zuverlässigkeit und nun?
Für eine alten Reprofachmann bricht eine welt zusammen
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Dafür kommt Leica mit der Produktion der digitalen M9 Kamera nicht nach.
Ich gebe lieber 5000 € für eine M9 Kamera aus und bekomme Qualität als 500 € für Made in China.
Gute Praktika Kameras werden auch nicht mehr hergestellt. Die neuen Kameras aus Dresden kann man vergessen. Ich kaufe mir lieber eine Leica M7 oder eventuell eine M9 (wenn es unbedingt digital sein muß).
„Dafür kommt Leica mit der Produktion der ...“
Welche sind denn die neuen Kameras aus Dresden???
„Dafür kommt Leica mit der Produktion der ...“
Klingt für mich wie eine gute Alternative für Leute, die mit 1500€ 2 Kinder durchbringen müssen. Ja, ja, eure Armut kotzt mich an...
Immerhin, 4500 haben und nicht haben macht 9000€. Äh und wo kriegt Leica nur die Platinen her? Welche Kamera aus China kostet übrigens 500€? Solltest du Japan gemeint haben, dann müsstest du dir die Frage stellen, warum man den roten Punkt nur noch so selten sieht und der AF erst mit der letzten Generation eingeführt wurde. Qualität ohne Innovation ist Mist. Die guten Kutschenhersteller sind auch pleite.
Ich gebe lieber 6000€ nach Japan und habe dafür den aktuellen Stand der Technik in bester Qualität, anstatt in D Mondpreise zu zahlen, für eine Kamera, die nicht einmal die Hälfte von dem kann, was die Flagschiffe aus Fernost leisten. Die einen fotografieren halt, die anderen tragen mit stolzgeschwellter Brust einen roten Punkt herum und achten darauf, dass ja kein Kratzer dran kommt.
„Klingt für mich wie eine gute Alternative ...“
Naja...
Die Damen und Herren aus Solms bedienen doch eine andere Klientel als uns.
Die M9 ist (lt. Leica) dennoch die kleinste Vollformatsystemkamera der Welt,
die die Welt nicht braucht (lt. kongking).
Trotzdem hätte ich doch so gerne eine und ich denke du auch ;-)
Gruß - Kongking
„Naja... Die Damen und Herren aus Solms ...“
Ganz ehrlich? Nein, wozu auch, denn die Kamera könnte ich nur nebenbei benutzen. Bei meinen Motiven muss es meist schnell gehen und 2tens kommt man nicht so nah ran, wie es für die M9 nötig wäre.
Ich habe mir das fotografieren auf ähnliche Art beigebracht, wie es für die Messsucherkameras nötig ist. Ich habe mit einer 601M angefangen, weil ich Autofokus schwuchtelig fand. Dabei habe ich mir die Technik beigebracht, wie ich gleichzeitig zoomen und scharfstellen kann. Irgendwann waren die Vorteile des schwulen AF-Zeugs einfach nicht mehr zu ignorieren und ich begrub diese Dummheit.
Eine M9 ist für den Komponisten, der sich die Kamera einstellt und auf den Augenblick wartet. Sobald es hektisch wird muss man sein Glück etwas strapazieren. Ich bin der Überzeugung, dass das nicht unbedingt so viel Geld kosten muss. Vor allem nicht für eine digitale Kamera, die irgendwann durch den Alterungsprozess zu Schrott mutiert. Dafür aus nostalgischen Anwandlungen heraus so viel Kohle hinzulegen ist nicht meins.
Die Geräte sind sicher toll und man kann ein paar Bilder machen, die so nicht mit einer SLR möglich wären. Nur eben übertrieben teuer, man hat ja das Monopol. Ich habe rein gar nichts gegen Leica, nur gegen den Quatsch von Karsten.
„Klingt für mich wie eine gute Alternative ...“
Das Gehäuse der Leica wird komplett in aufwendiger Handwerksarbeit hergestellt und richtet sich an Liebhaber. Dieses Handwerk hat einen hohen Preis, weil die Stückzahlen gering sind und der Arbeitsaufwand hoch. Das Ding wäre, wenn es in China so gefertigt würde auch nicht billiger und in Japan schon gar nicht. Eure Vergleiche sind beide falsch.
Und wer den Kauf teurer Handwerksprodukte ablehnt, der macht die produzierenden Handwerker und deren Kinder zu Bettlern. Aktuell stirbt das Bäckerhandwerk, weil der deutsche Verbraucher sich wie ein absolutistischer Herrscher verhält, der nur noch eines kennt, den Preis. Die Produzenten sind ihm scheiß egal. Mit Heulen fängt dieser Verbraucher erst an, wenn er selbst auf der sozialen Abstiegsleiter herabsteigt.
„Das Gehäuse der Leica wird komplett in ...“
Dann würde ich sagen, kauf Leicas, wie warme Semmeln. Sorry, aber da kann ich nicht anders. Du hättest für die Canon genauso eine Leica kaufen können, anscheinend gab es Gründe, die dagegen sprachen. Du kannst nicht anderen Vorträge über die Rettung des Handwerks halten, wenn du selber bei der Industrie kaufst.
Wie gesagt, die Kutschenbauer haben auch so ihre Probleme. Wenn man mit Elektronik aus Fernost teure Mechanik garniert, dann sollte man im Vergleich der fertigen Produkte auch preislich halbwegs bestehen können. Von mir aus doppelt, oder dreifach, nicht zehnfach. Ich muss mir nicht aus heroischen und nostalgischen Gefühlen so ein Teil in die Bude stellen.
Genau wie ich mir Brötchen in der Packung kaufe, weil mir der Bäcker Semmelbrösel in kompakter Form verkauft, für den doppelten Preis. Handwerk hin, oder her, ich will das Zeug essen können und nicht die Hälfte vom Teller aufsammeln.
„Dann würde ich sagen, kauf Leicas, wie ...“
Ja klar, weil ich mir eine Canon Kamera kaufe, muss ich die Käufer von Leica für Irre halten. Wer sich eine Leica für 5.000€ kauft, ist ein Großkotz, wer sich eine Nikon D2X kauft, nicht...
„Ja klar, weil ich mir eine Canon Kamera ...“
Ich mache dir weder Vorschriften, bei wem du deine Kamera zu kaufen hast, noch ersticke ich andere Leute mit der unangebrachten Moralkeule, weil sie sich ein Industrieprodukt kaufen. Vor allem dann nicht, wenn ich selbst im Glashaus sitze. Eine Meinung zu einem Produkt werde ich haben dürfen, ohne jemand um Erlaubnis fragen zu müssen. Widerlege die Gründe, dann kann ich meine Meinung überdenken.
Vor 7 Jahren gab es keine Leica DSLR, es sei denn, wir reden von Rückteilen, die alleine 50% teurer waren, als meine D100 und 2tens war ich bereits mit Objektiven eingedeckt, weil der Body einer analogen Leica mehr kostete, als mein ganzes Zeug. Es standen ein paar durchaus plausible Gründe im Raum, warum der Laden fast abgewickelt worden wäre. Noch dazu hatte die R9 keinen AF.
Die M9 hat übrigens kein gutes Rauschverhalten und einen schlechten Weißabgleich, keine Spotmessung und keinen AF, noch etwas was dem ähneln würde. Schwierigkeiten mit Speicherkarten kommen noch dazu.
Suche mal nach M8 und Banding, oder Glob, codierte und uncodierte Objektive. Violett statt Schwarz und deswegen 2 mitgelieferte Filter, oh je, womit ist die deutsche Handwerkskunst gerechtfertigt, deren Chip von Kodak stammt, um den Kreis mal wieder zu schließen. Lustig wird es auch, wenn man versucht den Belichtungsvorgang zu unterbrechen, wenn man mit Objektivdeckel auslöst, denn das geht nämlich nicht. Als Letztes, versuche doch die handwerklich perfekt von gemütlichen Handwerken im Blaumann handgefeilte Leica M mit einem Zoom auszustatten.
Natürlich, alles für sich kein wirklich großes Drama, alles zusammen schon recht kippelig. Halte ich mir den exorbitanten Preis dazu vor Augen, dann kommen wir dem vor Liebe blind recht nah. Es sei denn, das will ich Leica sehr gerne zugestehen, man ist Portraitfotograf, oder benötigt eine extrem leise und unauffäliige Kamera, da sind sie kaum, bis unschlagbar.
Dass Leica keine Manufaktur, sondern ein Großbetrieb ist, das hat dir Mawe ja schon beschrieben.
„Das Gehäuse der Leica wird komplett in ...“
LEICA ist
- eine Aktiengesellschaft
- gehört mehrheitlich der Salzburger Holding ACM Projektentwicklung
- 44% der Anteile gehören der amerikanischen Investmentgesellschaft Blackstone
- hat über 1100 Mitarbeiter
Ich kann hier beim besten Willen keinen Handwerksbetrieb in der Größenordnung von Bäckerei Mustermann, wo der Chef noch selber backt und im Laden seine Frau und seine Tochter verkaufen, erkennen!
Es würde mich mal interessieren, wie viel vom Kaufpreis einer 5000 EUR Leica der in aufwendiger Handwerksarbeit arbeitende Produktionsmitarbeiter von LEICA erhält und wie viel bei den Investmentgesellschaften ankommen?
Gruß, mawe2
„Und wer den Kauf teurer Handwerksprodukte ...“
Du hättest die Reaktion meiner Frau sehen sollen.
Wegen der Hasselblad...
Da ist 'ne Leica recht preiswert.
Ich kann hier beim besten Willen keinen Handwerksbetrieb in der Größenordnung von Bäckerei Mustermann, wo der Chef noch selber backt und im Laden seine Frau und seine Tochter verkaufen, erkennen!
Wir diskutieren gerade sehr ernsthaft die Möglichkeit der aus Ausgabe von Anteilsscheinen.
Eine Aktie ist nichts anderes.
Warum darf ein Bäcker, Schlosser etc. kein Geld über diese Möglichkeit einsammeln, um z.B. eine neue Maschine zu kaufen.
Im lokalen Bereich. Den Banken werden solche Methoden nicht gefallen, jedoch bin ich der Meinung, daß das funktionieren könnte.
Im übrigen ist die "Aktie" so entstanden.
Geld einsammeln für die Durchführung einer Idee, soll heißen, daß das Risiko von vielen Leuten getragen wird.
Wie uns die Geschichte zeigt, ist dieses durchaus gute System pervertiert.
Porsche gg. VW fällt mir dazu ein.
Schäffler gg. Conti war auch nicht schlecht.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rueckabwicklung-schaefflerconti-milliardaerin-in-der-sackgasse-1.475523
Der Gößenwahn in diesen Dimensionen ist legendär.
„Kaufpreis einer 5000 EUR Leica... Du ...“
Sehr gute Idee, aber mit einem Haken. Erstens müssen die willigen Gedgeber Kapital über haben, um überhaupt mitmachen zu können. Hinzu kann es vorkommen, das Anteile an einen Großinvestor verschachtelt ausgegeben werden, unter dem Motto, Geld stinkt nicht. Folge kann eine Zwangsübernahme oder eine Mehrheitsschließung des Betriebes durch absichtlichen Verluste drohen. So hält man sich Konkurenz vom Leib. In den 70er und 80er Jahre hat es sowas auch schon bei Fotobetrieben gegeben. Das ging bis 18 Schließungen von 20 Betrieben, nie wegen einer Insolvenz. Auch so kommt man als Haupteigner ohne Risiko verlustfrei an fremdes Geld.
Deine Beispiele mit VW/Porsche sind ähnlich angesiedelt, nur im anderen Maßstab. Kodak war eigentlich nicht im großen Maßstab auf Einkaufstour, die Folgen sind wirtschaftlich jetzt zu tragen.
Aber mal ehrlich, Fotokameras kann man nicht selbst herstellen. Aber mit 1/2 Stunde Zeit in der Woche, kann jeder Brote und Brötchen backen. Die selbst gemachten Brötchen sind wahrlich höherer Qualität als die Backtriebmittel-Luftbrötchen, die messerscharf die Gaumen aufreißen. Nebenbei lernen Kinder mit Spaß selbst über eigene Lebensmitte zu entscheiden.
„Wir diskutieren gerade sehr ernsthaft die ...“
Keine Frage, mache ich auch.
Vorsichtig.
http://www.mueller-brot.de/
http://www.br.de/themen/aktuell/mueller-brot-lieferschwierigkeiten100.html
Nebenbei lernen Kinder mit Spaß selbst über eigene Lebensmitte zu entscheiden.
Das selbstgebratene Brot hauen die weg wie doof.
So sind meine Enkelinnen.
Verfressene Bande!
„ Aber mit 1/2 Stunde Zeit in der Woche, kann ...“
ja da sind wir uns einig, selbstgemachte Pizza ist auch der absolute Renner in der Familie, die Kinder betteln sogar danach mehrere Bleche mehr zu machen, um große Stücke in die Schule mitnehmen zu können. Keine Fertigpizza der Welt kann es mit der eigenen, selbstbelegten Famielienpizza aufnehmen.
Jedenfalls kann unsere Gemeinschft problemlos ohne Kodak, Agfa und Konsorten gut oder sogar besser leben.
„Kaufpreis einer 5000 EUR Leica... Du ...“
Alles ist relativ, aber weil es hinkt, ist es nicht zwangsläufig ein Vergleich. MF mit Messsucherkameras zu vergleichen,macht nicht wirklich Sinn. Dafür bekomme ich bei Hasselblad eine komplett andere Kamera. Die einzigen Gemeinsamkeiten sind vermutlich, dass es einen Verschluss und ein Objektiv gibt, sowie, dass am anderen Ende Bilder auf einer Speicherkarte raus kommen. Hier könntest du höchstens die S-Serie anführen. Zwischen einer S2 und einer H4D 50 ist der Unterschied im Verhältnis nicht so gewaltig, wenn auch für Ottonormalo immer noch reichlich.
Da bewegt man sich aber in einer Kategorie, wo es entweder egal, das Ding unbedingt nötig zum Geldverdienen ist, oder man sich einfach einen lang gehegtenTraum erfüllt. Einen Mittelklassewagen leistet man sich nicht nur so, weil einem gerade nichts besseres einfällt.
„Alles ist relativ, aber weil es hinkt, ist ...“
Richtig.
Bei mir geht es um das "habenwollen", nichts anderes.
„Alles ist relativ, aber weil es hinkt, ist ...“
„Das Gehäuse der Leica wird komplett in ...“
Stop. Warum werden Produkte hergestellt, oder neu angeboten? Doch nicht nur um den Verbraucher glücklich zu machen oder die Ware einen besonderen Sinn hat. Es werden deshalb Produkte hergestellt und vertrieben, um den Fortbestand des Wirtschaftsunternehmen oder des Handwerksbetriebes zu sichern, schließlich geht es um das eigene Butterbrot. Es geht also nicht darum, ein Produkt mit rotem Punkt verkaufen zu können. Und genau da hat die Führungselite der Unternehmen Kodak, Agfa, Rollei, auch Leitz entscheidene Fehlentscheidungen getroffen. Es geht nicht um den Sinn oder Unsinn eines Produktes, sondern um den stetigen Kampf um Anteile am Wirtschaftskuchen. Wenn ein Unternehmen wie Kodak etwas verkaufen will, was kein Verbraucher haben möchte, das sind gravierende Fehlentscheidungen im Management. Das hat überhaupt nichts mit Handwerksprodukten oder Preis für eine Ware zu tun.
Leitz hat z.B. in der optischen Produktion von Brillengläsern massive Fehlentscheidungen getroffen. Heute bekommt man eine Bille vom deutschen Handwerksbetrieb z.B. für 250,- Euro. Die allergleiche Brille, sowieso in Fernost komplett gefertigt, bekommt man in China für 12,50 Euro. Schwachsinn, das immer noch vorhandene Qualitäts-Handwerksgeschwafel. Die Fa. Kodak hat weltweit an die allerfeinsten und anerkanntesten Fotografen Filmmaterial verkauft, allesamt sind keine Handwerker. Bis zur Novellierung der Handwerksordnung war es unzulässig, Fotografie als selbständiges Handwerk auszuüben. Nach Änderung der Handwerksordnung im Jahr 2003 gehört der Beruf Fotograf zu den zulassungsfreien Berufen.
Es sind nicht an allem die Verbraucher Schuld, denken wir mal auch an die Banken- Führungselite, zahlreiche Beispiele für desolates Management läßt sich fortsetzen.
„Und wer den Kauf teurer Handwerksprodukte ...“
"Heute bekommt man eine Bille vom deutschen Handwerksbetrieb z.B. für 250,- Euro. Die allergleiche Brille, sowieso in Fernost komplett gefertigt, bekommt man in China für 12,50 Euro."
Stimmt, das deutsche Handwerk besteht nur aus Hochstaplern, die doch tatsächlich die Frechheit besitzen deutsche Produktionskosten und Arbeitsbedingungen auf den Preis umzulegen. So ein Missmanagement gibts in China nicht, da weiß man, wie man für 12,50€ produziert: http://de.wikipedia.org/wiki/Wanderarbeiter
„"Heute bekommt man eine Bille vom deutschen ...“
Falsch, es werden keine Produktionskosten umgelegt, da es in Deutschland keine Produktionsstätten für Brillengläser mehr gibt. Lediglich einen Vertriebshandel. Hinzu hat im Juni 2010 hat das Bundeskartellamt gegen mehrere Brillenglaslieferanten und dem Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) wegen Kartellabsprachen Bußgelder in Höhe von insgesamt 115 Millionen Euro verhängt !!! Das sind: Essilor, Carl Zeiss Vision, Rodenstock, Rupp+Hubrach Optik, Hoya Lens Deutschland. Wer muß das letztendlich zahlen? Der Käufer im fachhandwerklichen Betrieb.
Die Arbeitsbedingungen werden auch nicht auf den Preis umgelegt. Weist du, was ein gelernter, angestellter Optiker in Deutschland durchschnittlich verdient und welche horrenden Lohnnebenkosten anfallen, nur damit Old Germany solidarisch mehre Mißmanagements anderer Länder fiinanziert oder 1/3 des Haushaltes für Kriegsmittel draufgeht? Eine Finanztransaktionssteuer von nur 0,01% würde z.B. jährlich den gesamten Bildungshaushalt der Bundesrepublik finanzieren (Quelle Heiner Geisler / CSU).
Nee, da kaufe ich meine Optischen Geräte lieber im Ausland, schließlich ist meine Famile ein kleines Unternehmen, die ich nicht wegen Nutzung von "hochstaplerischen" Handwerksleistungen in Privatinsolvenz treiben möchte.
Hochstaplern Ja, Dein Ausdruck kommt manchen handwerklich orientierten Vertriebsstätten schon sehr nah.
Noch was für eine fundierte Bildung zum Thema Familie als Unternehmen: http://www.bosch-stiftung.de/content/language1/downloads/BuG_Familie_Studie_Unternehmen_Familie_Studie.pdf
All das hat Kodak aber auch nicht geholfen, es waren nachweisbar folgeschwere Fehlentscheidungen im obersten Management.
„das deutsche Handwerk besteht nur aus ...“
"Noch was für eine fundierte Bildung..."
Lern erstmal zwischen Bildung und dem Strategiepapier eines Unternehmensberaters zu unterscheiden.
„Und wer den Kauf teurer Handwerksprodukte ...“
Endlich einmal eine vernünftige betrachtung.
Die ganzen vorausgegangenen kritiken beschränkten sich auf die "schlechten" digikameras von KODAK. Kodak war aber in allererster linie produzent der , heut würden man sagen "software", also filme, entwickler und des ganzen chemikalienbereiches. Der kamerabau, war nur ein ganz kleiner zweig.Der fehler von KODAK liegt also nicht nur in der qualität seiner kameras, sondern darin, dass sie zu spät erkannt haben, dass all diese materialien in der digitalen fotografie nicht merhr benötigt werden. KODAK ist nun einer der letzten, den es trifft.
Die Digitaltechnik hat weltunternehmen von rang und namen von der bühne gefegt. AGFA, GEVAERT, KLIMSCH , HELL, ROLAND, MAN, FRANKENTHALER alles namen,die an der spitze in der welt standen und für deutsche qualität sprachen-weg-aus und vorbei.
Das gesamte grafische gewerbe wurde quasi ausgelöscht, so wie einst die Dinosaurier von einer kleinen Beutelratte überlebt wurden, aus der sich im laufe von millonen jahren so etwas wie der mensch entwickelt hat.So wurde dieses gewerbe von einem kleinen computer, der fast unbemerkt durch den hintereingang des büros seinen weg in die betriebe gefunden hatte, überrollt.
Was die firma Leica anbelangt. Ich erinnere mich noch als vor vielen, vielen jahre eine kamera namens Yashika auf den markt kam. Es war die erste japanisch kamera und ein kopie der Rollei 6x6. Da hat alles gelacht. "Wer kauft schon eine Yashika, wenn er eine 6x6 kamera kaufen möchte"? Es hat garnicht lange gedauert, da war Rollei weg, da war Voigtländer vom markt und eins zwei drei waren alle deuteschen marken verschwunden. Dann ging es weiter mit der unterhaltungsindustrie,Grundig, Braun, Saba ect. und hätte die autoindustrie nicht rechtzeitig die zeichen der zeit erkannt, wäre hier das gleich passiert
Das waren zwar in den meisten fällen managmentfehler, doch zugegebenermassen hatten viele firmen garkeine möglichkeit sich auf die neue situation einzustelln. Um noch einmal auf den fall Kodak zurückzukommen. Es gibt momentan kein produkt, dass diesem unternehmen in irgeneiner weise, den ausfall der film-und chemikalienproduktion ersetzen könnte, da nützt es auch nichts eine paar gute digikameras auf den markt zu werfen.
„Endlich einmal eine vernünftige ...“
Nee, es gab schon zu Zeiten der Dinosaurier echte Säugetiere, und sogar größer als Ratten.
Aber die konnten sich halt in die erde eingraben und waren klein genug zu überleben, ebenso wie die gefiederten Dinos, die auch bis heute als Vögel überlebt haben - abgesehen davon, daß es am Ende der Dinoperiode auch schon die ersten echten Vögel gab.
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Die DX3600 war schon eine Klasse Teil für ihre Zeit.
Lahm, wenig Auflösung, schlechtes Display, aber die Bilder hatten eine hohe Farbtreue, besser als viele neuere Kameras und konnten durchaus mit denen einer einfachen analogen mithalten.
Unverständlich das später nur noch Schrott produziert wurde, bzw. auf belanglosen Billigkram irgendwie Kodak draufgeklebt wurde. Und ganz schlimm die letzten 2 Jahre die Ramsch Angebote.
„Die DX3600 war schon eine Klasse Teil für ...“
Ja, das kann ich bestätigen, Kodak glaubte, die Käufer sind "dumm". Zwischen billig und Ramsch kann der verbraucher anscheinend doch unterscheiden. Hinzu kommt die handelsmarge für den Vertrieb. Da ist Kodak in den üppigen Zeiten hängengeblieben. Heute, im Zeitalter der Internetshops läuft das anders.
„Die DX3600 war schon eine Klasse Teil für ...“
Überschrift:
Ich habe auch eine digitale Kodak.
von den Funktionen und der Bildquali ist das Teil recht gut.
Was mich jedoch total nervt:
Bei jedem, wirklich jedem Batterie-Wechsel müssen Datum und Zeit neu eingestellt werden.
Und ich betone: Batteriewechsel!
Denn: Selbst Hochleistungsakkus halten für kaum mehr als 15-20 Bilder. Verdoppeln kann ich die "Ausbeute" lediglich, wenn ich das Display ausschalte und auf altmodische Art durch den Sucher starre.
Das ist nicht gerade das, was ich mir unter einer guten Kamera vorstelle.
Zum Vergleich: Ich habe noch eine etwas ältere Digitale, die ich mal bei Pearl gekauft habe. Die hatte zwar ihre Schwächen (v.A. bei sehr nahen Nahaufnahmen), aber mann konnte den Akku laden, ohne gleich wieder Zeit und Datum einstellen zu müssen.
Und der Akku hält auch wesentlich länger (geht in die Hunderte Bilder).
Und das war damals die billigste Kamera mit brauchbarere Auflösung!
„Kodak“
Hi,
das ist eine typische Kodak-Krankheit, ich hab aus dem Grund die alte CX 7530 meiner Schwester geerbt, da nervt auch dass nach jedem Akkuwechsel das Datum neu eingestellt werden muss.
Wenn ich Glück habe und auch nicht blitzen muss, halten die Akkus schon mal 100 - 150 Bilder, oft ist aber auch schon nach 20 Schluss, erklären kann ich mir dieses wechselhafte Verhalten auch nicht.
Ansonsten macht sie für ihre 5 MP ganz nette Bilder, nur Rauschen tut sie auch recht schnell.
„Kodak stellt digitale Kameras ein“
Dabei? wenn ich so zurück denke - es sind mehr rolley kameras in den läden als kodak. Olympus, Canon, Sony - die mischen da gut mit, haben breite modell palette und werden auch entsprechend gekauft. man kann eine große firma nicht mit 2 high-end modellen über wasser halten.

