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News: Bochum kassiert 220.000 Euro

Staat verkauft Bürger

Die Meldung beim Einwohnermeldeamt ist keine Option, man ist dazu gezwungen. Peter Schaar, der Bundesbeauftrage für Datenschutz teilte jetzt mit, dass die Einwohnermeldeämter mit den Daten ordentlich Geschäfte machen. Meldedaten werden von den Kommunen knallhart an Unternehmen verkauft. So soll die Stadt Bochum beispielsweise durch den Adresshandel jährlich rund 220.000 Euro verdienen, Gelsenkirchen kassiert 170.000 Euro.

Kritisiert wird auch, dass Bürger eigentlich kein Widerspruchsrecht gegen die Weitergabe ihrer Meldedaten haben. Generell sind die Meldeformulare der Ämter so gestaltet, dass man gar keine Möglichkeit zum Widersprechen hat. So weist die Stadt München in ihrem Meldeformular beispielsweise darauf hin, dass die Daten unter anderem an Adreßbuchverlage weitergegeben werden. Wer dem widersprechen will, der soll das "bitte der Meldebehörde bekannt geben".

Wie man das bekanntgeben soll, verschweigt das Formular allerdings und auf dem Wisch selbst gibt es auch keine Option zum Widerspruch. Die PDF-Version der Münchener Verarschung kann hier abgerufen werden: PDF Einwohner-Meldeschein München.



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Re: Staat verkauft Bürger

und was ist daran neu? was meint ihr wohl wo die GEZ "Mahnschreiben" herkommen, wenn man umgezogen ist?

Re: Staat verkauft Bürger

Also ich hab nach meinem Umzug nach München noch (nachdem ich fragte, was ich dafür brauchte) einen Bogen ausgefüllt und meine "Daten" quasi sperren lassen.
War eig. kein Stress.

Re: Staat verkauft Bürger

Ja klar, das ist nicht für jeden was Neues. Trotzdem wissen sicherlich die wenigsten Leute darüber bescheid, daß mit ihren Daten Handel getrieben wird.
Alleine schon dafür und daß es keine offensichtliche Möglichkeit zum Widerspruch in den Meldeformularen gibt, gehört denen mal so richtig in den Arsch getreten.

Re: Staat verkauft Bürger

> was meint ihr wohl wo die GEZ "Mahnschreiben"
> herkommen, wenn man umgezogen ist?


Das ist aber nun ein unpassender Vergleich. Die GEZ ist kein Unternehmen der Privatwirtschaft, sondern arbeitet als "Inkassobüro" für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Ich möchte auch nachdrücklich bezweifeln, dass eine Quasi-Behörde an eine echte Behörde für die Daten Geld abdrücken muss.

Wo wir gerade dabei sind - ich bin 2002 umgezogen und habe kein Mahnschreiben bekommen. Es war auch kein Rundfunkgebührenbeauftragter an meiner Tür - was mich beides ziemlich gewundert hat. Allerdings gab es damals noch keine Rundfunkgebühren für Computer.

CU
Olaf

Re: Staat verkauft Bürger

Schon abenteuerlich, wenn ich das lese. Es wird ja immer unglaublicher, wie Behörden in Deutschland offensichtlich mit privaten Daten und dem Datenschutz umgehen.

Re: Staat verkauft Bürger

Die Sauerei der Stasi nimmt seinen Lauf! Wer hat hier eigentlich von Wen gelernt!?
Wir dummen Bürger haben nur noch die Taschen der korrupten Behörden zu füllen, ansonsten haben wir die Klappe zu halten. Also zack zack, Geld an die GEZ und Co damit die ihren Ulaub und ihre Häuser finanzieren können.