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News: Falsche News nachgebessert

Lumia 2520 - das wirklich letzte Tablet mit RT sagt Tschüss

Michael Nickles / 1 Antworten / Baumansicht Nickles
Lumia 2520. (Foto: Microsoft)

Die kürzliche Nickles-News Surface 2 - das letzte Tablet mit Windows RT sagt Tschüss war falsch. Zum Zeitpunkt des Berichts war das Surface 2 nicht das letzte, sondern nur das vorletzte Tablet mit Windows RT.

Die Auszeichnung "das letzte seiner Art" gebührt dem Nokia Tablet 2520, das (warum auch immer) im April 2014 in den Handel kam. Jetzt hat allerdings auch Nokia hingeschmissen und die Produktion seines Windows RT Tablets eingestellt.

Hartnäckigen Windows RT Fans (so es die gibt) bleibt ab sofort also wirklich nur noch die Jagd auf ein Gebrauchtgerät.

Michael Nickles meint:

Der Abgang des nun wirklich letzten Dingsbums mit RT hat erneut die Diskussion angefacht, wie es mit Windows RT weitergeht. Und das ist echt crazy. Erst kürzlich hat Microsoft bekräftigt, dass es auch für Windows RT ein Update geben wird. Das wird zwar kein vollständiges Windows 10 sein, aber RT soll zumindest anteilig neue Funktionen von Windows 10 erhalten.

Weiter zeigt unter anderem Microsofts Ankündigung den neuen Raspberry Pi 2 mit Windows 10 zu versorgen, dass auch Windows 10 die ARM-Architektur weiter unterstützen wird, also "RT" drinnen hat.

Generell war die Unterstützung von ARM eine zwangsläufige Notgeburt. Intel hat den mobilen Markt zu lange verpennt, preiswerte Geräte waren daher nur mit ARM-Technik möglich. Inzwischen hat Intel aufgeholt und Microsoft braucht ARM eigentlich nicht mehr, aber will es wohl dennoch nicht aufgeben.

Das seit ARM-Unterstützung angesägte Wintel-Monopol bleibt also weiterhin unrepariert. Das kann uns Verbrauchern nur recht sein. Technisch weniger versierte Windows-Fans werden aber bald mit wohl mit dem Problem konfrontiert werden, dass es "volle" und "halbe" Windows 10 Geräte geben wird.

Halbe deshalb, weil zu bezweifeln ist, dass traditionelle Winodws-Anwendungen auch unter ARM laufen werden. Da werden wohl nur Apps gehen. Gesteigert wird der Wirrwarr noch durch Microsoft Ankündigung, dass ab Windows 10 auch die Display-Größe über "Gut" und "Böse" entscheidet.

Bei Geräten mit Displays kleiner als 8 Zoll werden nur Apps laufen. Ab Windows 10 werden also vermutlich diese Fälle zu unterscheiden sein:

Intel Architektur, Display größer 8 Zoll = Apps und klassische Windows-Anwendungen

ARM Architektur, Display größer 8 Zoll = nur Apps

Intel Architektur, Display kleiner 8 Zoll = nur Apps

ARM Architektur, Display kleiner 8 Zoll = nur Apps

Die Faustregel wird also lauten: Entweder Intel Architektur und Display größer 8 Zoll oder halbes Programm.

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Maybe Michael Nickles

„Lumia 2520 - das wirklich letzte Tablet mit RT sagt Tschüss“

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Moin,

mir entzieht sich grade Deine Logik, aber ist ja auch Montags und morgens. Aber Du gehst davon aus, dass Tablets unter 8 Zoll nur mit ARM-CPU hergestellt werden? Und weiter, dass klassische Anwendungen nicht unter der ARM-Architektur laufen?

Es gibt aber einige z.B. 8 Zoll-Tablets, die auf Intel Atoms setzen, z.B. das Dell Venue 8 Pro.

Und warum sollten sich Entwickler nicht die Arbeit machen, klassische x86/x64-Anwendungen auf ARM zu portieren?

Tablets dienen ja mehr und mehr zur Erweiterung des Büros auf mobiler Seite. Hier würde sich Microsoft also wieder gewaltig selber ins Knie schießen, wenn sie den Käufern diese Einschränkungen zumuten. Auch wäre dann die Abschaffung von RT umsonst gewesen, wenn weiterhin die Kompatibilität nur über Apps gewährleistet wäre, wenn überhaupt.

Klar ist allerdings der Trend, immer mehr weg von klassisch installierten Anwendungen zu Apps und Cloud.

Gruß

Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
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