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News: Schlagzeilenlawine wegen erstem Bagatell-Crash

Bravo Google-Auto: 1,5 Millionen Kilometer ohne verursachte Schäden

Michael Nickles / 2 Antworten / Baumansicht Nickles
Selbstfahrendes Google-Auto. (Foto: Google)

Seit sechs Jahren tüftelt Google an selbstfahrenden Autos, erprobt diese inzwischen auch (mit einem menschlichen "Beifahrer") im realen Straßenverkehr in den USA.

Im Mai 2015 hat Google laut Wikipedia-Bericht eine Unfallbilanz vorgelegt, Mehr als 20 Fahrzeuge waren im Einsatz, haben in sechs Jahren über 2,7 Millionen Kilometer zurückgelegt, davon 1,5 Millionen "unmenschlich" per Software gesteuert.

In diesen sechs Jahren gab es sechs Unfallverwicklungen mit Blechschäden, Menschen wurden nicht verletzt. Beachtlich: an keinem der Unfälle waren die Google-Autos schuld gewesen. Bis jetzt. Am 14. Februar 2016 wurde ein Unfall gemeldet, an dem eines der Google-Autos beteiligt war.

Zwar handelte es sich dabei nur um einen Bagatellschaden, aber Googles Auto war wohl schuld daran. Und: der Zusammenstoß erfolgte mit einem öffentlichen Linienbus. Das ist natürlich Stoff, aus dem sich aufregende Schlagzeilen bauen lassen und das passiert aktuell auch.

Details von Google zum Vorfall gibt es noch nicht im Netz, sie werden vermutlich aber bald auf der Webseite der monatlichen Reports zu den Fahrzeugen veröffentlicht.

Michael Nickles meint:

Ich nutze den Anlass des Bagatell-Crash hier ausdrücklich um auf Googles beachtliche Leistung hinzuweisen, die mit den Autos bislang erreicht wurde. Nochmals: 1,5 Millionen Kilometer computergesteuerte Fahrten ohne Crash!

Wenn ein Durchschnittsmensch so 10.000 Kilometer pro Jahr fährt und großzügig gerechnet durchschnittlich 50 Jahre seines Lebens fährt, dann kommt er auf 500.000 Gesamtkilometer. Ein durchschnittlicher Mensch müsste also "drei Leben" lang vollständig unfallfrei fahren um die Leistung von Googles Auto-Software zu erreichen.

Wie ich den aktuellen Berichten so entnehme, scheint der erste Unfall auch ein sehr unglücklicher gewesen zu sein. Das Google-Auto wollte die Spur wechseln und glaubte wohl, dass die Zeit dafür ausreicht, zumal Auto und Bus auch mit sehr geringen Geschwindigkeiten fuhren. Der Busfahrer nahm aber wohl keine Rücksicht auf den Einfädelungsversuch des Fahrzeugs und es kam zur Kollission.

Strenggenommen ist wohl das Google Auto schuld, fair betrachtet aber eher nicht, wenn man den Faktor "gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehr" mit einbezieht. Auch zu bedenken: selbst der menschliche Beifahrer hat die Situation derart entspannt betrachtet, dass er nicht mit einem Unfall gerechnet, nicht manuell eingegriffen hat.

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Andreas42 Michael Nickles

„Bravo Google-Auto: 1,5 Millionen Kilometer ohne verursachte Schäden“

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Hi!

Für alle die der Unfall näher interessiert: Heise.de beschreibt den Vorgang ziemlich ausführlich.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Googles-selbstfahrendes-Auto-stoesst-mit-Bus-zusammen-3121253.html

Offenbar ist die Beschreibung aus dem dort verlinkten Unfallbericht entnommen (bzw. wurde von dort übersetzt).

Bis dann
Andreas

Deppen verstehen - "Das is mir soooo egal." (Ruthe)
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Systemcrasher Michael Nickles

„Bravo Google-Auto: 1,5 Millionen Kilometer ohne verursachte Schäden“

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aber Googles Auto war wohl schuld daran.

Tja, Computer sind also auch nur Menschen.... ;)

Ich persönlich habe es nicht gescchafft, 1.000.000 km ohne selbst verschuldeten Unfall zu fahren.

Und ich habe 2 Jahre gebraucht, bis mir die wahrscheinlichste Ursache dafür aufgefallen ist, daß ich am hellichsten tage bei besten sichterhältnissen (Sonne im Rücken) gleich 2 (zwei!!) entgegenkommende Autos übersehen konnte.

Vor knapp einem Jahr trat eine fast identische Situationan genau der gleichen Kreuzung wieder auf (nur diesmal halt ohne Unfall) :

Das blaue "Pfeil nach rechts unten"-Schild ist auf der gegenüberliegenden Verkehrsinsel derart genial plaziert, daß man als Linksabbieger bei einem 2-spurigen Gegenverkehr gleich zwei nebeneinander (!!!!) fahrende Autos übersehen kann.

Ich bin in der Zwischenzeit gut ein Dutzendmal als Linksabbieger über die Kreuzung, ohne daß mir das aufgefallen wäre.

Dennoch: besser dreimal hinschauen!

Zurück zum Thema: Es ist faszinierend - und gleichzeitig auch beängstigend - wie schnell derartige Systeme perfektioniert werden.

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