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Wichtiges Firmware-Update - zermürbender Kampf

Es schien mir auf jeden Fall sehr wichtig, Firmware und Software auf einen aktuellen Stand zu bringen. Denn abgesehen vom "Einstiegsstreß" gab es noch mehrere Hinweise die darauf schließen ließen, dass es sich hier wieder mal um ein "Bananenprodukt" handelt, das erst beim Kunden reift:

Auf dieser Dialogseite kann unter anderem die Display-Anzeige eingestellt werden, man kann einen eigenen "Text" eingeben. Mit der Option "Kennzeichnung umkehren" ist übrigens das Invertieren der Darstellung gemeint - also Schwarz auf Weiß oder andersrum. Die Einstellung zu ändern braucht auf jeden Fall bei der ausglieferten Software etwas Feingespür. Die GUI (grafische Bedienungsoberfläche der Anwendung) wurde offenbar von Laien programmiert beziehungsweise niemals ausgiebig getestet. Der "Ok"-Button (oder wie immer er bezeichnet ist, lässt sich nur erahnen. Von ihm ist nur der linke Rand zu sehen (siehe Pfeil).

Auch die Firmware brüllte nach einem Update. Auf der Platte war die Firmware 1.032 installiert, als aktuelle Version zum Download wurde 2.003 angeboten und trug auch die Bezeichung "essential", also WICHTIG.

Also: Schritt 1, Firmware-Update downloaden und die .exe-Datei ausführen:

Der Firmware-Update-Dialog verlangt, dass die "kilometerlangen" Nutzungsbedinungen akzeptiert werden.

Ich war zu faul, die Nutzungsbedingungen detailliert komplett durchzulesen. Aber über eine Sache bin ich beim Drüberfliegen gestolpert. In einem Abschnitt hieß es: "Sie bestätigen, dass WDT nicht verpflichtet ist, Ihnen für Aktualisierungen der Software (wie nachstehend definiert) Support zu gewähren."

Also: Es gibt ein WICHTIGES Firmware-Update für ein brandneu gekauftes Produkt. Und wer es draufmacht MUSS einwilligen, dass er damit sein Recht auf Support zur "Software" verliert. Absurd.

Mein Versuch das Firmware-Update durchzuziehen scheiterte:

Das Firmware-Update brach mit einer Meldung ab, dass das Laufwerk von der WD SmartWarte (oder einer anderen Anwendung) verwendet wird, die erst beendet werden musste.

Alle denkbaren Anwendungen hatte ich natürlich beendet und auch die WD SmartWare. Ich hatte allerdings übersehen, dass SmartWare auch nach vermeintlichem Beenden in der Taskleiste als Symbol weiterläuft und auch beendet werden muss - einen Hinweis dazu, hab es beim Beenden des SmartWare-Dialog nicht.

WD SmartWare läuft auch nach Beenden der Anwendung als Symbol in der Taskleiste weiter. Das Rechtsklick-Menü bietet leider keine Option zum Beenden sondern nur die Wahl zwischen SmartWare starten und die Platte entfernen.

Also was jetzt? Beenden ging nicht. Als einzige denkbare Option bleibt "entfernen". Aber macht es Sinn ein Laufwerk zu entfernen, dessen Firmware aktualisiert werden soll?

Grübeln erübrigte sich beim Versuch das Laufwerk im Rechtsklick-Menü zu entfernen:

Das Entfernen klappte leider nicht. Ein Warndialog erschien, dass das jetzt nicht geht und ich es "später" erneut versuchen soll.

Nach beenden ALLER laufenden Anwendungen unter Windows klappt das Beenden schließlich. Beim erneuten Versuch das Firmware-Update auszuführen, gab es wieder nur einen Motz-Dialog:

Hier meckert das Firmware-Aktualisierungsprogramm, dass es die zu aktualisierende Platte offensichtlich nicht finden kann und ich sie anschließen soll.

Klar, ich hatte die Platte ja abgemeldet. Also: Platte abstecken, wieder anstecken. Dabei starte leider sofort wieder automatisch die WD SmartWare Anwendung und nahm das Laufwerk in Beschlag.

Beim Einschalten/Anstecken der Platte, startet automatisch die WD SmartWare Anwendung.

Der Versuch das Firmware-Update durchzuziehen, scheiterte dann natürlich wieder mit der Meldung, dass das Laufwerk "verwendet" wird und deshalb keine Aktualisierungs möglich ist. Ein Teufelskreis.

Nach einem zermürbenden Hin und Her klappte es schließlich, das Firmware-Update wurde durchgezogen:

Sieg! Nach Abschluss des Updates kam dieser Dialog und teilte mit, dass man das Laufwerk aus und wieder einschalten soll, um die neue Firmware zu starten. In der englischsprachigen Update-Anleitung steht übrigens, dass man das Laufwerk ABSTECKEN und auch die Stromzufuhr für mindestens 10 Sekunden trennen soll. Anscheinend wissen die bei Western Digital nicht wirklich, was sie wollen.

Der "Spaß" war damit noch nicht vorbei…

Kommentare zu diesem Artikel (3)

theo_oeht
Hallo, hatte ähnliche Freude mir einer WD MyPassport: 1. fummeliger "Sub-Mini"-USB 2. Nutzlose BU-Software war auf virtueller CD gespeichert , hat sich immer selbst angemeldet und den Zugriff auf CD/DVD-Laufwerk gestört - Abhilfe: bereits gespeicherte Daten gesichert gesamte Platte mit Paragon neu formatiert fertig Vorteil ;)) schickes Gehäuse, da fängt selbst der Apfel zu schrumpeln an! Gruss theo
meischder1
Also ich würde mir nie so einen "Fertigschrott" zulegen, nur eine Interne + gescheites Gehäuse (Icybox o.ä.). Da weiss man was man hat. Und im Falle der WD würde ich als allerestes auf die Softwaresuite (oder was auch immer) pfeifen, die Platte restlos per GParted löschen und eine "fette" Partition draus machen. Klar zahlt man als Anwender für die "Extrasoftware". Ich persönlich könnte mit so etwas nichts anfangen. Und dass man das Gehäuse zerstören muss, wäre für mich der Grund wo ich sie direkt im Regal liegen lassen würde. Grüße!
Conqueror
@meischder1 Du verstehst es nicht, oder ? Bei einem kompletten Gehäuse muss der Hersteller geradestehen, wenn die Festplatte eine zu hohe Temperatur abbekommt und ausfällt. Bei einem Zusammenkauf von Einzelkomponenten hadt Du im Fall der Fälle die Arsch....

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