Festplatten - Fakten Tipps Tricks - Seite 3

Western Digital My Book Elite - der Erstkontakt

Von Western Digital gibt es schon seit geraumer Zeit Festplatten aus der "My Book"-Serie, mit unterschiedlichen Platten drinnen, unterschiedlichem Gehäusedesign und unterschiedlicher Software-Ausstattung. Ich hab mir testweise mal ein "My Book Elite"-Modell mit 1,5 Terabyte gekauft. Das Ding gab es hier in München bei Conrad für 129 Euro. Vorher war ich "nebenan" im Saturn. Die hatten unter anderem als "Sonderangebot" externe 1,5 Terabyte Platten für 89 Euro eines Herstellers rumliegen, dessen Namen ich mir nicht merken konnte - also irgendein "Noname"-Gerafffel.

Der Verkäufer im Saturn kam von allein auf mich zu und fragte mich, ob er mir helfen könne. Ich sagte: "Ich will eine brauchbare externe Platte haben, was sind das für 89 Euro Dinger?". Der Mann war unglaublich ehrlich und meinte in "Nickles-Deutsch" übersetzt: "Lassen Sie die Scheisse, von denen haben wir gut 70 Prozent Rücklauf-Quote".

Ich bin also mal rüber zu Conrad (obwohl auch Saturn noch andere da hatte, aber ich wollte halt "Preisvergleichen" vor dem Kauf). Bei Conrad gab es unter anderem diese My Book Elite für 129 Euro. Dieses Modell war nur 5 Euro teurer, als das "normale" My Book Modell. Der auffällige Unterschied bei der Elite: sie hat ein "Display", das auch bei ausgeschaltetem Zustand die Bezeichnung und die freie Kapazität der Platte anzeigt - anscheinend irgendso ein "E-Ink-"Display. Ich geb zu, dieses (vermutlich unnütze) Gimmick hat mich gelockt, 5 Euro draufzulegen. Aber von Vorne:

Schicke Verpackung: deutlich ist zu sehen, dass die Platte beziehungsweise das Gehäuse ein Display hat.

Bereits beim Auspacken war klar, dass Western Digital sich viel Mühe gemacht hat, die Verpackung sehr schick zu machen und es steht auch viel Spannendes drauf:

Die Verpackung verspricht diese Platte als "Premium Backup und Speichermedium" und sie soll laut "selbstgemachtem" Logo die weltweit bestververkaufte externe Festplatte sein. Außerdem gibt Western Digital auch 3 Jahre Garantie.

Eine externe USB 2.0 Festplatte ist eigentlich eine primitive Sache. Dranstecken, Windows erkennt die Platte, sie erscheint als "Laufwerkbuchstabe", fertig. Im "Geiz ist geil"-Zeitalter sind natürlich auch die Hersteller gezwungen, spätestens innerhalb der Verpackung zu geizen wo es nur geht. Ein gedrucktes Handbuch ist schon seit Jahren eine Rarität.

Irgendeine "Deutsche" Anleitung muss aber aufgrund der Verbraucherschutzgesetze in Deutschland halt rein. Seit Jahren werden deshalb sogenannte "Quickstart"-Anleitungen in die Verpackungen geschmissen, das wirklich nötige Manual gibt es nur auf der (vielleicht) beigepackten CD. Die Quickmanuals sind meist "multilingual", zig Sprachen werden abgedeckt. Western Digital hat es geschafft, die "Multilingualität" der beigepackten Schnellstartanleitung auf das erdenkliche Maximum zu treiben:

Die "anfassbare", direkt "lesbare" Anleitung besteht bei Western Digital aus einem gefalteten Zetteln mit drei Seiten relevantem Inhalt. Alles wird in Bildern erklärt, das spart "Übersetzer". Schritt 1: Netzteil anschließen. Schritt 2: Platte an PC hängen. Schritt 3: Fertig.

Im Fall der Western Digital My Book Elite haut dieses 3-Schritte-Ruckzuck leider nicht unbedingt hin. Die Installation ist etwas komplexer…

Randnotiz: Natürlich berechnet auch Western Digital die Kapazität mit der altbekannten Masche. Tatsächlich sind mit 1,5 TB also "1,36 Terabyte" gemeint. Zudem sind auf der Platte im Auslieferungszustand 118 MByte bereits belegt.

Kommentare zu diesem Artikel (3)

theo_oeht
Hallo, hatte ähnliche Freude mir einer WD MyPassport: 1. fummeliger "Sub-Mini"-USB 2. Nutzlose BU-Software war auf virtueller CD gespeichert , hat sich immer selbst angemeldet und den Zugriff auf CD/DVD-Laufwerk gestört - Abhilfe: bereits gespeicherte Daten gesichert gesamte Platte mit Paragon neu formatiert fertig Vorteil ;)) schickes Gehäuse, da fängt selbst der Apfel zu schrumpeln an! Gruss theo
meischder1
Also ich würde mir nie so einen "Fertigschrott" zulegen, nur eine Interne + gescheites Gehäuse (Icybox o.ä.). Da weiss man was man hat. Und im Falle der WD würde ich als allerestes auf die Softwaresuite (oder was auch immer) pfeifen, die Platte restlos per GParted löschen und eine "fette" Partition draus machen. Klar zahlt man als Anwender für die "Extrasoftware". Ich persönlich könnte mit so etwas nichts anfangen. Und dass man das Gehäuse zerstören muss, wäre für mich der Grund wo ich sie direkt im Regal liegen lassen würde. Grüße!
Conqueror
@meischder1 Du verstehst es nicht, oder ? Bei einem kompletten Gehäuse muss der Hersteller geradestehen, wenn die Festplatte eine zu hohe Temperatur abbekommt und ausfällt. Bei einem Zusammenkauf von Einzelkomponenten hadt Du im Fall der Fälle die Arsch....

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