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WD Smartware - der Wahnsinn beginnt

Das WD Smartware Tool fackelt beim ersten Start nicht lange rum und beginnt sofort die Dateien von Laufwerk C zu "kategorisieren".

Während das Tool "rumkategorisiert", fällt gewiss der halbwwegs lesbare Button "Software aktualisieren" auf. Darauf erscheint dann beispielsweise ein Dialog, der drauf hinweist, dass eine Aktualisierung verfügbar ist.

Per Klick auf die "Aktualisieren"-Taste, wird kein automatisches Update der Software angeboten (wie eigentlich heute Standard), sondern es öffnet sich der Internet Browser mit einer Webseite von Western Digital:

Der Wunsch die Software zu aktualisieren in der deutschrachigen Anwendung, landet auf dieser englischsprachigen Seite: http://www.wdc.com/wdproducts/wdsmartwareupdate. Wer mit Englisch Probleme hat, der muss nur drauf kommen, dass er oben rechts auf der Seite "Language" eine andere Sprache auswählen kann, beispielsweise Deutsch. Das bringt allerdings nichts - nach der Auswahl von "Deutsch" landet man wieder auf der englischsprachigen "Software update"-Seite.

Wer mit Englisch Probleme hat, der sollte an dieser Stelle dringend einen Bekannten zu Hilfe rufen, denn das was jetzt kommt ist verwickt:

Nach Auswahl des vorhandenen My Book Modells gibt es zig Zeugs zu lesen und downzuloaden.

Das Update besteht aus zwei Komponenten: Firmware-Update und Software-Update. Es wird drauf hingewiesen, dass man vor dem Firmware-Update unbedingt alle Daten auf der Platte in Sicherheit bringen soll. Es ist also ratsam, sofort nach Kauf so einer Platte die neuste Firmware abzuchecken, bevor irgendwelche Daten draufgespielt werden - das spart Stress beziehungsweise Risiko.

Im "Wichtig-Hinweis" zum Firmware-Update teilt Western Digital auch mit, dass vor dem Firmware-Update UNBEDINGT jegliche Antivirus- und Antispyware-Software auf dem Rechner deaktiviert werden muss. Und: es MÜSSEN alle Anwendungen beendet werden, die während dem Firmware-Update vielleicht auf die Platte zugreifen könnten. Das scheint Western Digital sehr ernst zu meinen:

"ANY and ALL programs that would require drive access during the update MUST be disabled." ("…JEGLICHE und ALLE MÜSSEN…")

Diese Bedingungen sind natürlich geisteskrank. Sämtliche "Virenscanner" deaktivieren schafft man vielleicht noch, aber sicherzustellen, dass kein Programm, kein Dienst auf die Platte zugreift, ist eigentlich aussichtslos. Das kann ja schon der automatische "Platten-Indizierungsdienst" von Windows sein, der zuschlägt. Der Hinweis, dass man alle anderen externen Laufwerke vor dem Firmware-Update von der Kiste abhängen soll, ist vergleichsweise ein Gimmick.

Kommentare zu diesem Artikel (3)

theo_oeht
Hallo, hatte ähnliche Freude mir einer WD MyPassport: 1. fummeliger "Sub-Mini"-USB 2. Nutzlose BU-Software war auf virtueller CD gespeichert , hat sich immer selbst angemeldet und den Zugriff auf CD/DVD-Laufwerk gestört - Abhilfe: bereits gespeicherte Daten gesichert gesamte Platte mit Paragon neu formatiert fertig Vorteil ;)) schickes Gehäuse, da fängt selbst der Apfel zu schrumpeln an! Gruss theo
meischder1
Also ich würde mir nie so einen "Fertigschrott" zulegen, nur eine Interne + gescheites Gehäuse (Icybox o.ä.). Da weiss man was man hat. Und im Falle der WD würde ich als allerestes auf die Softwaresuite (oder was auch immer) pfeifen, die Platte restlos per GParted löschen und eine "fette" Partition draus machen. Klar zahlt man als Anwender für die "Extrasoftware". Ich persönlich könnte mit so etwas nichts anfangen. Und dass man das Gehäuse zerstören muss, wäre für mich der Grund wo ich sie direkt im Regal liegen lassen würde. Grüße!
Conqueror
@meischder1 Du verstehst es nicht, oder ? Bei einem kompletten Gehäuse muss der Hersteller geradestehen, wenn die Festplatte eine zu hohe Temperatur abbekommt und ausfällt. Bei einem Zusammenkauf von Einzelkomponenten hadt Du im Fall der Fälle die Arsch....

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