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Warum externe USB-Platten Dreck sind - wenn Hersteller auspacken

Wer mal im Internet zum Thema recherchiert, wird feststellen, dass viele über Datenverlust bei externen USB-Platten klagen. Als ich Stress mit einem externen Gehäuse hatte, trat ich per Email mit dem Support des Herstellers in Kontakt und der lieferte eine unmissverständliche Antwort:

Email vom Support eines Herstellers von externen USB-Festplattengehäusen: "Wie Sie wissen, ist die USB Schnittstelle bei der Datenübertragung als problematisch bekannt. Selbst Microsoft rät von dieser Schnittstelle zur Übertragung von großen Dateimengen ab. Ratsam ist die Nutzung der Firewire-Schnittstelle, die bis zu 50% mehr Performance im Nettovergleich zu USB 2.0 bietet und als wesentlich stabiler gilt. Aus diesem Grund finden Sie in unserem Sortiment ebenfalls externe Lösungen mit der FireWire-B-Schnittstelle."

Da baut einer also externe Festplattengehäuse, die über USB angeschlossen werden und teilt mit, dass die USB-Schnittstelle bei Datenübertragung als problematisch bekannt ist und man dringlichst lieber Firewire-Anschluss verwenden soll. Noch Fragen?

HINWEIS: Zum Schutz des ehrlichen Support-Mitarbeiters habe ich in der Abbildung bei der Email natürlich alle Hinweise unkenntlich machen, die auf die betroffene Firma und das Produkt schließen lassen.

Wie auch immer: USB ist die unzuverlässigste Methode bei externen Festplatten aber halt die billigste und deshalb meist verbreitetste.

Hier zum Vergleich mal der Ablauf, wenn eine externe eSATA-Platte verwendet wird:

Externe SATA-Platte. Hier existiert keine Rechenelektronik. Die Daten werden 1:1 "mechanisch" über die Buchsen von der Platte zum SATA-Anschluss des Mainboards transportiert. eSATA-Buchsen an einem PC sind quasi direkt mit den "echten" internen SATA-Anschlüssen eines Mainboards verkabelt.

Zur Verteidigung von USB-Platten sei gesagt: sie sind spottbillig und extrem universell, weil jeder PC eine USB-Schnittstelle hat. Auch haben viele DVD-Player (selbst billige) eine USB-Schnittstelle und können dann Filme, Musik und Bilder von so einer externen USB-Platte abrufen. Wer Daten auf so einer USB-Platte speichert, bei denen es Schnuppe ist wenn sie kaputtgehen, der kann das natürlich tun. Kostbare Daten oder wichtige Backups haben auf so einem USB-Datensarg allerdings nichts verloren!

Kommentare zu diesem Artikel (5)

muelli75
Sehr interessanter Artikel! Mich würde interessieren, wie aktuell die Problematik mit USB-Festplatten noch ist bzw. ob die Fehler wirklich in großem Ausmaß auftreten. Ich benutze jetzt seit Jahren USB2-Festplatten und hatte bisher keine Probleme. Meine Daten spiele ich von der internen Platte mit FreeFileSync auf (was ich übrigens sehr empfehlen kann). Mit dem Programm ist ein Binärvergleich zwischen Quelle und Ziel möglich. Bisher würde immer alles bitgenau übertragen. Auch habe ich nahezu keine Informationen im Internet zu dem Thema gefunden. Da USB sich bei externen Platten durchgesetzt hat und ESATA mehr oder weniger Exotenstatus hat, kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass die Problematik mit Fehlern bei der Übertragung großer Dateien nennenswerte Ausmaße hat. Klar - bei USB sind mehrere Controller beteiligt, wodurch die potenziellen Fehlerquellen größer sind. Da es jetzt aber auch nicht sooo viele unterschiedliche Controller-Hardware gibt, gehe ich mal davon aus, dass die Hersteller externer USB-Platten ihre Produkte weitgehend auf Zuverlässigkeit testen. Irgendwelchen Billig-Gehäusen würde ich auch nicht unbedingt über den Weg trauen, aber bei vermutlich mehreren Millionen verkauften USB-Festplatten würde ich wirklich gerne mal wissen, ob tatsächlich Anlass zu Paranoia besteht.
Michael Nickles
Hallo muelli, Von Paranoia würde ich nicht unbedingt reden. Der Artikel hier ist zwar schon älter, aber egal ob USB 2.0 oder USB 3.0: die Controller mobiler Platten halte ich nach wie vor für einen heiklen Faktor. Man sollte halt einfach auf Nummer sicher gehen und so einer Platte nicht blind vertrauen, gleich am Anfang (und auch später wieder mal) einen Test durchführen. Eine einfache, aber definitiv zuverlässige (und unverändert gültige) Testmethode habe ich hier beschrieben: http://www.nickles.de/c/s/praxis-externe-festplatten-usb-datensaerge-enttarnen-623-1.htm Grüße, Mike
muelli75
Michael Nickles
Hallo muelli, Zur Diskussion von Problemen verwendest Du besser die Foren auf Nickles.de. Dafür ist diese Artikel-Kommentierfunktion hier nicht geeignet. Grüße, Mike
muelli75
P.S. Eigentlich sollte der Test doch auch mit FreeFileSync (http://sourceforge.net/projects/freefilesync/) mit der Vergleichseinstellung "Dateiinhalt" gehen, oder? Hier werden halt auch die Ordnerpaare einem Binärvergleich unterzogen. Schau Dir FFS auf jeden Fall mal an, ich finde das Tool super. Nur bei der Installation nicht die Toolbar mitinstallieren! Beste Grüße, Christoph

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