Internet für Insider - Seite 2

Volksverdummung

Internet umsonst – kostenlos draufzahlen...

Wer denkt, daß in Deutschland Methode 1 die gängige ist, der sollte besser an den „Weihnachtsmann" glauben – der ist realistischer.

Kohle wird mit Methode 2 verdient – der „Für-blöd-Verkaufen"-Methode. Und einer, der diese Methode bis zur Perfektion beherrscht, ist der „Masservermarkter" 1&1. 1&1 ist vor allem beim Vermarkten von „Internet" und „ISDN" aktiv. Und wenn von „Gratis-Internet" oder „kostenlosen Homepages" die Rede ist, dann steckt immer eine üble Masche dahinter – vor allem dann, wenn der Prospekt das „1&1"-Logo trägt.

Wie weit kann gesetzlich legitime „Verdummverkaufung" eigentlich gehen? Die Frage donnert mir jedes Mal durch den Schädel, wenn mir ein 1&1-Prospekt aus einer Zeitschrift rausfällt. Wann immer Du ein Prospekt in die Finger kriegst (und das kriegst Du garantiert, denn die PC-Zeitschriften werden nonstop mit 1&1-Beilageheftchen vollgemüllt), ist äußerste Vorsicht geboten: 1&1-Angebote halten fast nie das, was sie vordergründig versprechen. Die Strategie des „Für-blöd-Verkäufers" 1&1 ist stets die gleiche: Gelockt wird immer mit einem sagenhaften Preis – so um Null Mark – ein kleines Sternchen bei der Preisangabe weist auf die Fußnote am Prospekt-Rand hin. Dort stehen dann die Einschränkungen, die den Spaß am Preis ruckzuck versauen – also immer gut aufpassen: Wo „kostenlos" draufsteht, ist so gut wie nie „kostenlos" drinnen!

Internet via Satellit – Fehlinvestitionen vermeiden

Stark im Kommen ist die Internet-Anbindung über Satellit. Durch die Kombination von Telefonleitung (zum Senden) und Satellit (zum Empfangen) lassen sich extrem hohe Datendurchsätze von bis zu 4.000 KBit/s erreichen.

1999 ist der Internet-Satelliten-Zugang preiswert geworden.

Für Internet über Satellit brauchst Du zusätzlich zu Modem/ISDN-Karte eine spezielle Empfangskarte, an die eine Satelliten-Schüssel angeschlossen wird. Was vielen nicht klar ist: Bei dieser Empfangskarte handelt es sich quasi um einen „Digital TV Empfänger". Jede Digital-TV-Empfangskarte ist theoretisch auch in der Lage, „Internet" zu empfangen. Es ist also Blödsinn, Kohle für eine Internet-Satelliten-Empfangskarte auszugeben, die nur Daten empfängt und nicht auch gleichzeitg Digitales Fernsehen berücksichtigt! Alle Zusammenhänge zu dieser Sache stehen im Unterhaltungelektronik-Kapitel „Welten im Zusammenstoß" im Abschnitt über die Satelliten-TV-Empfangskarten.

Sauerei bei Altavista

1999 führte der beliebte Internet-Suchdienst Altavista (nur die US-Version davon) ein ekelhaftes Experiment durch: Internet-Anbieter hatten die Möglichkeit, durch Bezahlung eine bessere Suchtrefferquote in Altavista zu erzielen. Konkret: Der „Taschenuhr"-Anbieter, der Altavista am meisten Kohle zahlte, wurde als erster präsentiert, wenn jemand nach „Taschenuhr" sucht. Diese kommerzielle Mainipulation von Altavista übt einen zerstörischen Charakter auf das Internet aus:

Was nützt ein Netz, dessen Suchdienste „bestechlich" sind. Für Altavistas ekelhaftes Experiment gibt es kein Pardon. Nickles meint: Wer solche Scheiße baut, hat keine Kunden verdient: VERZICHTE AUF ALTAVISTA!

Windows 98 SE – Ein Modem für alle

Das einzige interessante neue Merkmal von Windows 98 SE ist die Möglichkeit, Modem/ISDN im Netzwerk gemeinsam nutzen zu können – bei den älteren Windows-Versionen muß man für diesen Zweck eigene Software kaufen. Das Aktivieren der gemeinsamen Modem/ISDN-Nutzung ist unter Windows 98 SE simpel, ein Assistent im Internet Explorer 5.0 hilft dabei. Was viele nicht wissen: Es reicht aus, einen EINZIGEN PC mit Windows 98 SE im Netzwerk zu haben, um sein Modem/ISDN für alle anderen nutzbar zu machen – es müssen nicht alle vernetzten PCs mit Windows 98 SE bestückt sein!

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