Heimkino am PC - Seite 2

Videoformate verstehen - Letterbox durchleuchtet

Ein und der selbe Spielfilm, kann auf zwei verschiedenenTV-Sendern TOTAL ANDERS rüberkommen! Vielen ist nicht klar,welche brutalen Unterschiede es beim Filmgenuss geben kann! AktuelleTV-Geräte haben ein Bildverhältnis von 4:3 oder 16:9.Ein Film erscheint idealerweise dann pefekt auf einem TV, wenner im exakt gleichen Seitenverhältnis gedreht wurde. Dochegal wie auch immer. Eine Hälte der TV-Zuschauer hockt immerin der letzten Reihe: Auf einem 4:3 Standard-TV werden Breitwand-Kinofilmenur mit dicken schwarzen Rändern oben und unten dargestellt.Oder die Ränder werden "verringert" oder ganz entfernt,das Ursprungs-Bild wird dazu "beschnitten", es kommtnur noch ein Teil des "ganzen" Kinobilds rüber.Besitzer eines 16:9 TVs sind indessen die angeschmierten, wennein Bild in 4:3 ausgestrahlt wird: Dann heißt's dicke schwarzeBalken rechts und links akzeptieren oder das Bild unnatürlichin die Breite verzerren. Die TV-Sendeanstalten versuchen ALLENTV-Besitzern möglichst gerecht zu werden: Spielfilme werdenfür die Ausstrahlung so "abgemixt", dass sie aufbeiden gängigen TV-Formaten "erträglich" rüberkommen.Bei DVD-Produktionen ist es nicht anders. Generell existierenbei Kino- und TV-Spielfilmen folgende Formate:

Bildformat / Darstellungsmethode Bemerkung
1. Cinemascope / Academy Kinoformat Kinofilme werden typischerweise in einem sehr breiten Format gedreht. Breiter als 16:9! Diverse Kinofilm-Formate kommen dem 16:9 Format sehr nahe, andere bringen auch bei einem 16:9 TV oben und unten schwarze Balken.
2. 16:9 TV-Format Wenn ein Breitwand-Film angeguckt wird, dann machen 16:9 TVs Spass. In allen anderen Fällen nicht. Pay-TV-Abonennten (Premiere World) sollten sich einen 16:9er anschaffen, wenn sie einen Neuen brauchen. Da lohnt sich's weil sehr viele Filme im Breitwandformat ausgestrahlt werden. ECHE 16:9 Austrahlungen seit leider rar! Also solche, bei denen die grössere Breite von 16:9 TVs auch wirklich qualitativ ausgenutzt wird.
3. 4:3 TV-Format Einen sehr breiten Kinofilm in's 4:3 Format zu bringen ist schwierig - wenn auf allzu fette schwarze Balken verzichet werden soll.

Aus dem Heimkino-Bereich kommen diverse Fachwörter fürBildformate, die auch in der PC-Ecke zunehmend relevant werden.Typische PC-Grafikauflösungen sind im tradionellen 4:3 Bildformat,"Breitwand"-Monitore sind rar. Auf DVDs und im TV-Bereichsetzen sich zunehmend breite Bildformate wie 16:9 durch. Und genauda wird das Zusammenspiel zwischen PC und Unterhaltungselektronikkitzlig. Wie stellt man eine Grafikkarte ein, damit ihr Bild aufeinem 16:9 Fernseher OHNE schwarze Ränder und UNVERZERRTkomplett erscheint? Geht das mit den verschiedenen Karten überhaupt?Wie zeichnet man einen "Breitwand"-Film am effektivstendigital am PC auf? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hiereine schnelle Übersicht der wichtigsten Bildformat-Klassenund Darstellungsarten:

Format-Wandlungs-Methode Bemerkung
1. Pan & Scan Darstellung In der Regel werden Kinofilme für 4: 3 mit Kompromissen aufbereitet. Das Bild kriegt nur kleine schwarze Balken. Dann wird der Film manuell, Szene für Szene zurechtgerückt: Es wird also manuell entschieden, welcher Teil der "zu breiten" Szene für den sichtbaren 4:3 Bereich am wichtigsten ist.
2. Anamoprhe Darstellung (16:9) Format Wird ein Kinofilm im 4:3 Format ausgestrahlt, dann hat er schwarze Balken. Auf einem 16:9 Format werden diese Balken "weggezoomt", das Bild erscheint randfüllend. ABER: Die schwarzen Balken verplempern Bandbreite für nichts! Beim Anamorphen Verfahren, wird ein 16:9 Bild "vertikal gestreckt" ausgestrahlt. Ein 16:9 TV zieht es in die Breite und dadurch wird mehr Auflösung erreicht als bei Ausstrahlung mit schwarzen Rändern.
3. Letterbox Darstellung Ein echtes 16:9 Bild (anamorph) erscheint auf einem 4:3 TV randfüllend, ab in die Höhe gezerrt. Personen werden also zu "schlank" dargestellt. Hat der 4:3 TV einen "16:9"-Modus, dann bewirkt der, dass oben und unten schwarze Balken NACHTRÄGLICH eingefügt werden, das Bild erscheint dann mit korrekten Seitenverhältnissen. Auch DVD-Player bieten in der Regel diese Ausgabe im "Letterbox"-Verfahren.