DSL - die dicke Leitung

TUNING: Remoteverbindungen optimieren, Funktionen ausreizen

Über PC-Fernsteuerung im Netzwerk lässt sich die Rechenleistung vermehren, in dem Jobs auf alte Zweitrechner ausgelagert werden. Zudem ist auch die Fernsteuerung und Überwachung eines Rechners über das Internet leicht machbar. Eine Fernsteuerung einrichten ist mit kostenlosen Tools kein Problem. Danach geht es allerdings mit Optimierung weiter - hier alle wichtigen Tipps dazu.

HINWEIS: Wie PC-Remoteverbindungen funktionieren und wie sie installiert werden, ist im ersten Beitrag "Rechenleistung gratis maximieren - Remote statt  Sanduhr". In diesem Folgebeitrag geht es lediglich um die Optimierung solcher Remote-Verbindungen und das Nutzen weiterer Funktionen.

Bei einer PC-Fernsteuerung muss der Server-Rechner seinen Bildschirminhalt permanent  an den Viewer/Client-Rechner übertragen. Im Idealfall geht das so schnell, dass es im Bedienungsfenster des fernsteuernden Rechners kaum spürbar ist - alles passiert so schnell, als ob es direkt auf dem Hauptrechner passieren würde.

Das permanente Senden eines kompletten Bildschirminhalts kostet einen Server-Rechner allerdings viel Rechenzeit. Die reduziert eine Software wie UltraVNC dadurch, indem sie nur Bildinhalte, die sich verändern, übers Netzwerk schickt. Auch dieses Überwachen und "Komprimieren" des Bildschirminhalts kostet den Server-Rechner natürlich Rechenleistung. Das nervt, denn der Zweitrechner soll ja Rechenleistung für Programme bereithaben und sie nicht für die Übertragung seines Bildschirminhalts verjodeln.

Ein Tool wie UltraVNC muss also so optimiert werden, dass es dem Server während der Bildschirmübertragung möglichst wenig Rechenleistung wegfrisst. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die wichtigste von allen heißt: runter mit Bildschirmauflösung und Farbtiefe. Je weniger Auflösung und je weniger Farbtiefe, desto geringer ist der Rechenaufwand und die Netzwerkbelastung um ein Einzelbild zu übertragen.

800x600 Bildpunkte Auflösung und 16 Bit Farbtiefe - das reicht auf einem Server in der Regel dicke aus.

Zudem gilt: je mehr sich auf einem Bildschirm befindet und je mehr sich dort bewegt, desto mehr muss die Fernbedienungssoftware ackern. Tools wie UltraVNC sind typischerweise so voreingestellt, dass sie beispielsweise darauf verzichten, ein Desktop-Hintergrundbild zu übertragen. Am schlausten ist es, beim Server auf ein Desktop-Hintergrundbild generell zu verzichten und auch sonst sollte der Desktop möglichst leer sein - also weg mit überflüssigen Programmstart-Bildsymbolen.

Ist auf dem Server schließlich eine Software am Ackern bei der sich im Fenster was bewegt (Statusanzeigen und Co), dann ist es sinnvoll die Fenster zu minimieren - bewegt sich nichts am Bildschirm, dann muss die Fernbedienungssoftware sozusagen auch nichts übers Netzwerk übertragen.

Eine geringe Bildauflösung und Reduzieren des Bildschirminhalts sind die einfachste Methode um mehr Speed zu kriegen. Aber damit ist noch nicht Schluss. Es gibt noch zig weitere Optimierungsmethoden...

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