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Surfsticks und Tarife, Erfahrungsberichte im Internet

Viele versuchen sich im Internet schlau zu machen, welches "Surfstick-Angebot" das Beste ist. Eine Suche nach "surfstick vergleich" liefert elend viele Fundergebnisse. Wie bei Handy- und DSL-Tarifen gibt es inzwischen zig Webseiten, die sich darauf spezialisiert haben, Interessenten "per Preisvergleich" den besten Anbieter zu nennen.

Bei den Empfehlungen werden dann typischerweise nur technische Eckdaten genannt, auf Kleingedrucktes der Angebote wird gar nicht groß eingegangen. Konkret handelt es sich bei fast allen dieser Webseiten um "Weiterverkäufer", die eine Provision kassieren, wenn ein Kunde von dort den Link eines Anbieters klickt und kauft. Wirklich seriös sind solche Seiten also nur sehr eingeschränkt.

Es gibt gewiss auch welche, die wirklich ehrlich informieren wollen und Surfstick-Angebote vergleichen. Die scheitern aber zwangsläufig meist daran, dass es zu viele Angebote gibt, die sich permanent ändern. Es ist unmöglich permanent eine "Tabelle der besten Anbieter" aktuell zu halten. Auch im Fall meines Beitrags hier, sind sämtliche Preise und Details garantiert bereits veraltet, während ich ihn schreibe - er kann also nur helfen, die ganzen Nepp-Maschen überhaupt generell zu kapieren.

Empfehlungen sind auch deshalb schon sehr schwer, weil es extrem unterschiedliche Nutzungsszenarien gibt. Mal ein paar davon:

Nutzungsszenario

Tipp

1. Surftstick zu Hause als DSL-Ersatz

Jemand der in einer ländlichen Gegend wohnt, wo es kein oder nur extrem grottiges Kabelinternet, allerdings "Mobilfunk" gibt, wird natürlich mit einem "schnellen Surfstick" als Alternative liebäugeln. Eine Surfstick-Flatrate zum Preis von rund 15-20 Euro ist ja nicht teurer als typische "DSL-Angebote".

2. Gelegentlich unterwegs Surfen

Wer nur ab und zu mit einem "Notebook" unterwegs ist, nicht permanent mobiles Internet braucht, wird kaum "Monatsverträge" abschließen wollen, es braucht eine flexiblere Lösung.

3. Permanent unterwegs

Geschäftsleute, Vertreter, die mobiles Internet permanent und überall brauchen, haben natürlich entsprechend spezielle Bedürfnisse. Geld spielt weniger eine Rolle, als eine zuverlässige Internet-Verfügbarkeit.

4. Surfen im "Zug"

Wer viel mit Auto oder Bahn unterwegs ist und dabei surfen will, steckt ebenfalls in einer speziellen Situation. Er braucht eine Verbindung, die auch bei schnellem Ortwechsel möglichst konstant funktioniert, also ein möglichst stark ausgebautes Netz.

5. Übergangslösung

Der Wechsel eines DSL-Anbieters kann Ärger machen, zu einer vorübergehenden Internet-Auszeit führen. Oder: man weiß, dass man sich nur ein paar Monate übergangsmäßig an einem Ort aufhalten wird und deshalb dort keinen langwierigen Vertrag abschließen will. Hier braucht es eine bezahlbare brauchbare Lösung, die kein Vermögen kostet.

6. Internet im Ausland

Wer eine Weile geschäftlich im Ausland ist oder im Urlaub surfen will, der kann das natürlich mit einem "deutschen Surfstick" machen - vorausgesetzt Geld spielt keine Rolle. Denn unbedachtes Surfen im Ausland ist generell elend teuer. Mit elend teuer meine ich hier wirklich ultra-bullshit-teuer!

Zu allen Szenarien kommt hinzu, was man eigentlich im Internet machen will. Geht es nur um "Email" erledigen, ist das kein großes Problem - so es sich nur um kurze Text-Emails ohne Bilder und so handelt!

Das Surfen auf Webseiten ist allerdings schon eine ganz andere Nummer. Und wer ab und zu auch Multimedia, Audio-/Videoinhalte per mobilem Internet haben will, der eigentlich fast keine Chance! Auch Dinge wie Audio-/Videokonferenzen und die Nutzung von Tauschbörsen kann man generell vergessen, weil das die meisten Surfstick-Anbieter in ihren Nutzungsbedingungen verbieten oder das sowieso technisch "abklemmen".

Die Suche nach Erfahrungsberichten von Surfstick-Nutzern kann man generell ebenfalls komplett vergessen - da geht es bei den Meinungen kreuz und quer. Die einen verfluchen einen bestimmten "Surfstick" oder Anbieter in die Hölle, die anderen loben ihn in den Himmel. Derlei gravierende Meinungsunterschiede sind wenig verwunderlich. Es kommt halt sehr drauf an, WO jemand einen Surfstick nutzt, WIE er ihn nutzt und OB er das Kleingedruckte des Surfstick-Anbieters gelesen beziehungsweise überhaupt kapiert hat!

Also mal ganz von Vorne…

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