Filesharing-Fallen vermeiden! - Seite 2

Selbstschutz - Schritt für Schritt

1. Temporäre Datei ermitteln
Für jeden Download legen Filesharing-Systeme irgendwo eine temporäre Datei an, in der die eingehenden Datenteile abgespeichert werden. Wenn Du ein Video previewen willst das sich im Download befindet, musst Du seine temporäre Datei kennen. Edonkey und Overnet beispielsweise speichern alle eingehenden Downloads in seinem Unterverzeichnis emp als Dateien mit Endung „.par“ ab. Wird eine Datei in der Downloadliste angeklickt, dann teilt Edonkey/Overnet mit, welche .par-Datei zu ihr gehört. Und das ist die Datei die Du brauchst.

2. Temporäre Datei kopieren
Faustregel: Doktore niemals an einer temporären Download-Datei rum - sie geht dabei leicht kaputt. Richtig ist dieser Weg: Fertige eine Kopie der Datei an. Also Rechtsklick „kopieren“ und dann in einem anderen Verzeichnis Rechtsklick „einfügen“. Das geht übrigens auch direkt während des Downloads, das Filesharingsystem muss nicht beendet werden. Sicherer ist es allerdings, das Filesharing-System erst zu beenden. Es ist kritisch, eine Datei zu dublizieren, in die gleichzeitig geschrieben wird!

3. Temporäre Datei umbenennen
Die kopierte „.par“-Datei muss jetzt ihre richtige Fileendung kriegen. Im Fall von Video also beispielsweise .avi oder .mpg. Um welches Format es sich bei einer Datei handelt, wird in der Regel bereits in der Download-Liste eines Filesharing-Programms mitgeteilt.

4. Datei öffnen
Wer mag, kann probieren die umbenannte Datei direkt zu starten. Das ist allerdings in den meisten Fällen sinnlos, da der Windows Mediaplayer und andere Player mit solchen „unkompletten Videos“ nichts anfangen können. Was Du brauchst ist ein richtiges Video-Tool, am besten geeignet ist wiedermal die Freeware „Virtualdub“.

5. Virtualdub starten
Wichtig: Es reicht nicht, VirtualDub zu starten und dann die Videodatei direkt zu laden! Virtualdub bietet im Datei-Dialog die Option „Popup extended open options“ - die muss „angekreuzt“ werden. Nach Anklicken des Videodateinamens erscheint dann vor dem Ladevorgang ein Extradialog, der sich bei .avi- und .mpg-Dateien unterscheidet!

6. AVI Reparatur einstellen
Bei AVI-Videos bietet der Extra-Dialog in VirtualDub zig Optionen an. Wichtig ist eigentlich nur die erste Option „Re-derive keyframe flags“ - sie sollte angekreuzt werden.

7. MPG Reparatur einstellen
Bei MPG-Videos sollte im Extra-Dialog unbedingt die Option „Accept partial MPEG streams“ ein Kreuzchen kriegen. Nur dann ist VirtualDub willig, unvollständige MPEG-Dateien zu laden.

8. Reparatur durchführen
Je nach Videodatei (und ihrem zertrümmerten Zustand) kann es Sekunden oder Minuten dauern bis VirtualDub die Datei geladen hat. In manchen Fällen geht natürlich nichts, beispielsweise wenn die Videodatei einfach noch zu unvollständig ist, sprich keinerlei Einzelbilder darin zu finden sind. Beachte, dass Du schon so mindestens 5-10 MByte downgeloadet haben musst. Es ist witzlos eine Videodatei previewen zu wollen, die erst ein paar KByte an Daten drinnen hat!

9. Video angucken
Nach Abschluss des „Reparaturvorgangs“ kann das Teilvideo direkt in VirtualDub angeguckt werden oder Du kannst per Schiebebalken darin rumscrollen.

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