PC selbst gemacht - Seite 4

Schritt 1: Muppy downloaden, Live-Version starten

Im ersten Schritt wird die aktuelle Version von Muppy-Linux oder Puppy_413_NOP beschafft, wie im zuvorigen Abschnitt beschrieben.

Muppy Linux wird als Standard- und Mini-Version angeboten. Die Mini-Version ist nur 110 MByte groß und quasi für "steinalte" Rechner gedacht, die auf dem letzten Loch pfeifen. Die Software-Ausstattung ist auf das Allernötigste beschränkt. Im Fall des 99 Euro PC ist natürlich mehr als genug Power vorhanden, um die Standard-Version draufzumachen, die rund 680 MByte groß ist.

HINWEIS: Anstelle von "Muppy" kann natürlich auch das ebenfalls deutsche "Puppy_413_NOP" oder eine (kommende) andere deutsche Puppy-Version verwendet werden. Die folgenden Tipps und Bilder wurden mit Muppy angefertigt, gelten generell allerdings für alle Puppy-Varianten.

Es wird also die aktuelle ISO-Datei eines deutschen Muppy oder Puppy gesaugt und auf eine CD gebrannt.

Tipp: Ein Abgleich der md5-Checksumme der gesaugten ISO-Datei ist natürlich nie verkehrt und kann später Ärger ersparen. Wer md5sum (gehört normalerweise zum Standardumfang jeder Linux-Installation) oder ein anderes Programm installiert hat, sollte diese Zeit investieren.

Ob die gesaugte ISO-Datei korrekt ist, kann unter Windows beispielweise mit der Freeware "MD5 Fingerabdruck" geprüft werden (http://www.carstens-informationsmanagement.de/prod/md5f/index.shtml). Im Feld 1 wird die gesaugte ISO-Datei geladen, in 2 kopiert man den MD5-Zahlencode von der Downloadseite rein. Dann wird bei 3 rechts das Zauberstab-Symbol gedrückt und unter 4 erscheint das Ergebnis. Sind beide Zeilen in 4 identisch, dann wurde die ISO-Datei perfekt gesaugt, liegt so vor wie sie sein soll.

Die MD5-Checksummen-Prüfung ist bei Dingen wie ISO-Dateien von CDs immer ausdrücklich ratsam, geringste Fehler können viel Ärger machen.

Da der 99 Euro PC kein CD oder DVD-Laufwerk hat wird zur Installation einmalig ein zweiter Computer benötigt. Das kann auch ein alter PC sein. Er muß nur von CD booten können und einen USB-Anschluß für den Stick haben. Alternativ kann man vorübergehend natürlich auch ein CD-Laufwerk an den 99 Euro PC dranhägen.

Wichtig: der Rechner mit dem Muppy auf den USB-Stick geschaufelt wird, muss im BIOS so eingestellt sein, dass er vom CD-Laufwerk bootet.

Beim Test ließ sich die Installation selbst mit einem uralten 350 MHz Pentium-II problemlos durchführen. Lediglich das Schreiben auf den Stick dauerte wegen  USB 1.1 deutlich länger.

Die Installations-CD von Muppy bootet genauso wie die des offiziellen Puppy. Die Meldungen erscheinen allerdings schon teilweise in Deutsch und es fehlt die Auswahl des Tastaturlayouts. Es ist automatisch ein deutsches Tastaturlayout eingestellt.

Der erste Schritt um Muppy auf einen USB-Stick für den 99 Euro PC zu installieren, besteht jetzt einfach darin, einen PC mit der gebrannten Muppy-CD zu booten:

Der Desktop von Muppy 008.3 nach dem Start. Das Startmenü ist hier oben links.

Hier zum Vergleich der Desktop des nur rund 110 MByte großen deutschen Puppy_413_NOP. Das Startmenü findet sich hier unten links.

Kommentare zu diesem Artikel (1)

tmp_account_10086
Hi Michael, der Link nach Puplets "does not exist" !??? Jürgen

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