Prozessoren - Daten, Fakten, Tipps

REPORT: Prozessoren: Der Stand der Dinge

Bei Prozessoren ist das totale Chaos ausgebrochen, die Modellvielfalt hat den Höchststand erreicht. Intel und AMD haben den Kampf um GHz aufgegeben und rüsten jetzt mit neuen Technologien nach: Multikern-Prozessoren, virtuelle CPUs, 64-Bit-Erweiterung, Stromsparmechanismen. Die Gefahr, beim Prozessorkauf daneben zu langen, war nie größer. Dieser Report erklärt, was Sache ist - kapierbar für alle.

Die Arena: der PC Markt. Die Gegner: AMD und Intel. Das Spiel ist immer das gleiche. Beide CPU-Schöpfer kämpfen um Marktanteile. Und das immer härter. Wenn Intel am Montag einen neuen Pentium rausbringt, dann kündigt AMD am Dienstag entweder einen »noch« schnelleren Athlon an oder senkt die Preise. Unzählige »Sport«-Kommentatoren reißen sich darum, die spannendste Berichterstattung über dieses immer wieder identische Spiel zu liefern.

Fachpresse-Schlagzeilen wie »Athlon schlägt Intel« werden dich spätestens an dem Tag nicht mehr begeistern, an dem dir klar wird, dass solche Nachrichten nur Bullshit für dich bedeuten: Bei solchen News altert dein PC schlagartig um ein paar Monate. Die Testlabors benchmarken dich mit den immer gleichen Methoden an den Rand der Klapsmühle: Doom3, 3DMark, Sysmark, Windows Media Encoder, 3D Studio Max.

So oder so: Der Prozessor ist das wichtigste Teil im PC, aber eines solltest du stets im Hinterkopf behalten: Nicht nur er ist wichtig und sorgt für Leistung. Wie stark ein Rechner ist, hängt im Wesentlichen von seinen Komponenten ab. Verbeiße dich bei der PC-Wahl also nicht in die Prozessorklasse. Es ist besser, sich für einen langsameren Prozessor mit viel RAM und schneller Grafikkarte und Festplatte zu entscheiden als für einen der aktuell schnellsten Prozessoren, dem nur schwache Zusatzkomponenten assistieren. Trotzdem: Die Anschaffung eines neuen PC (oder einer neuen Aufrüstung) beginnt immer bei der Entscheidung für eine Prozessorplattform. Und das heißt Intel oder AMD.

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