PC selbst gemacht - Seite 7

Prozessor und Mainboard - haarscharfe Alternativen und generelle Tipps

Die Entscheidung für ein Intel-basiertes Mainboard und Intel-CPU war keine Bedingung für den 99 Euro PC. Natürlich gibt es auch spottbillige Mainboards für AMD-Prozessoren und AMD-CPUs.

Und natürlich hat auch AMD Spottbillig-CPUs im Programm. Auch in dieser Ecke guckten wir uns gründlich um. Ein billiger AMD-Sempron kostet vergleichsweise knapp 14 Euro (beispielsweise AMD Sempron 64 2800+ mit brutto 1,6 GHz):

Bild. Planet4one.de hatte einen AMD Sempron 2800 mit 1,6 GHz für 13,88 Euro im Angebot. Diese AMD-CPU verlangte allerdings noch den älteren AMD-Sockel 754. Link: http://www.planet4one.de/planet/wbc.php?sid=1605547951a6&pid=7968&tpl=produktdetail.html

Pauschal gesehen ist AMD bei den Billigst-Prozessoren also noch billiger als Intel mit seinen Celerons. Allein auf den billigsten CPU-Preis gucken reicht aber leider nicht. Entscheidend ist auch die RAM-Technik, die für eine Plattform fällig ist. Ein AMD Sempron mit altem 754 Sockel braucht typischerweise ein Mainboard, das altes DDR1-RAM verlangt. Für das 99  Euro PC Projekt kam allerdings ausnahmslos neues DDR2-RAM in Frage, da diese RAM-Technik inzwischen viel billiger ist. Es hätte also nix genützt einen billigen Prozessor in ein billiges Brett zu stecken, das dann - inzwischen sündhaft teures - altes DDR1-RAM verlangt.

Die einzige Chance war also eine billigste AMD-Plattform mit DDR2-Speicher zu finden:

Das billigste Mainboard für AMD-CPUs, das wir fanden, war das "Elitegroup 6100SM-M2 nforce 410" für 34,21 Euro.

Als AMD-Prozessor (mit Lüfter) wäre dieses Angebot in Frage gekommen:

azebis.com - die billigste AMD-CPU mit Lüfter - ein Sempron AM3 2800+ - wäre hier für 28,20 Euro zu kriegen gewesen.

Die billigste Kombination aus AMD-tauglichem Mainboard und AMD-Prozessor hätte also 62,41 Euro gekostet - 5,52 Euro mehr als die billigste gefundene Intel-Lösung (56, 89 Euro). Jedem sollte an dieser Stelle klar sein, dass auch bei Billigsanboten die Preise täglich schwanken. Es hätte auch durchaus sein können, dass zum Bestellmoment AMD das Rennen gemacht hätte. In diesem Fall war es Intel.

Pauschal gilt: ein brauchbares (beziehungsweise billigstes) Mainboard mit Onboard-VGA-Grafik kriegt man jederzeit um ca 30-35 Euro. Entscheidend ist der Hersteller des Onboard-Grafikbausteins. Der Billig-PC kriegt natürlich ein Linux-Betriebsysytem und da gilt: Nvidia- und Intel-Onboardgrafik machen unter Linux kaum Streß, bei AMD/ATI wird es bereits etwas heikel. Den "Rest" wie beispielsweise "SiS-Onboardgrafik" sollte man unbedingt meiden!

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