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Prepaid-Guthaben aufladen - die Rechenfalle

Um irgendeine Flatrate buchen zu können, muss die Prepaid-Karte im Surfstick mit Guthaben aufgeladen werden. Dazu gibt es zig Möglichkeiten: Aufladekarte an Tankstelle kaufen, per Internet oder am Geldautomaten einer Bank - die haben inzwischen fast alle eine Option um Prepaid-Handy-Karten und somit auch Surfstick-Karten aufzuladen. Am Geldautomaten wählt man dazu die "Handy-Aufladen-Option", gibt seine "Handy-Nummer" an und dann den Betrag, um den aufgeladen werden soll. Als weitere Alternative bieten viele Anbieter die Möglichkeit, Prepaid-Guthaben übers Internet auch per Bankeinzug oder Kreditkarte aufzuladen.

Der typische Mist beim Aufladen: man kann den Betrag generell nicht beliebig aufladen, sondern nur um einen vorgegeben Batzen wie 15, 20 oder 30 Euro. Kostet die Tages-Flatrate eines Anbieters 3,50 Euro, man will noch einen Tag surfen, aber hat nur noch 3,49 Euro Guthaben, dann muss halt um mindestens 15 Euro aufgeladen werden.

Will man eine weitere Monats-Flat für 25 Euro und es kann nur um 20 oder 30 Euro aufgeladen werden, dann ist halt eine 30 Euro Aufladung fällig und 5 Euro sind "vergurkt" beziehungsweise liegen erst mal brach bis sie irgendwann gebraucht werden - oder man surft das Guthaben zum horrend teuren "Minutentakt" leer.

Wie handhabt es ein Anbieter, wenn man seinen Dienst nicht mehr nutzen will. Erstattet er ein vorhandenes Restguthaben auf einer Karte zurück? Wie kompliziert ist diese Abwicklung? Auch darüber sollte man sich bereits im Vorfeld schlau machen. Oder man tut vermutlich das, was die meisten tun: auf die paar restlichen Euro pfeifen.

In jedem Fall sollte man sich gut überlegen, wie viel Guthaben man auf eine Prepaid-Karte draufmacht.

Als Beispiel hier noch mal das Kleingedruckte von Lidl:

Lidl: "Bei ausreichendem Guthaben verlängert sich die Monatsflatrate automatisch um 1 Monat."

Eine Monats-Flatrate kostet bei Lidl 15 Euro und gilt jeweils "30 Tage". Da eine Tages-Flat 2 Euro kostet, rechnet sich die Monats-Flatrate also bereits, wenn man mehr als 7 Tage surfen will. Verpasst man aber exakt den Tag, an dem die Monats-Flatrate endet und schaltet die "Monats-Flatrate"-Option nicht rechtzeitig ab, dann bucht Lidl erneut 15 Euro für weitere 30 Tage ab - so genug Guthaben auf der Prepaid-Karte ist.

Achtet man gleich von vorneherein drauf, dass weniger als 15 Euro auf der Karte vorhanden sind, trickst man diese Kostenfalle natürlich aus.

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