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PRAXIS: Windows 7 gratis klonen - Ubuntu-Modding

Linux ist bei Desktop-Optik und -Bedienung enorm flexibel. Mit den richtigen Rezepten, sieht Linux mit wenig Aufwand fast identisch aus wie Windows 7 mit allen seinen Effekten. Und lässt sich fast identisch oder gar noch besser bedienen. Dieser Beitrag liefert das Rezept, wie es jeder hinkriegt.

Von Cornelius Köpp und Michael Nickles

Vorab: es gibt keinen zwangsläufigen Grund Linux eine perfekte Windows 7 Optik zu verpassen. Die Linux-Desktops sind selbst hübsch und funktionell genug. Dennoch kann es für Linux-Einsteiger sinnvoll sein, erstmal eine gewohnte moderne Windows-Optik zu haben und dadurch vielleicht die "Angst" vor Linux zu verlieren. Und: auch für Linux-Kenner ist es spannend zu erleben, wie flexibel sich bei Linux Optik und Desktop konfigurieren lassen.

Sieht aus wie Windows 7, bedient sich so, ist aber nicht Windows 7 sondern kostenloses Ubuntu-Linux mit modifiziertem Desktop.

Linux lässt sich viel individueller einrichten als Windows. Und: es spricht natürlich nichts dagegen, sich alles ganz "speziell" zusammenzubasteln. Es muss also nicht komplette Windows 7 Optik sein, auch eine Mischung vom Besten aus allen Bedienungsoberflächen von Linux, Mac bis Windows ist möglich.

Ubuntu mit Gnome-Desktop in der Standardausführung. Der Desktop ist zwar hervorragend funktionell mit gelungener Optik, aber natürlich vom Windows 7 "Look and Feel" weit entfernt. Er ist einfach in vielen Punkten "anders".

Es gibt diverse Anleitungen im Internet, wie Linux eine Windows-Optik verpasst kriegt, dann beispielsweise wie Windows 7 aussieht. Die Anleitungen gehen unterschiedlich weit. Manche begnügen sich mit einem Windows-typischen "Startmenü" und Windows-typischer "Taskleiste". Einige gehen soweit, dass sogar die Windows-Sounds 1:1 nachgebildet werden.

Auch gibt es sogenannte "Komplett-Umwandlungs-Pakete", die einem Linux-Desktop "vollautomatisch" Windows 7 Optik und Bedienbarkeit verpassen. Diese Vollautomatik klappt aber nur in seltenen Fällen ohne knifflige Nacharbeiten. In diesem Beitrag wird quasi alles rausgeholt, was machbar ist.

Natürlich muss niemand alle hier beschriebenen Änderungen durchführen. Es wird halt gezeigt was geht. Also: einfach mal Schritt für Schritt mitmachen und danach selbst entscheiden, wie viel "Windows 7" man seinem Linux wirklich verpassen will.

Dieser Beitrag setzt einen Rechner voraus, auf dem ein aktuelles Ubuntu-Linux (also mit Gnome-Desktop) installiert und auf den aktuellsten Stand (Updates) gebracht ist. Für den Beitrag wurde Ubuntu 10.04 verwendet - generell klappt es auch mit älteren oder kommenden Versionen.

Hinweis: Eine perfekte Optik mit Transparenz-Effekten und schnellen Animationen ist natürlich nur möglich, wenn der Grafiktreiber bei Linux sauber installiert ist, also die "Open-GL"-Beschleunigung funktioniert. Das ist inzwischen meist vollautomatisch der Fall. Überprüft wird das bei Ubuntu so: Menu-"Systemeinstellungen"-"Erscheinungsbild", Register-Karte "Visuelle Effekte". Wenn hier mindestens die Einstellung "normal" aktiviert ist (macht Ubuntu normalerweise automatisch falls möglich), oder sich aktivieren lässt, dann ist alles in Ordnung. Falls nicht aktivierbar: Linux-Grafikkarten-Treibersituation checken, wie beispielsweise im Nickles-Linux-Report Buch erklärt.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann jetzt einfach Schritt für Schritt mitgemacht werden.

Kommentare zu diesem Artikel (1)

Joschibear
Hallo Leute! RAXIS: Windows 7 gratis klonen - Ubuntu-Modding Ich habe alles, wie in diesem Beitrag beschrieben durchgespielt. Ich kann aber das "compiz fusion icon" nur dann starten, wenn ich mich als root anmelde. Die Einstellungen, welche ich aber gemacht habe sind nur unter meinem User zu sehen. Daher bringt dies nichts. Was mache ich da falsch. Ich habe schon mehrere Foren durchstöbert. Ich konnte aber leider nichts finden. Ich hoffe auf eure Hilfe. Leieb Grüße Joschibear

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