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Nvidia: Neue Geforce Onboard-Grafik - Chance für Intel-Fans

In die gleiche Richtung wie AMD/ATIs 780G/HD3400 Chipsatz zielt Nvidias neuer „Geforce 8200 mGPU“ Onboard-Grafik-Chipsatz. Nvidia will damit DirectX 10 zum Sensationspreis bringen.

Ansonsten verspricht auch die 8200 mGPU, HD-Videos aller wichtigen Formate (MPEG2-HD, H.264, VC1) per "Purevideo HD"-Technologie vollständig selbst erledigen zu können, der PC-Prozessor wird fast vollständig entlastet.

Wie bei AMD/ATI lassen sich auch bei Nvidia’s Geforce 8200 mGPU Onboard-Grafik und zusätzlich eingebaute Nvidia-Grafikkarte per SLI-Technik verbinden um die Leistung beider Grafiksysteme zu bündeln. Nvidia nennt seine neue Kopplungstechnik „Hybrid SLI“, die zwei Modi beinhaltet: "Hybrid Power" und „Geforce Boost“.

Hybrid SLI Modus

Zweck

Geforce Boost

Onboard-Grafik und eine "Geforce Boost"-taugliche eigene Grafikarte (oder mehrere) arbeiten gemeinsam, können ihre 3D-Leistung bündeln.

Hybrid Power

Alle externen Grafikkarten im Rechner werden deaktiviert, es arbeitet nur die Onboard-Grafik. Es wird also viel Energie gespart, wenn gerade keine 3D-Power gebraucht wird.

Nvidia hat seine neue 8200er Onboard-Grafik-GPU zunächst nur für Mainboards mit AMD-CPUs vorgestellt, sie soll allerdings bald auch für Intel-CPU-Mainboards kommen. Seit März 2008 sind die ersten Mainboards verfügbar, die basierend auf einem nForce-Chipsatz (730a, 750a und 780a SLI) die Geforce 8200 mGPU integriert haben. Wer ein Mainboard mit Nvidia-Chipsatz kauft, wird künftig voraussichtlich ohnehin keine Wahl mehr haben, ob er eins mit oder ohne Onboard-Grafik will. Onboard-Grafik wird bei allen künftigen nVidia-Chipsätzen vermutlich standardmäßig dabei sein.

Preiswerte Mainboards mit Geforce 8200 mGPU sind bereits um 60-70 Euro zu kriegen. Dann gilt auch hier das Rezept: ein billiger Prozessor reicht für HD-Video, die Onboard-Grafik kümmert sich kompeltt um die Wiedergabe.

Vorsicht Falle: Wie bei AMD's 780G Chipsatz gilt auch beim Nvidia-Onboard-Konzept, dass Dinge wie 3D-Leistungsbündelung (Geforce Boost) und Energiesparen (Hybrid Power) nur mit entsprechend dafür geeigneten Nvidia-Grafikkarten möglich sind.  Zur Markteinführung des Geforce 8200 gab es noch kaum Nvidia-Grafikarten, die Geforce Boost unterstützten, geschweige denn Hybrid Power. Wer sich für ein Brett mit 8200er Onboard-Grafik entscheidet sollte bei Neuanschaffung einer Nvidia-Grafikarte also dringlichst darauf achten, dass sie "Geforce Boost" UND "Hybrid Power" unterstützt!

Achtung: Auch Nvidia bietet seine neuen Hybrid-Funktionen leider ausnahmslos für Windows Vista an, mit XP geht es nicht.

http://www.nvidia.de/page/hybrid_sli.html - hier listet Nvdia seine aktuellen Mainboard-Chipsätze und Onboard-Geforce-Bausteine mit Hybrid-SLI-Unterstützung auf.

Im April 2008 gab es bereits drei Onboard-Geforce-Bausteine: 8100, 8200 und 8300.

Achtung: Die kleinste Variante - der 8100er - bietet nur die alte Purevideo-Technologie, die noch keine HD-Videos komplett beschleunigt abspielen kann. Das ist im Fall eines preiswerten Heimkino-PCs ungünstig. An Mainboard-Chipsätzen waren der nForce 730a und 720a verfügbar - jeweils für AMD-Plattformen.

Auch hier unterstützt der 720a nur das alte Purevideo. Recht mager sah es im April 2008 noch bei den Hybrid-SLI-tauglichen Grafikkarten aus. Die Geforce Boost Technik (Bündeln der 3D-Leistung von Onboard-Grafik und Grafikkarte) boten lediglich Grafikkarten mit 8400GS oder 8500GT Grafikbaustein. Karten mit HybridPower (Energiesparen) gab es noch gar keine.

Hinweis: Unmittelbar nach der Cebit 2008 ging es bei Nvidia gnadenlos rund, die Modellpalette änderte sich während des Schreibens dieses Beitrags ständig. Ursprünglich gab es erstmal nur die 8200er Onboard-Grafik, ein paar Tage später noch 8100 und 8200. Ensprechend sieht es bei den nForce Chipsätzen aus. Und bis dieser Beitrag online steht, gibt es vermutlich schon zig 700er nForce-Chipsätze. Egal welchen immer man sieht - es ist ratsam drauf zu achten, dass die Onboard-Grafik bereits die neue Videobeschleunigungs-Technik "Purevideo HD" bietet und nicht nur das alte "Purevideo".

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