LAN richtig konfigurieren - Seite 2

Netzwerkkarte

Netzwerkkarte
Welche Netzwerkkarte und welche Kabel es gibt, haben wir in einem eigenen Artikel geklärt. Hier geht es um die Konfiguration der Software am Beispiel von ME. Alle Einstellungen gelten aber auch für ältere Windows-Versionen zurück bis zu Windows 95.

Netzwerkkarte konfigurieren
Ist die Netzwerkkarte richtig eingebaut und startet Windows, meldet ein Assistent die neue Hardware und es beginnt automatisch eine Treiberinstallation. Windows enthält bereits eine Menge Treiber auch für Netzwerkkarten, die man durchaus verwenden kann. Der Treiber hängt vom verwendeten Chip-Satz ab, so dass auch generische Treiber verwendet werden können. Zum Beispiel können Treiber für die verbreiteten Realtek-Chipsätze für Netzwerkkarten beliebiger Hersteller installiert werden, Hauptsache der Chipsatz ist der richtige (geht fast immer).
Liegt der Karte Software bei, sollte natürlich diese installiert werden. Bei „nackten“ oder sehr alten Karten kann die Installation aber zum Problem werden, denn die Hersteller stellen den Support für ihre eigenen Produkte irgendwann ein, wie zum Beispiel bei der Intel EtherExpress 16. Dann muss man im Internet auf Treiber-Suche gehen.
Eine richtig installierte Netzwerkkarte sieht im Geräte-Manager so aus:


Im Geräte-Manager sieht man, ob Windows die Hardware erkannt hat und die Treiber richtig installiert sind.

Insbesondere darf kein kleines gelbes Ausrufezeichen vor der Karte angezeigt werden, sonst sind die Treiber nicht richtig installiert. Über die Schaltfläche Eigenschaften lassen sich die Ressourcen für die Karte einstellen. Moderne Karten benötigen nur einen E/A-Bereich und einen Interrupt. Der E/A-Bereich (Ein- und Ausgabe) ist ein Adressbereich im Arbeitsspeicher zum Austausch von Daten zwischen der Karte und dem Betriebssystem. Ein typischer Wert ist 0210-021F angegeben in Hex. Typische Interrupt-Werte sind 9,10 und 11.


Die Ressourcen der Netzwerkkarte: Interrupt und E/A-Bereich sollten wann immer es geht automatisch von Windows zugeteilt werden.

Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Automatische Einstellungen verwenden, lassen sich die Ressourcen von Hand einstellen. Windows achtet darauf, dass nur solche Werte eingestellt werden, die auch wirklich noch frei sind.
Werden die Ressourcen nicht automatisch vergeben, kann es zu Problemen mit anderer Hardware kommen. Windows verteilt nämlich die Ressourcen nach Bedarf um und macht das auch meistens richtig. Deswegen sollte man besser nicht von Hand eingreifen.

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