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Mini-Mediaplayer - wenn Videos Stress machen

Preiswerte Mini-Videoplayer können viel abspielen - aber nicht alles. Passt ein Video nicht, dann streikt der Player und liefert meist eine karge Fehlermeldung. Details, warum ein Video nicht abspielt werden kann, gibt es leider nicht.

Damit eine Videodatei brauchbar beziehungsweise überhaupt abspielbar ist, darf ihre Bildgröße die des Player-Displays nicht übersteigen. Es ist also sinnlos, ein Video mit 720x576 Bildpunkten auf einen Mini-Player zu schicken. Die Rechenleistung der Prozessoren in Mini-Playern ist begrenzt - das Live-Runterrechnen hoher Bildauflösungen schaffen sie aktuell nicht.

Die "knappe" Rechenleistung bringt weitere Probleme. Beispielsweise die Anzahl Bilder pro Sekunde, die möglich ist. Filme haben meist 25 oder 30 Bilder pro Sekunde - billige Player packen das nicht. Oft ist bei maximal 24 Bilder/s Schluss - blöd, dass nicht wenigstens 25 Bilder pro Sekunde gehen. So oder so: packt ein "Kleiner" 24 Bilder/s, dann reicht das generell für ruckelfreies Abspielen. Aber nur dann, wenn ein Video sauber auf 24 Bilder/s runtergerechnet wird!

Nächstes Problem: die "Bandbreite", also wie viele Daten ein Player pro Sekunde verarbeiten kann. Typische DVD-Ripp-Spielfilme im MPEG4-Format sind mit rund 1000 KBit/s Datenrate codiert. Ein Player packt meist aber nur rund 400-500 KBit/s. Diese 400-500 KBit/s reichen bei 320 x 240 Bildauflösung dicke aus, um eine "sehr gute" Bildqualität zu erreichen.

Klar ist an dieser Stelle: damit ein Video auf einem Mini-Player sauber läuft, führt am Konvertieren eigentlich kein Weg vorbei.

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