Leistung messen und verstehen - Seite 2

Messmethoden

Das Messen der Scheibgeschwindigkeit macht in der Regel nur bei einer frischen, unbespielten Platte Sinn. Generell ist die Schreibgeschwindigkeit eine Platte geringer als ihre Lesegeschwindigkeit. Für schnelle Praxistests macht in der Regel nur ein Messen der Leseleistung Sinn, da die Platte hierzu bespielt sein kann ohne dass die Messergebnisse dadurch gravierend beeinflußt werden - so der verwendete Benchmark kein Trottel ist!

Generell werden beim Messen von Festplatten also zwei Verfahren unterschieden:

Burst- Lesegeschwindigkeit
Das ist die maximale Geschwindigkeit die zustande kommt: Hier wird NUR aus dem RAM-Cache der Festplatte gelesen. Wie schnell das geht, hängt vom verwendeten Festplatten.Controllersystem und dessen Übertragungsleistung ab: Bei IDE-UltraDMA/33 werden beispielsweise maximal 33 MByte/s geschaufelt, bei UtraDMA/100 sind es 100 MByte. Generell kriegst Du als Burst-Leseleistung also stets die Leistung Deines Controller-Systems angezeigt, mit der eigentlichen Festplattenleistung hat das wenig zu tun.
Hier wird geprüft, ob das Controllersystem im PC - also beispielsweise IDE-UltraDMA/100 oder Ultra2SCSI die versprochene Übertragungsleistung bietet.

Lese- / Schreibgeschwindigkeit
Das ist die echte Plattenleistung! Hier wird gemessen wie schnell Daten auf die Magnetscheiben geschrieben werden und wie schnell das Lesen möglich ist. Da Festplatten je nach Position der Daten unterschiedlich schnell sind, schwankt die Lese- / Schreibgeschwindigkeit - die tatsächliche Praxisleistung ist also der Mittelwert aus minimaler und maximaler Übertragungsleistung die eine Platte zu stande bringt.
Es wird geprüft wie schnell eine Platte in der Praxis ist.

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