DSL, ISDN, Modems

KNOWHOW: Surfstick-Anbieter - Kleingedrucktes eingedeutscht

Deutsche Verbraucher sind es seit Jahren gewohnt, sich mit "Kleingedrucktem" rumquälen zu müssen. Die Methoden von Anbietern, wichtige Informationen gut zu verstecken und immer unkapierbarer zu machen, werden nonstop raffinierter. Denn gerade bei Internet- und Handy-Tarifen ist der Preisdruck brutal. Was zu verschenken hat keiner, aber jeder versucht mit aller Gewalt sein Angebot irgendwie besser als das der Konkurrenz darzustellen. Wer Kleingedrucktes nicht liest oder nicht versteht, hat garantiert verloren!

Was zählt ist nur eins: Kunden zu kriegen, egal wie, egal um welchen Preis. Skrupel vor selbst den miesesten Tricks gibt es schon lange nicht mehr, weil es den nicht mehr braucht. Inzwischen ist es bei allen Anbietern normal geworden Kunden mit Kleingedrucktem auszutricksen, weil keiner mehr einen Ruf zu verlieren hat. Kunden die von einem verärgert sind und zum anderen Anbieter wechseln, landen sowieso meist vom Regen in der Traufe - und irgendwann fangen sie wieder beim "ersten Anbieter" an.

Vermutlich der Rekordhalter: Die Preisliste für Mobilfunk-Tarife von T-Mobile kann auch als PDF-Dokument runtergeladen werden. Satte 29 Seiten im DIN A4 braucht die Telekom, um ihren Tarifdschungel zu erklären. Auf praktisch jeder Seite gibt es Kleingedrucktes UND Verweise auf weitere Fußnoten, die sich am Ende des "Katalogs" finden. Insgesamt gibt es 101 (einhunderteins) Fußnoten, die sich über sechs kleingedruckte DIN A4 Seiten erstrecken.

Artikel kommentieren