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IP-Adressen und das lokale Netzwerk


IP-Adressen und das lokale Netzwerk
Wie bereits bekannt, ist es im LAN primär wichtig, das alle beteiligten Rechner eine eindeutige Adresse haben. Jeder Rechner braucht also eine andere – und das macht die Sache zu einem Verwaltungsakt.

Bei der Verwaltung der Adressen gibt es dabei im wesentlichen zwei Spielarten. Entweder man verwaltet die Adressen manuell oder die Adressen werden automatisiert vergeben. Der erste Fall ist dabei natürlich der unangenehmere. Letzten Endes bedeutet die manuelle Verwaltung dann nämlich, das man ein Schriftstück benötigt in dem die bisher verwendeten Adressen mitgeführt werden. Soll ein neuer Rechner (oder ein Gerät das eine Adresse benötigt) ans LAN angeschlossen werden, dann muss das Schriftstück herausgesucht und eine neue Adresse festgelegt werden. Die neue Adresse wird dann notiert und im Gerät eingestellt. Dieses Spielchen muss man für jeden neuen Rechner spielen. Ärgerlich, wenn dann das Schriftstück bei einem neuen Rechner nicht mehr aufzufinden ist.

Völlig unabhängig davon das die manuelle Verwaltung der IP-Adressen lästig ist: Manchmal ist sie einfach nicht zu umgehen. Die IP-Adressen werden bei Windows im Dialog für die Netzwerkeigenschaften eingestellt. Die Frage die sich dabei stellt ist aber die: Was für eine IP-Adressen sollte man verwenden? Die Antwort auf diese Fragen finden Sie im Kasten:

Routbare Adressen, nicht routbare Adressen und IP-Adressbereiche
Routbare, nicht routbare Adressen und IP-Adressbereiche IP Adressen bestehen immer aus 4 Blöcken die jeweils eine Zahl zwischen 0 und 255 annehmen können. Das ist die Darstellung der IP Adresse die man 'sieht' - es gibt aber auch eine 'logische' Aufteilung, und bei dieser besteht eine IP Adresse nur aus zwei Teilen: Der eine Teil ist der 'subnet' Anteil, der andere Teil ist der 'Host' Anteil.
Der 'Subnet' Anteil bestimmt das Netzwerk zu dem die IP-Adresse gehört, während der Host-Anteil den Rechner selbst identifiziert. Eine IP Adresse identifiziert also nicht nur einen Rechner, sondern auch das Netzwerk zu dem dieser Rechner gehört.
Je nach Netz können diese beiden Teile dabei unterschiedliche Mengen der eigentlichen Adresse ausmachen: Bei einem sehr großen Netz ist der Subnet-Teil kleiner und der Host-Teil größer: Das muss so sein, damit für jeden Rechner im 'großen' Netz auch eine eigene Adresse zugewiesen werden kann. In einem solchen Fall würde die erste der vier Zahlen aus der Adresse das Netzwerk bestimmen, während die anderen Werte für die einzelnen Rechner zur Verfügung ständen.
Solche Netze werden 'Class A' Netze genannt. Aufgrund verschiedener weiterer Regeln wird der 'Raum' für die Identifizierung eines solchen Netzes noch weiter eingeschränkt, sodass gerade einmal 126 'Class A' Netze möglich sind. Weltweit, wohlgemerkt. Man kann sich also leicht vorstellen, dass diese Adressebereiche nicht ohne weiteres vergeben werden.
Bei 'Class B' Netzen sieht die Sache schon anders aus, denn hier steht die eine Hälfte der IP-Adresse fürs Subnetz und die andere Hälfte für die Hosts zur Verfügung. Damit können etwa 16.000 Subnetze und circa 65.000 Hosts pro Subnetz dargestellt werden.
Die kleinsten und am weitesten verbreiteten Netze sind aber 'Class C' Netze. Bei denen stellen drei Teile der IP-Adresse das Subnetz dar, während gerade mal der letzte Teil für die Darstellen der Hosts zuständig ist. Zusätzliche Regeln führen bei diesen Netzen dazu, das es circa 2 Millionen Subnetze mit je 254 Rechnern geben kann.
Solange das eigene LAN nicht mit dem Internet oder anderen Netzen verbunden wird, spielt es natürlich keine Rolle ob man nun Class 'A', 'B' oder 'C' Adressen verwendet – aber sobald eine solche Verbindung besteht ist es notwendig, dass man sich an bestimmte Regeln hält. Eigentlich ist das nur eine Regeln, und die besagt 'Ein privates Netz muss IP Adressen aus dem privaten Adresse-Bereich benutzen.
Der Unterschied zwischen 'privaten' und 'nicht privaten' Adressen ist dabei der, das 'private' Adressen von außen nicht sichtbar sind – Rechner die solche Adressen verwenden können also vom Internet aus nicht erreicht werden. Damit können diese Rechner auch andere in einem anderen Netz, die die gleichen privaten Adressen verwenden nicht stören: Man nennt solche Adressen 'nicht routbare' Adressen.
Der richtige Adressbereich für ein privates 'C' Netz läuft dabei von 192.168.0.1 bis 192.168.255.254. Die beiden ersten Felder der IP-Adresse sind also konstant, während die beiden hinteren hochgezählt werden können. Fürs Heimnetz das meist weniger als 255 Rechner haben will sucht man sich also einfach eine Zahl zwischen 1 und 255, verwendet diese fürs dritte Feld und zählt die Ziffer im vierten Feld für alle Rechner um eins hoch.

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